Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Controlling

Erlöskontrollmanagement. Erlöskontrolle eines Monopolisten und Oligopolisten

Titel: Erlöskontrollmanagement. Erlöskontrolle eines Monopolisten und Oligopolisten

Akademische Arbeit , 2019 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jannis Rösing (Autor:in)

BWL - Controlling
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Viele Märkte werden immer dynamischer und ändern sich stetig. Unter diesen Bedingungen kann es schnell passieren, dass es bei der Planung eines Unternehmens zu Fehlkalkulationen kommt. Falsche Annahmen über Absatz, Umsatz oder Gewinn beeinträchtigen das Ergebnis und sind deshalb keine Seltenheit. Das im Mai 1998 in Kraft getretene Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) wirkt dagegen. Dieses Gesetz verpflichtet Vorstände von Aktiengesellschaften, ein Überwachungssystem einzurichten, welches Risiken bzw. Abweichungen frühzeitig erkennen soll, um eventuelle Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Insbesondere bei der Planung von Kosten und Erlösen können existenzbedrohende Risiken bzw. Abweichungen entstehen, welche die Erfolgslage und auch die künftigen Entwicklungschancen des Unternehmens wesentlich bedrohen können. Das Erlöskontrollmanagement stellt dabei das Überwachungsinstrument zur Erfassung, Bewertung und zum Abbau von Erlösabweichungen dar, welches Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist.

Die Erlöskontrolle wird in der Literatur erstaunlicherweise oft als Stiefkind der Kostenkontrolle dargestellt. Bei Witt und Witt heißt es, dass diese im Gegensatz zu seinem Pendant, der Kostenseite, bisher nur mäßig behandelt wird. Ebenfalls spricht Stelling davon, dass die Erlöskontrolle nicht genügend theoretische Fundierung besitzt und nur wenig verbreitet ist. Diese Erkenntnis wandelt das Staunen schnell in Erschrecken, wenn man bedenkt, dass der Erfolg vieler Produkte heutzutage mehr vom Marketing- Mix und weniger von den niedrigen Kosten des Unternehmens abhängig ist.

Aufgrund unterschiedlicher Behandlungen kann nur bedingt die Erlöskontrolle aus der Kostenkontrolle abgeleitet werden. Vielmehr wird eine Abweichungsanalyse gesucht, die in der Lage ist, erlösspezifische Einflussabweichungen aufzuzeigen. Dies wirft die Frage auf, was die auf den Erlös einwirkenden Einflussgrößen sind und wie die daraus entstehenden Abweichungen verursachungsgerecht aufgespalten werden. Darüber hinaus besteht die Frage, was für eine Aussagekraft die Erlöskontrolle besitzt. Mit entsprechenden Antworten wird in dieser Arbeit versucht, die Erlöskontrolle aufgrund seiner essentiellen Bedeutung näher zu bringen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der Erlöskontrolle

2.1 Inhalt und Funktionen der Kontrolle

2.2 Aufbau des Kontrollprozesses

2.3 Abweichungsanalysen

3. Erlöskontrolle eines Monopolisten und Oligopolisten

3.1 Einflussgrößen von Erlösen

3.2 Interdependenz von Preis und Absatz

3.3 Interne und externe Abweichungen

3.4 Fallbeispiel

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Erlöskontrollmanagement als Überwachungsinstrument zur Erfassung, Bewertung und zum Abbau von Erlösabweichungen theoretisch fundiert zu untersuchen und praktisch anzuwenden. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, welche Einflussgrößen auf den Erlös wirken, wie daraus resultierende Abweichungen verursachungsgerecht aufgespalten werden können und welche Aussagekraft der Erlöskontrolle in einem dynamischen Marktumfeld zukommt.

  • Theoretische Konzeption und Funktionen der Erlöskontrolle
  • Methoden der Abweichungsanalyse bei monopolistischen und oligopolistischen Marktbedingungen
  • Interdependenz zwischen Preisänderungen und Absatzmengenänderungen
  • Differenzierung zwischen internen und externen Einflussfaktoren
  • Praktische Anwendung der Analysemodelle im Kontext eines Fallbeispiels

Auszug aus dem Buch

3.2 Interdependenz von Preis und Absatz

Bei der PAF unter monopolistischen Bedingungen der Erlöse führt eine Erhöhung des Absatzpreises i.d.R. zu einer Verringerung der Absatzmenge, welche unter (2) dargestellt ist.

(2) xa (pa) = a - b * pa

Über die PAF wird in der Erlösplanung mit Hilfe des Plan-Absatzpreises die Plan-Absatzmenge xap (pap) bestimmt. Die Ist-Absatzmenge xai hingegen berücksichtigt die Abhängigkeit vom Preis zunächst nicht, was zu der in (1) dargestellten Aufspaltung führt. Dieses Ergebnis führt am Ende zwar zur gleichen Gesamtabweichung, ist jedoch nicht sinnvoll interpretierbar. Die Ist-Absatzmenge wird i.d.R. von der Plan-Absatzmenge bei Ist-Preisen xap (pai) abweichen, welches bei einer verursachungsgerechten Aufspaltung berücksichtigt werden muss. Die Absatzmenge in (3) gibt an, welche Plan-Absatzmenge bei eingetretenen Ist-Absatzpreisen sich ergibt.

(3) xas = xap (pai) = a - b * pai

Es muss somit die gesamte Mengendifferenz unter Kenntnis von xas in zwei Abweichungen geteilt werden (4). Dabei gibt ∆1xa die durch den Preisänderung induzierte Abweichung und ∆2xa die Restabweichung an. Abbildung 2 veranschaulicht diesen Effekt.

(4) ∆xa = xai – xap (pap) = [xai – xas] + [xas – xap (pap)] = ∆2 xa + ∆1 xa

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung identifiziert die Notwendigkeit des Erlöskontrollmanagements aufgrund zunehmender Marktdynamik und stellt die Forschungsfrage nach einer verursachungsgerechten Abweichungsanalyse.

2. Theoretische Grundlagen der Erlöskontrolle: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Aufgaben der Kontrolle wie Planung, Entscheidung und Verhaltenssteuerung sowie den zugrunde liegenden Kontrollprozess.

3. Erlöskontrolle eines Monopolisten und Oligopolisten: Hier werden spezifische Methoden entwickelt, um Erlösabweichungen unter Berücksichtigung von Preis-Absatz-Funktionen und externen Marktgegebenheiten präzise zu analysieren und ein praktisches Fallbeispiel zu berechnen.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse der Erlösabweichungsanalyse und betont deren wachsende Bedeutung, weist jedoch zugleich auf das theoretische Defizit gegenüber der Kostenrechnung hin.

Schlüsselwörter

Erlöskontrollmanagement, Abweichungsanalyse, Preis-Absatz-Funktion, Soll-Ist-Vergleich, Gesamtabweichung, Preisabweichung, Mengenabweichung, differenziert-kumulative Methode, Marketing-Mix, Erlöskontrolle, Marktvolumen, Marktanteil, Verhaltenssteuerung, Monopol, Oligopol

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Erlöskontrollmanagement als Instrument, um Erlösabweichungen in einem Unternehmen systematisch zu erfassen, analytisch aufzuspalten und ursachengerecht zu bewerten.

Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Funktionen der Kontrolle, die mathematische Zerlegung von Gesamtabweichungen, die Berücksichtigung von Preis-Absatz-Funktionen sowie die Abgrenzung interner und externer Einflussfaktoren auf den Erlös.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Instrumentarium aufzuzeigen, welches über einfache Soll-Ist-Vergleiche hinausgeht und durch eine verursachungsgerechte Aufspaltung der Erlösabweichungen dem Management gezieltere Steuerungsentscheidungen ermöglicht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlicher Controlling-Literatur und verwendet numerische Abweichungsanalysen sowie mathematische Preis-Absatz-Modelle.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kontrollprozesse, Abweichungsformeln) und die praktische Anwendung (Modellierung der Erlöskontrolle bei Monopolisten und Oligopolisten inklusive eines konkreten Fallbeispiels).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Erlöskontrollmanagement, Abweichungsanalyse, Preis-Absatz-Funktion, differenziert-kumulative Methode, Mengen- und Preisabweichung sowie Marktbeeinflussungsfaktoren.

Warum ist laut Autor die differenziert-kumulative Methode besonders effizient?

Die Methode wird als besonders effizient hervorgehoben, da sie gemischte Abweichungen höherer Ordnung gesondert ausweist und somit die Zurechnung von Abweichungsursachen operational sauberer löst als andere Ansätze.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen internen und externen Abweichungen?

Externe Abweichungen resultieren aus unkontrollierbaren Marktgrößen wie dem Branchenpreis oder dem Marktvolumen, während interne Abweichungen auf den Einfluss des Unternehmens zurückzuführen sind, beispielsweise durch den Einsatz des Marketing-Mix.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erlöskontrollmanagement. Erlöskontrolle eines Monopolisten und Oligopolisten
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,3
Autor
Jannis Rösing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V1352757
ISBN (PDF)
9783346861771
ISBN (Buch)
9783346861788
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Controlling Erlöskontrolle Erlöskontrollmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jannis Rösing (Autor:in), 2019, Erlöskontrollmanagement. Erlöskontrolle eines Monopolisten und Oligopolisten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352757
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum