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Unternehmensbewertung nach dem IDW S 1 i.d.F. 2008

Eine Untersuchung der Unternehmensbewertungspraxis der Wirtschaftsprüfer des IDW

Title: Unternehmensbewertung nach dem IDW S 1 i.d.F. 2008

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sebastian Krug (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Um den Wert eines Unternehmens zu ermitteln, existieren unzählige Methoden. Durch individuelle Einflüsse der Anwender wird die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse deutlich beeinträchtigt. Insbesondere in Situationen, in denen ein möglichst valider Wert benötigt wird, stellt sich die Frage nach der adäquaten Vorgehensweise. Das IDW hat in diesem Zusammenhang für die Bewertung durch Wirtschaftsprüfer, für diese bindende, methodische
Grundsätze in einem Standard zusammengefasst, der einen entsprechenden Rahmen schaffen soll. Inwieweit dies gelungen ist, soll nachfolgend untersucht werden. Zudem werden aufkommende Problempunkte in der praktischen Anwendung der Normen aufgezeigt.
Zum Abschluss wird der Vergleich zu grundsätzlichen Bewertungsregeln nach HGB sowie nach IFRS gezogen

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Inhaltliche Betrachtung des IDW S 1 n.F.

2.1 Entstehung und Entwicklung des Standards

2.2 Angemessene Unternehmensbewertung nach IDW S 1

2.3 Verfahren der Unternehmensbewertung nach IDW S 1

3 Probleme in der praktischen Anwendung

3.1 Das (TAX-)CAPM im Bewertungskalkül

3.2 Bestimmung des Basiszinssatzes

3.3 Bewertung kleiner und mittelgroßer Unternehmen

4 Unterschiede zu bilanziellen Bewertungsgrundsätzen

4.1 Vergleich zur Bewertung nach nationalen Grundsätzen (HGB)

4.2 Vergleich zur Bewertung nach internationalen Grundsätzen (IFRS)

5 Kritische Würdigung

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die methodischen Grundsätze der Unternehmensbewertung nach dem Standard IDW S1 in der Fassung von 2008. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit der Standard einen validen Rahmen für Wirtschaftsprüfer schafft, um die Nachvollziehbarkeit von Bewertungsergebnissen zu gewährleisten und den Herausforderungen in der praktischen Anwendung, insbesondere bei KMU und im Vergleich zu bilanziellen Bewertungsvorschriften, zu begegnen.

  • Historische Entwicklung und konzeptionelle Ausgestaltung des IDW S1
  • Kritische Analyse des (TAX-)CAPM und der Basiszinssatzbestimmung
  • Spezifische Bewertungsproblematiken bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU)
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Bewertungsgrundsätze (IDW S1 vs. HGB vs. IFRS)

Auszug aus dem Buch

3.1 Das (TAX-)CAPM im Bewertungskalkül

Die Verwendung des CAPM zur Bestimmung des Diskontierungssatzes liefert auf unterschiedlichste Art und Weise Anlass zur Kritik. Das Modell basiert auf vielen restriktiven Prämissen. Realistisch ist allerdings keine dieser Annahmen, was sich auch in der mangelnden empirischen Bestätigung manifestiert. Der zur Gewichtung des am Kapitalmarkt gemessenen systematischen Risikos verwendete Beta-Faktor stellt den zentralen Parameter des CAPM dar. Neben der erwähnten Fundamentalkritik des Modells ergeben sich bei dessen Konkretisierung eine Vielzahl von vor allem technisch-empirischen Anwendungsschwierigkeiten, die sich hauptsächlich in der Festlegung der für die durchzuführende Regressionsanalyse benötigten Werte widerspiegeln.

Abschließend sei noch ein Problem, dass die aktuelle UStR 2008 mit sich gebracht hat, erwähnt. Die generelle Relevanz von persönlichen Steuern (Tz. 29) und die durch die Abgeltungssteuer eingeführte Veräußerungsgewinnbesteuerung erzeugen nun insbesondere im Mehrperiodenfall Schwierigkeiten. Die bisherige Vorgehensweise würde unterstellen, dass die Kursgewinnrealisation jährlich stattfände, was nicht sachgerecht wäre und zudem zu einer tendenziellen Überschätzung der tatsächlichen Steuerlast führen würde. Es ist demnach eine weitere Typisierung der Haltedauer zu bilden. Die in der Praxis übliche Fortführung bis in die Ewigkeit impliziert unter Einhaltung der Laufzeitäquivalenz, dass das Aktienportfolio als Handlungsalternative keinerlei Abänderung erfahren dürfte, was unrealistisch erscheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Objektivität bei der Unternehmensbewertung und Erläuterung des methodischen Gangs der Untersuchung.

2 Inhaltliche Betrachtung des IDW S 1 n.F.: Historischer Abriss der Standardentwicklung sowie Erläuterung der Grundsätze und Verfahren zur Unternehmensbewertung.

3 Probleme in der praktischen Anwendung: Kritische Analyse der Anwendbarkeit des CAPM, der Zinsbestimmung und der besonderen Herausforderungen bei der Bewertung von KMU.

4 Unterschiede zu bilanziellen Bewertungsgrundsätzen: Vergleich des IDW S1 mit den Bewertungsvorschriften nach HGB und IFRS unter Berücksichtigung von Zielsetzungsunterschieden.

5 Kritische Würdigung: Fundierte Auseinandersetzung mit der normlogischen Struktur und der starken Kapitalmarktorientierung des Standards.

6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Zielerreichung des Standards und Einschätzung der zukünftigen Anwendbarkeit.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, IDW S1, Wirtschaftsprüfung, Kapitalmarktorientierung, TAX-CAPM, Diskontierungssatz, KMU, HGB, IFRS, Objektivierter Unternehmenswert, Zukunftserfolgswert, Stichtagsprinzip, Ertragswertverfahren, DCF-Verfahren, Bewertungsgrundsätze

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Standard IDW S1 für Unternehmensbewertungen durch Wirtschaftsprüfer und dessen Eignung zur Erstellung valider, nachvollziehbarer Bewertungsgutachten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten zählen die methodischen Anforderungen des Standards, die praktische Anwendung des CAPM, die Herausforderungen bei der Bewertung von KMU sowie der Vergleich mit bilanziellen Bewertungsvorschriften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die kritische Evaluierung, ob der IDW S1 in der Fassung von 2008 seinen Anspruch erfüllt, allgemein gültige und belastbare Bewertungsgrundsätze zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Standardanalyse, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit den theoretischen Fundamenten des Bewertungsprozesses und praktischen Anwendungsproblemen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Standards, diskutiert Anwendungsprobleme von Modellen wie dem (TAX-)CAPM und führt einen systematischen Vergleich zu den handels- und steuerrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, IDW S1, Kapitalmarktorientierung, TAX-CAPM und Objektivität geprägt.

Warum stellt die Bewertung von KMU eine besondere Herausforderung dar?

KMU verfügen oft über kein unabhängiges Management, eine limitierte Informationsbasis und ihre Anteilseigner sind nicht voll diversifiziert, was das im IDW S1 unterstellte CAPM-Modell in der Praxis erschwert.

Welche Rolle spielt das Vorsichtsprinzip im Vergleich zum IDW S1?

Während das Vorsichtsprinzip im HGB als zentraler Grundsatz zur Gläubigerschutzorientierung dient, zielt der IDW S1 primär auf einen objektiven, neutralen Wert ab, der über individuelle Interessenkonflikte hinausgeht.

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Details

Title
Unternehmensbewertung nach dem IDW S 1 i.d.F. 2008
Subtitle
Eine Untersuchung der Unternehmensbewertungspraxis der Wirtschaftsprüfer des IDW
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Lehrstuhl für Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung)
Grade
2,0
Author
Sebastian Krug (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V135290
ISBN (eBook)
9783640431946
ISBN (Book)
9783640431823
Language
German
Tags
Unternehmensbewertung IDW Wirtschaftsprüfer Institut der Wirtschaftsprüfer HGB IFRS Bewertungspraxis CAPM KMU Betafaktor systematisches Risiko unsystematisches Risiko Plausibilisierung valider Wert objektiviert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Krug (Author), 2009, Unternehmensbewertung nach dem IDW S 1 i.d.F. 2008, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135290
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