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Einflussnahmerechte des GmbH-Gesellschafters im Vergleich zum Aktionär der AG

Title: Einflussnahmerechte des GmbH-Gesellschafters im Vergleich zum Aktionär der AG

Term Paper , 2017 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Timo Matt (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Warum ist eine GmbH für die Gründer attraktiver als die AG? In den Haftungskonsequenzen der Gesellschaften unterschieden sich GmbH und AG kaum. Allerdings besteht ein Grundunterschied in der Frage, wie der Gründer Einfluss auf die Ausrichtung der Gesellschaft und die Führung der Geschäfte nehmen kann.

Im nachfolgenden Teil sollen GmbH und AG hinsichtlich dieser Unterscheidung verglichen werden. Der Hauptteil gliedert sich gedanklich in zwei Bereiche, wobei sich jeder Bereich mit einer Gesellschaft befasst. Zu Beginn eines Bereichs sollen zunächst die allgemeinen Grundzüge der Gesellschaftsformen dargestellt werden. Anschließend werden die Rechte des einzelnen Gesellschafters bzw. des Aktionärs dargestellt. Kern beider Bereiche bildet die Herausarbeitung der Einflussnahmerechte der Gesellschafter bzw. der Hauptversammlung auf das Leitungsorgan der jeweiligen Gesellschaftsform.

Dem Leser soll im Nachfolgenden einen allgemeinen Überblick über die Gesellschaftsformen GmbH und AG, sowie die Rechte des einzelnen Gesellschafters bzw. Aktionärs gegenüber der Gesellschaft gegeben werden. Weiterhin soll der wesentliche Unterschied hinsichtlich des Weisungsrechts der Gesellschafter in der GmbH im Vergleich zum weisungsunabhängigen Vorstand in der AG herausgearbeitet werden.

Für jeden Gründer stellt sich zu Beginn der Gründung die Frage, in welcher Rechtsform er sein Unternehmen gründen soll. Diese Frage ist von grundlegender Bedeutung, da sich aus jeder Rechtsform unterschiedliche Konsequenzen z. B. hinsichtlich der Haftung ergeben.

Betrachtet man die Neugründungen von Kapitalgesellschaften im Jahre 2016, so stellt man fest, dass von insgesamt 126.164 Betriebsgründungen 52.418 in der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (kurz: GmbH) gegründet wurden (41,54%). Lediglich 898 Betriebsgründungen wurden in der Rechtsform der Aktiengesellschaft (kurz: AG) gegründet (0,71%).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Rechtliche Grundzüge der Gesellschaft mit beschränkter Haftung

3. Rechte des GmbH-Gesellschafters

3.1 Vermögensrechte

3.2 Verwaltungsrechte

3.3 Kontrollrechte

4. Gemeinschaftliche Rechte der Gesellschafter

4.1 Aufgabenkreis der Gesellschafter

4.2 Weisungsrecht

4.2.1 Spannungsfeld Folgepflicht und Verweigerung

4.2.2 Grenzen des Weisungsrechts

5. Rechtliche Grundzüge der Aktiengesellschaft

6. Rechte der Aktionäre

6.1 Vermögensrechte

6.2 Verwaltungsrechte

7. Leitung der AG durch den Vorstand

7.1 Weisungsunabhängigkeit

7.2 Rechenschaftspflichten

8. Allgemeines zur Hauptversammlung

8.1 Geschriebene Kompetenzen der Hauptversammlung

8.2. Einflussnahme der Hauptversammlung auf den Vorstand

9. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Einflussnahmerechte von GmbH-Gesellschaftern und Aktionären einer AG auf die Unternehmensführung, um Unterschiede in der organisatorischen Autonomie und Kontrolle zu verdeutlichen.

  • Rechtliche Grundlagen der GmbH und AG
  • Differenzierung zwischen Vermögens-, Verwaltungs- und Kontrollrechten
  • Die Rolle des Weisungsrechts bei der GmbH vs. weisungsunabhängiger Vorstand bei der AG
  • Kompetenzabgrenzung und Einflussnahme durch Gesellschafterversammlung und Hauptversammlung
  • Bedeutung der BGH-Rechtsprechung (Holzmüller-Entscheidung) für die indirekte Einflussnahme

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Spannungsfeld Folgepflicht und Verweigerung

In der Praxis befindet sich der Geschäftsführer häufig in einem Spannungsfeld zwischen der Folgepflicht und des Rechts der Verweigerung der Ausführung der Weisung. Dieses Spannungsfeld ist für den Geschäftsführer von großer Bedeutung da sich durch die Ausübung beziehungsweise die Verweigerung einer Weisung unterschiedliche Konsequenzen ergeben.

Weisungserteilungen durch wirksamen Gesellschafterbeschluss sind von dem Geschäftsführer auszuführen. Dies gilt auch für den Fall, dass die Gesellschafter dem Geschäftsführer eine wirtschaftlich nachteilige Weisung erteilen. Im letzteren Fall muss jedoch der Geschäftsführer den Gesellschaftern seine Bedenken äußern und soll die Weisung erst ausführen dürfen, sobald der Gesellschafterbeschluss unanfechtbar geworden ist. Führt der Geschäftsführer eine wirksame Weisung der Gesellschafter aus, so wird er im Innenverhältnis von der Haftung befreit.

Sofern Weisungen durch anfechtbare Gesellschafterbeschlüsse erteilt worden sind, ergibt sich für den Geschäftsführer keine Folgepflicht, bis der Gesellschafterbeschluss unanfechtbar geworden ist. Dies ist begründet durch die Tatsache, dass der Geschäftsführer nicht von der Haftung befreit wird, sofern er die Weisung vor Ablauf der Anfechtungsfrist ausführt, der Beschluss noch angefochten und dadurch unter Umständen für nichtig erklärt werden kann. Der Geschäftsführer hat jedoch die Erfolgsaussichten bei einer eventuellen Anfechtung zu prüfen und unter Betrachtung aller Tatsachen zu entscheiden, ob er die Weisung schon vor Ablauf der Anfechtungsfrist ausführt.

Rechtswidrige, sowie existenzgefährdende Weisungen (z. B. Maßnahmen, die gegen die Kapitalerhaltungsvorschriften verstoßen) darf der Geschäftsführer nicht ausführen. Führt er solche Weisungen dennoch aus, so kann er sich nicht auf den Weisungsbeschluss der Gesellschafter berufen, sondern haftet gemäß § 43 Abs. 2 GmbHG.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Motivation für die Rechtsformenwahl und Vorstellung der Forschungsfrage hinsichtlich der Einflussnahmerechte.

2. Rechtliche Grundzüge der Gesellschaft mit beschränkter Haftung: Erläuterung der Entstehung und der wesentlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen der GmbH.

3. Rechte des GmbH-Gesellschafters: Kategorisierung der Mitgliedschaftsrechte in Vermögens-, Verwaltungs- und Kontrollrechte.

4. Gemeinschaftliche Rechte der Gesellschafter: Untersuchung des Weisungsrechts und der Aufgabenverteilung innerhalb der GmbH-Organe.

5. Rechtliche Grundzüge der Aktiengesellschaft: Abriss der historischen Entstehung und der gesetzlichen Struktur der AG.

6. Rechte der Aktionäre: Darstellung der spezifischen Rechte der Aktionäre, unterteilt in Vermögens- und Verwaltungsaspekte.

7. Leitung der AG durch den Vorstand: Analyse der weisungsunabhängigen Stellung des Vorstands und seiner Berichtspflichten.

8. Allgemeines zur Hauptversammlung: Erörterung der Kompetenzen der Hauptversammlung und der Grenzen ihrer Einflussnahme auf den operativen Vorstand.

9. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Unterschiede in der Weisungsbefugnis und der Attraktivität der Rechtsformen.

Schlüsselwörter

GmbH, AG, Gesellschaftsrecht, Aktienrecht, Gesellschafter, Aktionär, Weisungsrecht, Geschäftsführung, Vorstand, Hauptversammlung, Kapitalgesellschaft, Einflussnahmerechte, Organkompetenz, Haftungsbeschränkung, Holzmüller-Urteil.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Hausarbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf einen rechtsvergleichenden Überblick über die Einflussnahmerechte, die Gesellschafter einer GmbH im Gegensatz zu Aktionären einer Aktiengesellschaft auf die Geschäftsführung ausüben können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die wesentlichen Bereiche umfassen die rechtlichen Grundzüge beider Gesellschaftsformen, die systematische Unterteilung der mitgliedschaftlichen Rechte sowie die organschaftliche Struktur und deren Kompetenzabgrenzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es herauszuarbeiten, warum die GmbH trotz ähnlicher Haftungskonsequenzen oft als attraktiver wahrgenommen wird, insbesondere unter Berücksichtigung der weitreichenden Weisungsrechte im Vergleich zum weisungsunabhängigen Vorstand der AG.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse einschlägiger Gesetze (GmbHG, AktG) sowie relevanter Fachliteratur und höchstrichterlicher Rechtsprechung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zunächst werden die Rechte und Einflussmöglichkeiten innerhalb der GmbH beleuchtet, anschließend wird die Struktur der AG sowie die Rolle von Vorstand und Hauptversammlung untersucht.

Wodurch lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch einen klaren systematischen Vergleich zwischen dispositiven Gestaltungsmöglichkeiten in der GmbH und den zwingenderen Regelungen des Aktiengesetzes aus.

Welchen Einfluss hat das Holzmüller-Urteil?

Das Urteil begründet ungeschriebene Kompetenzen der Hauptversammlung, die es den Aktionären ermöglichen, trotz fehlenden Weisungsrechts indirekt auf grundlegende Geschäftsführungsmaßnahmen Einfluss zu nehmen.

Wie unterscheidet sich die Haftung des Geschäftsführers bei Weisungserteilung?

Bei der Ausführung einer wirksamen Weisung wird der Geschäftsführer im Innenverhältnis von der Haftung befreit, während er bei rechtswidrigen Weisungen zur Verweigerung verpflichtet ist, andernfalls haftet er persönlich.

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Details

Title
Einflussnahmerechte des GmbH-Gesellschafters im Vergleich zum Aktionär der AG
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
2,0
Author
Timo Matt (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V1353152
ISBN (PDF)
9783346863461
ISBN (Book)
9783346863478
Language
German
Tags
Gesellschafter/Aktionär Einflussnahmerechte Gesellschaftsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Matt (Author), 2017, Einflussnahmerechte des GmbH-Gesellschafters im Vergleich zum Aktionär der AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353152
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