Zahlreiche Erwachsene, wie zum Beispiel einige Eltern oder pädagogische Fachkräfte, die sich noch nicht mit dem Thema der Partizipation auseinandergesetzt haben, können nicht nachvollziehen, wieso manche Einrichtungen den Kindern bei wichtigen Entscheidungen Beteiligung ermöglichen. Die Fallstudie beschäftigt sich mit dem partizipativen Ansatz und stellt dessen hohen Stellenwert heraus. Im Folgenden wird ein Fallbeispiel geschildert, welches die Problematiken einer Hierarchie, bei der die Erzieher/-innen über den Kindern stehen, thematisiert. Dieses Fallbeispiel wird anschließend mittels des partizipativen Ansatzes analysiert und die Ergebnisse werden herausgestellt. Abschließend werden die Stärken und Schwächen der Analyse sowie der Lösungswege dargelegt und es folgt ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einleitung in die Thematik
1.2 Darstellung des Fallbeispiels
1.3 Methodik
2. Hauptteil
2.1 Fall- und Methodenanalyse
2.2 Ergebnisse und Diskussion der Ergebnisse
2.3 Reflexion der Analyse und Lösungswege
3. Fazit
Zielsetzung und Themen der Fallstudie
Diese Fallstudie untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der Partizipation in Kindertageseinrichtungen. Das primäre Ziel ist es, die positiven Auswirkungen von gelebter Mitbestimmung auf die kindliche Entwicklung, das Sozialklima sowie die professionelle Haltung pädagogischer Fachkräfte aufzuzeigen und dabei auftretende Herausforderungen kritisch zu reflektieren.
- Grundlagen und Notwendigkeit der Partizipation im Kita-Alltag
- Analyse eines Fallbeispiels zur hierarchischen Problematik
- Anwendung des Zwiebelmodells zur methodischen Einordnung
- Darstellung der Auswirkungen auf soziale und demokratische Kompetenzen
- Diskussion von Stärken, Schwächen und Lösungsansätzen
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung in die Thematik
Die Partizipation in Kindertageseinrichtung hat in den vergangenen Jahren einen hohen Stellenwert bekommen. In den siebziger Jahren wurden Kinder noch nicht als „vollwertiges Mitglied“ der Gesellschaft anerkannt und hatten folglich auch keine Rechte (Stamer-Brandt, 2012, S.51). Heutzutage werden Kinder als „Rechtsobjekt“ akzeptiert, was zu Umbrüchen in den Kindertageseinrichtungen führen muss (Stamer-Brandt, 2012, S.51). Allerdings haben eine Vielzahl an Erwachsenen noch ein negatives Bild gegenüber den Kindern. Dies liegt einerseits an der „eigenen Biografie der sich äußernden Erwachsenen“ andererseits auch „an ihren normativ geprägten Vorstellungen von Kindheit, die sich als ideales Bild zeigt“ (Stamer-Brandt, 2012, S.52). Viele Erwachsene sehen Kinder als unfertige und zu schützende Wesen, welche die volle Unterstützung von Erwachsenen benötigen, damit bei ihnen eine ideale Entwicklung gelingt. Zusätzlich trauen die Erwachsenen den Kindern zu wenig zu (Stamer-Brandt, 2012, S.52).
Allerdings ist die Partizipation der eigentliche Kern einer gelingenden Entwicklung eines Kindes, dies wird im Folgenden erläutert. Das Wort „Partizipation“ kommt aus dem Lateinischen: „participare“ und die Übersetzung lautet: „teilnehmen, Anteil haben“ (Hansen, Knauer, Sturzenhecker, 2011, S.19). Die Partizipation wird als „Mitbestimmung“ definiert und „bezieht sich auf Entscheidungen und Entscheidungsverfahren sowie auf die Möglichkeiten des Einzelnen, darauf Einfluss zu nehmen“ (Hansen, Knauer, Sturzenhecker, 2011, S.19). Das Hauptmerkmal von der Partizipation ist, dass das „Subjekt“ bei Entscheidungen, die es betreffen und im Kontext der Gemeinschaft mitwirken kann (Hansen, Knauer, Sturzenhecker, 2011, S.19).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Kinderrechte ein und erläutert die theoretischen sowie begrifflichen Grundlagen der Partizipation als Kern gelingender kindlicher Entwicklung.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert durch ein konkretes Fallbeispiel die Problematiken hierarchischer Strukturen in einer Kita und zeigt mittels des Zwiebelmodells und des Vierstufenmodells auf, wie Partizipation erfolgreich implementiert werden kann und welche positiven Effekte dies auf Kinder, Erzieher und Eltern hat.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Partizipation trotz möglicher Herausforderungen aufgrund ihrer Vorteile für die Persönlichkeitsbildung und das demokratische Lernen ein unverzichtbarer Standard in allen Kindertageseinrichtungen sein sollte.
Schlüsselwörter
Partizipation, Kindertageseinrichtung, Mitbestimmung, Kinderrechte, Demokratieförderung, Selbstbildungsprozesse, Fallstudie, soziales Lernen, pädagogische Fachkräfte, Konfliktlösekompetenz, Selbstwirksamkeit, Zwiebelmodell, Gruppenkonferenz, Kinderparlament, Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und Bedeutung von Partizipation im Kita-Alltag und untersucht, wie Mitbestimmung die Entwicklung von Kindern fördert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentral sind die Rechte der Kinder, die Überwindung hierarchischer Strukturen in Kitas und die Stärkung von Personalkompetenzen durch demokratische Prozesse.
Was ist die zentrale Forschungsfrage oder das primäre Ziel?
Das Ziel ist es, durch die Analyse eines Fallbeispiels nachzuweisen, dass Partizipation unverzichtbar für eine gelingende kindliche Entwicklung ist und soziale sowie demokratische Kompetenzen nachhaltig stärkt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Analyse stützt sich auf das Zwiebelmodell zur Darstellung der methodischen Vorgehensweise und das Vierstufenmodell der Beteiligung als Handlungskonzept.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Es werden ein konkretes Fallbeispiel zur Außenspielbereich-Gestaltung analysiert, die Einführung einer Kita-Verfassung beschrieben und die Auswirkungen auf die Kompetenzentwicklung von Kindern diskutiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Partizipation, Demokratieförderung, Selbstwirksamkeit, Mitbestimmung und kindliche Entwicklung geprägt.
Welche Rolle spielt das Zwiebelmodell in dieser Untersuchung?
Das Zwiebelmodell dient als struktureller Rahmen, um die pädagogische Methodik, das Handlungskonzept und die praktischen Instrumente der Beteiligung in der Kita systematisch darzustellen.
Warum wird im Fazit besonders auf die Rolle der Eltern eingegangen?
Da Eltern häufig aufgrund mangelnden Wissens kritisch gegenüber Partizipation eingestellt sind, ist ihre Information als ein Lösungsansatz für die erfolgreiche Umsetzung in der Kita essenziell.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Kinder haben auch Rechte. Partizipation in der Kita, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353306