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Chancen des selbstregulierten Lernens am Beispiel einer Einführung des Satzes des Pythagoras

Ein Unterrichtsversuch in einer 8. Klasse des Gymnasiums.

Title: Chancen des selbstregulierten Lernens am Beispiel einer Einführung des Satzes des Pythagoras

Examination Thesis , 2008 , 183 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Miriam Haupt (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

Selbstreguliertes Lernen kommt aktuellen schulpädagogischen Forderungen zur Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Selbststeuerung von Lernprozessen durch die Schüler nach. Neben dem Einsatz von Lernstrategien bedarf es dazu der Übernahme der Planung, Überwachung und Kontrolle von Lernprozessen sowie der Entwicklung motivational-emotionaler Fähigkeiten, die es den Schülern ermöglichen, sich selbst zum Lernen zu aktivieren. Diese Arbeit zeigt, dass Schüler durchaus in der Lage sind, ihr eigenes Lernen zu regulieren und sich neue Wissensgebiete, die entsprechend aufgearbeitet und mit geeigneten Hilfen versehen wurden, bis zu weiten Teilen selbstständig anzueignen. Es wird dargestellt, wie selbstreguliertes Lernen im Mathematikunterricht konkret umgesetzt werden kann, welche Potentiale und Risiken es beinhaltet und wie Schüler einer 8. Klasse des Gymnasiums diese Art von Lernen empfinden. Ziel der Arbeit ist es, Chancen selbstregulierten Lernens aufzuzeigen und auf dieser Basis die Durchführung ähnlicher Konzepte im Unterricht anzuregen und Lehrkräfte dazu zu ermutigen. Im ersten Teil wird zunächst das Konzept des Selbstregulierten Lernens vorgestellt und die Möglichkeiten der Umsetzung im Mathematikunterricht werden erläutert. Die daraus abgeleiteten Fragestellungen sind:
1. Sind die Instrumente Wochenplan, Checkliste, Reflexionsbogen und Lerntagebuch geeignet, um selbstreguliertes Lernen am Beispiel des Satzes des Pythagoras zu unterstützen?
2. Inwiefern gelingt es den Schülern einer 8. Klasse die Lerninhalte der Einführung des Satzes des Pythagoras selbstreguliert zu lernen?
3. Welche Aspekte der Unterrichtsgestaltung wirken sich begünstigend oder einschränkend auf selbstreguliertes Lernen aus?
4. Sind die gewählten Inhalte zum Satz des Pythagoras für selbstreguliertes Lernen geeignet?
5. Worin liegen Vor- und Nachteile überwiegend selbstregulierten Lernens gegenüber überwiegend fremdreguliertem Lernen?
Der zweite Teil der Arbeit gibt in Form einer Bedingungsanalyse sowie der didaktischen und methodischen Erläuterungen die Planung des Unterrichtsversuchs wieder. Der dritte Teil enthält die systematische Auswertung und Reflexion der Unterrichtsreihe, wobei die Beantwortung der leitenden Fragestellungen im Vordergrund steht. Schließlich werden Schlussfolgerungen bezüglich der grundsätzlichen Eignung des Konzeptes gezogen. Im Anhang befindet sich eine umfangreiche Sammlung der eingesetzten Unterrichtsmaterialien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

Teil A: Fachliche und methodisch-didaktische Grundlagen

I. Grundlegung des Unterrichtsversuchs und leitende Fragestellungen

1. Selbstreguliertes Lernen – Ein Konzept der Pädagogischen Psychologie im Kontext des Mathematikunterrichts

1.1 Selbstreguliertes Lernen – Begriffsbestimmung

1.2 Selbstreguliertes Lernen als unterrichtsbezogenes Konzept

1.3 Selbstreguliertes Lernen im Kontext des Mathematikunterrichts

1.4 Begründungen für selbstreguliertes Lernen in der Schule

1.5 Instrumente zur Förderung selbstregulierten Lernens

1.6 Ableitung der leitenden Fragestellungen

II. Planung des Unterrichtsversuchs

1. Bedingungsanalyse

1. 1 Besonderheiten der Lerngruppe

1.2 Fachlich-thematische Einordnung

1.3 Organisatorische Rahmenbedingungen

2. Didaktische Erläuterungen

2.1 Begründung des Themas der Unterrichtsreihe

2.2 Analyse der Lernziele

2.3 Analyse des Lern- und lernunterstützenden Materials

3. Methodische Erläuterungen

3.1 Die Arbeit in der Lernwerkstatt

3.2 Die Reflexion und Lernerfolgskontrolle

3.3 Lernhilfen

Teil B: Auswertung und Reflexion

I. Abweichungen vom geplanten Unterrichtsverlauf

II. Exemplarische Analyse einzelner Lernsituationen

1. Ausgewählte Lernsituationen aus der Arbeit in der Lernwerkstatt

2. Ausgewählte Lernsituationen aus den Auswertungsstunden

III. Systematische Auswertung des Unterrichtsversuchs

1. Erreichung der Lernziele

1.1 Erreichung kognitiver Lernziele

1.2 Erreichung prozessorientierter Lernziele

2. Beantwortung der leitenden Fragestellungen

2.1 Die Eignung der verwendeten Instrumente zur Unterstützung selbstregulierten Lernens am Beispiel einer Einführung des Satzes des Pythagoras

2.1.1 Der Wochenplan

2.1.2 Die Checkliste

2.1.3 Das Lerntagebuch

2.1.4 Der Reflexionsbogen

2.2 Inwiefern es den Schülern einer achten Klasse gelingt die Lerninhalte der Einführung des Satzes des Pythagoras selbstreguliert zu lernen

2.3 Begünstigende und einschränkende Aspekte der Unterrichtsgestaltung für selbstreguliertes Lernen

2.4 Die Eignung der Lerninhalte einer Einführung des Satzes des Pythagoras für selbstreguliertes Lernen

2.5 Vor- und Nachteile überwiegend selbstregulierten Lernens gegenüber überwiegend fremdreguliertem Lernen

IV. Schlussfolgerungen bezüglich der grundsätzlichen Eignung des Konzeptes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen des selbstregulierten Lernens im Mathematikunterricht. Ziel ist es, durch die Erprobung eines Unterrichtsversuchs zur Einführung des Satzes des Pythagoras in einer achten Gymnasialklasse aufzuzeigen, wie Schüler eigenverantwortlich Lernprozesse steuern können und welche unterstützenden Instrumente hierfür notwendig sind.

  • Einsatz und Evaluation von Lerninstrumenten (Wochenplan, Lerntagebuch, Checklisten)
  • Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter vs. Wissensvermittler
  • Analyse von Lernstrategien und metakognitiven Fähigkeiten
  • Vergleich von selbstreguliertem Lernen und traditionellem, fremdgesteuertem Unterricht
  • Binnendifferenzierung durch offene Lernformate

Auszug aus dem Buch

1.2 Selbstreguliertes Lernen als unterrichtsbezogenes Konzept

Eine Antwort auf die Frage, wie sich selbstreguliertes Lernen auf den Unterricht übertragen lässt, liefert Monique Boekaerts. Ihr unterrichtsbezogenes Konzept zum selbstregulierten Lernen ist von großem heuristischen Wert. Dieser zeigt sich u.a. dadurch, dass es als theoretischer Bezugsrahmen für die Interpretation der PISA- und der TIMSS-Daten sowie für eine Untersuchung zur Entwicklung selbstregulierten Lernens im Fachunterricht verwendet wurde. Die o.g. Definition des selbstregulierten Lernens deckt sich also mit den Auffassungen von Boekaerts. Ihr Konzept basiert auf den Forschungsrichtungen der Lernstilforschung, auf Untersuchungen zur Metakognition und zu Regulationsstilen sowie auf Theorien zum Selbst in Verbindung mit zielgerichtetem Verhalten. Es bietet eine gute Grundlage für die Planung, Reflexion und Evaluation von selbstreguliertem Lernen, weil es basierend auf den genannten Forschungsrichtungen drei konkrete Ebenen herausarbeitet, auf denen Selbstregulation stattfindet. Diese werden im Folgenden kurz erläutert.

1. Die Ebene der Regulation des Verarbeitungsmodus

Auf dieser Ebene der Selbstregulation steht der Einsatz kognitiver Strategien, die das Lernen unterstützen, im Mittelpunkt der Betrachtung. Um das eigene Lernen aktiv zu gestalten, benötigen die Lernenden die Fähigkeit zur Auswahl, Kombination und Koordination von Strategien zur Informationsverarbeitung. Dafür müssen die Lernenden zunächst über kognitive Strategien verfügen und darüber hinaus um deren Nutzen zur Aufnahme, Speicherung, Wiederholung oder dem Abrufen von Lerninhalten wissen. Baumert nennt als wichtige Untergruppen von kognitiven Strategien die Memorier- und Elaborationsstrategien. Erstere dienen der Wiederholung während Letztere es ermöglichen, Sinnstrukturen innerhalb neu zu lernender Stoffe herauszuarbeiten, Lerninhalte mit bereits gespeichertem Wissen zu vernetzen und Gelerntes auf neue Situationen zu übertragen. Dadurch werden Prozesse der Encodierung, des Erwerbs und des Transfers unterstützt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Grundlegung des Unterrichtsversuchs und leitende Fragestellungen: Dieses Kapitel verortet das selbstregulierte Lernen in der Pädagogischen Psychologie und leitet basierend auf fachdidaktischen Anforderungen die Forschungsfragen ab.

II. Planung des Unterrichtsversuchs: Hier werden die Rahmenbedingungen der Lerngruppe, die didaktische Begründung der Unterrichtsreihe zum Satz des Pythagoras sowie die Auswahl der Lernmaterialien detailliert beschrieben.

III. Systematische Auswertung des Unterrichtsversuchs: Dieses Kapitel analysiert die Erreichung der Lernziele und diskutiert die Eignung der eingesetzten Instrumente sowie die Vor- und Nachteile des Konzepts.

IV. Schlussfolgerungen bezüglich der grundsätzlichen Eignung des Konzeptes: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet Empfehlungen für eine Optimierung des Unterrichtsdesigns ab.

Schlüsselwörter

selbstreguliertes Lernen, Mathematikunterricht, Satz des Pythagoras, Lernwerkstatt, Metakognition, Lernstrategien, Wochenplan, Lerntagebuch, Checkliste, Fremdregulation, Selbstregulation, Lernkompetenz, Binnendifferenzierung, prozessorientierte Lernziele, Unterrichtsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Chancen und Möglichkeiten, selbstreguliertes Lernen in einer achten Gymnasialklasse am Beispiel des Mathematikunterrichts (Einführung Satz des Pythagoras) einzuführen und zu evaluieren.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die pädagogisch-psychologischen Grundlagen des selbstregulierten Lernens, die Planung offener Unterrichtsformen (Lernwerkstatt) sowie die Analyse konkreter Unterstützungsinstrumente für Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll analysiert werden, ob und inwieweit Achtklässler in der Lage sind, ihren Lernprozess selbst zu regulieren, und wie die Lehrkraft diesen Prozess durch geeignete Materialien und Rückmeldungen fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um einen praxisorientierten Unterrichtsversuch, der durch Fragebögen, Reflexionsbögen der Schüler, Lernerfolgskontrollen und systematische Beobachtungen der Lehrkraft ausgewertet wurde.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Planung und Durchführung der Lernwerkstatt, die Rolle verschiedener Medien (Computer, Internet, Arbeitsblätter) und die Reflexion von Lernsituationen durch die Schüler und die Lehrkraft.

Welche Fachbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie kognitive Strategien, metakognitive Lernstrategien, Selbstwirksamkeit, intrinsische Motivation, Ressourcenmanagement, interner/externer Regulation und Kompetenzraster sind prägend.

Wie effektiv waren die Wochenpläne für die Schüler?

Laut Auswertung wurden die Wochenpläne gewissenhaft geführt und halfen bei der Planung des Lernprozesses, zeigten jedoch bei einigen Schülern Schwierigkeiten in der realistischen Einschätzung des Arbeitsaufwands.

Welche Rolle spielte das Internet im Unterricht?

Das Internet diente der Informationsbeschaffung (z.B. zu Pythagoras), stellte aber zugleich einen signifikanten Ablenkungsfaktor dar, der eine engere Begrenzung der Zugriffsrechte durch die Lehrkraft erforderlich machte.

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Details

Title
Chancen des selbstregulierten Lernens am Beispiel einer Einführung des Satzes des Pythagoras
Subtitle
Ein Unterrichtsversuch in einer 8. Klasse des Gymnasiums.
College
Studienseminar für Gymnasien Stade
Grade
1,3
Author
Miriam Haupt (Author)
Publication Year
2008
Pages
183
Catalog Number
V135343
ISBN (eBook)
9783640437528
ISBN (Book)
9783640437702
Language
German
Tags
Chancen Lernens Beispiel Einführung Satzes Pythagoras Unterrichtsversuch Klasse Gymnasiums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Haupt (Author), 2008, Chancen des selbstregulierten Lernens am Beispiel einer Einführung des Satzes des Pythagoras, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135343
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