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Gedichtanalyse "Spät nachts" von Mascha Kaléko

Title: Gedichtanalyse "Spät nachts" von Mascha Kaléko

Written Test , 2023 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anke-Elisabeth Schoen (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Das Gedicht „Spät Nachts“ von Mascha Kaléko ist 1933 erschienen und thematisiert die Nacht in der Großstadt. Eine düster-melancholische Stimmung und die Nennung alltäglicher Begebenheiten charakterisieren das Gedicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Inhalt

2. Analyse der Form und der sprachlichen Mittel

3. Die Sprache im Gedicht in Korrelation zum Inhalt

4. Abschließende Gedanken und Einordnung in den historischen Kontext

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das Gedicht „Spät Nachts“ von Mascha Kaléko aus dem Jahr 1933 unter Berücksichtigung literarischer Gestaltungsmittel, sprachlicher Analyse und historischer Kontextualisierung, um die melancholisch-düstere Darstellung des Großstadtlebens und deren gesellschaftliche Symbolik zu ergründen.

  • Strukturelle Analyse (Strophenaufbau, Reimschema, Metrum)
  • Untersuchung der sprachlichen Mittel (Personifikationen, Metaphern, Enjambements)
  • Analyse der lyrischen Sprecherinstanz
  • Interpretation des Motivs der „nächtlichen Ruhe“ als Allegorie
  • Bezugnahme zur Epoche der Neuen Sachlichkeit

Auszug aus dem Buch

Analyse der Form und der sprachlichen Mittel

Das Gedicht hat fünf Strophen mit jeweils vier Versen. Das Reimschema ist ein umarmender Reim, die Strophen wirken auch inhaltlich in sich geschlossen. Es gibt folglich eine Korrelation zwischen der Wahl des Reimschemas und des Inhalts. Das Metrum ist der Jambus, was zu einem ruhigen, aufgeräumten Gleichklang des Gedichts beiträgt.

Die Autorin verwendet kein lyrisches Ich, sondern einen lyrischen Sprecher, was an der Verwendung der dritten Person Singular und Plural erkennbar ist (z.B. Jetzt ruhn auch schon die letzten Großstadthäuser (V.1); Im Tanzpalast ist die Musik verstummt). Dadurch macht Kaléko den Leser*innen bewusst, dass der Sprecher einen umfassenden Überblick über das Geschehen in der Stadt hat. Der Sprecher blickt von außen auf das Geschehen. Er ist kein Teil der eigentlichen Handlung. Dennoch weiß der lyrische Sprecher alles, was es in der Geschichte zu wissen gibt.

Trotz der einfachen Sprache und der guten Verständlichkeit des Gedichts gibt es zahlreiche sprachliche Mittel, sodass das Gedicht nur auf den ersten Blick leicht verständlich erscheint. Es lassen sich einige Personifikationen belegen: Großstadthäuser ruhn (V.1), Lärm der Autos und Maschinen schläft (V. 5), Schatten zittern (V.8), tote Straßen (V.9), Mond fallen die Augen zu (V.15), Lied schweigt (V.18). Die zahlreichen Personifikationen sorgen für eine anschauliche und belebte Darstellung des Großstadtlebens in der Nacht, was den Versen zu einer größeren Eindringlichkeit verhilft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Inhalt: Das Kapitel liefert eine inhaltliche Übersicht des Gedichts, beschreibt die nächtliche Atmosphäre der Großstadt und deutet die düsteren Andeutungen auf menschliches Leid.

2. Analyse der Form und der sprachlichen Mittel: Hier werden formale Aspekte wie Strophenbau, Reimschema und Metrum sowie eine Vielzahl rhetorischer Mittel wie Personifikation, Enjambement und Symbolik detailliert untersucht.

3. Die Sprache im Gedicht in Korrelation zum Inhalt: Dieses Kapitel verknüpft die präzise Sprache der Neuen Sachlichkeit mit der düsteren inhaltlichen Steigerung bis hin zur Andeutung eines Verbrechens.

4. Abschließende Gedanken und Einordnung in den historischen Kontext: Die Analyse schließt mit der Einbettung des Werkes in die ausklingende Weimarer Republik und interpretiert das Gedicht als Allegorie auf die instabile soziale und politische Lage jener Zeit.

Schlüsselwörter

Mascha Kaléko, Spät Nachts, Weimarer Republik, Neue Sachlichkeit, Großstadtlyrik, Personifikation, Lyrischer Sprecher, Enjambement, Gesellschaftskritik, Historischer Kontext, Metapher, Allegorie, Einsamkeit, Symbolik, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der Interpretation des Gedichts „Spät Nachts“ von Mascha Kaléko aus dem Jahr 1933 und untersucht die Verbindung zwischen ästhetischer Form und inhaltlicher Aussage.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Darstellung des nächtlichen Großstadtlebens, das Motiv des sozialen Abstiegs sowie die melancholische Stimmung in der ausklingenden Weimarer Republik.

Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kaléko durch sprachliche Mittel eine beklemmende Atmosphäre erzeugt und das Gedicht als Allegorie auf die gesellschaftlichen Zustände der 1930er Jahre lesbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die formale Kriterien, rhetorische Stilmittel und historische Einordnungen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die formale Struktur, die Verwendung rhetorischer Figuren wie Allegorien und Anaphern sowie die sprachliche Korrelation zum inhaltlichen Spannungsbogen des Werkes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neue Sachlichkeit, gesellschaftliche Allegorie, lyrischer Sprecher und historische Kontextualisierung geprägt.

Inwiefern spielt der historische Kontext eine Rolle für das Verständnis des Gedichts?

Der Kontext der Weltwirtschaftskrise und der politischen Instabilität am Ende der Weimarer Republik dient dazu, die düstere Symbolik im Gedicht als Spiegelbild der Sorgen der Bevölkerung zu deuten.

Warum wird im Gedicht oft Bezug auf den „Tod“ genommen?

Die Autorin nutzt Begriffe, die sich mit dem Motiv des Schlafes assoziieren lassen, um eine unheimliche, statische und teils lebensfeindliche Atmosphäre aufzubauen, die in der letzten Strophe in der Andeutung eines Verbrechens gipfelt.

Welchen Einfluss hatte das Nachtgebet von Luise Hensel auf das Werk?

Kaléko greift ein bekanntes Zitat auf und modifiziert das Tempus, wodurch aus einer einst positiven Affirmation eine düstere, menschliche Notwendigkeit wird.

Welche Bedeutung haben die Satzzeichen am Ende des Gedichts?

Der Gedankenstrich und die Auslassungspunkte dienen der Akzentuierung von Unaussprechlichem und lassen interpretativen Raum für das Grauen, das im Gedicht thematisiert wird.

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Details

Title
Gedichtanalyse "Spät nachts" von Mascha Kaléko
Grade
1,0
Author
Anke-Elisabeth Schoen (Author)
Publication Year
2023
Pages
8
Catalog Number
V1353775
ISBN (PDF)
9783346890634
ISBN (Book)
9783346890641
Language
German
Tags
gedichtanalyse spät mascha kaléko
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke-Elisabeth Schoen (Author), 2023, Gedichtanalyse "Spät nachts" von Mascha Kaléko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353775
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