Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation in ihren vielen Facetten. Kommunikation (lat.: communicatio Mitteilung; communicare mitteilen, gemeinsam machen, vereinigen) ist ein absichtsvoller Austausch bzw. Übertragung von Informationen auf verschiedene Arten mit einer Zielsetzung: Information verlässt den Sender und dringt in den Empfänger hinein. Kommunikation ist in diesem Sinne im wesentlichen auf einer abstrakten Ebene gesehen ein penetrativer Akt, der eine Entität verlässt und über Medien zu einer anderen Entität transportiert wird: auch Objekte, visuelle Elemente, Architekturen können in
einen Dialog treten bzw. in einer kommunikativen Beziehung zueinander stehen.
Wie interagieren diese Elemente, in welcher Beziehung stehen sie konkret, mit welcher innewohnenden Absicht?
Inhaltsverzeichnis
ABSTRACT
DESIGN
IDENTITÄT
WELTBILD
ELEMENTARISIERUNG
DEFINITIONEN
DESIGN
IDENTITÄT
WELTBILD
KONTEXT
UTOPIE
KONFUZIANISMUS
DAOISMUS
KONZEPTE
DESIGNPRINZIPIEN
SCHÖNHEIT
GEWALT(TÄTIGKEIT)
EINFACHHEIT
REICHHALTIGKEIT
ESSENZ
WESEN
KOMPLEX
TRANSZENDENZ
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Design, Identität und Weltbild im Kontext der Elementarisierung. Sie hinterfragt kritisch, wie gestalterische Prozesse in einer zunehmend komplexen, funktionalistischen und globalisierten Welt wirken und welche moralischen sowie gesellschaftlichen Implikationen mit der Gestaltung verbunden sind.
- Analyse der historischen und philosophischen Grundlagen der Moderne
- Untersuchung der Wechselwirkung von Design als Manipulationswerkzeug versus Gestaltungsfreiheit
- Erforschung ostasiatischer Konzepte (Daoismus, Konfuzianismus) als Gegenentwürfe zur westlichen Moderne
- Reflexion über die Rolle des Gestalters im aktuellen gesellschaftspolitischen Klima
Auszug aus dem Buch
ELEMENTARISIERUNG
der punkt ist urelement, befruchtung der leeren fläche. die horizontale ist kalte, tragende basis, schweigend und ‚schwarz’. die vertikale ist aktiv, warm, ‚weiss‘. die freien geraden sind beweglich, ‚blau‘ und ‚gelb‘. die fläche selbst ist unten schwer, oben leicht, links wie ‚ferne‘, rechts wie ‚haus‘. (kandinsky, 1926)
die elementarisierung, fragmentierung und zerteilung der komplexen physischen und metaphysischen welt und seine verortung darin scheint dem menschen seit jeher ein bedürfnis zu sein: von den fünf wandlungen der chinesischen antike, den astronomisch-kosmologischen piktogrammen der mayas mittelamerikas, den vier elementen der griechischen antike bis hin zur russischen avantgarde und zum modernen international gültigen periodensystem mit seinen chemischen elementen und der kenntnis von atomen, elektronen, protonen, energetischen valenzen, strukturellen bindungen und transmutationen.
woher kommt dieses zerkleinern wollen, um es begreifen zu können?
ist uns das ganze zu übermächtig, zu unverständlich, zu unheimlich, zu unbegreiflich, sprengt es das intellektuelle vermögen des menschen oder erzeugt die kenntnis der einzelteile ein tieferes, auch subjektives verständis für das komplexe, übergeordnete und umfassende in einem technoiden zeitalter, das immer mehr objektive antworten auf die beschaffenheit und das wesen der welt liefert?
Zusammenfassung der Kapitel
DEFINITIONEN: Begriffsdefinitionen grundlegender Termini wie Design, Identität und Weltbild zur theoretischen Fundierung der Arbeit.
KONTEXT: Erörterung gesellschaftlicher und philosophischer Rahmenbedingungen, insbesondere durch Utopien sowie konfuzianische und daoistische Denkweisen.
DESIGNPRINZIPIEN: Untersuchung der vier zentralen Prinzipien Schönheit, Gewalt(Tätigkeit), Einfachheit und Reichhaltigkeit hinsichtlich ihrer gestalterischen und ethischen Dimensionen.
ESSENZ: Philosophische Reflexion über das Wesen von Gegenständen, Komplexität und Transzendenz im Design.
Schlüsselwörter
Design, Identität, Weltbild, Elementarisierung, Moderne, Avantgarde, Daoismus, Konfuzianismus, Utopie, Manipulation, Wahrnehmung, Ästhetik, Komplexität, Transzendenz, Gestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Publikation befasst sich mit der kritischen Untersuchung des Designs als Mittel zur Elementarisierung der Welt und reflektiert dabei die eigene Rolle als Gestalter im Spannungsfeld von Identität und Weltbild.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Das Spektrum reicht von den historischen Grundlagen der Moderne und avantgardistischen Bewegungen bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit Werbung, Produktion und der ethischen Verantwortung des Designs.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, ein erweitertes Verständnis von Gestaltung zu entwickeln, das über rein formale Aspekte hinausgeht und die (geistes-)geschichtlichen Verknüpfungen sowie die Auswirkungen des Designs auf die Wahrnehmung der Welt hinterfragt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse sowie auf der Verknüpfung philosophischer Konzepte (Platon, Nietzsche, Adorno, Mcluhan) mit praktischen Erfahrungen aus der Designgeschichte und der therapeutischen Tätigkeit des Autors.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Schlüsselbegriffen, eine Analyse von Utopien und östlicher Philosophie sowie eine detaillierte Untersuchung der vier Designprinzipien Schönheit, Gewalt, Einfachheit und Reichhaltigkeit.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Design, Identität, Weltbild, Elementarisierung, Avantgarde, Daoismus und der kritische Diskurs um Manipulation und Wahrnehmung.
Wie kontrastiert der Autor westliche Moderne mit östlichen Konzepten?
Der Autor nutzt insbesondere daoistische und konfuzianische Konzepte, um Alternativen zum linearen, kartesischen Weltbild der westlichen Moderne aufzuzeigen und ein Verständnis für zyklische, harmonische Prozesse zu gewinnen.
Wie steht der Autor zur heutigen Werbeindustrie?
Der Autor kritisiert die Werbeindustrie als Mechanismen der Manipulation, die tief in private Sphären eindringen und das Selbstbild sowie die Wahnehmung der Menschen durch subtile oder plakative Vorgaben beeinflussen.
Welche Bedeutung misst der Autor der "großen Form" bei?
Die "große Form" dient als Leitmotiv für den Aufbruch der Moderne nach 1900, wobei sie sowohl den utopischen Wunsch nach einer totalen ästhetischen Lebensordnung versinnbildlicht als auch die Gefahr des Totalitären in sich trägt.
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- Konstantin Arnold (Author), 2022, Kommunikation. Elementarisierung der Welt bis zur Gegenstandslosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353842