Untersucht wird die Einordnung der neuen Sonderpostenmärkte wie Kik, Krümet und Jawoll in die preispolitische Positionierungsmatrix mit Hilfe der Handelsfunktionen im Vergleich zu Diskountern wie ALDI, LIDL und Netto.
Zuerst wird dazu Leistungssystem des Handels allgemein dargestellt. Im Anschluss erfolgt eine Analyse welche Funktionen die dargestellten Unternehmen, wie stark, wahrnehmen. Die so erzielten Ergebnisse sind die Basis des komparativen Branchenvergleiches, der unter Verwendung einer Positionierungsmatrix zwischen den Rest- / Sonderpostenmärkten und den genannten Diskountern, erarbeitet wurde.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Abgrenzung
2 GRUNDLAGEN
2.1 Funktionen des Handels
2.2 Aktionsorientierte Handelsfunktionen
2.2.1 Reine Warenfunktionen
2.2.2 Überbrückungsfunktionen im engeren Sinne
2.2.3 Funktionen der Umsatzorganisation
2.2.4 Kommunikationsfunktionen
2.2.5 Sozialfunktionen
3 KOMPARATIVER BRANCHENVERGLEICH
3.1 Definitionen
3.1.1 Sonder- / Restpostenmärkte
3.1.2 Definition Diskounter
3.2 Bewertung der Handelsfunktionen
3.2.1 Reine Warenfunktionen
3.2.2 Überbrückungsfunktion im engeren Sinne
3.2.3 Funktionen der Umsatzorganisation
3.2.4 Kommunikationsfunktionen
3.2.5 Sozialfunktionen
4 ERGEBNIS
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Einordnung neuer Sonder- und Restpostenmärkte in die preispolitische Positionierungsmatrix im Vergleich zu etablierten Diskountern. Dabei wird analysiert, inwieweit verschiedene Handelsfunktionen von den jeweiligen Betriebstypen wahrgenommen werden, um deren marktstrategische Positionierung zu verstehen.
- Analyse und Vergleich der Handelsfunktionen zwischen Sonderpostenmärkten und Diskountern.
- Anwendung des funktionsorientierten Forschungsansatzes zur Bewertung der Geschäftsmodelle.
- Visualisierung der Positionierung mittels spezifischer Matrizen für verschiedene Funktionsbereiche.
- Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher Sortimentsstrategien auf die Wettbewerbsposition.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Reine Warenfunktionen
Die reine Warenfunktion setzt sich, wie bereits oben geschrieben, aus den Bestandteilen Mengengruppierung, Sortimentsbildung und Warenmanipulation zusammen und befasst sich somit mit dem Herzstück der Handelstätigkeit, der Ware! Die Aufgabe der Mengengruppierung wird von beiden Betriebstypen wahrgenommen. Wobei die Mengengruppierung bzw. die Mengenverteilung die originäre Kernkompetenz der Diskounter darstellt.
Die Sortimentsbildung bei beiden Betriebstypen unterscheidet sich jedoch fundamental voneinander. Während das Sortiment der Sonder- und Restpostenmärkte stark von den jeweiligen Marktgegebenheiten abhängt und als eher schmal und flach betrachtet werden kann, ist im Gegensatz dazu das Sortiment der Diskounter, ausgehend von den abweichenden Beschaffungsmöglichkeiten, wesentlich breiter, jedoch nicht zwingend tiefer. Mithin besteht für den Betriebstyp der Sonder- und Restpostenmärkte nur in begrenztem Umfang die Möglichkeit das Sortiment in der Form aktiv zu gestalten, wie es für Handelsbetriebe, mittels Lieferantenbestellungen, üblich ist.
Generell herrschen bei den hier untersuchten Sonder- und Restpostenmärkten die Gebrauchsgüter im Sortiment vor, wo hingegen die genannten Diskounter ein eher verbrauchsgüterlastiges Sortiment aufweisen. Warenmanipulation, bspw. in der Gestalt von differenzierten Güteklassen, erfolgen teilweise durch Diskounter, in der Regel jedoch nicht bei Sonder- und Restpostenmärkten, da diese de facto eine eigene Art von Güteklasse vertreiben. Die im Handel häufig anzutreffende Bündelung diverser Artikel (sog. Bundeling) wird von beiden Betriebstypen nur in sehr rudimentärer Form durchgeführt und kann somit, vernachlässigt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die historische Bedeutung des Handels sowie Darlegung der Zielsetzung und Abgrenzung der Untersuchung.
2 GRUNDLAGEN: Definition der Handelsfunktionen und Erläuterung des aktionsorientierten Forschungsansatzes, der als theoretische Basis dient.
3 KOMPARATIVER BRANCHENVERGLEICH: Definition der Betriebstypen und systematische Bewertung der Handelsfunktionen mittels Positionierungsmatrizen.
4 ERGEBNIS: Zusammenfassende Bewertung der Leistungsunterschiede und Schlussfolgerungen zur Wettbewerbsfähigkeit der untersuchten Betriebsformen.
Schlüsselwörter
Handelsfunktionen, Sonderpostenmärkte, Restpostenmärkte, Diskounter, Positionierungsmatrix, Sortimentsbildung, Mengengruppierung, Warenmanipulation, Preispolitik, stationärer Einzelhandel, Handelsbetriebslehre, Branchenvergleich, aktionsorientierter Ansatz, Umsatzorganisation, Konsumtion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert und vergleicht die unterschiedlichen Handelsfunktionen von Sonder- und Restpostenmärkten sowie klassischen Diskountern im deutschen Einzelhandel.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die warenwirtschaftlichen und kommunikativen Funktionen, wie Mengengruppierung, Sortimentsgestaltung, Preisbildung und die soziale Funktion des Handels.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Sonder- und Restpostenmärkte mithilfe einer preispolitischen Positionierungsmatrix im Vergleich zu Diskountern hinsichtlich ihres Erfüllungsgrades der Handelsfunktionen einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin bzw. der Autor nutzt den funktionsorientierten Forschungsansatz der Handelsbetriebslehre und visualisiert die Ergebnisse mittels einer Positionierungsmatrix.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Handelsfunktionen und einen anschließenden praktischen Vergleich zwischen den verschiedenen Betriebstypen des Einzelhandels.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Handelsfunktionen, Sortimentspolitik, Preispolitik und den funktionsorientierten Forschungsansatz gekennzeichnet.
Warum schneiden Sonder- und Restpostenmärkte im Vergleich schlechter ab?
Aufgrund der spezifischen Beschaffungssituation bei Sonderposten ist eine aktive Sortimentsgestaltung nur in begrenztem Umfang möglich, was zu einem geringeren Erfüllungsgrad bestimmter Handelsfunktionen führt.
Welche Rolle spielt die Preisbildung in dieser Analyse?
Die Preisbildung dient als wesentlicher Indikator in der Positionierungsmatrix, um den Unterschied zwischen der aggressiven Niedrigpreispolitik der Diskounter und der konditionsabhängigen Preisgestaltung der Sonderpostenmärkte aufzuzeigen.
- Quote paper
- Thomas Pichlmeier (Author), 2009, Sonderpostenmärkte vs Discounter. Einordnung in die preispolitische Positionierungsmatrix durch die Handelsfunktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135426