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"No More Vietnams"

Das außenpolitische US-Engagement nach dem Vietnamkrieg

Titel: "No More Vietnams"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 21 Seiten , Note: 2+

Autor:in: Florens Mayer (Autor:in)

Politik - Thema: Geschichte der Internationalen Beziehungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Große militärische Niederlagen hatten in der Geschichte oftmals einschneidende Konsequenzen für denjenigen, der sie erleiden musste. Als die Römer im Jahre 9 nach Christus in der sogenannten Varusschlacht drei ihrer Legionen in Germanien verloren, dauerte es nur noch wenige Jahre, bis sie ihre expansionistischen Pläne rechts des Rheins aufgaben . Ebenso gilt die Niederlage des Napoleon Bonaparte 1812 in Russland als Anfang vom Ende seines Siegeszuges durch Europa. Drei Jahre später wurde er endgültig besiegt.
Bereits der Militärhistoriker und preußische General Carl von Clausewitz betonte in seinem Werk „Vom Kriege“ die moralischen Auswirkungen eines Sieges auf die Besiegten (bzw. die Sieger):„…wie sie (F.M.: die moralische Wirkung eines Sieges) die Kräfte des Besiegten untergräbt, so erhöht sie die Kräfte und Tätigkeit des Siegers. Aber die Hauptwirkung liegt doch in dem Besiegten,…“
Im Jahre 1973 zogen sich die letzten US-Soldaten aus Südvietnam zurück. Zwei Jahre später wurde Saigon von nordvietnamesischen Truppen eingenommen. Das Konzept des „ehrenvollen Friedens“ war gescheitert. Die USA hatten zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Krieg verloren.
Welche Konsequenzen hatte diese Niederlage für die Außenpolitik der Vereinigten Staaten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

1. Eingrenzung der Thematik

2. Theoretische Grundlagen

II Die Ausgangslage: Die Niederlage in Vietnam

1. Der Verlust Südostasien

2. Die menschlichen Verluste

3. Die wirtschaftlichen Verluste

4. Der Ansehensverlust

III Die Amtszeit Jimmy Carters

1. Das außenpolitische Konzept

2. Konflikte während Carters Amtszeit

a. Iran

b. Afghanistan

c. Nicaragua

d. Zwischenfazit: Die Amtszeit Jimmy Carters

IV Die Amtszeit Ronald Reagans

1. Reagans Neokonservatismus

2. Konflikte während Reagans Amtszeit

a. Afghanistan

b. Nicaragua

V Schlussbemerkungen

VI Quellen- und Literaturangaben

1. Quellenabgaben

2. Literaturangaben

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Vietnam-Niederlage auf die US-Außenpolitik unter den Präsidenten Jimmy Carter und Ronald Reagan. Ziel ist es zu analysieren, wie das Trauma des verlorenen Krieges die Bereitschaft zur militärischen Intervention prägte und welche strategischen Konzepte die jeweiligen Administrationen entwickelten, um US-Interessen in internationalen Krisen zu wahren.

  • Die Auswirkungen der Vietnam-Niederlage auf das außenpolitische Selbstverständnis der USA.
  • Die unterschiedlichen Doktrinen von Carter (Entspannung/Menschenrechte) und Reagan (Neokonservatismus).
  • Fallbeispiele zur Konfliktbewältigung: Iran, Afghanistan und Nicaragua.
  • Die Rolle der "No More Vietnams"-Stimmung in der amerikanischen Öffentlichkeit und Politik.
  • Der Wandel vom Verzicht auf militärische Gewalt hin zur Unterstützung von Widerstandskämpfern.

Auszug aus dem Buch

d. Zwischenfazit: Die Amtszeit Jimmy Carters

Der amerikanische Anti-Kommunismus erlebte unter Jimmy Carter seinen Tiefpunkt. Carter setzte während seiner Amtszeit auf eine Politik der Moral, der Diplomatie und der Entspannung. Sein Augenmerk richtete er auf internationale Abrüstungsverträge und die Einhaltung der Menschenrechte. Diese neue Ausrichtung muss, wie eingangs dargestellt, vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges gesehen werden. Die Niederlage der USA hatte in der amerikanischen Bevölkerung dazu geführt, dass man militärische Mittel als Instrument der Konfliktbewältigung stark ablehnte. Auch das Vertrauen in die Eindämmungspolitik war durch Vietnam zerstört. Dies galt „insbesondere im Hinblick auf die Entwicklungsländer“. „No More Vietnams“ war das Motto der US-Bevölkerung und Carter entsprach dieser neuen Einstellung.

Konflikten im Iran, in Afrika und in Lateinamerika trat er nicht mit einer entschlossenen Politik der Stärke entgegen, sondern setzte auf Diplomatie. Amerikas Außenpolitik war beseelt vom Pazifismus. Doch genau hier sahen Kritiker wie Norman Podhoretz die Ursache der kommunistisch-sowjetischen Expansion in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre. Die Professorin und spätere UN-Botschafterin Jeane Kirkpatrick kritisierte Carters Widerspruch zwischen „ideology“ und „reality“. Rhetorisch habe er sich für Demokratie und Menschenrechte eingesetzt aber durch seine Nachlässigkeit der Sowjetunion gegenüber habe er das Gegenteil erreicht.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Einführung in die historische Bedeutung militärischer Niederlagen und die Konzentration auf die US-Außenpolitik unter den Präsidenten Carter und Reagan nach dem Vietnamkrieg.

II Die Ausgangslage: Die Niederlage in Vietnam: Analyse der verheerenden Auswirkungen des Vietnamkrieges auf die USA, unterteilt in den Verlust Südostasiens, menschliche sowie wirtschaftliche Verluste und den massiven Ansehensverlust.

III Die Amtszeit Jimmy Carters: Untersuchung von Carters außenpolitischem Konzept der Entspannung und Menschenrechtspolitik sowie die Anwendung auf spezifische Konflikte in Iran, Afghanistan und Nicaragua.

IV Die Amtszeit Ronald Reagans: Darstellung des neokonservativen Wandels unter Reagan, der die Diplomatie durch eine Politik der militärischen Stärke und des "Rollback" ersetzte.

V Schlussbemerkungen: Fazit über die Kontinuität in der Vermeidung direkter Truppeneinsätze trotz unterschiedlicher politischer Grundhaltungen zwischen den beiden Administrationen.

Schlüsselwörter

Vietnamkrieg, US-Außenpolitik, Jimmy Carter, Ronald Reagan, Neokonservatismus, Entspannung, Menschenrechtspolitik, Rollback, Sowjetunion, Iran-Krise, Afghanistan, Nicaragua, Sandinisten, Contras, militärische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die USA nach ihrer Niederlage im Vietnamkrieg ihre außenpolitische Strategie neu ausrichteten und wie sie in der Folgezeit auf internationale Krisen reagierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das amerikanische außenpolitische Selbstverständnis, der Wandel von der Entspannungspolitik zur neokonservativen Konfrontation und die Rolle militärischer versus diplomatischer Mittel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, wie das "Vietnam-Trauma" die Handlungsspielräume der Präsidenten Carter und Reagan prägte und warum beide – trotz unterschiedlicher Ideologien – den direkten Einsatz eigener Soldaten weitgehend mieden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Fallbeispielen (Iran, Afghanistan, Nicaragua), um die Anwendung der außenpolitischen Doktrinen der jeweiligen US-Regierungen historisch nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage nach Vietnam sowie die detaillierte Betrachtung der Amtszeiten von Jimmy Carter und Ronald Reagan anhand ausgewählter geopolitischer Konfliktzonen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das "Vietnam-Trauma", "No More Vietnams", der "Neokonservatismus" und die Unterscheidung zwischen "Eindämmung" und "Rollback".

Warum war der Iran für Carter ein zentraler Konflikt?

Der Sturz des Schahs und die anschließende Geiselnahme des US-Botschaftspersonals stellten die Glaubwürdigkeit von Carters Entspannungspolitik und sein Festhalten an diplomatischen Lösungen massiv in Frage.

Inwiefern unterschied sich Reagans Strategie in Afghanistan von der Carters?

Während Carter nach der sowjetischen Invasion primär auf diplomatische Sanktionen setzte, baute Reagan die Unterstützung für Widerstandskämpfer (Mudschaheddin) massiv aus, um ein "Rollback" des Kommunismus zu erreichen.

Was bedeutet der Begriff "Rollback" im Kontext der Reagan-Administration?

Reagan wollte den Kommunismus nicht nur eindämmen, sondern dort, wo er bereits Macht erlangt hatte, aktiv zurückdrängen, um die totale Herrschaft in anderen Ländern zu beenden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"No More Vietnams"
Untertitel
Das außenpolitische US-Engagement nach dem Vietnamkrieg
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
2+
Autor
Florens Mayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V135445
ISBN (eBook)
9783640437573
ISBN (Buch)
9783640437726
Sprache
Deutsch
Schlagworte
More Vietnams US-Engagement Vietnamkrieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florens Mayer (Autor:in), 2008, "No More Vietnams", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135445
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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