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Der italienische Krieg von 1494. Quellenexegese des "Letter from a Ferrarese Ambassador"

Title: Der italienische Krieg von 1494. Quellenexegese des "Letter from a Ferrarese Ambassador"

Exegesis , 2021 , 4 Pages

Autor:in: Jonathan Vogel (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Brief an Herzog Ecrole I. von Ferrara.

Als Karl VIII. von Frankreich im Spätherbst des Jahres 1494 seinen Italienfeldzug startete um seinen Anspruch auf das Königreich Neapel durchzusetzen, herrschte große Unsicherheit im Land darüber, wie man sich dem französischen Herrscher gegenüber verhalten sollte. Nach dem ersten Sieg der französischen Armee im September bei Rapallo in Genua, kapitulierte Florenz unter Piero di Lorenzo de' Medici schließlich Ende Oktober. Der nächste Halt auf dem Weg nach Neapel war Rom, wo Papst Alexander VI. sich noch nicht auf seinen Standpunkt gegenüber dem französischen Feldzug festlegen konnte.

In dieser von Unsicherheit und schwankenden Gefühlen durchzogenen Zeit, schrieb der Gesandte Pandolfo Collenuccio einen Brief an Herzog Ercole I. d'Este von Ferrara, um seinem Auftraggeber von der Situation in der Kurie zu berichten. Der Humanist und studierte Jurist, der schon wichtige Ämter in Bologna und Florenz unter den Medici eingenommen hatte, beschrieb die allgemeine Stimmung im Kirchenstaat und am Hof, im Besonderen die Reaktionen und Handlungen des Papstes. Ausgesprochenen Nachdruck legte der Gesandte auf die Einzigartigkeit der Situation, die aus der bevorstehenden Ankunft Karls VIII. resultierte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Quelleninterpretation

1.1 Letter from a Ferrarese Ambassador - Rome, 1494

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, den historischen Brief des Gesandten Pandolfo Collenuccio aus dem Jahr 1494 zu interpretieren, um Erkenntnisse über die Entwicklung des Gesandtschaftswesens und der Diplomatie an der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert zu gewinnen. Dabei wird die Rolle des diplomatischen Vertreters sowie das Wirken des Papstes inmitten des italienischen Feldzugs von Karl VIII. analysiert.

  • Entwicklung des ständigen Gesandtschaftswesens in Italien.
  • Die Rolle der römischen Kurie als diplomatisches Zentrum.
  • Anforderungsprofile und Qualitäten von Gesandten in der Renaissance.
  • Politische Berichterstattung unter unsicheren Rahmenbedingungen.
  • Professionalisierung diplomatischen Handelns am Ende des 15. Jahrhunderts.

Auszug aus dem Buch

Letter from a Ferrarese Ambassador - Rome, 1494

Als Karl VIII. von Frankreich im Spätherbst des Jahres 1494 seinen Italienfeldzug startete um seinen Anspruch auf das Königreich Neapel durchzusetzen, herrschte große Unsicherheit im Land darüber, wie man sich dem französischen Herrscher gegenüber verhalten sollte. Nach dem ersten Sieg der französischen Armee im September bei Rapallo in Genua, kapitulierte Florenz unter Piero di Lorenzo de' Medici schließlich Ende Oktober. Der nächste Halt auf dem Weg nach Neapel war Rom, wo Papst Alexander VI. sich noch nicht auf seinen Standpunkt gegenüber dem französischen Feldzug festlegen konnte.

In dieser von Unsicherheit und schwankenden Gefühlen durchzogenen Zeit, schrieb der Gesandte Pandolfo Collenuccio einen Brief an Herzog Ercole I. d'Este von Ferrara, um seinem Auftraggeber von der Situation in der Kurie zu berichten. Der Humanist und studierte Jurist, der schon wichtige Ämter in Bologna und Florenz unter den Medici eingenommen hatte, beschrieb die allgemeine Stimmung im Kirchenstaat und am Hof, im Besonderen die Reaktionen und Handlungen des Papstes. Ausgesprochenen Nachdruck legte der Gesandte auf die Einzigartigkeit der Situation, die aus der bevorstehenden Ankunft Karls VIII. resultierte.

Die Quelle fällt in eine Zeit, kurz vor der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert, in der das Gesandtschaftswesen begann sich als Instrument der dauerhaften Diplomatie und ständigen politischen Aktivität an den Höfen der Großen zu entwickeln. Das Geschehen an diesen Höfen war Ende des 15. Jahrhunderts durch „eine starke Intensivierung der Kontakte, […] die Ausbildung einer politischen Taktik in der Gestaltung der Beziehungen […und] das Aufkommen ständiger Gesandtschaften“ gekennzeichnet, wie Fritz Ernst in seinem Aufsatz über Gesandtschaftswesen und Diplomatie schreibt (65).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Quelleninterpretation: Das Kapitel analysiert den historischen Kontext des Briefes von Pandolfo Collenuccio und verortet ihn in der frühen Phase des ständigen europäischen Gesandtschaftswesens.

1.1 Letter from a Ferrarese Ambassador - Rome, 1494: Dieser Unterabschnitt vertieft die Personenbeschreibung des Gesandten, seine diplomatische Funktion in Rom und bewertet seine Urteilsfähigkeit gegenüber dem Papst und der damaligen politischen Lage.

Schlüsselwörter

Diplomatie, Gesandtschaftswesen, Pandolfo Collenuccio, Karl VIII., Italienfeldzug, Papst Alexander VI., Kurie, 15. Jahrhundert, Renaissance, politische Kommunikation, Professionalisierung, Gesandte, Außenpolitik, Machtpolitik, Briefwechsel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der quellenkritischen Untersuchung eines Briefes des Gesandten Pandolfo Collenuccio aus dem Jahr 1494, um die diplomatischen Strukturen und Praktiken an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit zu beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Entwicklung ständiger Diplomatie, das Anforderungsprofil an einen Gesandten der Renaissance und die politische Dynamik an der römischen Kurie während des französischen Italienfeldzugs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand des Briefes aufzuzeigen, wie sich erste Anzeichen eines professionalisierten Gesandtschaftswesens in Italien manifestierten und welche Rolle der Informationsaustausch für die Akteure spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der historischen Quelleninterpretation, um das Dokument in seinen zeitgenössischen Kontext einzuordnen und fundierte Rückschlüsse auf diplomatische Gepflogenheiten zu ziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Person Collenuccios, der Bewertung der diplomatischen Kontakte in Rom und der Einbettung der Quelle in die Forschungsliteratur zum Gesandtschaftswesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Diplomatie, Gesandtschaftswesen, Renaissance, politische Kommunikation und Machtpolitik charakterisiert.

Wie bewertet der Autor Pandolfo Collenuccios Arbeitsweise?

Der Autor ordnet Collenuccios Arbeitsweise als ein Beispiel für fortgeschrittene diplomatische Professionalität ein, die durch hohe analytische Urteilsfähigkeit und rhetorisches Geschick geprägt war.

Welche Bedeutung kommt der Kurie in Rom zu?

Die Kurie wird als ein exklusives diplomatisches Zentrum definiert, das nur für hochrangige Vertreter der bedeutenden Mächte zugänglich war und als Ort intensiver öffentlicher sowie verdeckter Kommunikation fungierte.

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Details

Title
Der italienische Krieg von 1494. Quellenexegese des "Letter from a Ferrarese Ambassador"
College
University of Wuppertal
Author
Jonathan Vogel (Author)
Publication Year
2021
Pages
4
Catalog Number
V1354980
ISBN (PDF)
9783346866141
Language
German
Tags
Gesandtschaften Pandolfo Collenuccio Karl VIII.
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonathan Vogel (Author), 2021, Der italienische Krieg von 1494. Quellenexegese des "Letter from a Ferrarese Ambassador", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1354980
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