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Die Konstruktion medialer Realität in der Lokalzeitung - Eine vergleichende Untersuchung zur Themenselektion in der Kölner Lokalpresse

Titel: Die Konstruktion medialer Realität in der Lokalzeitung - Eine vergleichende Untersuchung zur Themenselektion in der Kölner Lokalpresse

Magisterarbeit , 2003 , 101 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Moritz Wohlrab (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der Frage danach, welche Art der Realität die Medien imstande sind zu konstruieren. Ein natürlich selektiver Überblick über die medientheoretischen Erkenntnisse der Sozialwissenschaften soll im ersten Teil dieser Arbeit eine vorläufige Antwort auf die Frage der medialen Realitätskonstruktion vermitteln. Aus den Erkenntnissen der Forschungsliteratur gefo lgerte Hypothesen sollen dann einen direkten Bezug zum zweiten Teil und damit zu der durchgeführten Inhaltsanalyse herstellen. Diese widmet sich ausschließlich dem lokaljournalistischen Geschehen in der Stadt Köln. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit beschränkt sie sich auf die Lokalteile der drei ansässigen Zeitungen Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Express und zusätzlich noch der örtlichen Ausgabe der Bild-Zeitung. Mit dem sozialwissenschaftlichen Instrument der Inhaltsanalyse soll dargestellt werden, in welcher Form eine lokale Realität konstruiert wird. Im Mittelpunkt steht dabei einerseits die Frage nach dem jeweiligen thematischen Schwerpunkt, andererseits jene nach der Gewichtung von sechs unterschiedlichen, die Selektion nachhaltig beeinflussenden Nachrichtenfaktoren. Aber auch Punkte wie Objektivität und Handlungsträger finden Berücksichtigung. Neben den zentralen Hypothesen wurde auch das Untersuchungsdesign aufgrund des im ersten Teil aufgeführten wissenscha ftlichen – hierbei insbesondere des mediensoziologischen – Forschungsstandes erstellt. Durch die Auswertung schriftlich geführter Interviews mit den Lokalchefs der Kölnischen Rundschau sowie der Bild-Zeitung sollen auf der einen Seite die Ergebnisse der Inhaltsanalyse abgeglichen, auf der anderen Seite aber auch die Stellungnahmen der Interviewpartner zu mediensoziologischen Fragen gegenübergestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Medientheorien

1.1 Ursprünge der Medientheorien

1.2 Anfänge der Mediensoziologie in Deutschland

1.2.1 Max Webers „Vorbericht“

1.2.2 Weitere Perspektiven

1.3 Systemtheorie

1.3.1 Kommunikation als soziales System

1.3.2 Selbstreferenz vs. Fremdreferenz

1.3.3 Äquivalenz-funktionalistische Systemtheorie

1.4 Konstruktivismus

1.5 Handlungstheorie

1.6 Agenda-Setting-Theorie

2. Journalistisches Handeln

2.1 Selektion, Verarbeitung, Interpretation

2.2 Schwerpunkt Selektion

3. Lokaljournalismus

3.1 Vermeintliche Banalität des Lokalen

3.2 Lokalpresse als Gegenstand der Wissenschaft

3.2.1 Forschungsrichtungen

3.2.2 Funktionen des Lokalteils

3.3 Die Lokalredaktion

3.4 Lokale Themenlage

3.4.1 Von Kommunalpolitik bis „human interest“

3.4.2 Leserpräferenzen

3.5 Historischer Abriss der Untersuchungsobjekte

III. Inhaltsanalyse

1. Forschungsinteresse

1.1 Zielsetzung

1.2 Hypothesen

2. Theoretische Grundlage

2.1 Untersuchungszeitraum

2.2 Analyseeinheiten

2.3 Kategorien

2.4 Pretest

2.5 Reliabilitätstest

3. Ergebnisse

3.1 Formale Merkmale

3.1.1 Darstellungsformen

3.2 Inhaltliche Merkmale

3.2.1 Themengebiete

3.2.2 Handlungsträger

3.2.3 Objektivität

3.2.4 Interpretation

3.3 Nachrichtenfaktoren

3.3.1 Dauer

3.3.2 Relevanz

3.3.3 Überraschung

3.3.4 Struktur

3.3.5 Personalisierung

3.3.6 Prominenz

3.3.7 Interpretation

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Magisterarbeit untersucht die Konstruktion medialer Realität in der Kölner Lokalpresse, indem sie formale und inhaltliche Merkmale von vier verschiedenen Zeitungen vergleicht und den Einfluss ausgewählter Nachrichtenfaktoren analysiert.

  • Medientheoretische Grundlagen der sozialen Wirklichkeitskonstruktion.
  • Strukturanalyse journalistischen Handelns in Lokalredaktionen.
  • Vergleichende Inhaltsanalyse der Kölner Lokalpresse (Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Express, Bild-Zeitung).
  • Untersuchung von Selektionskriterien und Nachrichtenfaktoren im Lokaljournalismus.
  • Qualitative Befragung von Lokalredaktionsleitern zur Validierung der Analyseergebnisse.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Max Webers ‚Vorbericht’

Dass das Thema Massenmedien über weite Strecken von der Soziologie nahezu ausgeklammert wurde, ist umso verwunderlicher, da bereits im Jahre 1910 anlässlich des 1. Deutschen Soziologentages von bedeutender Seite auf die drängende Relevanz des Gebiets hingewiesen wurde. Max Weber beschäftigte sich im Vorfeld des vom 19. bis zum 22. Oktober in Frankfurt/Main stattfindenden Expertentreffens immer wieder mit einer von ihm geplanten Presse-Enquete. Gemeinsam mit den neben ihm anderen Vorstandsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Soziologie – unter ihnen Ferdinand Tönnies, Georg Simmel und Werner Sombart – beabsichtigte Weber eine Erhebung über die Soziologie des Zeitungswesens.

Weber bemühte sich, namhafte Vertreter der deutschen Zeitungsgilde für den geplanten Arbeitsausschuss, welcher während des Soziologentages konstituiert werden sollte, zu gewinnen. Außerdem kann man den Briefwechseln Webers aus dieser Zeit entnehmen, dass er auch intensiv um finanzielle Unterstützung warb – in erster Linie bei der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Die Akademie zeigte sich prinzipiell durchaus auch zahlungswillig. In einem Schreiben an Franz Eulenburg vom 12 Oktober, deutet Weber aber die schwerwiegenden Probleme an, mit denen er sich auseinander zu setzen hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Medientheorien: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Massenkommunikation, von der kritischen Medientheorie über Systemtheorie bis hin zum Konstruktivismus und Agenda-Setting.

2. Journalistisches Handeln: Hier werden die Prozesse der Nachrichtenselektion, Verarbeitung und Interpretation innerhalb von Redaktionen auf Basis soziologischer Modelle analysiert.

3. Lokaljournalismus: Dieses Kapitel widmet sich der spezifischen Rolle des Lokaljournalismus, seinen Funktionen, der Themenlage und den Arbeitsweisen der Lokalredaktion.

III. Inhaltsanalyse: Der empirische Teil der Arbeit präsentiert Forschungsinteresse, Methodik, Datenbasis und die Ergebnisse der Untersuchung der vier Kölner Zeitungen.

Schlüsselwörter

Lokaljournalismus, Realitätskonstruktion, Nachrichtenfaktoren, Themenselektion, Kölner Lokalpresse, Systemtheorie, Mediensoziologie, Journalistische Standards, Gatekeeper-Forschung, Mediale Wirklichkeit, Lokalredaktion, Inhaltsanalyse, Boulevardmedien, Qualitätsmedien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Kölner Lokalzeitungen lokale Realität konstruieren und welche Faktoren ihre Nachrichtenselektion beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf Medientheorien, dem Handeln von Journalisten, den Besonderheiten des Lokaljournalismus und der Inhaltsanalyse von vier spezifischen Kölner Zeitungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Unterschiede in der Themenselektion zwischen Qualitätsmedien und Boulevardmedien innerhalb der Kölner Lokalpresse aufzudecken und zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quantitative Inhaltsanalyse von Zeitungsbeiträgen sowie eine ergänzende qualitative Expertenbefragung der Lokalredaktionsleiter.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Medien- und Lokaljournalismusforschung sowie eine detaillierte Inhaltsanalyse formaler und inhaltlicher Merkmale der untersuchten Zeitungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lokaljournalismus, Nachrichtenfaktoren, Themenselektion, Realitätskonstruktion, gate-keeping und Mediensoziologie.

Warum wurde gerade der Monat November 2001 als Untersuchungszeitraum gewählt?

Der Monat wurde gewählt, da er als repräsentativ und relativ „normal“ in der Nachrichtenlage gilt, ohne durch Urlaubszeiten oder Großereignisse außerhalb der Kölner Region verzerrt zu sein.

Welche Rolle spielen die „Primärkommunikatoren“ in der Arbeit?

Die Hypothese 2 untersucht, inwieweit Vertreter der kommunalen Elite, wie Politiker und Wirtschaftsvertreter, die Nachrichtenagenda der Lokalzeitungen maßgeblich bestimmen.

Ende der Leseprobe aus 101 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Konstruktion medialer Realität in der Lokalzeitung - Eine vergleichende Untersuchung zur Themenselektion in der Kölner Lokalpresse
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Soziologisches Institut)
Veranstaltung
Soziologie
Note
2,0
Autor
Moritz Wohlrab (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
101
Katalognummer
V13551
ISBN (eBook)
9783638191845
ISBN (Buch)
9783638698726
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstruktion Realität Lokalzeitung Eine Untersuchung Themenselektion Kölner Lokalpresse Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Wohlrab (Autor:in), 2003, Die Konstruktion medialer Realität in der Lokalzeitung - Eine vergleichende Untersuchung zur Themenselektion in der Kölner Lokalpresse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13551
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Leseprobe aus  101  Seiten
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