Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und dem Design eines eigenen Fragebogens im universitären Kontext. Hierfür werden in den einzelnen Kapiteln theoretische Grundlagen gelegt, welche in die Entstehung des Fragebogens einfließen sollen. Das Themengebiet des Fragebogens bezieht sich auf Lehre an Universitäten. Ein besonders Augenmerk liegt auf einer Lehrveranstaltung der Technischen Universität Chemnitz.
Die Konzeption und das Design von Fragebögen sind wichtige Schritte in der Evaluation eines Interessengebietes. Sowohl spezifische als auch allgemeine Fragestellungen dienen zur Aufdeckung von Problemstellen und machen eine Verbesserung bestimmter Situationen der Probanden als Folge erst möglich. Sie begegnen den Menschen fast überall. Innerhalb von Lehrveranstaltungen, am Ende eines Projektes auf der Arbeit oder in Magazinen und Zeitschriften. Als Studierender beschäftigt man sich in der Regel aber erst dann genauer mit ihrer Konzeption, wenn man zum Beispiel eine Bachelorarbeit schreibt und Daten erheben muss.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
Kapitel 1 – Einführung in die Thematik
Kapitel 1.1 – Definition und Aufbau
Kapitel 1.2 – Grundbausteine
Kapitel 1.3 – Evaluation von Lehrveranstaltungen
Kapitel 2 – Fragebogen zur Lehrevaluation
Kapitel 2.1 – Adaption des VB-Psych
Kapitel 2.2 – Eigenschaften und Auswertung
Kapitel 3 – Referenzen
Kapitel 3.1 – Literatur
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der methodisch fundierten Konzeption und dem Design eines Fragebogens zur Lehrevaluation an Universitäten. Das Hauptziel ist die Erstellung eines adaptierten Messinstruments für Lehrveranstaltungen, das auf theoretischen Grundlagen der Testpsychologie basiert und eine praxisnahe Evaluation ermöglicht.
- Grundlagen der Fragebogenkonstruktion und Testgütekriterien
- Evaluation von Lehrveranstaltungen als Anwendungsfeld
- Adaption und Modifikation des VB-Psych für den universitären Kontext
- Methoden der datengestützten Auswertung und Qualitätssicherung
Auszug aus dem Buch
Kapitel 1.1 – Definition und Aufbau
Nach Kallus (2016) ist ein Fragebogen ein psychometrisch entwickeltes Messverfahren, welches den Kriterien eines psychometrischen Tests so nahe wie möglich kommen soll. Fragebögen liefern quantitative Informationen zur Beschreibung von aktuellen, vorübergehenden oder überdauernden Merkmalen von Personen oder Personengruppen. Ein Fragebogen kann zur Beschreibung von anderen Personen oder von Merkmalen der natürlichen, sozialen, kulturellen, erbauten und technischen Umwelt und der Arbeitswelt herangezogen werden. Ein Fragebogen grenzt sich von einfachen schriftlichen Befragungen ab, in welchen mit Einzelfragen qualitative Informationen (z. B. Geschlecht) oder bereits vorliegende Informationen (z.B. Alter, Kinderzahl, Jahresbruttoeinkommen) erhoben werden wie bei soziologischen Datenerhebungen. Diese werden unreflektiert mit Fragebogenfragen kombiniert.
Ein Test an sich ist ein „wissenschaftliches Routineverfahren zur Untersuchung eines oder mehrerer empirisch abgrenzbarer Persönlichkeitsmerkmale mit dem Ziel einer möglichst quantitativen Aussage über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung“ (Lienert, 1969, S. 7).
Gritsch (2012) zufolge gilt es am Anfang bestimmte Rahmenbedingungen zu klären: Bevor man einen Fragebogen für die physiotherapeutische Praxis erstellt, sollte man sich über zwei Dinge im Klaren sein: Was möchte ich mithilfe des Instruments erfahren? Welche Möglichkeiten stehen mir dafür zur Verfügung? Möchte man also lediglich einen kurzen Feedbackbogen mit offenen Fragen erstellen, auf dem die Patienten Wünsche und Verbesserungsvorschläge eintragen können? Oder soll es eine umfassende, optisch ansprechende Frageliste zu verschiedenen Aspekten wie Zufriedenheit mit den Therapeuten, dem Therapieverlauf und dem Praxisambiente sein? (S.1)
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 – Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der psychometrischen Fragebogenentwicklung sowie die spezifischen Anforderungen an die Evaluation von Lehrveranstaltungen.
Kapitel 2 – Fragebogen zur Lehrevaluation: Hier wird die konkrete Adaption des VB-Psych Instruments präsentiert, inklusive der angepassten Faktorenstruktur, der Item-Zusammenstellung und der angewandten statistischen Auswertungsverfahren.
Kapitel 3 – Referenzen: Dieses Kapitel listet die für die Erstellung der Arbeit herangezogene Fachliteratur und die verwendeten Quellen auf.
Schlüsselwörter
Lehrevaluation, Fragebogen, Psychometrik, Testtheorie, Validität, Reliabilität, Objektivität, Item-Konzeption, Likert-Skala, Hochschullehre, Statistische Auswertung, Fragebogenentwicklung, Lehrqualität, Feedback-Instrument, Datenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und methodische Konzeption eines Fragebogens zur Evaluation von universitären Lehrveranstaltungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Gütekriterien psychometrischer Tests, dem Prozess der Fragebogenkonstruktion sowie der systematischen Erfassung von Lehrveranstaltungsdaten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines valideren und anpassungsfähigen Messinstruments auf Basis des VB-Psych, um die Qualität von Lehrveranstaltungen objektiv zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein psychometrischer Ansatz gewählt, der auf etablierten Testtheorien beruht, ergänzt durch quantitative Analysen mittels Tukey HSD-Test und Cronbachs Alpha.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Adaption des VB-Psych durch den Autor und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Auswertungstechniken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe wie Lehrevaluation, psychometrische Testgütekriterien, Fragebogenentwicklung und Validität definieren den theoretischen Kontext der Arbeit.
Warum wurde der Punkt "Inhaltliche Wichtigkeit" durch "Prüfungsvorleistungen" ersetzt?
Die "Inhaltliche Wichtigkeit" wies im Einführungskurs eine zu geringe Aussagekraft auf, weshalb der Fokus auf relevantere Kriterien wie Prüfungsvorleistungen verschoben wurde.
Welche Rolle spielt der Tukey HSD-Test bei der Auswertung?
Er dient als Post-hoc-Verfahren zum Vergleich der Mittelwerte verschiedener Gruppen, um Rückschlüsse auf notwendige Anpassungen am Fragebogen zu ziehen.
- Quote paper
- Thomas Theumer (Author), 2020, Fragebogen zur Lehrevaluation an einer Universität. Konzeption und Design, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1355243