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Hannah Arendts Souveränitätsbegriff im ideengeschichtlichen Kontext

Titel: Hannah Arendts Souveränitätsbegriff im ideengeschichtlichen Kontext

Akademische Arbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit steht die folgende Forschungsfrage im Zentrum: "Wie entwickelt sich Hannah Arendts Souveränitätsbegriff und in welchem Kontrast steht dieser zu anderen Ideen von Souveränität der politischen Ideengeschichte?" Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wird in dieser Arbeit der Begriff zu seiner Entstehung und in seinem frühesten Verständnis, nämlich dem von Jean Bodin und Thomas Hobbes, kurz beleuchtet. Anschließend wird der Begriff nach Auffassung von Jean-Jacques Rousseau erkläret, also im Zeitgeist der Aufklärung.

Den größten Teil der Arbeit soll, wie durch die Forschungsfrage bereits erkennbar, Hannah Arendts Verständnis der Souveränität ausmachen. Die Ableitung der Forschungsfrage, welche an Arendts Idee von Souveränität und Herrschaft heranführen soll, geschieht im Anschluss an den ideengeschichtlichen Kontext des Souveränitätsbegriffes. Um Hannah Arendts Souveränitätsbegriff zu verstehen, bedarf es erst der Erklärung der Konzepte von Handeln und Freiheit, aus denen sich Arendts Souveränitätsbegriff erschließt. Dies soll hauptsächlich durch Anwendung hermeneutischer Methoden geschehen.

Hierfür werden zwei primärliterarische Quellen verwendet. Zum einen der Essay "Freiheit und Politik" und zum anderen Arendts Buch "Über die Revolution", da sie sich in diesen beiden Werken so ausgiebig wie in keinem anderen mit Fragen von Politik, Freiheit und Souveränität beschäftigt. Ausgehend von diesen Interpretationen soll die gefolgerte Idee der Souveränität in den ideengeschichtlichen Kontext, bestehend aus den drei zuvor genannten Denkern, eingeordnet werden und die Arbeit schließlich mit einem Fazit fertig gestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ideengeschichtliche Entwicklung des Souveränitätsbegriffs

2.1 Souveränität nach Jean Bodin

2.2 Souveränität nach Thomas Hobbes

2.3 Souveränität nach Jean-Jacques Rousseau

3. Hannah Arendts Souveränitätsbegriff

3.1 Freiheit und Handeln

3.2 Souveränität

3.3 Hannah Arendts Souveränitätsbegriff im ideengeschichtlichen Kontext

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entwicklung von Hannah Arendts Souveränitätsbegriff und dessen Abgrenzung zu klassischen Vorstellungen der politischen Ideengeschichte, wie sie von Jean Bodin, Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau vertreten wurden. Die Forschungsfrage hinterfragt, in welchem Kontrast Arendts Verständnis von Freiheit und Handeln zur Idee der Souveränität steht.

  • Analyse des Souveränitätsverständnisses bei Bodin, Hobbes und Rousseau
  • Untersuchung von Hannah Arendts Handlungs- und Freiheitsbegriff
  • Abgrenzung des Politischen von der Souveränität bei Arendt
  • Der Stellenwert von Macht, Verfassungen und kollektivem Handeln
  • Diskussion der politischen Oasen als Gegenentwurf zur Massengesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Freiheit und Handeln

„Handeln ist für Arendt neben dem Arbeiten und Herstellen eine der drei Grundtätigkeiten des tätigen Lebens. Grob vereinfacht lässt sich Arbeiten als funktional, durch naturhafte Notwendigkeit bestimmt, Herstellen als instrumental und Handeln als interpersonal charakterisieren. Handeln ist zunächst einmal identisch mit dem Beginnen von etwas Neuem. Augustinus zitierend, »damit ein Anfang sei wurde der Mensch geschaffen«, behauptet Arendt, der Mensch könne, »weil er ein Anfang und Neuankömmling in der Welt sei«, auch Initiative ergreifen und Neues in Bewegung setzen. Durch diese Fähigkeit des Neuanfangens, durch seine Spontaneität kann der Mensch aus den quasi naturhaften Lebensprozessen der Gesellschaft heraustreten und sich »aller Absehbarkeit und Berechenbarkeit« entziehen. Handeln bildet die Alternative zum bloßen Sich-Verhalten, zum reibungslosen und automatischen Funktionieren der Arbeitsgesellschaft.“ In diesem Zitat steckt eine Menge, was den Begriff des Handelns nach Arendt ausmacht. Aus ihm ergeben sich die Elemente Spontaneität, Pluralität, Sprachlichkeit und Wirklichkeit welche als Teile des Handelns verstanden und erst zusammen die politische Qualität des Handelns ausmachen. Außerdem wird sehr gut deutlich, wie essenziell die Pluralität für Arendt und ihren Handlungsbegriff ist. Handeln kann nur zwischenmenschlich geschehen und nur durch Handeln mit und vor anderen kann ein Mensch sein wahres „Sein“ umsetzen. Handeln wird ebenfalls nicht nach Zweck oder Nutzenkalkül bewertet beziehungsweise betrieben. Wie bereits im Zitat deutlich wird ist Handeln unabsehbar, da niemand weiß ob seine Vorhaben nach dem Austausch mit anderen noch umsetzbar sind, der Austausch mit anderen aber Voraussetzung für Handeln ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Verständnis von Souveränität ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich Hannah Arendts kritischer Distanz zur klassischen politischen Ideengeschichte.

2. Ideengeschichtliche Entwicklung des Souveränitätsbegriffs: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Souveränität bei Bodin, Hobbes und Rousseau, um das Verständnis von Herrschaft und Volkssouveränität zu klären.

3. Hannah Arendts Souveränitätsbegriff: Der Hauptteil analysiert Arendts Konzepte von Freiheit, Handeln und Macht, stellt diese der klassischen Souveränitätsidee gegenüber und reflektiert deren Anwendung in einer nicht-souveränen Praxis.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung von Arendts Theorie als kritischen Diskussionsbeitrag zur modernen politischen Theorie.

Schlüsselwörter

Hannah Arendt, Souveränität, Freiheit, Handeln, Politische Ideengeschichte, Volkssouveränität, Macht, Pluralität, Verfassung, Notwendigkeit, Jean Bodin, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Politische Oasen, Massengesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Hannah Arendts politischem Denken, insbesondere mit ihrer radikalen Ablehnung traditioneller Souveränitätsbegriffe und deren Ersetzung durch eine Theorie des Handelns und der Freiheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Geschichte des Souveränitätsbegriffs, Arendts Handlungs- und Freiheitsverständnis, die Kritik an moderner Massendemokratie sowie die Bedeutung von Machtteilung und Verfassungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Hannah Arendts Souveränitätsbegriff systematisch zu entwickeln und aufzuzeigen, in welchem Kontrast dieser zur klassischen politischen Ideengeschichte steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit wendet vorrangig hermeneutische Methoden auf primärliterarische Quellen an, insbesondere auf Arendts Werke „Freiheit und Politik“ sowie „Über die Revolution“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der klassischen Souveränitätskonzepte, eine detaillierte Erarbeitung von Arendts eigener Theorie und eine abschließende Einordnung in den ideengeschichtlichen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arendt, Souveränität, Freiheit, Handeln, Pluralität und Macht definieren.

Wie unterscheidet sich Arendts Idee von der Volkssouveränität Rousseaus?

Während Rousseau den Gemeinwillen als moralische Einheit propagiert, kritisiert Arendt dies als antipluralistisch und als Gefahr für die wirkliche politische Freiheit, da individuelle Interessen unterdrückt werden.

Was versteht Arendt unter „politischen Oasen“?

Dies sind lokale Bewegungen oder Organisationen, die die Macht der Massengesellschaft aufbrechen und Räume für authentisches politisches Handeln abseits nationalstaatlicher Souveränität schaffen.

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Details

Titel
Hannah Arendts Souveränitätsbegriff im ideengeschichtlichen Kontext
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1355341
ISBN (PDF)
9783346868541
ISBN (Buch)
9783346868558
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arendt Souveränität Ideengeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Hannah Arendts Souveränitätsbegriff im ideengeschichtlichen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1355341
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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