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Das geteilte Haus - Der Amerikanische Bürgerkrieg in seiner Bedeutung für die Geschichte der USA

Historisches Essay

Titel: Das geteilte Haus - Der Amerikanische Bürgerkrieg in seiner Bedeutung für die Geschichte der USA

Essay , 2008 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nico Bäro (Autor:in)

Geschichte - Amerika
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind immer ein fortschrittlicher und oft auch richtungweisender Staat gewesen.
Wenn man in die Geschichte der USA schaut, stellt man fest, dass diese durch zahlreiche Kriege geprägt ist. Die Geburt der Nation selbst war ja auch erst das Ergebnis des Unabhängigkeitskrieges. Die weitere Expansion im 19. Jahrhundert und das weltweite Engagement der Amerikaner im 20. Jahrhundert setzen die recht kriegerische Außenpolitik des Landes bis heute fort.
Doch der blutigste und vielleicht folgenreichste Konflikt für die USA fand nicht im Zeitalter der Weltkriege, sondern in der Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Dies führt zu der Frage, wie es möglich sein konnte, dass ein 5-jähriger Krieg mit seinen napoleonischen Feldschlachten der heutigen Weltmacht mehr Schaden zufügen konnte als alle anderen Mächte, mit denen die USA jemals
im Kriegszustand standen.
Dass das Vermächtnis dieses Bürgerkriegs bis heute vorhält, merkt man unter anderem daran, dass in den Südstaaten der Tag der Abspaltung heute noch teilweise mit größerer Leidenschaft begangen
wird als der Unabhängigkeitstag. Worin liegt nun also die Bedeutung dieses Krieges für die Geschichte der USA, der vor fast 150 Jahren im Kernland der USA wütete?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort: Die Bedeutung von Kriegen in der Geschichte der USA

2 Der Amerikanische Bürgerkrieg: Besonderheiten und Hintergründe

3 Die Bedeutung des Bürgerkriegs bis heute: Historische Parallelen und Entwicklungen

4 Spuren eines Konflikts: Folgen, Lehren und Bilanz

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die tiefgreifende Bedeutung des Amerikanischen Bürgerkriegs für die US-amerikanische Geschichte und analysiert, warum dieser Konflikt trotz zahlreicher späterer Kriege als der prägendste und folgenreichste für das Land gilt. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie ein interner Bürgerkrieg die nationale Identität, die politische Entwicklung und das Selbstverständnis der USA nachhaltig beeinflusst hat.

  • Historische Einordnung des Bürgerkriegs als "erster moderner Krieg"
  • Analyse der sozioökonomischen Gegensätze zwischen Nord- und Südstaaten
  • Kritische Beleuchtung der Kriegsmotive und des Mythos der Sklavenbefreiung
  • Untersuchung langfristiger gesellschaftlicher Folgen, wie Rassismus und politischer Extremismus

Auszug aus dem Buch

Der Amerikanische Bürgerkrieg: Besonderheiten und Hintergründe

Begründungen dafür gibt es viele. Eine Besonderheit darf man nämlich nicht aus dem Auge verlieren: der Bürgerkrieg war der letzte größere Konflikt, der auf dem amerikanischen Kernland, dem Mutterland an der Ostküste, ausgetragen wurde. Er fand nicht weit weg in irgendeiner Kolonie oder auf einem anderen Kontinent statt, wie die jüngeren Kriege der USA, sondern mitten unter den Bürgern des eigenen Staates. Das bedeutet, dass die eigenen Felder zu Schlachtfeldern werden, dass die eigenen Städte dem Erdboden gleichgemacht werden und dass nicht zuletzt die eigenen Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen werden. Zum zweiten sind Bürgerkriege im Allgemeinen sehr blutig, da sich meist zwei tief verfeindete Fraktionen innerhalb eines Landes gegenüber stehen, die bereit sind für ihre Rechte bis zum Letzten zu kämpfen. Das unterscheidet Bürgerkriege von anderen Kriegen, die nicht unbedingt durch das Brechen des Gegners, sondern auch durch Kapitulationen und Friedensschlüsse beendet werden können. In einem Bürgerkrieg ist es ungleich schwerer zu einem mehr oder minder zufrieden stellenden Abschluss für beide Seiten zu kommen.

Doch so blutig, verlustreich und schrecklich der Bürgerkrieg für die Amerikaner war, sie scheinen deutlich daraus gelernt zu haben. Denn seit diesem Krieg haben es die USA geschafft den Krieg von ihrem Kernland fern zu halten. Keine Schlacht des Zweiten Weltkriegs fand in Washington statt oder in der Wüste von Texas. Weder wurden New York noch Los Angeles von feindlichen Luftangriffen „ausradiert“, wie Coventry oder Dresden. Nein, von nun an schickte Amerika seine Soldaten in ferne Kriege, statt sie nur in der Verteidigung des eigenen Landes einzusetzen. Die zahlreichen Opfer unter der Zivilbevölkerung während des Bürgerkriegs wurden später ebenfalls vermieden, indem man nur voll ausgebildete und gut bewaffnete Soldaten in diese Kriege schickte. Man trennte klar zwischen Soldaten und Zivilisten, musste nie eine Miliz, wie den „Volkssturm“ in Nazi-Deutschland, aufstellen oder Massaker, Vertreibung und Vergeltungsaktionen fürchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Die Bedeutung von Kriegen in der Geschichte der USA: Dieses Kapitel verortet den Amerikanischen Bürgerkrieg historisch und stellt fest, dass er trotz seiner zeitlichen Distanz das opferreichste Ereignis in der Militärgeschichte der USA bleibt.

2 Der Amerikanische Bürgerkrieg: Besonderheiten und Hintergründe: Hier werden die strukturellen Unterschiede zwischen dem industriellen Norden und dem agrarisch geprägten Süden als Hauptursachen des Konflikts beleuchtet, die in einem unvermeidbaren Überlebenskampf der Gesellschaftsformen mündeten.

3 Die Bedeutung des Bürgerkriegs bis heute: Historische Parallelen und Entwicklungen: Dieser Abschnitt klassifiziert den Konflikt als ersten modernen Krieg und diskutiert, wie technologische Neuerungen sowie die sozioökonomischen Gegensätze das zukünftige Selbstverständnis der USA formten.

4 Spuren eines Konflikts: Folgen, Lehren und Bilanz: Das abschließende Kapitel kritisiert eine zu starke Vereinfachung des Krieges auf das Thema Sklaverei und analysiert die fortwährenden Auswirkungen, wie etwa den Rassismus, bis in die Gegenwart.

Schlüsselwörter

Amerikanischer Bürgerkrieg, Sezessionskrieg, USA, Sklaverei, Industriegesellschaft, Agrargesellschaft, Abraham Lincoln, Fort Sumter, Union, Konföderation, moderne Kriegführung, nationale Identität, Rassendiskriminierung, historische Aufarbeitung, politische Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem historischen Essay im Kern?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung des Amerikanischen Bürgerkriegs als zentralen Wendepunkt in der Geschichte der USA, der das Land nicht nur militärisch, sondern auch sozioökonomisch tiefgreifend geprägt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit thematisiert den Systemgegensatz zwischen dem Norden und dem Süden, die Modernisierung der Kriegführung, die Rolle der Sklaverei und die langfristigen gesellschaftlichen Nachwirkungen in den USA.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, warum der Bürgerkrieg im nationalen Gedächtnis der USA eine solch herausragende Stellung einnimmt und inwiefern er die außen- und innenpolitische Entwicklung des Landes bis heute beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um einen historischen Essay, der auf einer fundierten Auswertung relevanter Fachliteratur, zeitgenössischer Dokumente und historischer Analysen basiert.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Besonderheiten des Bürgerkriegs als ersten "totalen Krieg", die ökonomischen Abhängigkeiten der Regionen sowie die kritische Reflexion der politischen Kriegsmotive.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Sezession, Sklavenbefreiung, Industrialisierung, nationale Identität und die Transformation der US-amerikanischen Außenpolitik.

Warum war der Krieg laut Autor kein reiner "Schutzzollkrieg"?

Der Autor argumentiert, dass die Reduzierung des Konflikts auf ökonomische Schutzzölle klischeehaft ist; vielmehr handelte es sich um einen fundamentalen Überlebenskampf zweier inkompatibler Gesellschaftssysteme.

Welche Rolle spielte die Sklaverei aus Sicht des Autors?

Die Sklaverei war zwar ein zentraler Faktor, aber laut Autor nicht das alleinige Kriegsziel von Abraham Lincoln, der den Erhalt der Union stets als oberste Priorität betrachtete.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das geteilte Haus - Der Amerikanische Bürgerkrieg in seiner Bedeutung für die Geschichte der USA
Untertitel
Historisches Essay
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Studium Plus)
Veranstaltung
Schreibwerkstatt
Note
1,7
Autor
Nico Bäro (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
20
Katalognummer
V135570
ISBN (eBook)
9783640441907
ISBN (Buch)
9783640441860
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Haus Amerikanische Bürgerkrieg Bedeutung Geschichte Historisches Essay
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nico Bäro (Autor:in), 2008, Das geteilte Haus - Der Amerikanische Bürgerkrieg in seiner Bedeutung für die Geschichte der USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135570
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Leseprobe aus  20  Seiten
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