Ziel dieser Arbeit ist es, die Theorie des interkulturellen Lernens zu betrachten und dies auf die Praxis zu beziehen. Dabei werde ich die Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt mit einbeziehen und schließlich auf zwei Bücher eingehen und die Präsenz des Themas „Interkulturelles Lernen“ überprüfen. Das erste Buch ist ein Lehrbuch für die zehnte Klasse des Gymnasiums und das zweite Buch ist eine Art Fachliteratur, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tipps für das interkulturelle Lernen in der Schule zu geben.
Verschiedene Entwicklungen und Entwicklungstendenzen in Deutschland aber auch in anderen Ländern machen heutzutage interkulturelles Lernen erforderlich. Die internationale Migration und die dadurch bedingten neuen Phänomene gesellschaftlicher Multikulturalität und die Prozesse der Globalisierung lassen ganze Kulturregionen zusammenrücken. Die interkulturelle Bildung ist somit ein wichtiger Bestandteil sowohl der Allgemeinbildung als auch der Berufsbildung geworden.
Dem Fremdsprachenunterricht der modernen Schulen kommt daher eine besondere Bedeutung zuteil. Ziel ist es nicht nur, den Schülerinnen und Schülern eine Sprache beizubringen, sondern die Kultur der jeweiligen Sprache in den Unterricht zu integrieren und diese auch verständlich darzubieten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Kultur?
3. Was ist interkulturellles Lernen?
3.1 Definition des interkulturellen Lernens
3.2 Der interkulturelle Ansatz
3.3 Interkulturelle Kommunikation
3.4 Interkulturelles Lernen
3.5 Voraussetzungen des interkulturellen Lernens
3.6 Interkulturelle Didaktik
4. Interkulturelles Lernen in den Rahmenrichtlinien des Faches Englisch des Landes Sachsen-Anhalt
5. Die Präsenz des interkulturellen Lernens in Lehrbüchern
5.1. Green Line 6 (Klett-Verlag)
5.2. Das transatlantische Klassenzimmer
5.3. Fazit
6. Zusammenfassung
7. Literatur
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des interkulturellen Lernens und analysiert dessen praktische Umsetzung in den Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt sowie in zwei ausgewählten Publikationen, um die Wirksamkeit und Präsenz dieses Konzepts im Fremdsprachenunterricht zu bewerten.
- Grundlagen und Definitionen des Begriffs Kultur
- Theoretische Modelle und Prozesse des interkulturellen Lernens
- Analyse der Rahmenrichtlinien für das Fach Englisch in Sachsen-Anhalt
- Bewertung der Integration interkultureller Aspekte in Lehrmaterialien
- Herausforderungen und pädagogische Anforderungen an die Lehrkraft
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition des interkulturellen Lernens
Die Grundlage des interkulturellen Lernens ist die interkulturelle Kommunikation, welche hauptsächlich zwischen Personen stattfindet, die aus unterschiedlichen kulturellen Systemen stammen. Somit bietet eine kulturelle Vielfältigkeit eine optimale Voraussetzung um eigene Erfahrungen und Erlebnisse unterschiedlich darzulegen und somit den Grundstein für interkulturelles Lernen zu schaffen.
Interkulturelles Lernen gilt im Allgemeinen als ein Prozess, der die Aufgabe hat den Umgang mit der eigenen und der fremden Kultur zu verstehen und zu verändern. Das große Ziel des interkulturellen Lernens ist es eine interkulturelle Kompetenz zu erreichen. Auf dem Weg des Prozesses ergeben sich unterschiedliche Lernerfolge, zum Beispiel, dass sich eine Person nach der interkulturellen Ausbildung zielgerecht in der Zielkultur bewegen kann und ein Gefühl dafür bekommt, ein Teil einer fremden Kultur zu sein.
Zielvorstellungen des interkulturellen Lernens können aber auch genauso gut auf bestimmte Situationen gerichtet sein. Folglich wäre die Zielsetzung dieser Ausbildung dann, dass eine Person eine bestimmte Situation einer interkulturellen Begegnung versteht und in der Lage ist, so zu handeln, dass ein reibungsloses zielgerichtetes Handeln in der Zielkultur möglich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Notwendigkeit interkulturellen Lernens durch Globalisierung und Migration und definiert das Ziel der Arbeit, Theorie und Praxis dieses Themas zu verknüpfen.
2. Was ist Kultur?: Das Kapitel definiert den Kulturbegriff historisch und anthropologisch und differenziert zwischen materieller und symbolischer Kultur.
3. Was ist interkulturellles Lernen?: Hier werden die theoretischen Grundlagen, Modelle und Voraussetzungen für interkulturelles Lernen sowie die Bedeutung der interkulturellen Didaktik erörtert.
4. Interkulturelles Lernen in den Rahmenrichtlinien des Faches Englisch des Landes Sachsen-Anhalt: Die Untersuchung zeigt, wie interkulturelles Lernen in den offiziellen Lehrplänen des Landes verankert ist und wo es explizit oder implizit auftritt.
5. Die Präsenz des interkulturellen Lernens in Lehrbüchern: Dieses Kapitel prüft anhand eines Schulbuchs und eines Fachbuchs für Online-Projekte, wie effektiv das Thema in konkreten Lehrmaterialien umgesetzt wird.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass interkulturelles Lernen zwar ein zentrales Ziel darstellt, jedoch in der Praxis stark von der Initiative der Lehrkraft abhängt und in aktuellen Lehrbüchern oft zu kurz kommt.
7. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Lernen, Fremdsprachenunterricht, Kultur, Interkulturelle Kommunikation, Rahmenrichtlinien, Lehrbuchanalyse, Sozialisation, Vorurteile, Stereotype, Kompetenzentwicklung, Globalisierung, Landeskunde, Sprachvermittlung, Interkulturelle Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und Umsetzung von interkulturellem Lernen im Englischunterricht an Gymnasien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von Kultur, Modelle des interkulturellen Lernens sowie die Analyse von Lehrplänen und Schulbüchern hinsichtlich ihrer interkulturellen Ausrichtung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den theoretischen Anspruch des interkulturellen Lernens mit der schulpraktischen Umsetzung in Lehrbüchern und Rahmenrichtlinien abzugleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode angewandt, die theoretische Konzepte mit einer evaluativen Betrachtung von Dokumenten und Lehrmaterialien verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des interkulturellen Lernens sowie eine detaillierte Prüfung der Rahmenrichtlinien Sachsen-Anhalts und zweier spezifischer Bücher auf ihr interkulturelles Potenzial.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interkulturelles Lernen, Kompetenzentwicklung, Lehrbuchanalyse und interkulturelle Kommunikation.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers in diesem Kontext?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Integration interkulturellen Lernens stark vom persönlichen Engagement der Lehrkraft abhängt, da Schulbücher hier oft nur unzureichende Grundlagen bieten.
Warum wird das "Green Line 6" kritisch betrachtet?
Das Lehrbuch wird kritisiert, da es sich zu stark auf die USA konzentriert und das interkulturelle Lernen oft zugunsten von Grammatik- und Textarbeit in den Hintergrund tritt.
Was unterscheidet das Buch "Das transatlantische Klassenzimmer" vom Schulbuch?
Im Gegensatz zum rein lehrbuchbasierten Ansatz bietet dieses Werk konkrete, praxisnahe Anregungen für interkulturelle Online-Projekte, auch wenn das Potenzial für echte persönliche Erfahrungen noch ausbaufähig bleibt.
- Quote paper
- Nicole Fürch (Author), 2008, Das interkulturelle Lernen im Englischunterricht. Vergleich der Lehrbücher "Green Line 6" und "Das transatlantische Klassenzimmer", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135580