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Didaktisch und konzeptionelle Sprachförderung für mehrsprachige Schüler:innen in der Grundschule

Titel: Didaktisch und konzeptionelle Sprachförderung für mehrsprachige Schüler:innen in der Grundschule

Hausarbeit , 2022 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Philippa Hauschel (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Deutschland hat, anders als beispielsweise Länder wie Kanada oder die Schweiz, ein einsprachiges Umfeld.

An deutschen Schulen wird überwiegend monolingual, also einsprachig, unterrichtet. Problematisch hierbei ist, dass es wenige konzeptionelle Überlegungen gibt, wie die Mehrsprachigkeit gehandhabt werden kann. Viele Kinder in Deutschland besitzen nicht die sprachlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulstart. Kritisch betrachtet werden kann ebenfalls, dass die Kompetenzen in den Herkunftssprachen der Kinder an deutschen Schulen eine untergeordnete Rolle spielen. Viele Lehrer:innen nehmen an, dass die Kinder entweder in ihrer anderen Sprache oder in Deutsch gefördert werden können.

Dies könnte daran liegen, dass die Erstsprache der Kinder mit Migrationshintergrund einen negativen Einfluss auf das Erlernen einer neuen Sprache haben könnte.

Dieser negative Transfer wird auch als „Interferenz“ bezeichnet und darüber hinaus werden die Fehler, die durch einen negativen Transfer von Strukturen der Erstsprache auf die zu erlernende Sprache Deutsch entstehen, „Interferenzfehler“ genannt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Begriffserklärungen

3. Methoden der Sprachförderung in der Grundschule

3.1. Der Kontrastive Ansatz

3.2 Language Awareness

3.2.1 Sprachsensibler Unterricht

3.2.2 Mehr- oder Vielsprachigkeitsdidaktik

3.3 Der Integrative Ansatz

3.4 Der Interkulturelle Ansatz

3.5 Die Audiolinguale Methode

3.6 Der Kommunikative Ansatz

3.7 Zusammenführung

4.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht didaktische und konzeptionelle Ansätze zur Sprachförderung für mehrsprachige Schüler*innen in der Grundschule. Das primäre Ziel ist es, verschiedene Methoden des Zweitspracherwerbs (DaZ) zu analysieren und deren Bedeutung für den schulischen Bildungserfolg sowie die Einbeziehung der Herkunftssprachen zu verdeutlichen.

  • Bedeutung der Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext
  • Vergleich von Unterrichtsmodellen wie Immersion und Submersion
  • Analyse didaktischer Methoden zur Sprachförderung (kontrastiv, integrativ, audiolingual)
  • Die Rolle der Lehrkraft bei der Unterstützung des Zweitspracherwerbs
  • Förderung der Sprachbewusstheit und interkultureller Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Kontrastive Ansatz

Die Methode der kontrastiven Sprachbetrachtung beschäfftigt sich mit dem Sprachvergleich. Bei diesem Ansatz handelt es sich um den sukzessiven kindlichen Zweitspracherwerb. Um dementsprechend einen Sprachvergleich durchführen zu können, werden deutlich bestimmte tertium comparationis benötigt. Das tertium comparationis ist eine Gemeinsamkeit von zwei Sprachen, welche die Möglichkeit bietet, diese Sprachen miteinander vergleichen zu können. Dies ist demnach sinnvoll, da eine sorgfältig ausgeführte kontrastive Analyse von zwei Sprachen eine ausgezeichnete Grundlage für die Planung von Unterrichtsstunden, die Erstellung von Unterrichtsmaterialien und die Entwicklung der Klassenzimmer bietet. Allerdings stehen die aufgelisteten positiven Effekte der kontrastiven Analyse nicht im Zentrum dieses Sprachvergleichs. Das bedeutsame Ziel der kontrastiven Analyse ist nämlich, dass mithilfe des Vergleiches der Muttersprache der DaZ-Kinder und der Zielsprache Deutsch möglicherweise auftretende Probleme oder Lernschwierigkeiten prognostiziert werden und diese dementsprechend mit sinnvollen Maßnahmen obstruiert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Es wird die monolinguale Ausrichtung deutscher Schulen und die damit verbundene Problematik für mehrsprachige Schüler*innen thematisiert, wobei der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und Sprachbeherrschung hervorgehoben wird.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Erst- und Zweitsprache und differenziert zwischen Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Deutsch als Fremdsprache (DaF).

3. Methoden der Sprachförderung in der Grundschule: Ein systematischer Überblick über verschiedene didaktische Ansätze zur Sprachförderung, von kontrastiven Verfahren bis zur Language Awareness.

3.1. Der Kontrastive Ansatz: Der Fokus liegt auf dem Vergleich von Strukturen zwischen Herkunftssprache und Zielsprache, um potenzielle Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren.

3.2 Language Awareness: Hier wird der ganzheitliche Ansatz der Sprachbewusstheit vorgestellt, der Emotionen und die Neugier für sprachliche Phänomene in den Mittelpunkt stellt.

3.2.1 Sprachsensibler Unterricht: Erläutert als Variante der Language Awareness, wie durch fachliche Sprachförderung und gezielte Aufgabenstellungen die Kompetenzen im Deutschen erweitert werden können.

3.2.2 Mehr- oder Vielsprachigkeitsdidaktik: Beschreibt einen Prozess, in dem Lehrkräfte für die Erstsprachen der Kinder sensibilisiert werden und diese aktiv in den Unterricht einbinden.

3.3 Der Integrative Ansatz: Untersucht die Einbeziehung der Herkunftssprachen zur Stärkung des Sprachbewusstseins und zur emotionalen Unterstützung der Schüler*innen.

3.4 Der Interkulturelle Ansatz: Analysiert die Bedeutung von Kulturen und sozialen Umfeldern sowie die Förderung der interkulturellen Kompetenz im heterogenen Klassenverband.

3.5 Die Audiolinguale Methode: Beleuchtet historische Wurzeln und die behavioristische Grundlage dieser Methode, bei der konsequente Wiederholung und Reiz-Reaktions-Schemata im Vordergrund stehen.

3.6 Der Kommunikative Ansatz: Diskutiert die Abkehr von rein formalen Strukturen hin zu einer kommunikativen Kompetenz als übergeordnetes Lernziel im Sprachunterricht.

3.7 Zusammenführung: Synthetisiert die behandelten Methoden und betont die Schlüsselrolle der Lehrkraft bei der gezielten Auseinandersetzung mit den Erstsprachen der Lernenden.

4.Fazit: Resümiert, dass Sprachförderung inhaltlich eingebettet stattfinden sollte und die aktive Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit für den Lernerfolg unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Sprachförderung, Zweitspracherwerb, DaZ, Mehrsprachigkeit, Deutsch als Zweitsprache, Grundschule, Sprachbewusstheit, Kontrastive Analyse, Sprachvergleich, Sprachsensibler Unterricht, Immersion, Submersion, Sprachbarrieren, Interkulturelle Kompetenz, Lehrerrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die didaktischen Herausforderungen und Methoden zur effektiven Sprachförderung von Schüler*innen, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen verschiedenen Unterrichtsmodellen (wie Immersion oder Submersion), die Bedeutung der Herkunftssprachen im Unterricht und spezifische methodische Ansätze für den Zweitspracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Lehrer*innen durch gezielte Förderung und die Anerkennung von Mehrsprachigkeit den Bildungserfolg von Schüler*innen mit Zuwanderungsgeschichte unterstützen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender fachdidaktischer Konzepte und Studien zu den Bereichen DaZ und Spracherwerb.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Ansätze wie der kontrastive Ansatz, Language Awareness, der integrative sowie der kommunikative Ansatz im Detail hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit im Grundschulalltag analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Zweitspracherwerb, DaZ, Sprachsensibilität, interkulturelle Didaktik, Interferenzfehler und die Rolle der Erstsprache.

Warum wird die Submersion in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Submersion wird kritisch bewertet, da sie Migrantenkinder oft überfordert, indem sie ohne ausreichende Sprachunterstützung mit Muttersprachlern verglichen werden, was zu Lernschwierigkeiten führen kann.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft laut dieser Arbeit?

Die Lehrkraft trägt die Hauptverantwortung, da sie die Erstsprachen der Kinder wertschätzen, Sprachgespräche initiieren und den DaZ-Erwerb durch gezielte, nicht-vereinfachte Sprachvermittlung unterstützen muss.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Didaktisch und konzeptionelle Sprachförderung für mehrsprachige Schüler:innen in der Grundschule
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
2,0
Autor
Philippa Hauschel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
20
Katalognummer
V1356254
ISBN (PDF)
9783346867629
ISBN (Buch)
9783346867636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
didaktisch sprachförderung schüler grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philippa Hauschel (Autor:in), 2022, Didaktisch und konzeptionelle Sprachförderung für mehrsprachige Schüler:innen in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356254
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Leseprobe aus  20  Seiten
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