Eine der wichtigsten Argumente für die Virtualisierung ist die Tatsache, dass ein Großteil der Server auf Dauer nicht ausgelastet sind. Viele Server haben nur kurzzeitige Spitzenbelastungen von wenigen Stunden am Tag oder sogar nur an einigen Tagen im Monat. Mit Virtualisierung lassen sich die ungenutzten Ressourcen besser verwenden, in dem sie andere Aufgaben ausführen. Durch den Umstieg auf virtuelle Systeme kann der Hardwareverbrauch reduziert werden, dies reduziert automatisch auch den Energieverbrauch. Wenn virtuelle Systeme zum Einsatz kommen, müssen die Besonderheiten der Software-Lizenzierung dabei beachtet werden. Hier greift das Lizenz-Management unterstützend ein. Ein effizientes Management der Unternehmens-Lizenzen sorgt für Transparenz und kann helfen, Kosten zu reduzieren. Strafen, im Falle von Fehllizenzierungen, können vermieden werden, ebenso unnötige oder überhöhte Lizenzierungen. Dieser Vorteile zum Trotz, fällt es vielen Unternehmen schwer, Ihren Software- und Lizenzbestand zu organisieren. Virtualisierung ist immer noch ein Thema. Umso wichtiger ist detailliertes Wissen über die Lizenzierung von Software in virtuellen Umgebungen. Diese Konstellation wirft viele Fragen auf und sorgt sowohl bei Herstellern, als auch bei den Anwendern, für Verwirrungen. Verbesserungen in diesem Gebiet können die wirtschaftlichen Aufwendungen für Lizenzen eindeutig senken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Virtualisierung
2.1. Komplettvirtualisierung
2.2. Paravirtualisierung
2.3. Betriebssystemvirtualisierung
3. Software-Lizenzierung
3.1. Lizenzierung pro Gerät
3.2. Lizenzierung pro Benutzer
3.3. Server- und Zugriffslizenzen
3.4. Concurrent use
3.5. Prozessorlizenzen
4. Lizenzierung von Software in virtuellen Systemen
4.1. Windows Server 2008
4.1.1. Windows Web Server 2008
4.1.2. Windows Server 2008 Standard
4.1.3. Windows Server 2008 Enterprise
4.1.4. Windows Server 2008 Datacenter (und Itanium-basierte Systeme)
4.1.5. Windows Vista
4.2. Beispiel
4.3. Serveranwendungen
5. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen der Software-Lizenzierung bei der Implementierung von Virtualisierungstechniken in Unternehmen mit dem Ziel, wirtschaftliche Risiken durch Fehl- oder Unterlizenzierung zu minimieren.
- Grundlagen der Virtualisierung (Komplett-, Para- und Betriebssystemvirtualisierung)
- Methodik des Software-Lizenzmanagements
- Spezifische Lizenzierungsmodelle (Gerät, Benutzer, Server, Prozessor)
- Analyse der Microsoft-Lizenzbestimmungen für virtuelle Umgebungen
- Praktische Anwendungsbeispiele zur Lizenzoptimierung
Auszug aus dem Buch
2. Virtualisierung
Der Begriff Virtualisierung wird in der Informationstechnologie in verschiedenen Bereichen verwendet. Generell bedeutet Virtualisierung die Abstraktion physikalischer Ressourcen. Virtualisierung ermöglicht es, mehrere virtuelle Server auf einer physischen Maschine zu betreiben. Die virtuellen Maschinen (VM) können verschiedene Betriebssysteme ausführen und sind von den parallel ausgeführten VM isoliert. Jede VM kann im Betriebssystem auf ihren abstrahierten Hardware Bereich zugreifen. Die Ressourcenverteilung wird durch den Virtual Machine Monitor (VMM) geregelt. Dieser verteilt und verwaltet die Hardware-Ressourcen für die virtuellen Maschinen so, als würde die VM alleine auf dem Host betrieben werden. Zu den verteilten Hardware Ressourcen gehören u.a.: CPU, Hauptspeicher, Netzwerkkarte, Festplatte, usw. Bei der Virtualisierung wird zwischen zwei Arten von Betriebssystemen unterschieden, dem Hostsystem und dem Gastsystem. Das Hostsystem befindet sich auf dem Server, der die Hardwareplattform darstellt. Als Gastsystem wird die virtuelle Maschine bezeichnet, die auf dem Hostsystem betrieben wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik, dass klassische Lizenzmodelle den Anforderungen an Transparenz und Flexibilität in virtuellen IT-Umgebungen bisher nicht ausreichend gerecht werden.
2. Virtualisierung: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der Virtualisierung und unterscheidet dabei zwischen Komplett-, Para- und Betriebssystemvirtualisierung als Grundlage für die nachfolgende Lizenzbetrachtung.
3. Software-Lizenzierung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Lizenzmanagements sowie gängige Lizenzierungsarten wie Geräte-, Benutzer- und Prozessorlizenzen detailliert dargestellt.
4. Lizenzierung von Software in virtuellen Systemen: Das Hauptkapitel analysiert die spezifischen Lizenzbestimmungen von Microsoft für Serverbetriebssysteme und Anwendungen in virtuellen Maschinen anhand von Praxisbeispielen.
5. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass ein optimiertes Lizenzmanagement trotz steigender Komplexität maßgeblich zur Senkung von IT-Kosten beitragen kann.
Schlüsselwörter
Virtualisierung, Software-Lizenzierung, Lizenzmanagement, Microsoft Server 2008, Virtuelle Maschinen, VMM, Hypervisor, Hostsystem, Gastsystem, TCO, Compliance, Prozessorlizenz, Server- und Zugriffslizenzen, Lizenzvertrag, Kostenoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen bei der Lizenzierung von Software, wenn diese auf virtualisierten Systemen eingesetzt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Fokus stehen die Definition der Virtualisierungstechniken, die Grundlagen des allgemeinen Lizenzmanagements sowie die spezifischen Lizenzregeln für Microsoft-Produkte in virtuellen Umgebungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über existierende Lizenzmodelle zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch systematisches Management Lizenzkosten senken und Rechtsstreitigkeiten vermeiden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse und der Untersuchung von Hersteller-Lizenzbestimmungen, ergänzt durch praktische Beispiele für Lizenz-Szenarien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung von Lizenzierungsarten sowie die Analyse der Besonderheiten von Windows Server 2008 und SQL Server 2005 in virtuellen Systemen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Virtualisierung, Lizenzmanagement, Compliance, Total Cost of Ownership (TCO) und die spezifischen Microsoft-Lizenzmodelle.
Was besagt die „4+1“-Regel bei Windows Server Enterprise Lizenzen?
Die Regel erlaubt es, mit einer Lizenz ein physikalisches Betriebssystem sowie bis zu vier virtuelle Betriebssysteminstanzen auf einem lizenzierten Server zu betreiben.
Warum ist das Verschieben von virtuellen Maschinen zwischen Servern lizenzrechtlich relevant?
Beim Verschieben von VMs muss sichergestellt werden, dass die zulässige Anzahl an virtuellen Instanzen pro Server gemäß der zugewiesenen Lizenz nicht überschritten wird, um eine Unterlizenzierung zu vermeiden.
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- Wolfgang Bach (Autor), 2008, Lizenzierungsfragen bei Einsatz von Virtualisierungstechniken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135631