Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Individual, Groups, Society

Die Rechte Presse in der BRD

Ein Überblick der Rechten Publikationen in Deutschland, mit einer genaueren Betrachtung der NATIONAL-ZEITUNG

Title: Die Rechte Presse in der BRD

Term Paper , 2009 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Theresa Wiecha (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Rechtsextremismus ist in der Bundesrepublik Deutschland ein immer wieder sporadisch in der Presse aufkeimendes Thema. Gesteigertes Interesse ist besonders vor diversen Landtagswahlen zu beobachten. Häufig verursacht durch Wahlwerbung der NPD, DVU oder vergleichbaren Parteien. Aber auch durch Gewaltexzesse, ausgeartete Konzerte oder Sportveranstaltungen fällt die Aufmerksamkeit auf die Rechte Szene. Das Bewusstsein der deutschen Bevölkerung wird erst durch das gezielte öffentliche Auftreten Rechter Parteien oder Gruppierungen oder durch diverse Straftaten auf die Aktualität von Rechtsextremismus aufmerksam. Dass jedoch mehr als Taten, nämlich Worte, welche zu eben jenen auffordern, tagtäglich in der Bundesrepublik kursieren, das ist den Wenigsten im vollen Ausmaße bewusst. Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung e.V. hat in den 1980er Jahren 130 regelmäßig erscheinende rechte Zeitungen und Zeitschriften gezählt (vgl. Lange, 1993, S. 9). Laut des Berichts 2007 des Bundesverfassungsschutzes wurden 96 periodische rechtsextremistische Publikationen gezählt, was laut Verfassungsschutz einen Anstieg gegenüber den vorhergehenden Jahren darstellt (2006: 86, 2005: 90). Rechte Publikationen beschränken sich jedoch nicht nur auf Zeitungen und Zeitschriften, auch wächst der Markt für diverse Literatur in Deutschland.
In der folgenden Arbeit soll ein Abriss über die Rechte Presse in Deutschland geschaffen, sowie das populärste Beispiel in der deutschen Presselandschaft näher betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Autorenkreis und Verlagslandschaft/Leserschaft

2.1 Autorenkreis

2.2 Leser und Adressaten

2.3 Verlagslandschaft und Vertrieb

3 Publikationen der Neuen und Alten Rechten

3.1 Überblick über Presseorgane rechter Parteien und Auflagenstarke rechte Publikationen

4 Die Deutsche Nationale Zeitung

4.1 Entwicklung von der Deutschen Soldaten- Zeitung zur National-Zeitung

4.2 Inhalt und Erscheinungsbild der DNZ und NZ

5 Zusammenfassung der rechte Presse in Deutschland

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Struktur, die Verbreitungsformen und die inhaltlichen Strategien der rechten Presse in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, wie durch unterschiedliche Sprachstile, von plakativem Boulevard bis hin zu intellektualisierten Diskursen, rechtsextreme Weltanschauungen und Ideologien vermittelt werden, wobei die Deutsche Nationale Zeitung als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Analyse der Akteure und Autoren innerhalb der rechten Medienlandschaft.
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Strömungen (Alte Rechte, Neue Rechte, Neonazis).
  • Untersuchung der Zielgruppen und der Mechanismen der Leserbindung.
  • Fallstudie zur historischen Entwicklung und inhaltlichen Ausrichtung der Deutschen Nationalen Zeitung.
  • Darstellung der sprachlichen Manipulationsmethoden zur Maskierung radikaler Forderungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Autorenkreis

Auf die Mannigfaltigkeit der rechten Presse wurde schon hingewiesen, doch in welchen Grautönen sie sich tatsächlich ausprägt zwischen konservativ und rechtsextrem, darauf soll nun im Detail eingegangen werden. Ein Überblick wird hier anhand des Autorenkreises gegeben.

Zur aussterbenden Sorte zählen die sogenannten Alt-Nazis, welche jedoch immer noch präsent sind und ihr geistiges Erbe in Form von Verlagen und unter diesen veröffentlichten Zeitungen unters Volk bringen. Bezeichnet werden mit diesem Begriff Personen, welche zur NS-Zeit aktiv waren. Beispielsweise in Organisationen wie der Hitlerjugend oder als Funktionäre der so genannten Eliteeinheiten wie SS und SA (vgl. Lange, 1993, S. 21). Bei ihnen trifft man auf Beschönigungen des Nationalsozialismus sowie auf die Leugnung der begangenen Verbrechen.

Ein Beispiel ist Erich Kernmayr (†1991), der SS-Untersturmführer und Pressereferent für die Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG) war. Er hat lange Zeit für diverse rechte Publikationen geschrieben, darunter NATION EUROPA und DEUTSCHE MONATSHEFTE, außerdem war er Herausgeber der DEUTSCHEN WOCHENZEITUNG und zeitweise Chefredakteur der DEUTSCHEN SOLDATENZEITUNG. Ein weiteres Beispiel ist Wilfred von Oven. Er war als persönlicher Referent von Josef Goebbels tätig und nach der NS-Zeit unter anderem Chefredakteur der Zeitschrift DEUTSCHLAND IN GESCHICHTE UND GEGENWART, sowie Mitarbeiter der DEUTSCHEN NATIONALZEITUNG und Autor von DEUTSCHE MONATSHEFTE und HUTTENBRIEFE.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik des Rechtsextremismus in der deutschen Presselandschaft ein und konstatiert die Relevanz der Untersuchung rechter Publikationsorgane.

2 Autorenkreis und Verlagslandschaft/Leserschaft: Hier werden die Akteure, Verlage und die Leserschaft analysiert sowie die unterschiedlichen ideologischen Ausprägungen von Alt-Nazis bis hin zu Neuen Rechten beleuchtet.

3 Publikationen der Neuen und Alten Rechten: Es folgt ein Überblick über verschiedene rechte Parteiorgane und auflagenstarke Publikationen unter Berücksichtigung ihrer inhaltlichen und rhetorischen Strategien.

4 Die Deutsche Nationale Zeitung: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung, den inhaltlichen Schwerpunkten und der publizistischen Strategie der Deutschen Nationalen Zeitung als zentralem Fallbeispiel.

5 Zusammenfassung der rechte Presse in Deutschland: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst, insbesondere hinsichtlich des Wandels der Sprachstile und der Manipulationsmethoden in der rechten Publizistik.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Deutsche Nationale Zeitung, Neue Rechte, Nationalsozialismus, Revisionismus, Pressefreiheit, Propaganda, Medienanalyse, Politische Ideologie, Antisemitismus, Verfassungsschutz, Boulevardjournalismus, Rechtspopulismus, Meinungsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Spektrum rechter Publikationen in Deutschland, deren Akteuren und den Methoden, mit denen sie ihre Ideologien in der Öffentlichkeit verbreiten.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Akteursgruppen, der Verlagsstrukturen sowie einer detaillierten Fallstudie zur Deutschen Nationalen Zeitung und ihrem Herausgeber Gerhard Frey.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die rechtsextreme Presselandschaft zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch sprachliche Manipulation und die Anpassung an gesellschaftliche Diskurse radikale Inhalte vermittelt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Primärquellen wie Zeitungsartikeln und Verfassungsschutzberichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Autorenkreis, die Verlagslandschaft, die Vielfalt der rechten Presseorgane sowie die Geschichte und Entwicklung der Deutschen Nationalen Zeitung im Detail untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rechtsextremismus, Neue Rechte, Deutsche Nationale Zeitung, Medienmanipulation und revisionistisches Gedankengut.

Wie unterscheidet sich die "Alte Rechte" von der "Neuen Rechten" in ihrer Publizistik?

Während sich die Alte Rechte stärker auf die Ideologien und den Sprachgebrauch der NS-Zeit stützt, versucht die Neue Rechte, sich durch ein intellektualisiertes Vokabular vom historischen Faschismus abzugrenzen und modernere Zielgruppen zu erreichen.

Warum spielt die "Deutsche Nationale Zeitung" eine so zentrale Rolle im Werk?

Die DNZ ist das auflagenstärkste rechtsextreme Blatt in Deutschland und dient als Paradebeispiel für die Aggressivität und die Vernetzung innerhalb der rechten Szene unter der Führung von Gerhard Frey.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Vermittlung rechtsextremer Inhalte?

Die Sprache dient als Werkzeug der Manipulation; durch die Nutzung von Metaphern, Leserbriefen oder die Anpassung an linkes Vokabular werden extremistische Forderungen maskiert, um einer direkten strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Die Rechte Presse in der BRD
Subtitle
Ein Überblick der Rechten Publikationen in Deutschland, mit einer genaueren Betrachtung der NATIONAL-ZEITUNG
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Course
Das journalistischeFeld
Grade
1,7
Author
Theresa Wiecha (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V135635
ISBN (eBook)
9783640437313
ISBN (Book)
9783640437450
Language
German
Tags
Rechte Presse Rechten Publikationen Deutschland Betrachtung NATIONAL-ZEITUNG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theresa Wiecha (Author), 2009, Die Rechte Presse in der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135635
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint