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Der Migrationshintergrund als Sozialisationsfaktor bei Jugendlichen

Titel: Der Migrationshintergrund als Sozialisationsfaktor bei Jugendlichen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2023 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Mia Kurtic (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwiefern der Migrationshintergrund einen Einfluss auf Peergroups hat. Welche Rolle spielen Peergroups bei der Bewältigung von Benachteiligungen für Jugendliche mit Migrationshintergrund? Zunächst werden die definitorischen Hintergründe bereitgelegt, darunter die sozialisatorischen Aspekte der Dimensionen von Kultur, Migration und Intersektionalität. Zudem werden die Funktionen von Peergroups bezogen auf Kultur und soziale Herkunft dargestellt. Das Konzept sozialer Ungleichheit und seine verschiedenen Bedingungsfaktoren werden aufgegriffen, welche dann durch die Kapitaltheorie nach Bourdieu erläutert werden. Anschließend werden die exkludierenden und inkludierenden Einflüsse des Migrationshintergrundes in Peergroups untersucht. Die Ergebnisse dieser Gegenüberstellung werden in einem Fazit und anschließendem Ausblick revidiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen und Hintergründe

2.1 Die Begriffsdimensionen von Kultur

2.2 Peergroups in der Lebensphase Jugend

2.3 Soziale Ungleichheit

2.4 Die Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu

3 Der Migrationshintergrund als Sozialisationsfaktor – exkludierende und inkludierende Momente

3.1 Exkludierende Momente

3.1.1 Bildungsungleichheit und soziale Herkunft – Empirische Befunde

3.1.2 Bildungsungleichheit und Kapitalbesitz

3.1.3 Bildungsungleichheit und Peergroups

3.2 Inkludierende Momente

3.2.1 Interethnische Peergroups – Empirische Befunde

3.2.2 Interethnische Peergroups und Kapitalbesitz

3.2.3 Inter- und intraethnische Peergroups und multikulturelle Sozialisation

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Migrationshintergrunds auf die Sozialisationsprozesse in Peergroups während der Jugendphase, wobei der Fokus auf dem Wechselspiel zwischen exkludierenden Bildungsungleichheiten und inkludierenden interkulturellen Austauschprozessen liegt.

  • Dimensionen von Kultur und deren Bedeutung in der deutschen Gesellschaft
  • Die Rolle von Peergroups für die Identitätsentwicklung Jugendlicher
  • Theoretische Fundierung durch Pierre Bourdieus Kapitaltheorie
  • Analyse des Migrationshintergrunds als exkludierender Sozialisationsfaktor
  • Untersuchung inkludierender Potenziale durch interethnische Peergroups

Auszug aus dem Buch

Die Begriffsdimensionen von Kultur

Kultur beschreibt ein Konstrukt, Werte, Normen und Überzeugungen, die Menschen miteinander teilen und in Abhängigkeit zu einem ethnischen Hintergrund als Ausdrucks- oder Identifikationsmittel austauschen. Kultur ist nach Maletzky und Pries (2018, S. 55) ein sozial erlerntes (nicht genetisch vererbtes) komplexes Handlungsskript für soziale Gruppen [...], welches sich in sozialer Praxis (sich begrüßen, kleiden, ernähren, Initiations-, Heirats- und Sterberitualen etc.) sowie in Symbolsystemen (Sprache, Werte, Normen, Recht etc.) und Artefaktstrukturen (Werkzeugen, Gebäuden, Institutionen, Techniken etc.) niederschlägt.

Kultur existiert nicht singulär, sondern gewinnt ihre Bedeutung in Abgrenzung zu und im Austausch mit anderen Kulturen. Demnach ist sie ebenso „der Wissens- und Handlungsraum, in dem Identitäten und Grenzen kreiert, bewegt und verändert werden“ (Römhild 2018, S. 23). Der soziale Wandel und zwischenmenschliche Austausch sind zentrale, sich immer weiter verändernde Prozesse, denen Kultur unterliegt. Es entwickeln sich Ausdifferenzierungen, Wechselwirkungen und Verschmelzungen von „Alltagskulturen“ (El-Mafaalani 2022, S. 61), den definitorischen Begrenzungsraum von Kultur durch vielfältige Faktoren ausweiten (vgl. Römhild 2018, S. 19ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik sozialer Ungleichheit im Kontext von Migration ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Rolle von Peergroups für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

2 Definitionen und Hintergründe: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, indem es Kulturbegriffe, die spezifische Funktion der Jugend-Peergroups sowie soziale Ungleichheit und Bourdieus Kapitaltheorie definiert.

3 Der Migrationshintergrund als Sozialisationsfaktor – exkludierende und inkludierende Momente: Dieser Hauptteil analysiert die empirischen Befunde dazu, wie soziale Herkunft, Kapitalbesitz und die Zusammensetzung von Peergroups Bildungschancen behindern oder fördern.

4 Fazit und Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die Notwendigkeit einer interkulturell ausgerichteten Forschung in einer sich wandelnden Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Migrationshintergrund, Sozialisation, Peergroups, Soziale Ungleichheit, Kapitaltheorie, Pierre Bourdieu, Interethnizität, Identitätsentwicklung, Bildungsungleichheit, Multikulturalität, Akkulturation, Jugendphase, Intersektionalität, Inklusion, Exklusion.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das thematische Hauptanliegen der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf die Auswirkungen des Migrationshintergrunds auf die Identitätsentwicklung von Jugendlichen und wie sich dieser als Sozialisationsfaktor durch Peergroups äußert.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentral sind die Dynamiken von Kultur, soziale Ungleichheit, Bildungsbiografien und die spezifische Bedeutung von Peergroups als sozialer Raum.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Inwiefern beeinflusst der Migrationshintergrund die Peergroup-Struktur und welche Rolle spielen diese Gruppen bei der Bewältigung von Benachteiligungen für Jugendliche?

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literatur- und Theorieanalyse sowie der Auswertung empirischer Befunde aus der Bildungsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in exkludierende Momente (Bildungsungleichheit, Kapitalbesitz) und inkludierende Momente (interethnische Peergroups, multikulturelle Sozialisation).

Wodurch lässt sich die Arbeit inhaltlich am besten charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von Bourdieus Kapitaltheorie mit aktuellen Erkenntnissen zur interethnischen Peer-Dynamik aus.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen exkludierenden und inkludierenden Einflüssen?

Exkludierende Einflüsse werden primär über Bildungsbarrieren und mangelndes Kapital definiert, während inkludierende Einflüsse durch gegenseitige Unterstützung und interethnischen Austausch entstehen.

Welche Rolle spielt Bourdieus Theorie für das Verständnis des Migrationshintergrunds?

Die Kapitaltheorie dient dazu, Hierarchien und die ungleiche Verteilung von Chancen durch soziales, kulturelles und ökonomisches Kapital bei Jugendlichen wissenschaftlich greifbar zu machen.

Warum sind Peergroups für Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders relevant?

Peergroups bieten einen Rückzugsraum, in dem Jugendliche unabhängig von familiären oder schulischen Erwartungen an ihrer Identität arbeiten und soziale Anerkennung erfahren können.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin?

Die Autorin betont die Notwendigkeit, zukünftige Forschung stärker intersektional auszurichten, um die komplexen Lebensrealitäten von Jugendlichen unter Migrationsbedingungen vollständig zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Migrationshintergrund als Sozialisationsfaktor bei Jugendlichen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Mia Kurtic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
22
Katalognummer
V1356374
ISBN (PDF)
9783346870940
ISBN (Buch)
9783346870957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
migrationshintergrund sozialisationsfaktor jugendlichen soziale Ungleichheit peergroup bourdieu kapital kultur multikulturalität transkulturalität intersektionalität migration bildungsungleichheit interethnische Freundschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mia Kurtic (Autor:in), 2023, Der Migrationshintergrund als Sozialisationsfaktor bei Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356374
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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