In meiner Hausarbeit möchte ich das Potenzial von Bilderbüchern über Epilepsie im Deutschunterricht der Grundschule aufklären. Ziel ist es, mittels Bilderbüchern nicht nur die Schüler:innen literarisch weiterzubilden, sondern auch ein Bewusstsein für Epilepsie zu schaffen.
Im Verlauf der Hausarbeit möchte ich zuerst Bezug auf den Begriff "Kinderliteratur" nehmen und anschließend kurz ein Bilderbuch anhand seiner Merkmale einordnen. Da Epilepsie die wesentliche Thematik meiner auserwählten Bilderbücher sein wird, möchte ich kurz erläutern, was Epilepsie ist und was für eine Bedeutung die Aufklärung über diese und andere Krankheiten der moderne Grundschulunterricht in meinen Augen besitzt. Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit folgt die Vorstellung der Bilderbücher "Kopf-Gewitter - Ein Abenteuer für Helden mit und ohne Epilepsie" von Stefan Fahrngruber und "Lisa und die besondere Sache - Eine Geschichte über Epilepsie" von Daniele Abele. Beide Bilderbücher sollen auf grafische Gestaltung analysiert werden, aber auch auf deren Text und den Bild-Text-Interdependenzen. Schlussendlich möchte ich Möglichkeiten der Einbindung der Bilderbücher in andere Grundschulfächer vorstellen und vor allem die in den Deutschunterricht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1. Definition Kinder- und Jugendliteratur
2.2. Begriffserklärung Epilepsie
2.3. Bedeutung der Aufklärungsarbeit
3. Epilepsie in Kinderliteratur
3.1. „Kopf-Gewitter- Ein Abenteuer für Helden mit und ohne Epilepsie“ von Stefan Fahrngruber
3.1.1. Inhaltsangabe
3.1.2. Grafische Gestaltung
3.1.3. Textanalyse
3.1.4. Verhältnis von Bild und Text
3.2. „Lisa und die besondere Sache- Eine Geschichte über Epilepsie“ von Daniele Abele
3.2.1. Inhaltsangabe
3.2.2. Grafische Gestaltung
3.2.3. Textanalyse
3.2.4. Verhältnis von Bild und Text
4. Potenzial der Geschichten
4.1. Verknüpfung mit anderen Unterrichtsfächern
4.2. Literarische Gespräche führen
5. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Modulabschlussarbeit verfolgt das primäre Ziel, das didaktische Potenzial von Bilderbüchern als Medium der Aufklärungsarbeit über Epilepsie im Unterricht der Grundschule zu untersuchen und aufzuzeigen.
- Analyse der kindgerechten Darstellung von Epilepsie in ausgewählter Kinderliteratur.
- Untersuchung der Interdependenz zwischen grafischer Gestaltung und Textinhalt.
- Entwicklung von methodischen Ansätzen zur Integration der Thematik in den Schulunterricht.
- Förderung von Verständnis und Mitgefühl bei Kindern gegenüber betroffenen Mitschülern.
- Evaluation des Nutzens von literarischen Gesprächen zur Entstigmatisierung der Erkrankung.
Auszug aus dem Buch
2.2. Begriffserklärung Epilepsie
Bei dem Krankheitsbild Epilepsie spricht man von einer Fehlfunktion im Gehirn, bei der einzelne Hirnbereiche, bis hin zum ganzen Gehirn, zu viele elektrische Signale senden und dadurch übermäßig aktiv sind. Solche Überfunktion kann in zerebralen Anfällen, gemein bekannt als epileptischen Anfällen, münden. Diese Anfälle äußern sich in sensorischen, vegetativen, psychischen oder motorischen Reiz- oder Hemmungserscheinungen, welche von wenigen Sekunden bis mehrere Minuten anhalten können. Mit einer Prävalenz (heißt: Häufigkeit einer Erkrankung in der Bevölkerung allgemein) von 5-10‰ und einer Inzidenz von 0,4‰ wird Epilepsie somit eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Kindesalters betrachtet. (Speer & Gahr, 2012, S. 215 ff.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Aufklärung über Epilepsie in der Grundschule und stellt die gewählten Bilderbücher als zentrale Untersuchungsgegenstände vor.
2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Kinder- und Jugendliteratur sowie Epilepsie fachwissenschaftlich und stellt die Bedeutung der präventiven Aufklärungsarbeit heraus.
3. Epilepsie in Kinderliteratur: Hier erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Werken von Stefan Fahrngruber und Daniele Abele hinsichtlich Inhaltsangabe, Gestaltung und inhaltlicher Analyse.
4. Potenzial der Geschichten: Dieses Kapitel widmet sich der didaktischen Aufbereitung des Stoffes, etwa durch fächerübergreifende Ansätze und methodische Leitfäden für literarische Gespräche.
5. Reflexion: Die abschließende Reflexion fasst die erarbeiteten Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Eignung der untersuchten Literatur als pädagogisch wertvolles Instrument.
Schlüsselwörter
Epilepsie, Kinderliteratur, Grundschule, Aufklärungsarbeit, Bilderbuch, Inklusion, Gesundheitserziehung, Lehrkraft, literarische Gespräche, Kindgerechte Darstellung, Didaktik, Stigmatisierung, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Kinderliteratur, um das Thema Epilepsie in der Grundschule aufzuklären und Kinder für diese chronische Erkrankung zu sensibilisieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die literaturwissenschaftliche Analyse spezifischer Bilderbücher, die medizinische Begriffsdefinition von Epilepsie und die didaktische Umsetzung in Unterrichtssituationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Lehrkräften methodische Wege aufzuzeigen, wie sie durch Bilderbücher ein besseres Verständnis und soziale Inklusion für betroffene Kinder schaffen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse der zwei ausgewählten Bilderbücher vorgenommen, ergänzt durch didaktische Überlegungen zur Umsetzung im Unterricht.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Inhaltsangabe, der grafischen Gestaltung sowie der Textanalyse der untersuchten Bücher und benennt konkrete Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Epilepsie, Inklusion, Kinderliteratur, didaktisches Potenzial und Aufklärungsarbeit.
Wie gehen die ausgewählten Bücher mit medizinischen Informationen um?
Sie integrieren medizinische Begriffe und Abläufe (wie EEG oder MRT) in eine spannende Abenteuerhandlung, um komplexe Prozesse für Kinder verständlich und angstfrei abzubilden.
Warum spielt die Rolle der Lehrkraft eine so wichtige Rolle für das Projekt?
Die Lehrkraft fungiert als Vermittler, um durch moderierte literarische Gespräche Ängste abzubauen und den Kindern sowohl Verständnis für die Erkrankten als auch für die medizinischen Diagnosewege zu vermitteln.
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- Kayla Marie Baltrusch (Author), Epilepsie in Kinderliteratur. Möglichkeiten zur Einbindung in den Deutschunterricht in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356426