Inwieweit werden Jugendliche durch Influencer:innen in den sozialen Medien in ihrer Entwicklung des Selbst beeinflusst? Um diese Frage zu klären, wird sich in der Arbeit zunächst mit dem Selbstkonzept, dessen Entwicklung, sowie der Entwicklung des Selbstwertgefühls und der Identität beschäftigt. Schließlich wird erklärt, was Social Media ist und woher es kommt. Mit Hilfe der medialen Bezugspersonen werden die Einflüsse auf die Entwicklung dargestellt, ehe auf das konkrete Beispiel Influencer:innen eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Selbstkonzept
2.1. Was ist das Selbstkonzept?
2.2. Entwicklung des Selbst
2.3. Selbstwertgefühl
2.4. Identität
3. Social media
3.1. Mediale Bezugspersonen
3.2. Einfluss auf die Entwicklung
3.3. Influencer*innen
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Influencer*innen auf die Selbstentwicklung von Jugendlichen im Kontext der sozialen Medien. Dabei wird analysiert, wie Jugendliche durch mediale Interaktionen, Identifikation und soziale Vergleichsprozesse in der Adoleszenz geprägt werden und welche Chancen sowie Risiken für das Selbstkonzept und das Selbstwertgefühl entstehen.
- Grundlagen des Selbstkonzepts und der Identitätsentwicklung in der Pubertät.
- Die Rolle von Social Media als Alltagsmedium und Ort der Identitätsarbeit.
- Aneignungsmodi wie Identifikation, Projektion und parasoziale Interaktion.
- Wirkungsmechanismen sozialer Vergleichsprozesse bei der Followernutzung.
- Potenziale und Gefahren durch Influencer als mediale Bezugspersonen.
Auszug aus dem Buch
3.1. Mediale Bezugspersonen
Im Social Media-Bereich gibt es verschiedene mediale Bezugspersonen für Jugendliche. Dabei werden vor allem die Begriffe Star, Vorbild und Idol verwendet. Vorbild ist vor allem ein pädagogischer Begriff. Ein VORBILD wird von jedem selbst konstruiert und nach wird nach individuellen Kriterien selber gewählt. Es ist ein Leitbild, dem man sich annähern möchte. Es betrifft die Bereiche Moral, Intellekt und Leistung und kann eine Person im Ganzen betreffen oder nur bestimmte Merkmale.
Ein STAR ist eher in den Medien/Showbusiness vorzufinden. Die unverwechselbaren Kennzeichen Image, Aura und Glamour sind prägend und das Image setzt Individualität, Kreativität, Vielseitigkeit und Distanz voraus und ist daher für das Gegenüber nicht greifbar. Es hat etwas Unverwechselbares und Unerreichbares, wobei es dennoch ein Wechselspiel von Nähe und Distanz gibt. Durch die übertragenen Bilder entsteht eine vermeintliche Nähe, auch wenn diese meist medial konstruiert sind. Ein Star wird vom Gegenüber konstruiert, da die Person Informationen, Bilder und Eindrücke sammelt, die in das eigene Bild über den Star passen. Dies nennt man das Prinzip der idealisierenden Selektion/Fokussierung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz moderner Medien und Influencer im Alltag von Jugendlichen sowie Einführung in das Thema der Arbeit.
2. Das Selbstkonzept: Theoretische Fundierung des Selbstkonzepts, der Entwicklung des Selbst, der Bedeutung des Selbstwertgefühls und der Identitätsbildung in der Adoleszenz.
3. Social media: Analyse des Ursprungs und der Funktionsweise sozialer Netzwerke sowie Untersuchung der spezifischen Einflüsse medialer Bezugspersonen und Influencer auf die jugendliche Entwicklung.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere der ambivalenten Rolle von Influencern hinsichtlich Chancen für die Identitätsarbeit und Risiken wie Depressionen durch Aufwärtsvergleiche.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Jugendliche, Selbstkonzept, Identität, Social Media, Influencer, Soziale Netzwerke, Selbstwertgefühl, Identitätsfindung, Parasoziale Interaktion, Identifikation, Soziale Vergleichsprozesse, Aufwärtsvergleich, Medienpädagogik, Adoleszenz, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Influencer*innen in sozialen Netzwerken die Identitätsentwicklung und das Selbstbild von Jugendlichen beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die psychologischen Grundlagen der Selbstbildung in der Adoleszenz sowie die mediale Aneignung von Vorbildern in sozialen Medien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu klären, inwieweit Jugendliche durch Influencer*innen in ihrer Entwicklung des Selbst beeinflusst werden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Konzepte (wie das Selbstkonzept nach James, Identitätsmodell nach Marcia) mit aktuellen Studienergebnissen zu Social Media und sozialen Vergleichsprozessen verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Selbstkonzept und Identität sowie die Analyse der parasozialen Interaktion und Vergleichsprozesse durch Social-Media-Nutzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Identitätsentwicklung, Influencer, soziale Vergleichsprozesse, Autonomie und parasoziale Interaktion charakterisiert.
Welche verschiedenen Stufen der Identität nach Marcia werden unterschieden?
Es werden vier Stadien genannt: diffuse Identität, Moratorium (kritische Identität), übernommene Identität und die erarbeitete Identität als reifste Form.
Wie unterscheiden sich Aufwärts- und Abwärtsvergleiche bei der Social-Media-Nutzung?
Beim Aufwärtsvergleich werden sich Personen überlegen, was motivieren oder bei Diskrepanz zu Frust führen kann; beim Abwärtsvergleich fühlt sich das Individuum im Vergleich als besser, was zur Selbstaufwertung beitragen kann.
- Arbeit zitieren
- Claudia Pfeiffer (Autor:in), 2022, Social Media und die Auswirkungen auf die Entwicklung des Selbst von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356477