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Modelle zum Entscheiden unter Risiko fokussiert auf Geschlechtsunterschiede im Entscheidungsverhalten

Title: Modelle zum Entscheiden unter Risiko fokussiert auf Geschlechtsunterschiede im Entscheidungsverhalten

Scientific Essay , 1999 , 24 Pages

Autor:in: Isabell Brankstein (Author)

Psychology - Cognition
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Im folgenden Artikel werden, unter der Perspektive des informationsverarbeitenden Ansatzes, Modelle über das Entscheiden unter Risiko im Zusammenhang mit Geschlechtsunterschieden beleuchtet. Im allgemeinen Kontext besteht die Auffassung Frauen würden weniger risikofreudig entscheiden als Männer. Obwohl diese Auffassung von zahlreichen Studien belegt werden konnte, verschwindet der Unterschied wenn man die unterschiedlichen Kombinationen von Faktoren und Kontexten, die das Entscheidungsverhalten beeinflussen, berücksichtigt. Nach einer Einführung in den Gegenstandsbereich werden die Subjektiv Expected Utility –Theory. die Rank Dependent Utility-Theory, die Prospect-Theory, die Dissapointment-Theory und die Regret –Theory näher beleuchtet und mit Geschlechtsunterschieden im Entscheidungsverhalten in Zusammenhang gebracht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gegenstandsbereich Entscheiden

1.1 Entscheiden unter Unsicherheit

1.2 Geschlechtsunterschiede beim Entscheiden unter Risiko

2. Subjektiv Expected Utility Theory

2.1 Nutzenfunktion

2.2 Risikoeinstellung

3. Prospect-Theory

3.1 Die Wertfunktion in der Prospect-Theory

3.2 Framing in der Prospect- Theory

4. Dissapointment-Theory und Regret –Theory

4.1 Die Dissapointment-Theory

4.2 Regret-Theory

5. Rank Dependent Utility-Theory

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Modelle des Entscheidens unter Risiko aus der Perspektive eines informationsverarbeitenden Ansatzes und untersucht, inwieweit diese Modelle Unterschiede im Entscheidungsverhalten zwischen Männern und Frauen erklären können.

  • Grundlagen des Entscheidungsverhaltens unter Unsicherheit und Risiko
  • Analyse klassischer und moderner Entscheidungstheorien (SEU, Prospect-Theory, etc.)
  • Einfluss von Kontextfaktoren und mentalen Repräsentationen auf die Wahl
  • Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Risikoeinstellung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Wertfunktion in der Prospect-Theory

Wenn eine Person von Ort A nach Ort B kommen muss und er normalerweise diese Strecke mit dem Auto fährt, dann wird, wenn man davon ausgeht, dass Autofahren als stressfreier und bequemer wahrgenommen wird, es für diese Person ein Verlust sein, wenn sie mit dem Bus fahren muss. Angenommen die Person hat ein andermal auf halber Strecke eine Autopanne und muss nun zwischen den Option „ Zu Fuß gehen“ und „Busfahren“ wählen, dann würde sie die Option Busfahren vorziehen und als Gewinn betrachten. Die gleiche Option kann also je nach Referenzpunkt einen anderen Wert haben. Kahneman und Tversky (1979) sprechen von Wert und nicht von Nutzen. Konsequenzen die oberhalb des Referenzpunkt liegen werden als Gewinne kodiert, die die unterhalb liegen als Verluste.

In der Prospect-Theory wird die Form der Wertfunktion wie folgt beschrieben: bei Gewinnen liegt eine konkave, bei Verluste eine konvexe Form vor. Die Funktion für Verluste ist steiler als die für Gewinne, d.h. unter bestimmten Referenzbedingungen ist der subjektive Wert eines Gewinns kleiner als der absolute, objektive Betrag des Wertes eines Verlustes.

Bei Gewinnchancen verhält man sich eher risikoaversiv, es liegt eine konkave Funktion vor. Bei drohenden Verlusten verhält man sich eher risikofreudig, es liegt eine konvexe Funktion vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gegenstandsbereich Entscheiden: Einführung in die informationstheoretische Definition von Entscheidungen als zielgerichteter Prozess und Abgrenzung von Entscheiden unter Unsicherheit und Risiko.

2. Subjektiv Expected Utility Theory: Darstellung der Maximierung des subjektiven Nutzens sowie die mathematische Identifikation von Risikoeinstellungen mittels Sicherheitsäquivalenten und Risikoprämien.

3. Prospect-Theory: Erläuterung der zweiphasigen Entscheidungsfindung, der subjektiven Wertbildung relativ zu Referenzpunkten und der Rolle des Framings.

4. Dissapointment-Theory und Regret –Theory: Erweiterung der klassischen Nutzentheorie um emotionale Komponenten wie Enttäuschung über entgangene Erwartungen oder antizipiertes Bedauern.

5. Rank Dependent Utility-Theory: Vorstellung eines Modells, das eine nicht-lineare Gewichtungsfunktion nutzt, um Wahrscheinlichkeiten von Konsequenzen in Abhängigkeit von deren Rang in einer Nutzenreihe zu bewerten.

Schlüsselwörter

Entscheidungsverhalten, Risiko, Unsicherheit, SEU-Theory, Prospect-Theory, Nutzenfunktion, Risikoaversion, Risikofreude, Geschlechtsunterschiede, Referenzpunkt, Framing, Regret-Theory, Dissapointment-Theory, Rank Dependent Utility-Theory, Entscheidungsgewicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht theoretische Modelle, die beschreiben, wie Menschen Entscheidungen unter Risiko treffen, und beleuchtet dabei, ob und warum sich Frauen und Männer in ihrem Entscheidungsverhalten unterscheiden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die psychologische Fundierung von Entscheidungsprozessen, die mathematische Modellierung von Nutzen und Wahrscheinlichkeiten sowie die Analyse von Kontextabhängigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verschiedene Modelle der Entscheidungstheorie auf ihre Eignung zu prüfen, menschliches Entscheidungsverhalten bei Risiko abzubilden und potenzielle geschlechtsspezifische Unterschiede durch diese Modelle zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, bei der verschiedene Modelle wie die SEU-Theory, Prospect-Theory oder Rank Dependent Utility-Theory anhand von Beispielen und empirischer Literatur diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der relevanten Entscheidungstheorien, die detaillierte mathematische Herleitung von Nutzenwerten und die Erörterung, wie Kontext und Framing Entscheidungen beeinflussen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Risikoeinstellung, Nutzenfunktion, Prospect-Theory, Referenzpunkt und das Spannungsfeld zwischen rationaler Wahl und emotionalen Einflüssen wie Reue oder Enttäuschung geprägt.

Wie erklärt die Prospect-Theory die Bewertung von Gewinnen und Verlusten?

Die Theorie besagt, dass Menschen Gewinne und Verluste subjektiv relativ zu einem Referenzpunkt bewerten, wobei Verluste meist stärker gewichtet werden als gleich hohe Gewinne.

Was unterscheidet die Rank Dependent Utility-Theory von klassischen Modellen?

Im Gegensatz zu Modellen, die Nutzen und Wahrscheinlichkeit strikt trennen, führt die RDU-Theory eine nicht-lineare Gewichtungsfunktion ein, die Wahrscheinlichkeiten je nach Rang der Konsequenz im Nutzengefüge unterschiedlich bewertet.

Können Geschlechtsunterschiede bei Risikoentscheidungen objektiv belegt werden?

Die Arbeit zeigt, dass Unterschiede zwar in vielen Studien auftauchen, aber stark vom Kontext abhängen und oft durch Faktoren wie Vertrautheit mit der Situation oder die Art der Präsentation des Problems (Framing) beeinflusst werden.

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Details

Title
Modelle zum Entscheiden unter Risiko fokussiert auf Geschlechtsunterschiede im Entscheidungsverhalten
College
University of Salzburg  (Psychologie Salzburg)
Author
Isabell Brankstein (Author)
Publication Year
1999
Pages
24
Catalog Number
V135653
ISBN (eBook)
9783640437603
ISBN (Book)
9783640437665
Language
German
Tags
Modelle Entscheiden Risiko Geschlechtsunterschiede Entscheidungsverhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabell Brankstein (Author), 1999, Modelle zum Entscheiden unter Risiko fokussiert auf Geschlechtsunterschiede im Entscheidungsverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135653
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