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Neuere Forschungsbefunde zur Einsamkeit

Título: Neuere Forschungsbefunde zur Einsamkeit

Trabajo de Seminario , 2008 , 26 Páginas

Autor:in: Elisa Hinz (Autor)

Psicología - Psicología social
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Einsamkeit ist ein psychologischer Forschungsbereich, der bisher zwischen Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie und klinischer Psychologie anzufinden ist und bisher selten ausführlich behandelt wurde. (Elbing, 1991).
„Der Begriff Einsamkeit bezeichnet die Empfindung, von anderen Menschen getrennt und abgeschieden zu sein.“(http://de.wikipedia.org/wiki/Einsamkeit)
Dies kann, je nach Betrachtungsweise, positiv oder negativ ausgelegt werden. Die Sozialwissenschaften betrachten die Einsamkeit häufig als normabweichend. In den Geisteswissenschaften wird Einsamkeit auch positiv gesehen, zum Beispiel als nützliches Instrument zur Selbstfindung. Die positive Sichtweise des Alleinseins ist historisch verankert in den, früher sehr positiv betrachteten, Lebensweisen als Eremit oder Klosterbewohner. Auch heute wird die bewusste Hinwendung zu Stille und zu sich selbst als Bedingung für die Selbstfindung gesehen, die dann wiederum Voraussetzung für soziale Offenheit und befriedigende Beziehungen ist. Diese Sichtweise steht im Gegensatz zur soziologischen Sichtweise, die behauptet, dass alle Probleme verschwinden würden, wenn die individuelle Vereinsamung überwunden würde indem man alles gemeinsam mache. Erfahrungen mit verordneter oder ideologischer Gemeinsamkeit in Kirchen, Parteien sowie in diversen Clubformen des Urlaubs- und Freizeitsektors zeigen, dass die Hoffnung auf individuelles Glück dadurch allein nicht erfüllt werden kann. (Elbing,1991).
Das Gefühl von Einsamkeit entsteht, wenn eine Person die Art oder Anzahl ihrer sozialen Kontakte als unzureichend empfindet und darunter leidet. Somit ist es möglich, viele soziale Kontakte zu haben und sich dennoch einsam zu fühlen oder sehr wenige soziale Kontakte zu haben und dennoch sehr zufrieden zu sein. In dem Gebiet der sozialen Arbeit wird häufig von sozialer Isolation im Zusammenhang von Einsamkeit gesprochen. Für diese Isolation gibt es exogene Risikofaktoren (wie z.B. Zugehörigkeit zu einer Randgruppe) oder endogene Risikofaktoren, die sich auf die Persönlichkeitsstruktur des Einzelnen beziehen. Viele endogene Faktoren wie ein geringes Selbstwertgefühl, Generalisierung von negativen Erlebnissen und Attribuierungsmuster, welche die soziale Isolation auf internale Defizite zurückführen, führen schließlich zur immer weiteren sozialen Isolation. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einsamkeit im Lebenslauf

2.1. Kindesalter

2.2. Jugendalter

2.3. Erwachsenenalter

2.4. spätes Erwachsenenalter

3. Einsamkeit und Depression

4. Originalarbeit: Warum fühlen sich Schüler einsam?

4.1. Zusammenfassung

4.2. Einleitung

4.3. Durchführung

4.4. Ergebnisse

4.5. Diskussion

5. Die UCLA- Einsamkeits- Skala

5.1. die ursprüngliche UCLA- Skala

5.2. die revidierte UCLA- Skala

6. Interventionsmöglichkeiten bei Einsamkeit

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige psychologische Phänomen der Einsamkeit über den gesamten Lebenslauf hinweg, mit einem besonderen Fokus auf das Erleben von Schülern im schulischen Kontext sowie mögliche Interventionsstrategien.

  • Psychologische Grundlagen und Definitionen von Einsamkeit
  • Entwicklungsspezifische Ausprägungen von der Kindheit bis ins hohe Alter
  • Zusammenhang zwischen Einsamkeit und depressiven Symptomatiken
  • Empirische Analyse von Einflussfaktoren im schulischen Umfeld (Freunde, Familie, Akzeptanz)
  • Diagnostische Instrumente (UCLA-Einsamkeitsskala) und therapeutische Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.2. Jugendalter

Im Jugendalter gewinnen soziale Beziehungen immer mehr an Bedeutung. Freundschaften werden intimer und dienen immer mehr der Selbstoffenbarung, erste intime Liebesbeziehungen werden gewünscht und erlebt. Dies erhöht das Risiko enttäuscht zu werden, Zurückweisung zu erleben und sich somit einsam zu fühlen. Es entsteht eine Diskrepanz zwischen den tatsächlichen und den gewünschten sozialen Beziehungen. Einsamkeit erreicht die höchsten Werte in den späten Jahren der Adoleszenz bis in die ersten Jahre des zweiten Lebensjahrzehnts. Danach fallen die Werte konstant bis zum 70. Lebensjahr hin ab. Dies ist nicht nur mit der wachsenden Bedeutung sozialer Beziehungen zu erklären sondern auch mit dem stetigen Wechsel, dem diese Beziehungen in der Adoleszenz unterworfen sind. Der Jugendliche muss ständig neue Beziehungen knüpfen, sei es in der Schule oder in der Ausbildungsstätte. Das soziale Umfeld ist starken Schwankungen und Wechseln unterworfen. (Berk, 2005).

Larson, Csikszentmihalyi & Graf zeigten 1982 in einer Studie mit 75 Jugendlichen, dass Jugendliche sich besonders am Freitag und Samstag einsam fühlen da hier das Alleinsein besonders stark mit der soziokulturellen Norm kollidiert, dass man an diesen Tagen sozialen Aktivitäten nachgehen sollte und ausgehen sollte. Dies nimmt im Erwachsenenalter ab da das Wochenende dann öfter der Erholung dient anstatt dem Ausgehen. Jugendliche erleben Situationen des Alleinseins wesentlich stärker als Einsamkeit als dies bei Erwachsenen der Fall ist. Dies ist aus entwicklungspsychologischer Sicht ein Befund, der eigentlich nur logisch ist da die Jugendzeit als Zeit des Umbruchs gesehen wird. Die Loslösung vom Elternhaus, die berufliche Orientierung, erste intime Beziehungen und die Veränderung der eigenen Identität sind alles Umstände, die die Vulnerabilität gegenüber Verlusten erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert Einsamkeit als psychologischen Forschungsbereich und grenzt sie vom Alleinsein ab.

2. Einsamkeit im Lebenslauf: Beschreibt die Entwicklung und Ursachen von Einsamkeit in verschiedenen Altersphasen von der Kindheit bis zum späten Erwachsenenalter.

3. Einsamkeit und Depression: Erläutert die enge Korrelation zwischen dem Erleben von Einsamkeit und depressiven Attributionsstilen.

4. Originalarbeit: Warum fühlen sich Schüler einsam?: Analysiert empirisch den Einfluss von Freunden, Familienklima und Gruppenakzeptanz auf das Einsamkeitsempfinden von Schülern.

5. Die UCLA- Einsamkeits- Skala: Stellt das gängige psychologische Messinstrument zur Erfassung von Einsamkeit und dessen Revision vor.

6. Interventionsmöglichkeiten bei Einsamkeit: Diskutiert kognitive, therapeutische und strukturelle Ansätze zur Prävention und Linderung von Einsamkeit.

7. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und hebt die Subjektivität des Phänomens hervor.

Schlüsselwörter

Einsamkeit, Sozialpsychologie, Adoleszenz, Gruppenakzeptanz, Viktimisierung, UCLA-Skala, psychische Gesundheit, Depression, soziales Netzwerk, Interventionsstrategien, Familienklima, Identitätsfindung, soziale Isolation, Entwicklungspsychologie, Selbstwertgefühl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Phänomen der Einsamkeit aus psychologischer Sicht, analysiert deren Auftreten in verschiedenen Lebensphasen und untersucht spezifische Einflussfaktoren im Schulalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die entwicklungspsychologische Perspektive, den Zusammenhang zu psychischen Störungen wie Depression, die Messbarkeit durch Skalen sowie praktische Interventionsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen von Einsamkeit zu schaffen und aufzuzeigen, wie soziale Integration und familiäre Unterstützung das Erleben von Einsamkeit beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturübersicht sowie der Auswertung einer spezifischen Querschnittstudie zu Einsamkeitsfaktoren bei Jugendlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Einsamkeit im Lebenslauf, die Analyse einer empirischen Studie zu Schülern sowie die Vorstellung diagnostischer Skalen und therapeutischer Möglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Einsamkeit, Adoleszenz, Viktimisierung, soziale Akzeptanz und psychologische Interventionsstrategien.

Warum spielt die Gruppenakzeptanz eine so große Rolle für Schüler?

Die Arbeit zeigt, dass eine mangelnde Akzeptanz in der Peergruppe und Viktimisierung (Mobbing) die stärksten Prädiktoren für das Einsamkeitserleben von Schülern darstellen.

Kann Einsamkeit durch mehr soziale Kontakte einfach geheilt werden?

Nein, die Arbeit stellt klar, dass Einsamkeit nicht allein durch Quantität an Kontakten verschwindet; es ist oft eine kognitive Umstrukturierung notwendig, da einsame Menschen soziale Informationen häufig verzerrt wahrnehmen.

Welchen Einfluss hat das Familienklima?

Ein warmes und unterstützendes Familienklima wirkt als protektiver Faktor, der Risiken wie soziale Ablehnung in der Schule teilweise kompensieren kann.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Neuere Forschungsbefunde zur Einsamkeit
Universidad
University of Potsdam
Curso
Soziale Motive
Autor
Elisa Hinz (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
26
No. de catálogo
V135679
ISBN (Ebook)
9783640438174
ISBN (Libro)
9783640438570
Idioma
Alemán
Etiqueta
Neuere Forschungsbefunde Einsamkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisa Hinz (Autor), 2008, Neuere Forschungsbefunde zur Einsamkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135679
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