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Goethes "Die Leiden des jungen Werther". Der "Werther-Effekt" und die Verbindung zwischen Medien und Suizid

Title: Goethes "Die Leiden des jungen Werther". Der "Werther-Effekt" und die Verbindung zwischen Medien und Suizid

Term Paper , 2022 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lara Weber (Author)

Cultural Studies - Empiric Cultural Studies
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema des "Werther-Effekts", genauer mit der Beziehung zwischen dem Konsum bestimmter Medien und der Suizidalrate.

Zu Beginn der Arbeit geht die Autorin auf die Definition des „Werther-Effekts“ und auf Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“ ein. Der Briefroman ist der Grundbaustein des heutzutage als „Werther-Effekt“ bekannten Phänomens. Mit diesem Werk löste Goethe wahrscheinlich den ersten Medienskandal der Moderne aus. Um den „Werther-Effekt“ als solchen verstehen und untersuchen zu können, ist es wichtig, kurz auf den Roman und seine Inhalte einzugehen.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich dann mit einem praktischen Beispiel, an dem der Effekt, welcher den „Werther-Effekt“ hervorruft, deutlich gemacht wird. Dafür hat die Autorin das Thema Medien und Suizid gewählt, da dies das Hauptgebiet ist, indem der „Werther-Effekt“ auftritt. Sie möchte zeigen, welchen Einfluss falsche Berichterstattung über Suizid auf die Suizidenten hat und was es dabei zu achten gilt. Im letzten Abschnitt der Hausarbeit wird dann ein Gegenbeispiel, der sogenannte „Papageno-Effekt“, aufgezeigt. Dieser stellt das genaue Gegenteil des „Werther-Effekts“ dar und zeigt, was eine sensible und neutrale Berichterstattung über Suizid bei den Rezipienten bewirken kann und dass es wichtig ist, vorsichtig mit diesem Thema umzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Der „Werther-Effekt“ & „Die Leiden des jungen Werther“

2.2 Praxisbeispiel – Medien & Suizid

2.3 Gegenbeispiel – Der „Papageno-Effekt“

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des sogenannten „Werther-Effekts“, bei dem die Berichterstattung über Suizide in den Massenmedien zu Nachahmungstaten führen kann, und stellt diesem den präventiven „Papageno-Effekt“ gegenüber.

  • Historische Herleitung des Werther-Effekts durch Goethes Briefroman
  • Analyse des Einflusses medialer Berichterstattung auf Suizidraten
  • Gegenüberstellung von Werther-Effekt und Papageno-Effekt
  • Diskussion suizidpräventiver Strategien im Journalismus

Auszug aus dem Buch

1.1 Der „Werther-Effekt“ und „Die Leiden des jungen Werther“

Zu Beginn meiner Ausarbeitung möchte ich kurz auf die Definition des „Werther-Effekts“ und das damit zusammenhängende Werk Goethes eingehen, um besser verstehen zu können, was darunter verstanden wird und worum es auf den folgenden Seiten geht.

Wir sollten erst einen kleinen Blick in die Geschichte werfen, um das Thema einordnen zu können. Spätestens ab dem 17. Jahrhundert wird von Suizidepidemien und „ansteckenden Suiziden“ gesprochen, von riskanten Vorbildwirkungen und Nachahmungseffekten (Macho, 2017, S.81). Doch es gilt zu dieser Zeit nicht mehr das Atmen, Trinken oder ähnliches als lebensgefährlich, sondern das Lesen, welches sich durch die Aufklärung und die allgemeine Schulpflicht „epidemisch“ verbreitet (Macho, 2017, S.88). Dieser Effekt wurde später auch Goethes Werk vorgeworfen.

Der Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“, den Johann Wolfgang von Goethe 1774 veröffentlicht, handelt von dem jungen Werther, der zu Beginn des Werkes als hoffnungsfrohen, in die Welt blickenden Mann dargestellt wird und zeigt ihn dann auf allen wichtigen Stationen zu seinem Selbstmord, den er am Ende aufgrund einer gescheiterten Liebe begeht (Schmiedt, 1989, S.8). Goethe verbindet in seinem Werk Selbsterlebtes, Berichtetes und Freierfundenes (Möbius, 1989, S.31). Im Zentrum steht dabei ein reales Ereignis: Der Suizid des Wetzlarer Gesandtschaftssekretärs Carl Wilhelm Jerusalem (Macho, 2017, S.90).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenwahl ein, erläutert die Beweggründe für die Untersuchung des Werther-Effekts und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die historische Entstehung des Werther-Effekts durch Goethes Literatur, beleuchtet die praktischen Auswirkungen medialer Berichterstattung auf reale Suizidraten und stellt mit dem Papageno-Effekt eine präventive Alternative vor.

3. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, bekräftigt die Notwendigkeit eines sensiblen medialen Umgangs mit Suizidthemen und betont die präventive Bedeutung einer verantwortungsbewussten Berichterstattung.

Schlüsselwörter

Werther-Effekt, Papageno-Effekt, Suizid, Medienberichterstattung, Nachahmungsuizid, Suizidprävention, Johann Wolfgang von Goethe, Medienwirkung, Psychologie, Gesellschaft, Journalismus, Krisenbewältigung, Suizidalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss, den Massenmedien durch ihre Berichterstattung über Suizide auf die Suizidrate in der Bevölkerung ausüben können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Werther-Effekt (Nachahmungseffekt), der Papageno-Effekt (präventiver Effekt) sowie die medienethische Verantwortung beim Umgang mit sensiblen Suizidberichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mediale Darstellung Suizide triggern kann und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um stattdessen suizidpräventiv zu wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, um den Zusammenhang zwischen medialen Inhalten, historischen Suizid-Phänomenen und empirischen Studien zu untersuchen.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“, eine Untersuchung zur journalistischen Berichterstattung über reale Suizidfälle und die Erläuterung des Papageno-Effekts als Gegenmodell.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Werther-Effekt, Papageno-Effekt, Medienethik, Suizidprävention und Medienwirkung beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Werther-Tracht“ in der Betrachtung des Effekts?

Die Werther-Tracht diente nach der Veröffentlichung des Romans als physisches Symbol und bekanntes Erkennungszeichen bei Imitationssuiziden, was die enorme gesellschaftliche Reichweite des Buches unterstreicht.

Warum wird im Rahmen der Suizidprävention die Wortwahl diskutiert?

Studien belegen, dass die Verwendung spezifischer Begriffe wie „Suizid“, „Selbstmord“ oder „Freitod“ bei den Lesenden unterschiedliche Emotionen und Einstellungen hervorruft, was die Wichtigkeit neutraler journalistischer Sprache betont.

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Details

Title
Goethes "Die Leiden des jungen Werther". Der "Werther-Effekt" und die Verbindung zwischen Medien und Suizid
College
University of Marburg  (Kulturwissenschaft)
Course
Tod und Trauer
Grade
1,7
Author
Lara Weber (Author)
Publication Year
2022
Pages
11
Catalog Number
V1356910
ISBN (PDF)
9783346870339
Language
German
Tags
Suizid Werther Tod Kulturwissenschaft Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lara Weber (Author), 2022, Goethes "Die Leiden des jungen Werther". Der "Werther-Effekt" und die Verbindung zwischen Medien und Suizid, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356910
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