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Zahlvorstellungen im Mathematikunterricht. Entwicklung eines inklusiven Lernsettings zum Thema Hundertertafel

Titel: Zahlvorstellungen im Mathematikunterricht. Entwicklung eines inklusiven Lernsettings zum Thema Hundertertafel

Bachelorarbeit , 2021 , 71 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Mathematik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird in Folge einer grundlegenden Untersuchung theoretischer Kenntnisse über das Thema der Inklusion und ihrer Umsetzung in Schulen, eine inklusive Lernumgebung für den Mathematikunterricht der Grundschule entworfen, bei der die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Hundertertafel in den Hunderterzahlenraum eingeführt werden.

Zu Beginn wird mit Hilfe einer geschichtlichen Einführung und einer Abgrenzung der Begriff Exklusion, Integration und Inklusion die theoretische Grundlage für diese Arbeit geschaffen. Daraufhin geht es um die aus der Inklusion resultierenden Chancen und Herausforderungen für Lernende und Lehrkräfte und anschließend um die Umsetzung der Inklusion in deutschen Schulen. Hierfür wird die bildungsstatistische Momentaufnahme aus dem Schuljahr 2018/2019 betrachtet, in der Exklusions- und Inklusionsquoten aus Deutschland dargestellt werden.

Darauf folgt das Thema des kooperativen Lernens, wofür zuerst die DAV-Struktur (Denken, Austauschen, Vorstellen) und ihre Umsetzbarkeit im Unterricht vorgestellt wird. Im Anschluss wird geklärt, was das gemeinsamen Lernen am gemeinsamen Gegenstand ist und welche Bedeutung den Kommunikationsanlässen im inklusiven Unterricht zukommen. Das dritte Kapitel behandelt die Merkmale des inklusiven Arithmetikunterrichts. Dazu werden die Lernprozesse und Aufgabenformate des inklusiven Arithmetikunterrichts und darauf aufbauend das Thema der Aufgabenadaption und der natürlichen Differenzierung in den Fokus genommen.

Bei der darauffolgenden fachlichen Analyse des Lerngegenstands wird zunächst das Hunderterfeld mit seinen Merkmalen beschrieben und anschließend ein Blick in den Lehrplan geworfen. Außerdem werden in diesem Kapitel wichtige Aspekte und mögliche Schwierigkeiten beim Lernen mit der Hundertertafel erläutert. In diesem Kapitel werden zunächst die aus der Theorie entwickelten Forschungsfragen vorgestellt.

Im Laufe der Unterrichtseinheit werden die Begriffe rund um die Hundertertafel geklärt und die Schülerinnen und Schüler lernen, sich an der Hundertertafel zu orientieren. Außerdem werden die Hundertertafel und ihre Ausschnitte vervollständigt. In diesem Kapitel wird außerdem beschrieben, wie die Unterrichtseinheit abgeschlossen wird. Zum Schluss dieser Arbeit werden im siebten Kapitel die zentralen Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick für weitere Untersuchungen gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Inklusion

2.1 Der Weg zur Inklusion

2.1.1 Definition Exklusion

2.1.2 Definition Integration

2.1.3 Definition Inklusion

2.2 Chancen und Herausforderungen von Inklusion

2.3 Bildungsstatistische Momentaufnahme 2018/19

2.4 Kooperatives Lernen

2.4.1 Die DAV-Struktur

2.4.2 Gemeinsames Lernen am gemeinsamen Gegenstand

2.4.3 Kommunikationsanlässe

3 Inklusiver Arithmetikunterricht

3.1 Lernprozesse im inklusiven Arithmetikunterricht

3.2 Aufgabenformate im inklusiven Mathematikunterricht

3.3 Natürliche Differenzierung

3.4 Adaption von Aufgaben

3.4.1 Berücksichtigen der Anforderungsbereiche

3.4.2 Bereithalten von Tipps und Herausforderungen

3.4.3 Verwenden verwandter Aufgabenstellungen

3.4.4 Offene Aufgaben

3.4.5 Nutzen unterschiedlicher Darstellungsformen

3.4.6 Ermöglichen verschiedener Vorgehensweisen

3.4.7 Verwenden von Forschermitteln

4 Fachliche Analyse des Lerngegenstandes

4.1 Das Hunderterfeld

4.2 Blick in den Lehrplan

4.3 Wichtige Aspekte und mögliche Schwierigkeiten

5 Darstellung der Untersuchung

5.1 Entwicklung der Forschungsfragen

5.2 Design der Untersuchung

5.3 Darstellung und Begründung der Designprinzipien

5.3.1 Verbindung zu Vorläuferaktivitäten

5.3.2 Zusammenspiel individueller und gemeinsamer Lernphasen

5.3.3 Parallelisieren der Lerninhalte

5.3.4 Strukturierung der Lernprozessschritte

5.3.5 Bereitstellen von Tipps und Herausforderungen

5.3.6 Sprachbezogene Hilfen

6 Entwicklungsprodukt

6.1 Rahmenbedingungen

6.1.1 Lernumgebung im Rahmen der DAV-Struktur

6.1.2 Aufgabenadaption zum Parallelisieren der Lerninhalte

6.1.3 Bereitstellung von Tipps und Herausforderungen

6.2 Einführung in den Hunderterzahlenraum

6.3 Vertiefung der Begriffe rund um die Hundertertafel

6.4 Vervollständigen der Hundertertafel

6.5 Orientierung an der Hundertertafel

6.6 Ausschnitte aus der Hundertertafel

6.7 Experimentieren mit der Hundertertafel

6.8 Abschluss der Unterrichtsreihe

7 Zusammenfassung und Ausblick

7.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse

7.2 Ausblick für weitere Untersuchungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines inklusiven Lernsettings für den Mathematikunterricht der Grundschule, das Schülern den Einstieg in den Hunderterzahlenraum mithilfe der Hundertertafel ermöglicht und dabei die Heterogenität der Lerngruppe berücksichtigt.

  • Inklusionspädagogik und deren Umsetzung im deutschen Schulsystem
  • Kooperatives Lernen im inklusiven Mathematikunterricht
  • Methoden der Aufgabenanpassung (Aufgabenadaption) und natürliche Differenzierung
  • Fachdidaktische Analyse des Hunderterfeldes als Lerngegenstand

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Berücksichtigen der Anforderungsbereiche

„Das Anforderungsniveau der Aufgabenstellung variiert auf Grundlage verschiedener Anforderungsbereiche, die innerhalb einer Aufgabe angesprochen werden“ (PIKAS a). Wenn Aufgaben verschiedene Anforderungsbereiche bedienen, können diese Aufgaben auch in inklusiven Lernsettings effektiv eingesetzt werden.

Bei diesen Aufgaben findet ein Teil der Bearbeitung in Anforderungsbereich 1 (Reproduzieren) statt, darüber hinaus decken sie aber auch die Anforderungsbereiche 2 (Zusammenhänge herstellen) und 3 (Verallgemeinern und Reflektieren) ab. Kinder mit Schwierigkeiten im kognitiven Bereich sollten nicht ausschließlich im Anforderungsbereich 1, also nur mit der Einstiegsaufgabe arbeiten. Da diese Kinder häufig auch Lernschwierigkeiten im Bereich der Merkfähigkeit haben, wäre das reine Auswendiglernen von mathematischen Inhalten kontraproduktiv. Denn ohne das Gelernte in Zusammenhänge bringen zu können und diese Zusammenhänge zu nutzen, ist das Lernen nicht förderlich (vgl. Weiß 2019, S.5).

Es ist also wichtig, die Aufgaben und ihre Ergebnisse in Beziehung zueinander zu setzen und über diese Beziehungen vernetzt zu lernen. So können Lernschritte erfolgen und Wissen über Sachverhalte und Strukturen kann aufgebaut werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für das deutsche Bildungssystem und führt in das Thema des inklusiven Mathematikunterrichts ein.

2 Inklusion: Dieses Kapitel definiert Inklusion theoretisch, analysiert Chancen sowie Herausforderungen und betrachtet die aktuelle bildungsstatistische Situation in Deutschland.

3 Inklusiver Arithmetikunterricht: Der Fokus liegt auf der Gestaltung von Lernprozessen und der Bedeutung natürlicher Differenzierung sowie Aufgabenadaption im inklusiven Unterricht.

4 Fachliche Analyse des Lerngegenstandes: Eine fachdidaktische Untersuchung des Hunderterfeldes, eingebettet in die Anforderungen der Lehrpläne und unter Berücksichtigung potenzieller Lernhürden.

5 Darstellung der Untersuchung: Dieses Kapitel leitet Forschungsfragen ab und begründet die Designprinzipien, die für das zu entwickelnde Lernsetting maßgeblich sind.

6 Entwicklungsprodukt: Die Vorstellung der konkreten, inklusiven Lernumgebung basierend auf den DAV-Strukturen und weiteren Designprinzipien zur Arbeit mit der Hundertertafel.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Eine Reflexion der zentralen Forschungsergebnisse sowie ein Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf im Feld der inklusiven Bildung.

Schlüsselwörter

Inklusion, Mathematikunterricht, Hundertertafel, Grundschule, Kooperatives Lernen, DAV-Struktur, Natürliche Differenzierung, Aufgabenadaption, Heterogenität, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Arithmetik, Lernumgebung, Lernprozesse, Partizipation, Fachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung inklusiver Lernumgebungen im Mathematikunterricht der Grundschule, speziell für den Hunderterzahlenraum unter Verwendung der Hundertertafel.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Zentrale Themen sind die Inklusionspädagogik, das kooperative Lernen nach der DAV-Struktur (Denken, Austauschen, Vorstellen), Prinzipien der natürlichen Differenzierung und die fachliche Analyse des Hunderterfeldes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Entwurf einer inklusiven Lernumgebung, die Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsames Lernen am gleichen Gegenstand ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erstellung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die fachdidaktische Entwicklungsforschung, wobei theoretische Grundlagen mit Prinzipien der Lernumgebungsgestaltung verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Inklusion, methodische Aspekte des inklusiven Arithmetikunterrichts sowie die konkrete didaktische Planung und Ausgestaltung der Lernumgebung für das Hunderterfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Inklusion, Hundertertafel, kooperatives Lernen, Aufgabenadaption, natürliche Differenzierung und fachdidaktische Entwicklungsforschung.

Warum ist das DAV-Prinzip (Denken, Austauschen, Vorstellen) in diesem Lernsetting so wichtig?

Die DAV-Struktur sorgt für eine kleinschrittige Vorgehensweise und bietet rituelle Sicherheit, die besonders für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf für eine erfolgreiche Orientierung notwendig ist.

Wie trägt die natürliche Differenzierung dazu bei, unterschiedliche Leistungsniveaus zu bedienen?

Sie ermöglicht es, dass alle Kinder grundsätzlich am gleichen Lerninhalt arbeiten, während Schwierigkeitsgrad und Tiefe der Auseinandersetzung durch das Kind selbst oder durch adaptierbare Aufgabenformate individuell gewählt werden können.

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zahlvorstellungen im Mathematikunterricht. Entwicklung eines inklusiven Lernsettings zum Thema Hundertertafel
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Mathematik und Naturwissenschaften)
Veranstaltung
Bachelorthesis
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
71
Katalognummer
V1356945
ISBN (PDF)
9783346974211
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Mathematik Grundschule Lernsetting Hundertertafel gemeinsamer Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Zahlvorstellungen im Mathematikunterricht. Entwicklung eines inklusiven Lernsettings zum Thema Hundertertafel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356945
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Leseprobe aus  71  Seiten
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