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Das Verhältnis zwischen SED, Ministerium für Staatssicherheit und Bevölkerung

Titre: Das Verhältnis zwischen SED, Ministerium für Staatssicherheit und Bevölkerung

Essai , 2020 , 4 Pages

Autor:in: Bastian Wieland (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Histoire moderne
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Verhältnis zwischen der SED, dem Ministerium für Staatssicherheit und der Bevölkerung. Dabei diskutiert der Autor sowohl das offizielle Bild des Verhältnisses zwischen inoffiziellen Mitarbeitern und Führungsoffizieren als auch die Selbstdarstellung des Ministeriums für Staatssicherheit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das MfS als Instrument der SED

2.1 Auftrag und Strukturen des Ministeriums

3. Die Rolle der inoffiziellen Mitarbeiter (IM)

3.1 Motivation und Rekrutierung

3.2 Effizienz und Loyalitätsprobleme

4. Praxis der Überwachung und Abschreckung

4.1 Fallbeispiel: Der Schulungsfilm über Eva

5. Fazit und historische Einordnung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Geflecht zwischen der SED, dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und der DDR-Bevölkerung, wobei insbesondere die Rolle inoffizieller Mitarbeiter sowie die Selbstdarstellung der Stasi als Schutzpatron des Volkes analysiert werden.

  • Strukturelle Anbindung und Abhängigkeit des MfS vom ZK der SED
  • Die Funktion inoffizieller Mitarbeiter und deren Motivation
  • Das Spannungsfeld zwischen Systemloyalität und sozialer Angst
  • Die Bedeutung von Stasi-Schulungsmaterialien für die interne Doktrin
  • Historische Bewertung der Methoden der Volksspionage

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der inoffiziellen Mitarbeiter (IM)

Besonders berüchtigt: Inoffizielle Mitarbeiter (IM). Viele stellen sich heutzutage vor, dass quasi in jeder Familie ein IM war, der Infos an das MfS weitergeleitet hat, ob auch jeder brav dem System treu ist und nichts Systemwidriges sagt. Doch was ist da dran und haben sie tatsächlich zu einem Volk voller Denunzianten geführt? Was man definitiv sagen kann, ist, dass es im Durchschnitt in jedem größeren Familienkreis zumindest mal ein SED-Mitglied gegeben haben muss. Vielleicht hat ein Teil auch Familienmitglieder verraten. Man kann aber davon ausgehen, dass sehr viele zum persönlichen Vorteil SED-Mitglied waren, weil so zum Beispiel Berufsperspektiven sowie die Aussichten auf eine akademische Ausbildung besser waren. Die Mitgliederzahlen der SED waren allerdings deutlich höher als die Zahl der IM. Gegenüber über 2 Millionen Parteianhängern im Jahr 1989 standen etwa 189.000 IM. Wenn man beachtet, dass es in der DDR 1981 ca. 6,5 Mio. Haushalte gab, konnten die IM nicht einmal ansatzweise überall vertreten sein.

Dazu kam, dass die IM oft nicht sehr loyal waren und sehr viele von ihnen ausgewechselt wurden. Dies lag vor allem daran, dass viele von ihnen nicht freiwillig als IM tätig waren, sondern nicht allzu selten erpresst oder bedroht wurden. Eben diese IM, die nicht einmal ansatzweise freiwillig tätig waren, lieferten oft wenig bis keine relevanten Informationen oder erschienen manchmal gar nicht zu den Treffs mit den höheren Führungsoffizieren zum Informationsaustausch und wurden so von Zeit zu Zeit eher nutzlos für das MfS. Ein weiterer Faktor ist, dass viele wegen persönlicher Vorteile IM wurden, da sie zum Beispiel keine SED-Mitglieder waren und sich so beispielsweise bessere Berufsperspektiven erhofften. Es ist also fraglich, wie viele Informationen tatsächlich von IM stammten. Zumal man fast sagen könnte, dass diese manchmal sogar mehr Arbeit machten. Denn auch diese wurden selbstverständlich gründlich überprüft und teilweise beschattet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Im ersten Kapitel wird das Zitat von Kurt Pfeifer als Ausgangspunkt genutzt, um die unumgängliche Verknüpfung von DDR-Geschichte und dem Ministerium für Staatssicherheit darzustellen.

2. Das MfS als Instrument der SED: Dieses Kapitel erläutert die Unterstellung des MfS unter das Zentralkomitee der SED und die generelle Begründung der Staatssicherheit durch das sozialistische Gesellschaftsideal.

3. Die Rolle der inoffiziellen Mitarbeiter (IM): Hier werden die Rekrutierung, die tatsächliche Anzahl der IM im Verhältnis zur SED-Mitgliedschaft und die Probleme hinsichtlich Loyalität und Effizienz innerhalb des Spitzelapparates untersucht.

4. Praxis der Überwachung und Abschreckung: Das Kapitel analysiert anhand eines Schulungsfilms die MfS-interne Doktrin der totalen Überwachung und die psychologische Komponente der Abschreckung innerhalb der Bevölkerung.

5. Fazit und historische Einordnung: Abschließend wird resümiert, dass das MfS primär als Instrument zur Aufrechterhaltung des Regimes fungierte, wobei die psychologische Wirkung auf die Bevölkerung schwerer wog als die tatsächliche Dichte der Überwachungsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

DDR, SED, Ministerium für Staatssicherheit, MfS, Stasi, inoffizielle Mitarbeiter, IM, Volksspionage, Systemtreue, Überwachung, Denunziation, Erich Mielke, Ideologie, Repression, DDR-Bevölkerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Der Essay befasst sich mit der inneren Struktur der DDR-Überwachungsmaschinerie und der gesellschaftlichen Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen das Verhältnis zwischen der SED und dem MfS, die Rolle inoffizieller Mitarbeiter sowie die psychologischen Auswirkungen der Stasi-Überwachung auf das Alltagsleben in der DDR.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Untersuchung geht der Frage nach, wie das MfS in die Regierungsstruktur der SED eingebettet war, welchen Stellenwert inoffizielle Mitarbeiter einnahmen und wie das MfS durch ein Klima der Angst eine breite Wirkung der Abschreckung erzielen konnte.

Welche dokumentarischen Quellen werden herangezogen?

Die Arbeit stützt sich auf historische Gesetzesblätter der DDR, Statistiken zur SED-Mitgliedschaft, Informationen über IM-Zahlen sowie MfS-interne Schulungsfilme.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Aufgaben des MfS, die kritische Differenzierung zwischen freiwilligen und erpressten IM sowie die offizielle Selbstdarstellung des Ministeriums als Schutzmacht des Sozialismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Systemrelevante Begriffe sind hierbei insbesondere Stasi, inoffizielle Mitarbeiter, Überwachung, DDR-Ideologie und Repression.

Wie bewertet der Autor die Effektivität von inoffiziellen Mitarbeitern?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass viele IM aufgrund fehlender Loyalität oder erzwungener Mitarbeit oft nur unzureichende Informationen lieferten und internen administrativen Aufwand verursachten.

Welche Bedeutung kommt dem Fallbeispiel „Eva“ zu?

Das Beispiel verdeutlicht die interne Ideologie des Ministeriums nach dem Motto „Vertraue keinem, überprüfe alle“ und zeigt die heroisch stilisierte Darstellung der Spionageabwehr im internen MfS-Schulungsmaterial.

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Résumé des informations

Titre
Das Verhältnis zwischen SED, Ministerium für Staatssicherheit und Bevölkerung
Université
University of Stuttgart  (Historisches Institut)
Cours
Herrschaft und Alltag in der DDR
Auteur
Bastian Wieland (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
4
N° de catalogue
V1356987
ISBN (PDF)
9783346929488
Langue
allemand
mots-clé
Stasi SED DDR Alltag in der DDR Ministerium für Staatssicherheit MfS DDR-Bevölkerung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bastian Wieland (Auteur), 2020, Das Verhältnis zwischen SED, Ministerium für Staatssicherheit und Bevölkerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356987
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Extrait de  4  pages
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