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Der Beutelsbacher Konsens im Grundschulunterricht vor dem Hintergrund veränderter (gesellschafts-) politischer Lebenswelten

Title: Der Beutelsbacher Konsens im Grundschulunterricht vor dem Hintergrund veränderter (gesellschafts-) politischer Lebenswelten

Bachelor Thesis , 2017 , 59 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Józek Templin (Author)

Didactics - History
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Summary Excerpt Details

Ausgehend von der These, dass sich die (gesellschafts-) politischen Lebenswelten von Kindern seit der Formulierung des Konsenses grundlegend verändert haben, wird in dieser Arbeit der Frage nachgegangen, ob der Beutelsbacher Konsens den Ansprüchen eines gegenwarts- und zukunftsbezogenen Sachunterrichts gerecht wird. Erkenntnisleitend wird die These formuliert, dass die Konsenspunkte des Beutelsbacher Minimalkonsenses als unterrichtliche Prinzipien im politischen Sachunterricht den veränderten (gesellschafts-) politischen Lebenswelten von Kindern nicht gerecht werden.

Dazu werden in der Arbeit unterschiedliche fachwissenschaftliche Texte aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen untersucht. Aufgrund der Vielzahl an Dokumenten und Ausführungen zum Konsens erfolgt eine Einschränkung der Texte unter diachronen Gesichtspunkten. Alle Texte, die sich unmittelbar auf den Konsens beziehen, entstammen entweder seiner Entstehungszeit oder sind gegenwärtig publiziert worden. Es wird davon ausgegangen, dass bedeutsame Erkenntnisse aus der Zeit dazwischen die heutigen Texte mitprägten. Als eine der grundlegenden Primärquelle dieser Arbeit soll der Sammelband "Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung" von Benedikt Widmaier und Peter Zorn (vgl. 2016) genannt werden, der die Debatte um den Beutelsbacher Konsens zu seinem vierzigjährigen Jubiläum neu aufzurollen versucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Verhältnis zwischen politischer Bildung und Sachunterricht

2.1 Die Verortung politischer Bildung in der Konzeption Sachunterricht

2.2 Die politische Bildung im Rahmenlehrplan Sachunterricht Berlin/Brandenburg

2.3 Die politische Bildung im Perspektivrahmen Sachunterricht

2.4 Zwischenfazit

3. Die Entstehungsgeschichte des Beutelsbacher Konsenses

3.1 Die politische Bildung im Spannungsfeld von Parteien- und Bildungspolitik

3.2 Der Dissens zur politischen Bildung in der Wissenschaft

3.2.1 Die Konzeptionen zur politischen Bildung zwischen 1945 und 1970

3.2.2 Die politikdidaktische Auseinandersetzung in der Nachkriegszeit

3.2.3 Zwischenfazit

3.3 Der Befriedungsversuch Beutelsbach

3.4 Der Minimalkonsens als Ergebnis von Beutelsbach

3.4.1 Das Überwältigungsverbot in der politischen Bildung

3.4.2 Das Kontroversitätsgebot in der politischen Bildung

3.4.3 Die Schülerorientierung in der politischen Bildung

3.5 Der Beutelsbacher Konsens als didaktisches Prinzip politischer Bildungsprozesse

4. Eine kritische Reflexion des Beutelsbacher Konsenses

4.1 Die kritische Auseinandersetzung mit dem Konsens in der Politikdidaktik

4.2 Der Abgleich des Konsenses mit dem Sachunterricht

4.3 Die veränderten (gesellschafts-) politischen Lebenswelten

4.3.1 Der Wandel der Demokratie zur Postdemokratie

4.3.2 Die potenziellen Folgen für kindliche Lebenswelten in der Postdemokratie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der aus den 1970er Jahren stammende Beutelsbacher Konsens als didaktisches Prinzip im politischen Sachunterricht vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftspolitischer Veränderungen noch zeitgemäß ist und ob er den heutigen Lernvoraussetzungen von Kindern gerecht wird.

  • Historische Kontextualisierung des Beutelsbacher Konsenses
  • Analyse der fachdidaktischen Debatte in der Politikdidaktik
  • Verhältnisbestimmung von politischer Bildung und Sachunterricht
  • Reflexion der Auswirkungen von Postdemokratie auf kindliche Lebenswelten

Auszug aus dem Buch

Die Entstehungsgeschichte des Beutelsbacher Konsenses

Um die Bedeutung des Beutelsbacher Konsenses nachvollziehen zu können, ist ein grundlegendes Wissen über seinen Entstehungskontext notwendig. Aus diesem Grund soll im Folgenden eine historische Einbettung erfolgen. Zur besseren Systematisierung wird die Darstellung der Entstehungsgeschichte aus zwei Perspektiven betrachtet.

In einem ersten Teil wird ausgehend vom Ende des Zweiten Weltkriegs die Geschichte der deutschen Parteienlandschaft skizziert und herausgearbeitet, welche Auswirkungen deren Polarisierung auf die politische Bildung hatte (3.1). Die zweite Perspektive behandelt den ebenfalls polarisierten Diskurs der Politikdidaktik über die Ausrichtung der politischen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland (3.2), wobei ich die Konzepte zur politischen Bildung vorstelle (3.2.1), und anschließend den politikdidaktischen Dissens zusammenfasse (3.2.2). Aufgrund der Konfliktbeschreibung wird deutlich, warum das Bedürfnis nach einem Konsens bestand (3.2.3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die politische Krisenstimmung der Jahre 2016/2017 und deren Einfluss auf die politische Sozialisation von Kindern sowie die Relevanz der Forschungsfrage.

2. Das Verhältnis zwischen politischer Bildung und Sachunterricht: Erarbeitet die fachwissenschaftliche Verortung politischen Lernens im Sachunterricht und zeigt notwendige Bezugspunkte auf.

3. Die Entstehungsgeschichte des Beutelsbacher Konsenses: Analysiert die historische Entwicklung des Konsensbegriffs vor dem Hintergrund des politischen Klimas der Nachkriegszeit.

4. Eine kritische Reflexion des Beutelsbacher Konsenses: Untersucht die Anwendbarkeit der Konsensprinzipien unter den Bedingungen der Postdemokratie und deren Folgen für Kinder.

5. Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und evaluiert die Zukunftsfähigkeit des Beutelsbacher Konsenses für den modernen Unterricht.

Schlüsselwörter

Beutelsbacher Konsens, Politische Bildung, Sachunterricht, Politikdidaktik, Postdemokratie, Minimalkonsens, Demokratieerziehung, Politische Sozialisation, Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot, Schülerorientierung, Lebensweltbezug, Politik, Demokratie, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob der Beutelsbacher Konsens als didaktisches Prinzip für den politischen Sachunterricht in der Grundschule unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen noch tragfähig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die fachdidaktische Begründung politischer Bildung im Sachunterricht, die Entstehungsgeschichte des Konsenses in den 1970er Jahren und die Reflexion von Demokratie im Kontext der Postdemokratie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Kann der Beutelsbacher Konsens den Ansprüchen eines gegenwarts- und zukunftsbezogenen Sachunterrichts vor dem Hintergrund veränderter (gesellschafts-)politischer Lebenswelten von Kindern noch gerecht werden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse sowie eine historische Kontextualisierung, um den Konsensbegriff kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden das Verhältnis von politischer Bildung und Sachunterricht geklärt, die Geschichte des Beutelsbacher Konsenses nachgezeichnet und eine kritische Reflexion des Konsenses anhand aktueller Probleme wie der Postdemokratie durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Beutelsbacher Konsens, Politikdidaktik, Sachunterricht, Minimalkonsens, Postdemokratie und politische Sozialisation.

Wie unterscheidet sich die politische Bildung von Politikdidaktik?

Die Politische Bildung versteht sich als Praxis des Lehrens und Lernens, während die Politikdidaktik die wissenschaftliche Reflexionsdisziplin ist, die Konzepte, Ziele und Methoden für eben diese Praxis entwickelt.

Welche Bedeutung hat das "Makro-Mikro-Makro-Modell" für diese Arbeit?

Es dient dazu, die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Strukturen (Makroebene) und dem Handeln von Individuen (Mikroebene) in der Postdemokratie zu veranschaulichen.

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Details

Title
Der Beutelsbacher Konsens im Grundschulunterricht vor dem Hintergrund veränderter (gesellschafts-) politischer Lebenswelten
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Lernbereich Sachunterricht
Grade
1,0
Author
Józek Templin (Author)
Publication Year
2017
Pages
59
Catalog Number
V1357643
ISBN (PDF)
9783346878007
ISBN (Book)
9783346878014
Language
German
Tags
Beutelsbacher Konsens Sachunterricht Lebenswelt Lebenswelten politische Bildung Perspektivrahmen Sachunterricht Rahmenlehrplan Sachunterricht Beutelsbach Überwältigungsverbot Kontroveritätsgebot Schülerorientierung Politikdidaktik Postdemokratie Makro-Mikro-Makro-Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Józek Templin (Author), 2017, Der Beutelsbacher Konsens im Grundschulunterricht vor dem Hintergrund veränderter (gesellschafts-) politischer Lebenswelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1357643
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