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Lewalds "Italienisches Bilderbuch" und Twains "Bummel durch Europa" und das ästhetische Bildungsreisemotiv

Titel: Lewalds "Italienisches Bilderbuch" und Twains "Bummel durch Europa" und das ästhetische Bildungsreisemotiv

Seminararbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marvin Manz (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Seminararbeit besteht darin Reiseberichte von Fanny Lewald und Mark Twain miteinander zu vergleichen und die Gemeinsamkeiten sowie die Unterscheidungsmerkmale herauszuarbeiten und diese anhand des Stils der zu dieser Zeit vorherrschenden ästhetischen Bildungsreise zu vergleichen. Dabei wird die These untersucht, dass sich Mark Twains Reisebericht stark von Fanny Lewalds Aufzeichnungen unterscheidet. Die Formen von Reiseberichten sowie die generelle europäische Haltung bezüglich des Reisens wird von Twain parodiert. Währenddessen besteht die These, dass Fanny Lewalds Reisebericht sich mit dem Stil der ästhetischen Bildungsreise deckt.

Zu Beginn der Seminararbeit wird kurz die Entwicklung des Reisens beschrieben. Dabei wird auch auf die entsprechenden Reisemotive eingegangen und schließlich die ästhetisch motivierte Bildungsreise skizziert, über welche der Hauptteil der Seminararbeit eingeleitet wird. Im Hauptteil dieser Seminararbeit werden daraufhin die genannten Reiseberichte untersucht: Fanny Lewalds "Italienisches Bilderbuch" und Mark Twains "Bummel durch Europa". Sowohl Lewald als auch Twain besuchen auf ihrer Reise durch Italien die Stadt Mailand. Die Berichte der beiden Autoren über diese Stadt werden einzeln analysiert, wobei die zentralen Elemente der Berichte im Vordergrund stehen werden. Außerdem werden beide Berichte mit dem Stil der ästhetischen Bildungsreise verglichen. Folgend werden beide Reiseberichte miteinander verglichen, um zu untersuchen, wie viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede sie aufweisen. Abschließend wird im Schlussteil ein Fazit gezogen, in welchem die Ergebnisse der Kontrastanalyse zusammengefasst werden. Dabei wird auch die aufgestellte These bestätigt oder entkräftet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 AUFBAU DER SEMINARARBEIT

1.2 DIE ENTWICKLUNG DES REISENS

2 FANNY LEWALD – ITALIENISCHES BILDERBUCH (1847)

2.1 FANNY LEWALD – EINE FRAU AUF REISEN

2.2 LEWALDS MAILAND-BERICHT

3 MARK TWAIN – BUMMEL DURCH EUROPA (1880)

3.1 MARK TWAIN UND DER HUMORISTISCHE REISEBERICHT

3.2 MARK TWAINS MAILAND-BERICHT

4 DIE MAILAND-BERICHTE IM VERGEICH

5 KONKLUSION

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht das Italienische Bilderbuch von Fanny Lewald und den Bummel durch Europa von Mark Twain mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Darstellung der Stadt Mailand herauszuarbeiten. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich diese Berichte zum tradierten Ideal der ästhetischen Bildungsreise verhalten und welche Rolle individuelle Motivationen sowie der kulturelle Hintergrund der beiden Autoren bei der Erzählweise spielen.

  • Analyse und Vergleich zweier Reiseberichte
  • Die Entwicklung des Motivs der ästhetischen Bildungsreise
  • Gegenüberstellung von Lewalds sachlich-beobachtendem und Twains satirisch-humoristischem Stil
  • Einfluss der individuellen Sozialisation auf die Wahrnehmung des Reiseziels Mailand
  • Kritische Reflexion gesellschaftlicher und kulturspezifischer Stereotype

Auszug aus dem Buch

3.1 Mark Twain und der humoristische Reisebericht

Mark Twain erlebt seine Europareise als Amerikaner und hat somit von Beginn an einen völlig anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse während seiner Reise als beispielsweise Lewald. Auf seiner Reise durch Europa durchquert er Deutschland, die Schweiz, Frankreich und schließlich Italien. Interessant ist, was er bereits eingangs in seinem Reisebericht schreibt:

Eines Tages fiel mir auf, wie viele Jahre vergangen waren, seit die Welt das Schauspiel erlebt hatte, daß ein Mann verwegen genug war, eine Fußreise durch Europa zu unternehmen. Nach vielem Nachdenken entschied ich, dass ich der Richtige wäre, der Menschheit dieses Schauspiel zu bieten (Twain 1880, 5).

Dies gibt bereits einen tiefen Einblick in die Reisemotivation Twains. Twain sieht Europa eindeutig nicht auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten von Amerika, welche sich bereits 1776 von Großbritannien losgelöst haben, beziehungsweise greift er mit der Bemerkung, man müsse ‚verwegen‘ sein, um durch Europa zu Fuß zu reisen, ganz klar dessen Autorität an. Dabei stellt er sich selbst auf eine höhere Stufe und blickt auf Europa hinab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert den Aufbau der Arbeit und stellt die These auf, dass sich Lewalds und Twains Reiseansätze fundamental voneinander unterscheiden.

1.1 AUFBAU DER SEMINARARBEIT: Hier wird der methodische Vorgehensplan dargelegt, der von der Theorie der Bildungsreise über die Analyse der Einzelberichte bis hin zur finalen Kontrastanalyse reicht.

1.2 DIE ENTWICKLUNG DES REISENS: Es wird die historische Entwicklung des Reisens vom ethisch-politischen hin zum ästhetischen Reisestil skizziert, welcher die Grundlage für die Untersuchung bildet.

2 FANNY LEWALD – ITALIENISCHES BILDERBUCH (1847): Dieser Abschnitt widmet sich dem Leben und dem Werk von Fanny Lewald, wobei insbesondere ihr Wunsch nach Emanzipation und Bildung hervorgehoben wird.

2.1 FANNY LEWALD – EINE FRAU AUF REISEN: Fokus auf Lewalds Rolle als eine der wenigen reisenden Frauen ihrer Zeit, die ihre Unabhängigkeit gegenüber familiären Zwängen durchsetzte.

2.2 LEWALDS MAILAND-BERICHT: Eine Untersuchung von Lewalds detaillierten Beobachtungen in Mailand, bei denen sie den Fokus auf die Menschen und deren Kultur legt, statt lediglich Sehenswürdigkeiten aufzulisten.

3 MARK TWAIN – BUMMEL DURCH EUROPA (1880): Vorstellung von Twains europäischem Reisebericht, der durch eine stark satirische Note und die Distanz eines amerikanischen Beobachters gekennzeichnet ist.

3.1 MARK TWAIN UND DER HUMORISTISCHE REISEBERICHT: Analyse von Twains bewusst humorvollem und ironischem Stil, durch den er europäische Konventionen und den Imperialismus parodiert.

3.2 MARK TWAINS MAILAND-BERICHT: Untersuchung von Kapitel 48 des Werks, in dem Twain durch fragmentierte Erzählungen und Spott über die Kunstkritik die ästhetische Bildungsreise infrage stellt.

4 DIE MAILAND-BERICHTE IM VERGLEICH: Gegenüberstellung der beiden Autoren, wobei ihre gegensätzlichen Ansätze – Lewalds sachliche Dokumentation vs. Twains satirische Parodie – resümiert werden.

5 KONKLUSION: Zusammenfassung der Ergebnisse, in dem die anfängliche These bestätigt wird, dass die unterschiedlichen Motivationen der Autoren zu grundlegend verschiedenen Reiseberichten führen.

Schlüsselwörter

Reiseliteratur, Fanny Lewald, Mark Twain, Italienisches Bilderbuch, Bummel durch Europa, Mailand, ästhetische Bildungsreise, Emanzipation, Satire, Imperialismus-Kritik, Reisebericht, Kontrastanalyse, Kulturvergleich, Reisemotive, 19. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit vergleicht die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Beschreibungen der Stadt Mailand in den Reiseberichten von Fanny Lewald und Mark Twain im Kontext der ästhetischen Bildungsreise.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse literarischer Reisemotive, dem Vergleich von autor-spezifischen Darstellungsweisen und der Einbettung der Berichte in ihre jeweiligen zeitgeschichtlichen und kulturellen Kontexte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Berichterstattung der beiden Autoren herauszuarbeiten und zu prüfen, wie sich ihre Ansätze zum Ideal einer ästhetischen Bildungsreise verhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kontrastierende Analyse (Kontrastanalyse), bei der die Texte unabhängig voneinander untersucht und anschließend unter Berücksichtigung biografischer Aspekte miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Fanny Lewalds Italienisches Bilderbuch und Mark Twains Bummel durch Europa – insbesondere deren jeweilige Berichterstattung über Mailand – und setzt diese in Beziehung zum Stil der ästhetischen Bildungsreise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie „Reiseliteratur“, „ästehtische Bildungsreise“, „Satire“ sowie die Namen der beiden Autoren „Fanny Lewald“ und „Mark Twain“ einordnen.

Warum spielt das Thema der Emanzipation bei Fanny Lewald eine so wichtige Rolle?

Für Lewald war das Reisen ein Mittel zur Selbstfindung und Seelenbefreiung aus den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit; Bildung und Reisen sah sie als zentrale Schlüssel zur weiblichen Emanzipation.

Inwiefern parodiert Mark Twain das Konzept der klassischen Bildungsreise?

Twain untergräbt das Konzept, indem er klassische Sehenswürdigkeiten ignoriert oder verspottet, Ironie als festes Stilmittel nutzt und statt einer ehrfürchtigen Kulturbetrachtung burlesk-komische Episoden in den Vordergrund stellt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lewalds "Italienisches Bilderbuch" und Twains "Bummel durch Europa" und das ästhetische Bildungsreisemotiv
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
2,0
Autor
Marvin Manz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1357710
ISBN (PDF)
9783346877802
ISBN (Buch)
9783346877819
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fanny Lewald Italienisches Bilderbuch Mark Twain Bummel durch Europa Reisebericht Reisen Reiseliteratur Vergleich Analyse Ästhetische Bildungsreise Entwicklung Feminismus Imperialismus Humoristische Elemente Italien Europa Biografie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marvin Manz (Autor:in), 2022, Lewalds "Italienisches Bilderbuch" und Twains "Bummel durch Europa" und das ästhetische Bildungsreisemotiv, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1357710
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Leseprobe aus  16  Seiten
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