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Auswirkungen von Mindestlöhnen mittels der klassischen und keynesianischen Theorie

Title: Auswirkungen von Mindestlöhnen mittels der klassischen und keynesianischen Theorie

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne Wittig (Author)

Business economics - General
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Braucht Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn?
Diese Frage wird aktuell heftig diskutiert. Einer der Gründe dafür ist, dass der Niedriglohnsektor in Deutschland seit Jahren wächst. Als Niedriglohnempfänger gilt, wer einen Verdienst von weniger als zwei Drittel des Medianlohns, das heißt des mittleren
Verdienstes, in Deutschland erhält.
Laut aktuellen Forschungsergebnissen aus dem “Institut für Arbeit und Qualifikation“ liegt die bundeseinheitliche Niedriglohnschwelle bei 9,13€ pro Stunde und der Niedriglohnanteil
für Deutschland insgesamt bei 22,6 Prozent. Das bedeutet, dass 6,59 Millionen Menschen für Niedriglöhne arbeiten. Es wird damit ein Anstieg des Niedriglohnanteils gegenüber dem Jahr 1995 um 43 Prozent verzeichnet.
Dabei verteilt sich ein zehnprozentiger Anstieg der Niedriglohnbeschäftigung auf den Zeitraum zwischen den Jahren 2004 und 2006. „Nicht nur, dass die Verdienste der Geringverdiener hinter der allgemeinen Lohnentwicklung zurückbleiben: Die durchschnittlichen Stundenlöhne der Niedriglöhner sind während der letzten beiden Jahre des
Untersuchungszeitraums sogar absolut gesunken - in Westdeutschland von 7,25 Euro auf 6,89 Euro und im Osten von 5,48 Euro auf 4,86 Euro.“ Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass
sich das Lohnspektrum nach unten weiter ausdehnt und immer mehr Menschen unter dem Hartz IV Satz verdienen. Was kann Deutschland dagegen tun? Ist die Einführung von Mindestlöhnen sinnvoll?
In der folgenden Hausarbeit wird in Kapitel 2 zuerst der Begriff des Mindestlohnes geklärt sowie die Möglichkeiten der Ausgestaltung von Mindestlöhnen dargestellt. Kapitel 3 umfasst
die Analyse der Klassischen Theorie. Dabei werden deren mögliche Auswirkungen von Mindestlöhnen beschrieben und diese anhand von zwei Graphiken zum Arbeitsmarkt verdeutlicht. Darüber hinaus erfolgt eine kurze Darstellung von Problemen dieser Theorie.
Kapitel 4 thematisiert die Keynesianische Theorie und geht ebenso auf deren Effekte und Probleme ein. Im letzten Abschnitt werde ich meine eigene Sicht auf die Frage “Braucht Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn“ begründet darlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Mindestlöhne

2.1 Definition Mindestlohn

2.2 Mindestlöhne in der Europäischen Union

3. Die Klassische Theorie

3.1 Die Grundsätze der Klassischen Theorie

3.2 Bedeutung von Mindestlöhnen in der Klassischen Theorie

3.3 Kritik an der Klassischen Theorie

4. Die Keynesianische Theorie

4.1 Die Grundsätze der Klassischen Theorie

4.2 Bedeutung von Mindestlöhnen in der Keynesianischen Theorie

4.3. Kritik an der Keynesianischen Theorie

5. Standpunkt des Verfassers

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Mindestlöhnen unter Anwendung der klassischen und der keynesianischen Theorie, um die Sinnhaftigkeit einer Einführung in Deutschland kritisch zu beleuchten.

  • Analyse des wachsenden Niedriglohnsektors in Deutschland
  • Gegenüberstellung der klassischen und keynesianischen Argumentationsmuster
  • Untersuchung der Auswirkungen von Mindestlöhnen auf Beschäftigung und Kaufkraft
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit staatlicher Eingriffe in die Tarifautonomie
  • Diskussion alternativer Lösungsansätze zur Stärkung der Tarifbindung

Auszug aus dem Buch

3.2. Bedeutung von Mindestlöhnen in der Klassischen Theorie

Durch die Festlegung eines staatlichen Mindestlohnes, greift der Staat direkt in das Wirtschaftsgeschehen ein. Die klassische Theorie besagt, dass sich der Arbeitsmarkt jedoch ohne Eingriffe des Staates reguliert und sich in Folge dessen die Löhne in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage selbst festlegen. Es bildet sich ein sogenannter Reallohn, wodurch sich auf dem Arbeitsmarkt ein Vollbeschäftigungsgleichgewicht ergibt.

Ein gewinnmaximierendes Unternehmen wird nach dem klassischen System zusätzliche Arbeiter einstellen, wenn das Grenzprodukt der Arbeit größer ist als die Grenzkosten. Das Grenzprodukt stellt dabei den Wert der Güter dar, welchen der einzelne Mitarbeiter produziert. Die Grenzkosten entsprechen den Mehrkosten für ein zusätzlich produziertes Gut.

Aus dieser Theorie geht vereinfachend hervor, dass je niedriger die Löhne sind, desto billiger der Produktionsfaktor Arbeit ist. Billigere Arbeit schlägt sich in höherer Beschäftigung nieder. In Betracht auf den von einigen Gewerkschaften und Parteien geforderten Mindestlohn, würde sich nach der klassischen Theorie das Argument bestätigen, dass es zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Die Einleitung thematisiert den wachsenden Niedriglohnsektor in Deutschland und leitet die Forschungsfrage nach der Sinnhaftigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns ab.

2. Mindestlöhne: Dieses Kapitel definiert den Begriff Mindestlohn und beleuchtet die unterschiedlichen Umsetzungsmodelle innerhalb der Europäischen Union am Beispiel Großbritanniens.

3. Die Klassische Theorie: Es werden die liberalen Grundsätze der klassischen Ökonomie dargelegt und aufgezeigt, warum diese Theorie Mindestlöhne aufgrund drohender Arbeitslosigkeit ablehnt.

4. Die Keynesianische Theorie: Hier wird der Fokus auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage gelegt, wobei Mindestlöhne unter bestimmten Bedingungen als potenzielle Wachstumstreiber interpretiert werden.

5. Standpunkt des Verfassers: Die Autorin reflektiert die theoretischen Positionen kritisch und plädiert für nachhaltige Maßnahmen zur Stärkung der Lohnstrukturen statt einer pauschalen gesetzlichen Lösung.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Klassische Theorie, Keynesianische Theorie, Niedriglohnsektor, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Kaufkrafttheorie, Tarifautonomie, Wirtschaftspolitik, Beschäftigungseffekte, Grenzprodukt, Reallohn, Lohnstückkosten, Deutschland, Volkswirtschaftslehre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen staatlich festgelegter Mindestlöhne unter Berücksichtigung zweier entgegengesetzter Wirtschaftstheorien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Definition von Mindestlöhnen, die Arbeitsmarkttheorien der Klassik und des Keynesianismus sowie die aktuelle Situation im deutschen Niedriglohnsektor.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland aus theoretischer Sicht sinnvoll ist oder negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hätte.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden verwendet?

Die Analyse basiert primär auf der klassischen Theorie, die Marktmechanismen betont, und der keynesianischen Theorie, die Nachfrageeffekte in den Mittelpunkt stellt.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert, wie sich Mindestlöhne auf das Angebot und die Nachfrage nach Arbeit auswirken und welche Kritikpunkte sich jeweils aus der klassischen und keynesianischen Sicht ergeben.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Mindestlohn, Arbeitsmarkttheorie, Tarifautonomie und wirtschaftspolitischer Intervention beschreiben.

Warum wird im Dokument auf das Beispiel Großbritannien verwiesen?

Großbritannien dient als Referenzmodell, um zu verdeutlichen, wie ein Mindestlohn mit begleitenden Gremien und variablen Lohnsätzen erfolgreich in einer Industrienation implementiert wurde.

Wie bewertet die Autorin die klassischen Argumente gegen Mindestlöhne?

Die Autorin stellt fest, dass klassische Argumente wie die Abwanderung in Niedriglohnländer auf viele betroffene Branchen, wie etwa das Friseurhandwerk, in der Praxis nicht zutreffen.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Tarifautonomie?

Die Autorin sieht die Tarifautonomie durch staatliche Eingriffe gefährdet und schlägt stattdessen eine stärkere Kooperation zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften zur Angleichung der Machtpositionen vor.

Warum ist das Ergebnis nicht mit einem simplen Ja oder Nein zu beantworten?

Die Komplexität der ökonomischen Effekte erfordert laut Verfasserin differenzierte, nachhaltige Maßnahmen statt einer einfachen legislativen Entscheidung.

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Details

Title
Auswirkungen von Mindestlöhnen mittels der klassischen und keynesianischen Theorie
College
University of Applied Sciences Riedlingen
Grade
1,3
Author
Anne Wittig (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V135814
ISBN (eBook)
9783640455225
ISBN (Book)
9783640455157
Language
German
Tags
Auswirkungen Mindestlöhnen Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Wittig (Author), 2008, Auswirkungen von Mindestlöhnen mittels der klassischen und keynesianischen Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135814
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