Das Smartphone als allgegenwärtiger Begleiter begleitet uns Menschen in vielen Lebenssituationen. Auch für die Marketingaktivitäten vor Ort, also vor allem im Point of Sale, stellt diese Omnipräsenz des Smartphones ein enormes Interesse dar. Der Bereich des mobilen Einkaufens wurde in den letzten Jahren durch Innovationen von großen Konzernen wie Apple und Google weiter vorangetrieben. Durch die zunehmende Digitalisierung rücken Technologien wie die Near-Field-Communication (NFC), der iBeacon-Standard und QR-Codes, welche heute im Bereich der Indoor-Navigation für das Proximity Marketing genutzt werden, immer mehr in das Rampenlicht. Dennoch ist es so, dass das Proximity Marketing und die dazugehörigen Technologien in Deutschland noch am Anfang ihrer Existenzen stehen. Dadurch das der Begriff des Proximity Marketing noch in den Kinderschuhen steht, wirft sich doch die Frage auf, wie relevant und aktuell diese Thematik in unserer gegenwärtigen Gesellschaft wirklich ist? Diese Arbeit beschäftigt sich mit dieser Thematik und beinhaltet eine Befragung von 51 Testpersonen aus meiner näheren Umgebung. Daher werden meine konkreten Ansätze in dieser Arbeit sein:
- Die Häufigkeit der Nutzung des Smartphones an Kassen des Einzelhandels, einschließlich der Nutzung digitaler Regalinfosysteme
- Die Bereitschaft der Nutzung von Proximity Apps im Einzelhandel
Diese Aspekte mit ihren Zusammenhängen und deren dazugehörigen Fragen werden im empirischen Teil dieser Arbeit bearbeitet, dargestellt, erforscht und anschließend interpretiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Fundierung
2.1 Erklärung des Begriffes „Proximity Marketing“
2.2 Die Techniken des Proximity Marketing und deren Herausforderungen
2.2.1 Bluetooth Bacons
2.2.2 Near Field Communications (NFC)
2.2.3 QR-Codes
2.3 Aktueller Stand der Proximity Technologien
3. Methodik - eine empirische Untersuchung der Nutzung von Proximity Apps im Einzelhandel
3.1 Fragestellung und Hypothese
3.2 Erhebungsinstrument
3.3 Aufbau des Erhebungsinstrument
4. Auswertung der Untersuchung
5. Überprüfung der Hypothese
6. Kritische Reflexion
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Nutzerakzeptanz von Proximity-Marketing-Technologien im stationären Einzelhandel, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, inwieweit eine Bereitschaft der Konsumenten besteht, spezialisierte Anwendungen für ortsbezogene Dienste im Laden zu nutzen.
- Grundlagen des Proximity Marketings und dessen Abgrenzung
- Analyse der Relevanz moderner Technologien (Bluetooth Beacons, NFC, QR-Codes)
- Empirische Erhebung zur Nutzungshäufigkeit mobiler Technologien im Point of Sale
- Überprüfung der Korrelation zwischen bisherigem Nutzungsverhalten und zukünftiger Akzeptanz
- Diskussion über Datenschutzbedenken und Kommunikationsstrategien
Auszug aus dem Buch
2.1 Erklärung des Begriffes „Proximity Marketing“
Unter dem Begriff „Proximity Marketing“ versteht man Marketingaktivitäten, „die sich besonders durch den Bezug zum aktuellen Aufenthaltsort auszeichnen“3. Heutzutage tragen Konsumenten ihr Smartphone permanent bei sich. Besonders beim Einkaufen macht sich dieses Verhalten besonders bemerkbar, Konsumenten „suchen [stets] nach neuen Angeboten, vergleichen Preise, scannen Barcodes und bewerten Produkte und Geschäfte.“4 Das „Proximity Marketing“ fokussiert sich ausschließlich auf Aktivitäten, die sich innerhalb eines Gebäudes abspielen.5 Genauer gesagt sind es Marketingmaßnahmen, die innerhalb des Point-of-Sales, also Maßnahmen, die sich im Geschäft selbst und/oder in unmittelbarer Nähe zum Touchpoint durchgeführt werden. Diese sind nach dem Ziel ausgerichtet, „ein optimales Nutzungserlebnis für den Kunden zu schaffen, um ihn somit zufriedenzustellen und den eigenen Abverkauf zu steigern.“6 Potenzielle Kunden werden aber erst bei näherer Betrachtung eines Produktes oder einer Werbetafel beworben. Diese Herangehensweise ist wichtig, denn man verhindert damit eine potenzielle Wahrnehmung der Aufdringlichkeit beim Kunden. Werbeaktion werden subtiler gestaltet und man spricht somit nur Kunden an, die schon durch bewusstes Annähern ein bestimmtes Interesse gezeigt haben. In der Praxis wird das Proximity Marketing mittels einiger Technologien jetzt schon angewendet. Zum Beispiel wird in der Lokalisierung des Konsumenten innerhalb des Ladens sogenannte iBeacons verwendet. Im eigentlichen Touchpoint bedient sich das Proximity Marketing Technologien wie den QR-Code oder NFC. Folgend werden diese Technologien analysiert und auch auf Herausforderungen eingegangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung des Smartphones im Point of Sale und formuliert die Ziele sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Theoretische Fundierung: Das Kapitel definiert den Begriff des Proximity Marketings und analysiert bestehende Technologien wie Bluetooth Beacons, NFC und QR-Codes hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen.
3. Methodik - eine empirische Untersuchung der Nutzung von Proximity Apps im Einzelhandel: Hier wird das methodische Vorgehen der Forschungsarbeit, einschließlich der Hypothesenbildung und des gewählten Designs des standardisierten Fragebogens, detailliert beschrieben.
4. Auswertung der Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der quantitativen Datenerhebung unter Verwendung einer Spearman-Rangkorrelation zur Auswertung der 51 Teilnehmerdaten.
5. Überprüfung der Hypothese: Auf Basis des berechneten Korrelationskoeffizienten wird die aufgestellte Hypothese verifiziert und die Stärke des Zusammenhangs zwischen den Variablen bewertet.
6. Kritische Reflexion: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Stichprobengröße, der Repräsentativität und den externen Einflussfaktoren wie Datenschutzbedenken auf die Nutzung von Proximity Apps.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Forschungsfrage und schließt mit einer Einschätzung über das zukünftige Potenzial der Verknüpfung von digitaler und physischer Einkaufswelt.
Schlüsselwörter
Proximity Marketing, Einzelhandel, Mobile Marketing, Smartphone, iBeacon, Near Field Communication, NFC, QR-Code, Kundenbindung, Kundennutzen, Empirische Untersuchung, User Experience, Digitalisierung, Point of Sale, Nutzerakzeptanz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Thema Proximity Marketing im stationären Einzelhandel und analysiert, ob bei den Konsumenten eine grundsätzliche Bereitschaft zur Nutzung entsprechender mobiler Apps besteht.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Proximity-Technologien (Bluetooth Beacons, NFC, QR-Codes) sowie auf das tatsächliche Nutzungsverhalten und die Akzeptanz solcher Systeme durch die Kunden.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Hauptziel besteht darin, herauszufinden, ob eine Korrelation zwischen der bereits etablierten Smartphone-Nutzung an der Kasse (oder digitaler Regalinfosysteme) und der Bereitschaft besteht, zukünftig Proximity Apps im Laden zu verwenden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Der Autor führt eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines standardisierten Fragebogens durch und wertet die Daten von 51 Testpersonen mithilfe einer Spearman-Rangkorrelation aus.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Begrifflichkeiten und technischen Grundlagen, gefolgt vom empirischen Teil, der das methodische Vorgehen, die Auswertung und die anschließende kritische Reflexion umfasst.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Proximity Marketing, Einzelhandel, Smartphone-Nutzung, Akzeptanz, Customer Journey und mobile Technologien wie Beacons oder NFC.
Welche Rolle spielt der Datenschutz für die Ergebnisse?
Der Datenschutz wurde als zentraler Faktor identifiziert, da unzureichende Kommunikation oder subjektive Ängste vor Überwachung durch Unternehmen die Bereitschaft zur Nutzung von Proximity Apps negativ beeinflussen können.
Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Hypothese H1?
Die Hypothese H1 konnte verifiziert werden; es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der bisherigen aktiven Nutzung digitaler Features im Laden und der Bereitschaft, sich zukünftig auf Proximity-Anwendungen einzulassen.
- Quote paper
- Daniel Wichert (Author), 2021, Proximity Marketing. Eine empirische Untersuchung zur Bereitschaft der Nutzung von Proximity Apps im Einzelhandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1358327