In dieser Arbeit wird der nationalsozialistische Propagandafilm "Jud Süß" im Kontext der NS-Propaganda hinsichtlich der Motivation der Filmproduktion und seiner Wirkung untersucht. Weiters soll die deutsche Produktion der englischen Verfilmung "Jew Süss" und dem gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger gegenübergestellt werden.
Im ersten Abschnitt wird auf die Rolle der Propaganda, speziell des Mediums Film im NS-Regime und die Entwicklung bis hin zur Produktion von "Jud Süß" eingegangen. Auf eine Kontextualisierung der Rolle des Films in der NS-Propaganda folgen ein Vergleich der historischen Person des Joseph Süß Oppenheimer, dem Roman von Lion Feuchtwanger, der englischen und der deutschen Filmproduktion. Abschließend wird vor dem Conclusio die Wirkung des Films auf Täter & Opfer der NS-Vernichtungspollitik und die Zivilbevölkerung untersucht
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Entstehung
- Die systematische Ausgrenzung von Juden
- Die Produktion von Propagandafilmen
- Die Hauptmotivation hinter der Produktion des Historienfilms,Jud Süß'
- Die stockende Produktion des Filmes
- Harlans Überarbeitung des Drehbuchs
- Einordnung
- Vergleich
- Wirkung
- Conclusio
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert den nationalsozialistischen Propagandafilm ,Jud Süß' von Veit Harlan im Kontext der NS-Propaganda. Sie beleuchtet die Motivation hinter der Filmproduktion und untersucht dessen Wirkung. Darüber hinaus wird die deutsche Produktion mit der englischen Verfilmung ,Jew Süss' von Lothar Mendes und dem Roman ,Jud Süß' von Lion Feuchtwanger verglichen.
- Die Rolle der Propaganda im NS-Regime, insbesondere des Mediums Film
- Die Entwicklung bis zur Produktion von ,Jud Süß'
- Die antisemitische Segregationspolitik der Nationalsozialisten
- Die Nutzung des Films als Mittel der politischen Beeinflussung
- Die Wirkung des Films und seine Rolle bei der Rechtfertigung von Pogromen
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort
Das Vorwort beschreibt den Fokus der Arbeit auf die Analyse des nationalsozialistischen Propagandafilms ,Jud Süß' von Veit Harlan. Es werden die Forschungsziele und der Vergleich mit anderen Versionen des Stoffes (dem englischen Film ,Jew Süss' und dem Roman von Lion Feuchtwanger) erläutert.
Entstehung
Dieses Kapitel behandelt die systematische Ausgrenzung von Juden aus dem Kulturbereich des Dritten Reiches und die Entwicklung der NS-Propaganda, die zur Produktion von ,Jud Süß' führte. Es beleuchtet die Rolle des Films als Propagandainstrument und beschreibt die Motivation hinter der Produktion des Films: die antisemitische Segregationspolitik der Nationalsozialisten und die Rechtfertigung von Pogromen.
Einordnung
Dieses Kapitel wird die Einordnung des Films im Kontext der NS-Propaganda und seiner Rolle in der antisemitischen Segregationspolitik untersuchen. Es wird die Bedeutung des Films als Instrument zur Durchsetzung der NS-Ideologie und zur Rechtfertigung von Pogromen beleuchtet.
Vergleich
Dieses Kapitel vergleicht die deutsche Produktion von ,Jud Süß' mit der englischen Verfilmung ,Jew Süss' und dem Roman von Lion Feuchtwanger. Es wird die Entwicklung der Figur des ,Jud Süß' in den verschiedenen Versionen analysiert und die Unterschiede in der Darstellung des Stoffes beleuchtet.
Wirkung
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Wirkung des Films auf das Publikum. Es wird untersucht, inwiefern der Film zum Antisemitismus beitrug und die gesellschaftliche Akzeptanz von Gewalt gegen Juden förderte.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: NS-Propaganda, Propagandafilm, ,Jud Süß', Veit Harlan, Antisemitismus, Segregationspolitik, Pogrome, Gleichschaltung des Filmwesens, ,Reichskulturkammergesetz', ,Lichtspielgesetz', ,Reichsfilmdramaturg'.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Intention hinter dem Film „Jud Süß“?
Der Film wurde unter der Regie von Veit Harlan als antisemitisches Propagandainstrument produziert, um die systematische Ausgrenzung und Vernichtung der Juden ideologisch zu rechtfertigen.
Wie unterschied sich Harlans Film vom Roman Lion Feuchtwangers?
Während Feuchtwangers Roman die historische Figur des Joseph Süß Oppenheimer differenziert und menschlich darstellt, verzerrt der NS-Film die Geschichte zu einem hasserfüllten Feindbild.
Welche Wirkung hatte „Jud Süß“ auf die Bevölkerung?
Der Film schürte massiv den Antisemitismus, förderte die Akzeptanz von Gewalt gegen Juden und wurde oft gezielt vor Pogromen oder Deportationen gezeigt, um die Täter zu radikalisieren.
Wer war für die Produktion von Propagandafilmen im Dritten Reich verantwortlich?
Die Oberaufsicht lag beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter Joseph Goebbels, der das Filmwesen durch Gesetze wie das Lichtspielgesetz gleichschaltete.
Gab es internationale Verfilmungen des Stoffs?
Ja, es gab eine englische Produktion namens „Jew Süss“ von Lothar Mendes (1934), die im Gegensatz zur deutschen Fassung eine pro-jüdische und humanistische Tendenz aufwies.
- Arbeit zitieren
- Martin Pinda (Autor:in), 2022, Der Propagandafilm "Jud Süß", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1358515