In dieser Hausarbeit möchte ich das Bildwerk "Die Versuchung Christi auf dem Berg" von Duccio di Buoninsegna näher betrachten, eine ausführliche Bildbeschreibung geben, die dem Gemälde zugrunde liegenden Textstellen der Evangelien vergleichen, eine Gegenüberstellung mit einer anderen Darstellung der Versuchungen Christi anstellen, betrachten weswegen Duccios Landschaftsdarstellung so besonders war und zuletzt eine aktuelle Forschungsfrage anschauen.
Angefertigt wurde das Bildwerk 1308-1311 von Duccio di Buoninsegna, es hat die Maße 43,2 cm x 46 cm. Gemalt wurde es mit Tempera auf Pappelholz. Aktuell befindet es sich in der Frick Collection in New York, im 3. Stock, Raum 8. Die Inventarnummer lautet: 1927.1.35.
Im Jahre 1927 wurde das Gemälde von der Frick Collection erworben.1 Das Bildwerk entstammt ursprünglich der „Maesta" Duccios, jene "Maesta" war ein großes, doppelseitiges Altarbild, welches in Auftrag gegeben wurde für den Hochaltar des Doms von Siena. Die "Versuchung Christi auf dem Berg" befand sich links unten auf der Rückseite der Predella.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bildbeschreibung
3. Grundlage der Evangelien
4. Gegenüberstellung mit Vergleichswerk
5. Landschaftsdarstellung
6. Die Engel
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, das Bildwerk „Die Versuchung Christi auf dem Berg“ von Duccio di Buoninsegna detailliert in den kunsthistorischen und biblischen Kontext einzuordnen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich die Darstellung der Versuchungsszenen im Vergleich zu den biblischen Texten und anderen zeitgenössischen Werken, etwa Mosaiken im Markusdom, konstituiert.
- Detaillierte formale Bild- und Landschaftsanalyse des Werks von Duccio.
- Biblische Fundierung und Gegenüberstellung der Evangelien-Berichte.
- Komparative Untersuchung mit mosaizistischen Vergleichsdarstellungen.
- Diskussion über die Authentizität und Bedeutung der nachträglichen Figurengestaltung.
Auszug aus dem Buch
Bildbeschreibung
Im Wesentlichen sind im Gemälde (Abb. 1) vier Personen sichtbar. Links der Teufel, mittig Christus und rechts zwei Engel. Christus steht auf der abgerundeten Spitze des mittig im Bild platzierten, detailreich dargestellten Felsens. Der Teufel befindet sich, gerade im Moment des Abfluges, knapp über der äußeren linken Kante des mittleren Felsens, berührt diesen aber gerade eben nicht mehr. Ringsum sind in der Ferne von Stadtmauern umgebene Gebäudeansammlungen/Städte zu sehen. In gold-gelben Farbtönen zeichnet sich der Bildhintergrund ab. Im Vordergrund, am unteren Bildrand sind links und rechts „Miniaturstädte“ abgebildet. Alle Städte des Bildes ähneln durch ihre Größenrelation im Verhältnis zum Rest des Gemäldes eher Puppenhäusern. Die Stadt am linken Bildrand besitzt eine rosa-weiße Stadtmauer mit zwei Eingangstoren, die durch jeweils ein Tor mit Rundbogen gebildet sind, eines frontal sichtbar am unteren Bildrand, das andere am linken unteren Seitenrand des Bildes. Die Stadtmauer verläuft scheinbar im rechten Winkel um die in ihr gelegene Stadt, links neben ihr verläuft ein Fluss, der sich ebenfalls diagonal durch das gesamte Bild zieht. Innerhalb der Stadtmauer sind farbenfrohe Gebäude zu erkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hier wird das zu untersuchende Werk vorgestellt, Eckdaten zum Gemälde genannt und die methodische Vorgehensweise erläutert.
2. Bildbeschreibung: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte visuelle Analyse der Figurenkonstellation, der Felsendarstellung und der umgebenden Architektur im Werk.
3. Grundlage der Evangelien: Die biblischen Texte der vier Evangelien werden gegenübergestellt, um die Unterschiede in der Schilderung der drei Versuchungen Jesu herauszuarbeiten.
4. Gegenüberstellung mit Vergleichswerk: Das Gemälde von Duccio wird mit den Mosaiken des Markusdoms in Venedig verglichen, um stilistische und inhaltliche Differenzen aufzuzeigen.
5. Landschaftsdarstellung: Der Fokus liegt auf der naturalistischen Gestaltung der Landschaft, der Raumtiefe und der kompositionellen Nutzung von Licht und Schatten.
6. Die Engel: Hier wird kritisch untersucht, inwieweit die nachträglich eingefügten Engelsfiguren die ursprüngliche Bildkomposition beeinflussen bzw. verfälschen.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei die Bedeutung der Landschaftsdarstellung und der Einfluss der hinzugefügten Elemente gewürdigt werden.
Schlüsselwörter
Duccio di Buoninsegna, Die Versuchung Christi auf dem Berg, Kunstgeschichte, Malerei, Sieneser Schule, Ikonographie, Evangelien, Landschaftsdarstellung, Mosaik, Markusdom, Bildkomposition, Mittelalterliche Kunst, Christus, Teufel, Kunstkritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Hausarbeit widmet sich einer kunsthistorischen Analyse des Werks „Die Versuchung Christi auf dem Berg“ von Duccio di Buoninsegna.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die formale Bildanalyse, der biblische Hintergrund der Versuchungen durch den Teufel sowie der Vergleich mit anderen zeitgenössischen Darstellungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Einordnung des Gemäldes in seinen spirituellen und kunsthistorischen Kontext sowie eine kritische Prüfung der kompositorischen Elemente.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die deskriptive Bildanalyse, den textuellen Vergleich der Evangelienberichte sowie die kunsthistorische Vergleichende Methode.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bildbeschreibung, die biblische Fundierung, einen Vergleich mit Mosaiken und eine tiefgehende Analyse der Landschaftsdarstellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Duccio, Sieneser Schule, Ikonographie, Bildkomposition, Landschaftsdarstellung und die biblische Erzählung der Versuchungen.
Gibt es Bezüge zu anderen Werken des Künstlers?
Ja, die Arbeit bezieht sich auch auf Duccios Hauptwerk, die „Maestà“, von welcher das untersuchte Bild ursprünglich ein Teil der Predella war.
Welche Rolle spielen die Engel im Werk?
Die Arbeit diskutiert, dass die Engel nachträglich hinzugefügt wurden und somit die von Duccio ursprünglich intendierte Komposition verändern bzw. beeinflussen.
Wie unterscheidet sich die Landschaftsdarstellung im Vergleich zum Mosaik?
Während Duccio auf eine detaillierte Raumtiefe und Licht-Schatten-Kontraste setzt, erscheint das Mosaik deutlich zweidimensionaler und begrenzter.
Welchen Stellenwert nimmt die Architektur ein?
Die architektonischen Darstellungen im Gemälde werden als „puppenhausartig“ beschrieben, wobei trotz fehlender mathematischer Korrektheit viel Mühe in die detaillierte Ausgestaltung investiert wurde.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, "Die Versuchung Christi auf dem Berg". Ein Gemälde von Duccio di Buoninsegna, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1358602