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Der Ausbau der deutschen Hochschullandschaft in der Nachkriegszeit

Phasen und Instrumente der Struktur- und Kapazitätsentwicklung

Title: Der Ausbau der deutschen Hochschullandschaft in der Nachkriegszeit

Term Paper (Advanced seminar) , 1996 , 42 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Geograph, Master of Arts Joachim Kolb (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Summary Excerpt Details

Die nach dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich steigenden Studentenzahlen machten strukturelle Veränderungen des deutschen Hochschulwesens und einen Kapazitätsausbau der deutschen Hochschullandschaft erforderlich. Die Arbeit ist so weit möglich chronologisch ab 1945 in Phasen der Entwicklung des Hochschulausbaus gegliedert:
1. In der Wiederaufbauphase, die etwa bis Mitte der 50er Jahre reicht, wird die Situation der deutschen Hochschulen nach dem Zweiten Weltkrieg beschrieben und die Schwierigkeiten des Aufbaus dargestellt (vgl. Kapitel 2).
2. Die Expansionsphase wurde in die Phase des ersten Ausbaus der Hochschullandschaft (bis etwa Mitte der 60er Jahre) und in die Phase der Reformen untergliedert. Hier werden die Differenzierung der Hochschultypen, die Entwicklung eines relevanten Standortsystems und die Strukturveränderungen an den Hochschulen dargelegt. (vgl. Kapitel 3)
3. Die Phase der Krisen des Hochschulausbaus wurde entgegen anderen Gliederungsansätzen (vgl. zum Beispiel OEHLER 1989, S. 7/ 8) als eigene Phase ausgeführt, da in dieser Phase wichtige Veränderungen für die heutige Entwicklung des Hochschulausbaus eingeführt wurden. (vgl. Kapitel 4)
4. Die letzte Phase, die bis heute andauert, kann als Konsolidierungsphase oder Phase der Strukturverfestigungen bezeichnet werden. Allerdings hat sich die Situation seit der deutschen Wiedervereinigung wieder verändert. (vgl. Kapitel 5)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wiederaufbauphase

2.1 Der Wiederaufbau der Hochschulen nach dem Zweiten Weltkrieg

2.2 Gründung von Hochschulen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg

3 Expansionsphase

3.1 Erster Ausbau der Hochschullandschaft

3.1.1 Die Gründung des Wissenschaftsrates 1957

3.1.2 Die erste Welle von Neugründungen

3.1.3 Zwischenbilanz 1967

3.2 Phase der Reformen

3.2.1 Differenzierung der Hochschultypen

3.2.1.1 Universitäten und Gesamthochschulen

3.2.1.1.1 Konzept der Gesamthochschulen

3.2.1.2 Pädagogische Hochschulen, Theologische Hochschulen und Kunsthochschulen

3.2.1.3 Fachhochschulen

3.2.2 Entwicklung eines relevanten Standortsystems

3.2.2.1 Kapazitätserweiterung durch Regionalisierung als Konzept der Hochschulpolitik

3.2.2.2 Bewertung des Neugründungskonzeptes

3.2.2.3 Stadt und Hochschule

3.2.3 Strukturveränderungen an den Hochschulen

3.2.3.1 Studiendauer

3.2.3.2 Studienangebot

3.2.3.3 Personalstellen an Hochschulen

3.2.3.4 Finanzielle Situation der Hochschulen

3.2.4 Zwischenbilanz 1976

4 Krisen des Hochschulausbaus

4.1 Erste Krise des Hochschulausbaus

4.2 Zweite Krise des Hochschulausbaus

5 Konsolidierungsphase

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung des deutschen Hochschulwesens in der Nachkriegszeit, wobei der Fokus auf den phasenweisen Ausbau der Kapazitäten und die zugrundeliegenden strukturellen Instrumente gelegt wird, um zu bewerten, wie erfolgreich die Maßnahmen zur Entlastung der alten Universitäten und zur Förderung der Bildungschancen waren.

  • Phasenmodell des Hochschulausbaus (Wiederaufbau bis Konsolidierung)
  • Strukturelle Reformen und Differenzierung der Hochschultypen
  • Bedeutung der Regionalisierung für die Hochschulplanung
  • Bewertung des Neugründungskonzeptes und seiner Entlastungseffekte
  • Herausforderungen durch Krisen und Finanzierungsengpässe

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Konzept der Gesamthochschulen

Die Gesamthochschulen waren ursprünglich als eine Institution gedacht, unter deren Dach eine hinsichtlich schulischer Vorbildung verschiedene Studentenpopulation ein differenziertes Angebot von Kurz- und Langzeitstudiengängen vorfinden sollte, wobei die kürzeren Studiengänge auch quantitativ echte Alternativen darstellen sollten. Allerdings wurden die Gesamthochschulen von den Studenten nicht ausreichend angenommen, sondern sie wurden immer mehr zu Universitäten mit Brückenkursen für Fachoberschüler. (vgl. ENGELL 1984, S.108f)

„Das Planungsmodell ging nun über die Universitäten und Technischen Hochschulen hinaus und richtete sich auf einen Gesamthochschulbereich, in dem auch die Studenten der Pädagogischen Hochschulen und der aus den ehemaligen Ingenieurschulen und höheren Fachschulen neu entstehenden Fachhochschulen mit eingehen sollten“ (BUNDESMINISTER FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT 1983, S.12).

Dies führte zu einer Erhöhung der Ausgangsbasis der Studentenzahl auf 450000 für 1969 und für 1980 auf eine Spannweite von 890000 bis 1032000 Studenten. Nach den Empfehlungen des Wissenschaftsrates sollte die Ausbildungskapazität im neu definierten Gesamthochschulbereich bis 1982 auf rund eine Million Studienplätze erweitert werden. Daher sollte neben dem Ausbau der alten Hochschulen auch durch neue Gesamthochschulen, die 400000 Studenten aufnehmen sollten, neue Studienplätze geschaffen werden. Jedoch wurden bei den Überlegungen für die Größe der Gesamthochschulen die Richtzahlen von 1960 weit überschritten. „...in Städten bzw. Regionen bis zu 200000 Einwohnern sollten sie nun auf 8000 bis 15000 Studenten beschränkt werden, in größeren Städten bzw. Regionen 20000 Studenten nicht überschreiten; in Millionenstädten sollten sie auf maximal 25000 Studenten begrenzt werden und bei höherem Bedarf gegebenenfalls Zweithochschulen errichtet werden“ (BUNDESMINISTER FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT 1983, S.12).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die chronologische Struktur der Arbeit, die das Hochschulwesen in Wiederaufbauphase, Expansionsphase, Krisenphase und Konsolidierungsphase unterteilt.

2 Wiederaufbauphase: Dieses Kapitel beschreibt den desolaten Zustand der Hochschulen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und die Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme des universitären Betriebs unter Rekurs auf traditionelle Konzepte.

3 Expansionsphase: Dieses zentrale Kapitel analysiert den massiven Ausbau der Hochschullandschaft, die Gründung des Wissenschaftsrates, die Reformen zur Typendifferenzierung und die Regionalisierung als politisches Instrument.

4 Krisen des Hochschulausbaus: Dieses Kapitel untersucht die zwei Krisenphasen des Ausbaus, die vor allem durch finanzielle Engpässe und die Herausforderungen der geburtenstarken Jahrgänge geprägt waren.

5 Konsolidierungsphase: Dieses Kapitel thematisiert die Phase ab 1975, in der der Fokus von der rein quantitativen Erweiterung hin zur Bestandsicherung und strukturellen Verfestigung wechselte.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kapazitätsprobleme trotz Ausbaus bestehen blieben und schlägt eine stärkere Aufwertung der Kurzstudiengänge zur weiteren Entlastung vor.

Schlüsselwörter

Hochschulausbau, Nachkriegszeit, Wissenschaftsrat, Gesamthochschulen, Regionalisierung, Bildungsreform, Studienplätze, Fachhochschulen, Kapazitätsentwicklung, Standortsystem, Strukturveränderungen, Finanzkrise, Konsolidierungsphase, Neugründungen, Bildungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des deutschen Hochschulwesens nach 1945, speziell mit dem Ausbau der Kapazitäten und den angewandten Strukturreformen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Phasenmodell des Hochschulausbaus, der Differenzierung von Hochschultypen, dem Regionalisierungskonzept und der finanziellen Situation des Sektors.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den chronologischen Hochschulausbau zu dokumentieren und zu evaluieren, inwieweit die Maßnahmen zur Entlastung alter Institutionen und zur Schaffung von Bildungschancen gegriffen haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von Bildungsberichten, historischen Statistiken sowie offiziellen Empfehlungen und Rahmenplänen der zuständigen Ministerien und Gremien.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen des Wiederaufbaus, der Expansion, der Krisenbewältigung und der Konsolidierung sowie detaillierte Betrachtungen zu Fachangeboten und Standorten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders relevant sind Begriffe wie Hochschulausbau, Gesamthochschulen, Bildungsreform, Regionalisierung und Kapazitätsentwicklung.

Warum wird die Rolle der Gesamthochschulen in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Gesamthochschulen werden als bedeutendes, wenn auch teilweise gescheitertes Reforminstrument diskutiert, das neue Wege der Differenzierung von Studiengängen eröffnen sollte.

Wie bewertet der Autor den Erfolg der Entlastungsstrategie für alte Universitäten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Entlastung nur teilweise gelang, da trotz der Neugründungen das Wachstum an den alten Standorten nicht gestoppt werden konnte.

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Details

Title
Der Ausbau der deutschen Hochschullandschaft in der Nachkriegszeit
Subtitle
Phasen und Instrumente der Struktur- und Kapazitätsentwicklung
College
University of Trier
Course
Seminar: Regionale Hochschul- und Forschungspolitik in Deutschland
Grade
2,0
Author
Diplom-Geograph, Master of Arts Joachim Kolb (Author)
Publication Year
1996
Pages
42
Catalog Number
V135860
ISBN (eBook)
9783640439010
ISBN (Book)
9783640438952
Language
German
Tags
Regionalplanung Hochschulen Hochschulplanung Regionalentwicklung Raumplanung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Geograph, Master of Arts Joachim Kolb (Author), 1996, Der Ausbau der deutschen Hochschullandschaft in der Nachkriegszeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135860
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