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Gestaltung einer kompetenzorientierten Prüfung in der generalistischen Pflegeausbildung

Title: Gestaltung einer kompetenzorientierten Prüfung in der generalistischen Pflegeausbildung

Term Paper , 2020 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tim Tübbing (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Die Kompetenzorientierung ist in der generalistischen Pflegeausbildung unerlässlich. Der hohe Stellenwert der Kompetenzorientierung ist unter anderem in dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe von 2017 (Pflegeberufereformgesetz – PflBRefG), der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe von 2018 (PflAPrV) und den Rahmenlehrplänen der Fachkommission von 2019 bemerkbar. Zu den Ausbildungszielen (PflBRefG §5) gehört die "selbstständige, umfassende und prozessorientierte Pflege […] auf Grundlage von fachlichen und personalen Kompetenzen, einschließlich der zugrunde liegenden methodischen, sozialen, interkulturellen, und kommunikativen Kompetenzen und der zugrundeliegenden Lernkompetenz sowie der Fähigkeit zum Wissenstransfer und zur Selbstreflexion" (PflBRefG §5). Diese Kompetenzen sind nach §2 PflAPrV im theoretischen und praktischen Unterricht zu vermitteln. Die Auszubildenden sollen befähigt werden, "auf Grundlage fachlichen Wissens und Könnens sowie auf der Grundlage allgemein anerkannten Standes […] berufliche Aufgaben zielorientiert, und selbstständig zu lösen, sowie das Ergebnis zu beurteilen" (§2 PflAPrV). Dabei ist im Unterricht die Entwicklung der personalen Kompetenz sowie der Sozialkompetenz und der Selbstständigkeit zu fördern (§2 PflAPrV). Sowohl die Zwischenprüfung als auch die Abschlussprüfungen (mündlich, schriftlich, praktisch) sollen mittels komplexen, alltagsnahen Fallsituationen, in verschiedenen Versorgungskontexten, durchgeführt werden (§§7,14,15,16 PflAPrV). Sie sind ausgerichtet an Kompetenzen, die in den Anlagen 1-4 der PflAPrV zu finden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen zur Erstellung einer kompetenzorientierten Prüfung

2.1. Kompetenz und Kompetenzorientierung

2.2. Kompetenzorientierung durch handlungsorientierten Unterricht

2.3. Prüfung, Lernerfolgsüberprüfung

2.3.1. Funktion von Prüfungen

2.3.2. Gütekriterien

2.3.3. Schwierigkeitsgrad einer Prüfung bestimmen

2.3.4. Kompetenzmessung in Prüfungen

3. Konzept einer kompetenzorientierten Prüfung in der generalistischen Ausbildung

3.1. Die Performanz Prüfung als Prüfungsform für die kompetenzorientierte Prüfung

3.1.1. Der standardisierte Patient bei einer Performanz Prüfung

3.1.2. Der Raum bei einer Performanz Prüfung

3.1.3. Prüfungsablauf einer Performanz Prüfung

3.1.4. Voraussetzungen für eine Performanz Prüfung

3.2. Kompetenzen der Auszubildenden in der CE 08

3.3. Mögliche Kombinationen von Kompetenzen für eine Prüfung am Ende der CE 08

3.4. Inhalte, die aus den Kompetenzen resultieren

4. Erstellung der Prüfungsmaterialien resultierend aus den Inhalten und Kompetenzen

4.1. Fallausschnitt

4.2. Prüfungsaufgabe

4.3. Rollenanweisung für den standardisierten Patienten

4.4. Erwartungshorizont

4.5. Beobachtung und Beurteilungsbogen

4.6. Bewertungskriterien

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines kompetenzorientierten Prüfungsformats für das zweite Ausbildungsdrittel der generalistischen Pflegeausbildung. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie kann eine Prüfung in der generalistischen Pflegeausbildung im zweiten Ausbildungsdrittel kompetenzorientiert gestaltet werden?

  • Konzeption einer Performanz-Prüfung basierend auf dem Modell der vollständigen Handlung
  • Ableitung von Kompetenzen für die Curriculums-Einheit 08
  • Entwicklung konkreter Prüfungsmaterialien (Fallausschnitt, Rollenanweisung, Erwartungshorizont)
  • Sicherstellung der Objektivität durch strukturierte Beobachtungs- und Beurteilungsbögen
  • Diskussion über die Validität und Handhabbarkeit des gewählten Prüfungsformats

Auszug aus dem Buch

4.1. Fallausschnitt

Es war nicht gerade ihr Traumjob gewesen, doch hatte Sultan Güden es 20 Jahre in der Nadelfabrik am Band ausgehalten. Ein Grund dafür war, dass sie sich meistens gut mit ihren Kolleginnen verstand und auch bei der kleinsten Pause trafen sie sich in einem Kämmerlein, um zu rauchen und über Gott und die Welt zu reden. Sultan Güden ist jetzt 56 Jahre alt und schon seit zwei Jahren berentet. Sie ist einfach viel zu kurzatmig, um die Arbeit noch machen zu können.

Immer häufiger war die Atemnot auch in Ruhephasen aufgetreten, selbst beim Lesen. Körperliche Belastungen ist ihr kaum noch möglich. Ihre Rente verbringt sie mit ihrem Ehemann zusammen. Sie haben nicht sehr viel Geld, aber leben ein bescheidenes Leben. Sie gehen jeden Sonntag gemeinsam in die Moschee und sind sehr gläubige Muslime. Sie haben zwei Kinder, die täglich bei ihren Eltern vorbeischauen. Die Töchter unterstützen den Pflegedienst, in dem sie unterstützend tätig sind in der täglichen Arbeit.

Seit ihrer Jugend raucht Frau Güden 30 bis 40 Zigaretten täglich. Auch ihr Mann Mohammed war immer ein starker Raucher. Es war ihnen bewusst, dass der andauernde Husten und die häufigen Infektionen, besonders in der kalten Jahreszeit, irgendwie mit dem Rauchen zusammenhingen. Sultan war selbst schon mehrfach wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus.

Die Medikamente und Sprays, die ihr der Hausarzt verschrieben hatte, halfen bei ihrer Atemnot anfangs ganz gut und sie konnte wieder etwas mehr im Haushalt machen oder auch mal einkaufen. Seit einem halben Jahr halfen auch die Sprays nur noch wenig und der Hausarzt ordnete eine kontinuierliche Sauerstofftherapie bei ihr an. Seither hat sie ein mobiles Sauerstoffgerät im Haus.

Zuletzt hat sie sich schon wieder eine Erkältung eingefangen, die wie immer auf die Lunge übergriff. Das Sputum, das sie produziert, ist grünlich. Sie ist noch schwächer, fühlte sich abgeschlagen und ruft jetzt Sie als ihren Pflegedienst an. Aufgrund der großen Ängste von Frau Güden und ihrem Ehemann entscheiden Sie sich Familie Güden in ihrem Haus zu besuchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Kompetenzorientierung im Kontext der generalistischen Pflegeausbildung und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.

2. Grundlagen zur Erstellung einer kompetenzorientierten Prüfung: Dieses Kapitel erläutert den Kompetenzbegriff, die Bedeutung handlungsorientierten Unterrichts sowie die fachlichen Anforderungen an Prüfungen wie Objektivität, Reliabilität und Validität.

3. Konzept einer kompetenzorientierten Prüfung in der generalistischen Ausbildung: Hier wird die Performanz-Prüfung als Prüfungsform detailliert beschrieben und die daraus resultierenden Kompetenzanforderungen für die Curriculums-Einheit 08 abgeleitet.

4. Erstellung der Prüfungsmaterialien resultierend aus den Inhalten und Kompetenzen: In diesem praktischen Teil werden konkrete Prüfungsmaterialien wie der Fallausschnitt, Rollenanweisungen und Bewertungsbögen für eine exemplarische Performanz-Prüfung erstellt.

5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert kritisch die entwickelte Prüfung hinsichtlich ihrer Gütekriterien und identifiziert Chancen sowie Herausforderungen in der praktischen Anwendung.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Eignung der Performanz-Prüfung als Instrument zur Erfassung beruflicher Handlungskompetenz.

Schlüsselwörter

Kompetenzorientierung, Performanz-Prüfung, generalistische Pflegeausbildung, Handlungsfähigkeit, vollständige Handlung, objektive Prüfung, Patientenbeobachtung, simulation, Pflegedidaktik, Beurteilungsinstrument, Curriculums-Einheit, Validität, Reliabilität, Handlungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie eine kompetenzorientierte Prüfung für das zweite Ausbildungsdrittel der generalistischen Pflegeausbildung konzipiert werden kann, um den Anforderungen des Reformgesetzes gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Kompetenz, die Gestaltung handlungsorientierter Lernprozesse, die methodischen Gütekriterien von Prüfungen und die praktische Anwendung durch eine Performanz-Prüfung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung einer exemplarischen, kompetenzorientierten Performanz-Prüfung für die Curriculums-Einheit 08, inklusive aller notwendigen Materialien für die Durchführung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur pflegepädagogischen Theorie (u.a. Dreyfus, Hundenborn) und führt diese in einem konstruktiven Design-Prozess für die Erstellung der Prüfungsmaterialien zusammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Kompetenzbegriffs und der Prüfungsgüte geklärt, gefolgt von der Auswahl der Performanz-Prüfung als Testformat und der detaillierten Ausarbeitung der Prüfungsunterlagen für einen Fall mit einem Patienten mit COPD.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Kompetenzorientierung", "Performanz-Prüfung", "Handlungsorientierung" und "Pflegeausbildung" charakterisiert.

Warum wird gerade die Performanz-Prüfung als Form gewählt?

Die Performanz-Prüfung wurde gewählt, weil sie realitätsnahe berufstypische Situationen im geschützten Rahmen simuliert und somit als besonders geeignet gilt, um Handlungskompetenzen abzubilden, die in schriftlichen Prüfungen schwer erfassbar sind.

Welche Rolle spielt der "standardisierte Patient"?

Der standardisierte Patient ermöglicht durch eine präzise Rollenanweisung eine hohe Vergleichbarkeit und Objektivität der Prüfung, da er für jeden Auszubildenden identisch agiert.

Wie sicherstellt die Arbeit die Objektivität der Bewertung?

Die Arbeit nutzt ein speziell entwickeltes Beobachtungs- und Beurteilungsinstrument, das positive und negative Kompetenzdimensionen mit einem Punkteschema kombiniert und durch einen klaren Erwartungshorizont ergänzt wird.

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Details

Title
Gestaltung einer kompetenzorientierten Prüfung in der generalistischen Pflegeausbildung
College
Fliedner University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
1,0
Author
Tim Tübbing (Author)
Publication Year
2020
Pages
34
Catalog Number
V1358835
ISBN (eBook)
9783346878083
ISBN (Book)
9783346878090
Language
German
Tags
gestaltung prüfung pflegeausbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Tübbing (Author), 2020, Gestaltung einer kompetenzorientierten Prüfung in der generalistischen Pflegeausbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1358835
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