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Persönliche Zurechnung beim Leasing

IFRS, HGB und EStG im Vergleich

Titel: Persönliche Zurechnung beim Leasing

Studienarbeit , 2009 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maria Hornung (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Instrument Leasing hat sich in den letzen Jahrzehnten zu einer weit verbreiteten Finanzierungsalternative entwickelt und ist als Werkzeug der Bilanzpolitik nicht mehr wegzudenken. Allerdings treten bei der bilanziellen Behandlung von Leasinggeschäften Probleme auf. Insbesondere ist die Frage, wem das Leasingobjekt zugerechnet wird, ein stark diskutiertes Thema in der nationalen und internationalen Rechnungslegung. In der deutschen Leasingpraxis werden Leasingverträge so gestaltet,
dass eine Zurechnung zum Leasinggeber erfolgt, damit sich die Vorteile des Finanzierungsinstruments entfalten können. Da viele deutsche Unternehmen neben dem handels- und steuerrechtlichen Jahresabschluss auch einen Abschluss nach IAS/IFRS aufstellen6, ist es für die Leasingbranche von großem Interesse, ob diese
Leasingverträge auch nach internationalem Recht nur bei dem Leasinggeber ausgewiesen werden können.
Die Zielsetzung dieser Arbeit ist, die Zurechnungsregelungen der deutschen Bilanzierungspraxis nach den Vorschriften des HGB und EStG mit den Bestimmungen der internationalen Standards IAS/IFRS hinsichtlich der bilanziellen Zuordnung von beweglichen Leasinggegenständen zu vergleichen und herauszufinden, ob es bei der Anwendung der IAS/IFRS Vorschriften auf typisch deutsche Leasingverträge zu einer unterschiedlichen Zurechnung kommt.
Hierzu ist es zuerst notwendig, die allgemeinen Zurechnungsgrundsätze hinsichtlich der Kodifizierung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise zu analysieren und die
wirtschaftlichen Zurechnungskriterien vorzustellen. Anschließend wird der Vertragstyp Leasing definiert und eine vergleichende Betrachtung der Klassifizierung nach Operating Leasing und Finanzierungsleasing vorgenommen, um daraufhin die Zurechnungsproblematik bei Leasinggeschäften aufzuzeigen. Nach einem Überblick über die Regelungen, die für die Objektzuordnung in der deutschen und internationalen Rechnungslegung herangezogen werden, erfolgt ein ausführlicher Vergleich der Zurechnungsergebnisse, die abschließend zusammengefasst und beurteilt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung, Ziel und Vorgehensweise

2. Vergleich der allgemeinen Zurechnungsgrundsätze

2.1. Kodifizierung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise

2.2 Definition der wirtschaftlichen Zurechnungskriterien

3. Vergleich der Rahmenbedingungen bei der Leasingbilanzierung

3.1. Definition des Leasingbegriffs

3.2. Differenzierung nach Operating Leasing und Finanzierungsleasing

3.3. Zurechnungsproblematik bei Leasinggeschäften

4. Vergleich der Zurechnung bei Leasinggeschäften

4.1. Überblick über die Zurechnungsregelungen

4.1.1 Zurechnungsregeln nach den steuerlichen Leasingerlassen

4.1.2 Interpretationshilfen für die Zurechnung nach IAS/IFRS

4.2. Vergleich der Zurechnung erlasskonformer Verträge

4.2.1 Vergleich der Zurechnung der Vertragstypen des Mobilienerlasses bei Vollamortisation

4.2.2 Vergleich der Zurechnung der Vertragstypen des Mobilienerlasses bei Teilamortisation

5. Abschließende Beurteilung der Ergebnisse des Zurechnungsvergleichs

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit vergleicht die Zurechnungsregelungen für bewegliche Leasinggegenstände nach deutschem Handels- und Steuerrecht (HGB/EStG) mit den internationalen Standards (IAS/IFRS), um zu analysieren, ob die Anwendung internationaler Vorschriften auf typische deutsche Leasingverträge zu einer abweichenden bilanzielle Zuordnung führt.

  • Grundlagen der wirtschaftlichen Betrachtungsweise und Zurechnungskriterien
  • Differenzierung von Operating Leasing und Finanzierungsleasing
  • Analyse der steuerlichen Leasingerlasse versus IAS 17
  • Vergleich von Voll- und Teilamortisationsverträgen
  • Beurteilung der Bilanzierungspraxis und Ermessensspielräume

Auszug aus dem Buch

3.3. Zurechnungsproblematik bei Leasinggeschäften

Wie aus den vorherigen Ausführungen zu erkennen, ist die Objektzuordnung bei Leasingverträgen problematisch. Diese Zurechnungsproblematik ist darauf zurückzuführen, dass es keine konkreten gesetzlichen Zurechnungsvorschriften für die Leasingbilanzierung gibt.

In der deutschen Rechnungslegung treten diese Zurechnungsprobleme nur beim Finanzierungsleasing auf, da diese Leasingform keinem zivilrechtlichen Vertragstyp eindeutig zugerechnet und somit auch nicht auf die gesetzlichen Regelungen dieser Verträge zurückgegriffen werden kann. Da für den Vertragstyp Leasing weder im HGB explizite Bilanzierungsnormen, noch von Seiten der bilanzrechtlichen Literatur eindeutige Vorschriften bereitgestellt wurden, muss die Zuordnung aus den allgemeinen Zurechnungsvorschriften, also den GoB, abgeleitet werden. Diese stellen dem Bilanzierenden nur wenig praktikable Zuordnungskriterien zur Verfügung.

Auch nach IAS/IFRS ist die Zurechnung von Leasingobjekten mit Problemen behaftet. Schon bei der Klassifizierung müssen die vertraglichen Bedingungen im Einzelfall hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer analysiert werden, um Klarheit über die bilanzielle Zuordnung zu erlangen. Zwar existiert nach IAS/IFRS ein eigener Standard für die Leasingbilanzierung, dieser enthält bezogen auf die Zurechnung jedoch keine eindeutigen Zuordnungsregelungen.

Wie die nationale und internationale Rechnungslegung auf diese Zurechnungsproblematik reagiert, wird im Folgenden aufgezeigt, indem die in der Praxis angewendeten Zurechnungskonzeptionen erläutert und die daraus resultierenden Zurechnungsergebnisse verglichen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung, Ziel und Vorgehensweise: Einleitung in die Problematik der Leasingbilanzierung und Definition der Forschungsziele hinsichtlich des Vergleichs von nationalem und internationalem Recht.

2. Vergleich der allgemeinen Zurechnungsgrundsätze: Untersuchung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise als Basis für die Zurechnung von Wirtschaftsgütern in der Bilanz.

3. Vergleich der Rahmenbedingungen bei der Leasingbilanzierung: Analyse der Definitionen und der Unterscheidung zwischen Operating und Finanzierungsleasing in beiden Rechtssystemen.

4. Vergleich der Zurechnung bei Leasinggeschäften: Detaillierter Vergleich der Zurechnungskriterien und deren Anwendung auf spezifische Leasingverträge.

5. Abschließende Beurteilung der Ergebnisse des Zurechnungsvergleichs: Fazit zur Vergleichbarkeit der Bilanzierungsergebnisse und Diskussion künftiger Entwicklungen der Leasingstandards.

Schlüsselwörter

Leasing, Bilanzierung, Zurechnung, Finanzierungsleasing, Operating Leasing, wirtschaftliches Eigentum, HGB, EStG, IAS 17, Vollamortisation, Teilamortisation, Leasingerlass, Risikoverteilung, Bilanzpolitik, Vertragsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Zurechnung von geleasten beweglichen Wirtschaftsgütern und vergleicht dazu die Ansätze nach deutschem Recht (HGB, EStG) mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Kodifizierung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise, die Abgrenzung von Leasingverträgen (Operating vs. Finanzierungsleasing) und die Anwendung von Zurechnungskriterien auf erlasskonforme Vertragstypen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die Anwendung von IAS/IFRS-Vorschriften bei typischen deutschen Leasingverträgen zu einer abweichenden bilanziellen Zuordnung führt als nach bisheriger deutscher Praxis.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen rechtsvergleichenden Analyseansatz, bei dem bestehende Gesetze, Erlasse und internationale Standards im Hinblick auf ihre Auslegung und Anwendung in der Leasingpraxis untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Zurechnungsregelungen, vergleicht deutsche Leasingerlasse mit den qualitativen Indikatoren nach IAS 17 und untersucht spezifisch Voll- sowie Teilamortisationsverträge auf ihre Zurechnungswirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leasing, Finanzierungsleasing, wirtschaftliches Eigentum, Zurechnung und die Standards HGB sowie IAS 17 geprägt.

Warum ist die Objektzuordnung beim Finanzierungsleasing problematisch?

Es fehlt an expliziten gesetzlichen Zurechnungsnormen für diesen speziellen Vertragstyp, wodurch die Zuordnung oft auf abstrakten Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) basiert, die in der Praxis wenig praktikabel sind.

Welchen Einfluss haben Ermessensspielräume nach IAS/IFRS?

Die Arbeit stellt fest, dass die Zuordnung unter IAS/IFRS durch die qualitative Auslegung von Indikatoren faktisch im Ermessen der Vertragsparteien liegen kann, was die Vergleichbarkeit von Abschlüssen erschweren kann.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Persönliche Zurechnung beim Leasing
Untertitel
IFRS, HGB und EStG im Vergleich
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Note
1,3
Autor
Maria Hornung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
28
Katalognummer
V135901
ISBN (eBook)
9783640439416
ISBN (Buch)
9783640439317
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Persönliche Zurechnung Leasing IFRS EStG Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Hornung (Autor:in), 2009, Persönliche Zurechnung beim Leasing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135901
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Leseprobe aus  28  Seiten
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