Die Arbeit erläutert umfassend das Nonprofit-Managementkonzept nach Helmig und Boenigk und analysiert die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung anhand der acht Bausteine. Zunächst soll in einem ersten Kapitel die NPO im Allgemeinen skizziert und eingegliedert werden. In einem weiteren Kapitel wird das Non-Profit-Management-Konzept anhand der Literatur von Helmig und Boenigk definiert und beschrieben sowie das Non-Profit-Managementkonzept vorgestellt. Dann wird die Stiftung als beispielhafte NPO illustriert und schließlich die Johann-Daniel-Lawaetz-Stiftung vorgestellt, die zur Analyse dann in Kapitel 3 anhand der Bausteine aus dem Management-Konzept von Helmig und Boenigk herangezogen wird.
Die Anzahl an Non-Profit-Organisationen (NPO)hat in den letzten Jahren stark zugenommen.
Stiftungen, Vereine, Verbände und andere Organisationen, die unter dem Begriff NPO oder dem Dritten Sektor zusammengefasst werden, erfahren zunehmend an Relevanz für die Gesellschaft und unterstützen vermehrt staatliche Einrichtungen. Der Dritte Sektor ist in der Internationalen Klassifikation für NPO (ICNPO) in 12 Gruppen eingeteilt, die unterschiedlichste Aufgabengebiete bedienen. So stehen beispielsweise an erster Stelle die Gruppe Kultur und Freizeit. In den Gruppen findet man auch Branchen wie Bildung und Forschung, Wohnungswesen und Entwicklungsförderung oder Wirtschaft und Berufsverbände. NPO kommen in verschiedenen Größenordnungen vor und sind äußerst heterogen.
Da sich NPO von anderen Marktteilnehmenden (Markt, Staat), die gewinnorientiert wirtschaften, unterscheiden, brauchen sie ein entsprechend adaptiertes Managementkonzept. Helmig und Boenigk haben ein Fachbuch mit dem Titel Nonprofit Management herausgegeben und skizzieren ein Management-Modell explizit für NPO mit acht Bausteinen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Non-Profit-Organisation
2.1 Das Non-Profit-Managementkonzept nach Helmig und Boenigk
2.1.1 Definition und Grundlagen
2.1.2 Vorstellung des Non-Profit-Managementmodells
2.2 Die Stiftung
2.2.1 Die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung
3 Analyse der Lawaetz-Stiftung anhand des Modells von Helmig und Boenigk
3.1 Analyse der Lawaetz-Stiftung und des Sektors
3.2 Mission, Vision und Leitbild der Lawaetz-Stiftung
3.3 Festlegung der Ziele der Lawaetz-Stiftung
3.4 Segmentierung der Anspruchsgruppen der Lawaetz-Stiftung
3.5 Strategien der Lawaetz-Stiftung
3.6 Maßnahmen und Projekte der Lawaetz-Stiftung
3.7 Implementierung und Wandel der Lawaetz-Stiftung
3.8 Kontrolle des Erfolgs der Lawaetz-Stiftung
3.9 Lücken und Defizite der Lawaetz-Stiftung
4 Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit hat zum Ziel, das Nonprofit-Managementkonzept nach Helmig und Boenigk theoretisch darzulegen und dieses Modell praxisnah anhand der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung zu analysieren, um dessen Anwendbarkeit sowie potenzielle Lücken und Defizite in der Organisationspraxis aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definition der Non-Profit-Organisation (NPO)
- Das Managementmodell nach Helmig und Boenigk mit acht Bausteinen
- Struktur und Arbeitsweise der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung
- Methodische Analyse einer Stiftung anhand von strategischen Management-Kriterien
- Diskussion über Erfolgskontrolle, Transparenz und organisationale Anpassungsprozesse
Auszug aus dem Buch
3.8 Kontrolle des Erfolgs der Lawaetz-Stiftung
Die Erfolgskontrolle einer NPO gestaltet sich eher schwierig, da sie nicht an wirtschaftliche Einnahmen gebunden ist, sondern eher Sachziele verfolgt. Diesem Grundsatz widersprechen Helmig und Boenigk (2019) und konstatieren, dass die Finanzierung einer NPO ein grundlegender Bestandteil der Erfolgsmessung darstellt und, entgegengesetzt der landläufigen Meinung, sehr wohl auch die wirtschaftlichen Erfolge berücksichtigt werden müssen. Deshalb formulieren sie in Ihrem Fachbuch vier Leistungen, die für eine Erfolgskontrolle einer NPO berücksichtigt werden sollten. Als erste Leistung wird die finanzielle Performance genannt, die, angewandt an die LS, Dienstleistungsangebote, Zuschüsse der öffentlichen Hand, Kosten, Gewinn und Produktverkäufe darstellen könnten. Als zweite Leistung nennen die Autoren die Markt Performance. Hier wären in Anlehnung an das Angebot der LS beispielsweise Dienstleistungsqualität der NPO und Marktanteile zu berücksichtigen. Die Stakeholder Performance umfasst die Verbundenheit der Kunden und Mitglieder hinsichtlich Zufriedenheit, Motivation oder auch Bindung. Schließlich die Social Value Performance als letzten und vierten Punkt: Welchen Impact hat beispielsweise die LS auf die sozial benachteiligte Gesellschaft? Via Kennzahlen soll schließlich die Erfolgskontrolle durchgeführt werden. Laut einer Studie stellen die wichtigsten Kennzahlen die Markt Performance und die Stakeholder Performance dar. Im Mittelfeld findet sich die finanzielle Leistung wieder.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Non-Profit-Organisationen ein und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das gewählte Untersuchungsmodell von Helmig und Boenigk vor.
2 Die Non-Profit-Organisation: In diesem Kapitel werden NPO definiert, von gewinnorientierten Unternehmen abgegrenzt und das spezifische Non-Profit-Managementkonzept theoretisch eingeführt.
3 Analyse der Lawaetz-Stiftung anhand des Modells von Helmig und Boenigk: Hier findet die praktische Anwendung des theoretischen Modells statt, bei der die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung schrittweise in ihren verschiedenen Managementbereichen untersucht wird.
4 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert die Ergebnisse der Analyse und reflektiert, inwiefern das Managementkonzept auf die Stiftung anwendbar war und wo Grenzen der Untersuchung lagen.
Schlüsselwörter
Non-Profit-Organisation, NPO, Managementmodell, Helmig und Boenigk, Johann Daniel Lawaetz-Stiftung, Stiftung, Gemeinnützigkeit, Organisationsmanagement, Erfolgsprüfung, Stakeholder-Analyse, Strategieentwicklung, Dritter Sektor, Sozialer Mehrwert, Wirkungsorientierung, Projektmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung eines spezifischen Managementkonzepts auf eine konkrete Non-Profit-Organisation, um die Führung und Strategie der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung zu beleuchten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Nonprofit-Management, die Organisationsform der Stiftung im deutschen Dritter Sektor sowie die praktische Erfolgskontrolle und die strategische Zielsetzung einer solchen Einrichtung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Überprüfung, wie das theoretische Managementmodell von Helmig und Boenigk in der Praxis einer bestehenden Stiftung greift und welche Abweichungen, Lücken oder Defizite dabei auftreten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine deskriptiv-analytische Untersuchung, bei der die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung anhand der acht im theoretischen Rahmen definierten Bausteine (Mission, Ziele, Segmentierung, Strategien etc.) ausgewertet wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis des Managementmodells und die detaillierte, kapitelweise Analyse der Lawaetz-Stiftung unter Nutzung offizieller Dokumente und Literatur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind NPO, Nonprofit-Managementkonzept, Lawaetz-Stiftung, Gemeinnützigkeit, Wirkungsorientierung und die strategische Segmentierung von Anspruchsgruppen.
Warum wurde die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung als Fallbeispiel gewählt?
Die Verfasserin wählte diese Stiftung aufgrund ihrer eigenen Erfahrung als Nutznießerin der Gründungsberatungsangebote, um eine Verbindung zwischen persönlicher Betroffenheit durch den Wandel der Institution und theoretischer Analyse zu schaffen.
Welche Kritik übt die Autorin am Transparenzverständnis der Stiftung?
Die Autorin bemängelt, dass die LSP ihre Satzung nicht öffentlich einsehbar macht und interne Daten zur Segmentierung von Anspruchsgruppen oder zum Erfolg der Arbeit nur sehr vage oder gar nicht kommuniziert werden.
- Arbeit zitieren
- S. A. L. Werner (Autor:in), 2022, Das Non-Profit-Managementkonzept. Analyse der Lawaetz-Stiftung anhand des Modells von Helmig und Boenigk, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1359545