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Unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA aus der Sicht einer deutschen Auswanderin in South Carolina

Title: Unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA aus der Sicht einer deutschen Auswanderin in South Carolina

Bachelor Thesis , 2008 , 44 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carola Robbins (Author)

Cultural Studies - Pacific Rim
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Summary Excerpt Details

Schon seit Jahrtausenden machen sich Menschen auf die Reise, um ferne Länder zu entdecken,
zu erobern oder um einem Leben, das ihnen im Heimatland widerstrebt, zu entfliehen.
Es liegt in der Natur des Menschen, Neues zu erforschen und sich weiterentwickeln zu wollen.
So setzte auch Christopher Columbus 1492 die Segel auf der Suche nach Indien und
landete schließlich auf einem bis dato unbekannten Kontinent – Amerika. Im Laufe der Jahrhunderte
siedelten immer mehr Menschen aus Europa nach Amerika über, in der Hoffnung,
dort ein besseres Leben führen zu können, unter ihnen auch viele Deutsche.
Im Rahmen der heutigen Globalisierung wagen immer mehr Menschen den Schritt ins Ausland.
Viele verbringen ihren Urlaub in den USA, andere besuchen dort die Schule oder absolvieren
ein Praktikum. Und eine immer größere Zahl von Arbeitnehmern nutzt die Chance,
einige Monate oder auch mehrere Jahre in den USA zu arbeiten, um ihre berufliche Karriere
anzutreiben oder ihren eigenen Horizont zu erweitern.
Viele deutsche Unternehmen, die sich durch eine Präsenz im Land einen größeren Profit
und eine einfachere und schnellere Erschließung des amerikanischen Marktes erhoffen, verlagern
einen Teil ihrer Produktion ins Ausland, gründen Tochtergesellschaften, unterhalten
Niederlassungen, Zweigstellen oder Büros. So siedelten sich in den letzten Jahren eine
ganze Reihe deutscher Unternehmen in den USA an wie z.B. Siemens, Daimler oder auch
BMW. Letzteres im U.S.- Bundesstaat South Carolina, wo sich auch mein Hauptwohnsitz
befindet.
Eine Folge dieser internationalen Verflechtungen ist eine Fülle von Auslandsreisen mit einer
breiten Facette von interkulturellen Kontakten und Begegnungen.
Denn wer seinen vertrauten Lebensraum verlässt und sich in die Fremde begibt, trifft unweigerlich
auf Menschen mit Lebensweisen, die sich von den vertrauten zum Teil beträchtlich
unterscheiden können. Diese kulturellen Unterschiede manifestieren sich nicht nur in der
Sprache und der Lebensweise, sondern auch im Weltbild und moralischen Werten der fremden
Kultur. Je nach Einstellung und Persönlichkeit des Einzelnen können sich im Umgang
mit der Fremdkultur kleinere oder größere Probleme ergeben, welche sich wiederum negativ
auf das körperliche und geistige Wohlbefinden während des Auslandsaufenthalts auswirken
können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA

1 Was ist Kultur?

1.1 Klassifizierung von Kultur nach Theorien

1.1.1 Theorien nach Hall

1.1.2 Theorien nach Hofstede

1.2 Nationalkultur

1.2.1 Nationalkultur Deutschlands

1.2.2 Nationalkultur der USA

1.3 Unternehmenskultur

1.3.1 Ebenen und Komponenten von Unternehmenskultur

1.4 Subkultur

2 Unterschiede in der Kommunikation

2.1 Was ist Kommunikation?

2.2 Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten der deutschen und amerikanischen Geschäftssprache

3 Unterschiede in der Denkweise

3.1 Zeitdenken

3.2 Sicherheitsdenken

3.3 Motivation

3.4 Deduktives bzw. induktives Denken

4 Weitere Unterschiede

4.1 Etikette

4.2 Management in den USA und Deutschland

5 Anpassung an die Fremdkultur

5.1 Kulturschock

5.2 Kulturschock Modelle

5.3 Re-entry Schock

5.4 Symptome des Kulturschocks

5.5 Maßnahmen zur Minimierung von Kulturschock

6 Vermeiden von interkulturellen Schwierigkeiten

6.1 Wahl der passenden Kandidaten für den Auslandseinsatz

6.2 Interkulturelle Trainings

III Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA, um die Herausforderungen für deutsche Arbeitnehmer in einem amerikanischen Arbeitsumfeld zu analysieren und Lösungsansätze für eine erfolgreiche interkulturelle Anpassung aufzuzeigen.

  • Analyse von Kulturdefinitionen und Kulturdimensionen nach Hall und Hofstede.
  • Kontrastiver Vergleich von Kommunikations- und Denkweisen in deutschen und amerikanischen Unternehmen.
  • Untersuchung des Phänomens Kulturschock und Re-entry Schock.
  • Darstellung von Managementstilen und deren historischer Genese.
  • Ableitung von Empfehlungen für interkulturelle Trainings und die Personalauswahl für Auslandseinsätze.

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Nationalkultur der USA

Die USA – das Land der Freiheit. So nennen die Amerikaner ihr Land gerne. Woher aber kommt dieser Beiname und wieso ist es den Amerikanern so wichtig, ihr Leben möglichst ohne Einschränkungen führen zu können?

Eine mögliche Antwort dazu finden wir in der Vergangenheit des Landes, dessen Wurzeln der angelsächsischen Kultur entspringen.

Die Besiedelung Nordamerikas begann im 17. Jahrhundert durch nordeuropäische Siedler. Diese puritanischen Pilgerväter lehnten den anglikanischen Glauben in ihrer Heimat ab, da er ihrem Denken nach zu viele Ideale des römisch-katholischen Glaubens aufwies. Aus diesem Grund beschlossen sie, ihr Glück in einem Land zu versuchen, das ihnen die Freiheiten gewährte, nach denen sie sich sehnten und wanderten nach Nordamerika aus. Dort wollten sie ein ungestörtes Leben nach ihren Wünschen und Vorlieben führen, fernab von den starren Regeln und dem „Korsett“ der Religion in Europa.

Diese ersten Siedler aus der Alten Welt brachten eine ablehnende Haltung gegenüber Traditionen und Begeisterung für neue Ideen mit in ihre neue Heimat. Ihr Pioniersinn zeugt von großem Mut und Optimismus, denn niemand wusste zu der Zeit genau, was in den ersten Siedlungsgebieten und später im Westen dieses weiten Landes zu erwarten war. Die „frontier mentality“ der neuen Bewohner Amerikas entwickelte sich rasch, denn es galt die Grenze des Landes immer weiter nach Westen zu verlagern. Viele verloren dabei ihr Leben und andere fanden dabei ihr großes Glück.

Es ist nicht einfach, „die“ amerikanische Nationalkultur zu beschreiben, da die Vereinigten Staaten nicht einfach nur „ein Land sind“. Vielmehr bestehen die USA aus 50 einzelnen Bundesstaaten, die sich über einen ganzen Kontinent erstrecken. Die ca. 340 Millionen Einwohner stammen aus einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichem Hintergrund. So ist die amerikanische Bevölkerung eine bunte Mischung aus Angelsachsen, Franzosen, Deutschen, Norwegern, Schweden, Spaniern, Italienern, Lateinamerikanern, amerikanischen Eingeborenen, Afrikanern, Polen, Russen, Japanern, Chinesen, Koreanern und Arabern, um nur einige zu nennen.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der interkulturellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA ein und umreißt die wissenschaftliche Herangehensweise der Arbeit.

II Unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA: Dieses Hauptkapitel definiert grundlegende Begriffe wie Kultur, Nationalkultur und Unternehmenskultur und vergleicht diese anhand verschiedener theoretischer Ansätze, insbesondere mit Blick auf Kommunikation, Denkweise und Management.

1 Was ist Kultur?: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Kultur durch verschiedene anthropologische Theorien und ordnet National- und Unternehmenskultur ein.

2 Unterschiede in der Kommunikation: Es wird analysiert, wie sich kulturelle Hintergründe auf die Geschäftssprache und die Kommunikationsstile auswirken.

3 Unterschiede in der Denkweise: Die verschiedenen Herangehensweisen an Zeit, Sicherheit und Motivation in beiden Ländern werden hier im Detail untersucht.

4 Weitere Unterschiede: Dieses Kapitel betrachtet spezifische Aspekte wie Etikette und unterschiedliche Managementansätze in beiden Kulturen.

5 Anpassung an die Fremdkultur: Der Prozess der kulturellen Anpassung wird beschrieben, wobei Phänomene wie der Kulturschock und der Re-entry Schock zentral sind.

6 Vermeiden von interkulturellen Schwierigkeiten: Es werden Strategien zur Personalauswahl und zur Implementierung interkultureller Trainings zur Vorbeugung von Schwierigkeiten diskutiert.

III Schluss: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf die Notwendigkeit weiterführender Forschung.

Schlüsselwörter

Unternehmenskultur, Nationalkultur, Kulturschock, Interkulturelle Kommunikation, Hofstede, Edward T. Hall, Management, Deutschland, USA, Anpassung, Re-entry Schock, Individualismus, Sicherheitsdenken, interkulturelle Trainings, Arbeitswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Arbeitsweisen sowie deren Auswirkungen auf deutsche Fachkräfte, die in den USA tätig sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Kultur, dem Vergleich von Kommunikations- und Denkstilen, dem Phänomen Kulturschock und Strategien zur erfolgreichen kulturellen Anpassung im Berufsleben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die kulturellen Unterschiede zwischen beiden Ländern anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen und Ansätze für eine gelungene interkulturelle Integration von Mitarbeitern im Ausland zu identifizieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Sekundärliteratur sowie der kontrastiven Anwendung von Kulturtheorien, primär nach Edward T. Hall und Geert Hofstede.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Kommunikationsstilen, Denkweisen, Etikette, Managementansätzen sowie die psychologischen Phasen von Kulturschock und Anpassung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Unternehmenskultur, Nationalkultur, Kulturschock, interkulturelle Kompetenz, Hofstedes Kulturdimensionen und Managementstile.

Warum ist das Thema "Re-entry Schock" so relevant für die Arbeit?

Die Arbeit hebt hervor, dass die Rückkehr in das Heimatland oft unterschätzt wird und viele Unternehmen keine ausreichende Unterstützung für Rückkehrer bieten, was zu einer Entfremdung führen kann.

Welche Rolle spielt die "Subkultur" in der Argumentation der Autorin?

Das Konzept der Subkultur dient als Hilfsmittel, um die Komplexität innerhalb großer Gesellschaften wie den USA oder Deutschland zu differenzieren und pauschale Verallgemeinerungen zu vermeiden.

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Details

Title
Unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA aus der Sicht einer deutschen Auswanderin in South Carolina
College
Institut for Interpreter and Languages Munich
Grade
1,3
Author
Carola Robbins (Author)
Publication Year
2008
Pages
44
Catalog Number
V135962
ISBN (eBook)
9783640912933
ISBN (Book)
9783640912049
Language
German
Tags
unternehmenskulturelle unterschiede deutschland sicht auswanderin south carolina
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carola Robbins (Author), 2008, Unternehmenskulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA aus der Sicht einer deutschen Auswanderin in South Carolina, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135962
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