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Das Medium Clown

Enzyklopädischer Essay zum Medium Clown mit Verweis auf Bölls ‘Ansichten eines Clowns’

Title: Das Medium Clown

Essay , 2009 , 7 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Antje Schoene (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Nach einer kurzen Begrifferklärung folgt eine geschichtliche Darsellung und es wird das Medium Clown in Bezug zu Heinrich Bölls 'Ansichten eines Clowns' gesetzt. Das Medium Clown: Das Wort Clown kommt aus dem Englischen, stand ursprünglich für Hanswurst oder Tölpel und ist möglicherweise abgeleitet vom lateinischen colonus, Bauer.
Schon in der Antike gab es komische Figuren im Theater. Zum einen waren sie Spötter, die sich mit ihrem beißenden Hohn gegen Obrigkeiten auflehnten, zum anderen waren sie die Verspotteten, die wegen ihres Äußeren verlacht wurden. Der Clown des Mittelalters war der Hofnarr. Bei Shakespeare beginnend entwickelte sich diese Figur als Künstler. Im Elisabethanischen Theater traten sie in Komödien als komisches Intermezzo auf, kamen in Tragödien vor oder kontrastierten das ernste Pathos der Heldenfiguren. Neben dem Hofnarr im Theater erschienen in anderen Ländern Abwandlungen in Form des weißgeschminkten, eher nachdenklichen Pierrot in Frankreich oder des Harlekin, sowie des Arlecchino in der Commedia dell'Arte, dem italienischen Stehgreiftheater. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Medium Clown

2. Der Clown im Roman Ansichten eines Clowns

2.1 Der Clown als Künstler

2.2 Der Clown als Außenseiter

2.3 Der Clown als Kritiker

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die symbolische und funktionale Bedeutung der Figur des Clowns, mit einem spezifischen Fokus auf den Protagonisten Hans Schnier in Heinrich Bölls Roman „Ansichten eines Clowns“. Ziel ist es, die Rolle des Clowns als Medium der Gesellschaftskritik und der individuellen Identitätsfindung innerhalb einer restaurativen Nachkriegsgesellschaft zu analysieren.

  • Historische und kulturelle Entwicklung der Clown-Figur
  • Die drei Funktionen des Clowns: Künstler, Außenseiter und Kritiker
  • Analyse von Hans Schniers Entfremdung und moralischer Positionierung
  • Darstellung der westdeutschen Gesellschaft der 1950er und 1960er Jahre

Auszug aus dem Buch

Das Medium Clown

Das Wort Clown kommt aus dem Englischen, stand ursprünglich für Hanswurst oder Tölpel und ist möglicherweise abgeleitet vom lateinischen colonus, Bauer. Schon in der Antike gab es komische Figuren im Theater. Zum einen waren sie Spötter, die sich mit ihrem beißenden Hohn gegen Obrigkeiten auflehnten, zum anderen waren sie die Verspotteten, die wegen ihres Äußeren verlacht wurden. Der Clown des Mittelalters war der Hofnarr. Bei Shakespeare beginnend entwickelte sich diese Figur als Künstler. Im Elisabethanischen Theater traten sie in Komödien als komisches Intermezzo auf, kamen in Tragödien vor oder kontrastierten das ernste Pathos der Heldenfiguren. Neben dem Hofnarr im Theater erschienen in anderen Ländern Abwandlungen in Form des weißgeschminkten, eher nachdenklichen Pierrot in Frankreich oder des Harlekin, sowie des Arlecchino in der Commedia dell'Arte, dem italienischen Stehgreiftheater.

Ab dem 18. Jahrhundert wurde die Figur des Clowns zunehmend in den Zirkus verbannt, wo sie bis heute ein zentraler und nicht wegzudenkender Bestandteil des Programms ist. Hier bildeten sich bald bestimmte Typologien und dramaturgische Grundmuster aus, so etwa die Figur des Clowns in Schlabberhose mit übergroßen Schuhen und struppiger, grellfarbiger Perücke. Die Späße in Clownsnummern beziehen ihren Witz neben der vorgeführten Dummheit der Protagonisten oft aus dem Kampf mit der Tücke des Objekts oder slapstickartigen Zweikämpfen. Auch Elemente der Pantomime finden sich wieder. Mit Pantomime und nicht unbedingt mit Zirkus, wird auch der moderne Clown mit dem geschminkten Gesicht in Verbindung gebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Medium Clown: Dieses Kapitel erläutert die etymologische Herkunft und historische Entwicklung des Clowns von der Antike über die Commedia dell'Arte bis hin zur Zirkus- und Filmfigur.

2. Der Clown im Roman Ansichten eines Clowns: Dieser Abschnitt untersucht Hans Schniers Leben als pantomimischer Clown, wobei der Schwerpunkt auf seinen drei Identitätsrollen als Künstler, Außenseiter und gesellschaftskritischer Akteur liegt.

Schlüsselwörter

Clown, Heinrich Böll, Ansichten eines Clowns, Hans Schnier, Pantomime, Nachkriegsgesellschaft, Außenseiter, Gesellschaftskritik, Künstler, Identität, Restaurationspolitik, Komik, Melancholie, Entfremdung, Zirkus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturellen Figur des Clowns und überträgt diese Analyse auf den Protagonisten Hans Schnier aus Heinrich Bölls Roman „Ansichten eines Clowns“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Mediums Clown, die moralische Integrität des Individuums gegenüber gesellschaftlichen Normen und die Rolle des Clowns als Spiegel einer erstarrten Nachkriegsordnung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist die Dreiteilung der Rolle von Hans Schnier in die Funktionen des Künstlers, des Außenseiters und des Kritikers, um sein Handeln im Roman zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Romans in einen historischen und kulturwissenschaftlichen Kontext einbettet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Hans Schnier durch sein Leben als Pantomime versucht, seine Entfremdung von der Gesellschaft und der Familie zu bewältigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Clown, Hans Schnier, Entfremdung, Gesellschaftskritik und Nachkriegsdeutschland.

Warum lehnt Hans Schnier den Begriff „Komiker“ für sich ab?

Schnier lehnt diesen Begriff ab, da er ihn als einen Versuch der Gesellschaft empfindet, ihn in konforme Strukturen einzuordnen, statt seine Rolle als kritischer Außenseiter anzuerkennen.

Inwiefern ist der Clown bei Böll ein „Kritiker“?

Schnier fungiert als Kritiker, indem er durch pantomimische Karikaturen gesellschaftliche Ereignisse und Institutionen wie Politik oder Kirche entlarvt und übersteigert darstellt.

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Details

Title
Das Medium Clown
Subtitle
Enzyklopädischer Essay zum Medium Clown mit Verweis auf Bölls ‘Ansichten eines Clowns’
College
Dresden Technical University  (Germanistik)
Course
Deutsche Zeitromane nach 1950
Grade
2,0
Author
Antje Schoene (Author)
Publication Year
2009
Pages
7
Catalog Number
V135994
ISBN (eBook)
9783640440269
ISBN (Book)
9783640440214
Language
German
Tags
Hein rich Böll Ansichten eines Clowns Medium Clown Clown
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Schoene (Author), 2009, Das Medium Clown, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135994
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