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Inklusion, Exklusion und Inklusive Didaktik. Eine Untersuchung des 'Person-Seins' und 'Mensch-Seins'

Titre: Inklusion, Exklusion und Inklusive Didaktik. Eine Untersuchung des 'Person-Seins' und 'Mensch-Seins'

Élaboration , 2023 , 13 Pages

Autor:in: Jelena Stanoev (Auteur)

Pédagogie - Inclusion
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Diese Arbeit führt einen tiefgründigen Vergleich zwischen Peter Singers Konzept des 'Person-Seins' und dem im Lehrbrief vorgestellten Konzept des 'Mensch-Seins' durch, insbesondere unter den Gesichtspunkten der Inklusion und Exklusion. Zunächst werden beide Konzepte im Detail vorgestellt und miteinander verglichen, um zu verstehen, wie sie jeweils Inklusion und Exklusion betrachten und fördern.

Danach setzt sich die Arbeit mit der Annahme auseinander, dass menschliche Möglichkeiten in jedem Fall vorhanden sind. Um das zu klären, werden diese menschlichen Möglichkeiten definiert und analysiert, wie sie sich in verschiedenen Kontexten manifestieren, insbesondere im Hinblick auf Inklusion und Exklusion.

Ein zentraler Aspekt der Arbeit ist die Diskussion über inklusive Didaktik. Es werden die wichtigsten Aspekte dieses Ansatzes benannt und erläutert. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk darauf, wie die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Inklusion sichtbar gemacht werden können, ohne exkludierend zu wirken. Dies wird durch eine gründliche Analyse und Diskussion verschiedener inklusiver didaktischer Strategien und Praktiken erreicht.

Insgesamt zielt diese Arbeit darauf ab, ein tieferes Verständnis der Konzepte des 'Person-Seins' und des 'Mensch-Seins' zu vermitteln, und untersucht, wie diese Konzepte auf die Praxis der inklusiven Didaktik angewendet werden können. Durch diese Analyse wird ein umfassendes Verständnis von Inklusion und Exklusion sowie von den speziellen Bedürfnissen von Menschen mit Beeinträchtigungen in inklusiven Kontexten erreicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Vergleichen Sie ,Person-Sein‘ (Singer) mit dem im Lehrbrief vorgestellten ,Mensch-Sein‘ unter dem Aspekt der Exklusion und der Inklusion.

II. Warum kann man sagen, dass die menschlichen Möglichkeiten in JEDEM Fall vorhanden sind und welche sind das?

III. Benennen und erläutern Sie die Ihnen wesentlichen Aspekte inklusiver Didaktik.

IV. Warum bleiben die speziellen Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Inklusion sichtbar ohne exkludierend zu wirken?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung mit Inklusion und Exklusion im Kontext anthropologischer Grundlagen und schultheoretischer Konzepte. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen defizitorientierten Selektionsmodellen und einer inklusiven „Allgemeinen Pädagogik“ aufzuzeigen, die Teilhabe und menschliche Identität unabhängig von kognitiven Funktionen als Voraussetzung für Inklusion begreift.

  • Kritik an Peter Singers Personenbegriff und Speziezismus
  • Bedeutung von Kultur, Sprache und sozialem Gegenüber für das Menschsein
  • Überwindung des zweigliedrigen Schulsystems mittels Inklusion
  • Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen als gesellschaftliche Notwendigkeit
  • Entwicklung sonderpädagogischer Kompetenzen innerhalb der Allgemeinen Pädagogik

Auszug aus dem Buch

II. Warum kann man sagen, dass die menschlichen Möglichkeiten in JEDEM Fall vorhanden sind und welche sind das?

Um eine Antwort auf diese Frage zu geben, lässt sich die Geschichte von Marco aufführen, ein Erlebnis vom Herrn Professor Rödler, dass er in seiner Vorlesung erwähnte. Marco war ein neugeborenes Baby, bei dem seit Minute eins feststand, dass er sein Leben lang auf andere angewiesen sein wird. Die Mutter war ratlos, nachdem der Arzt ihr Neugeborenes als „reaktionsloser Fleischklumpen“ bezeichnet hatte und fragte nach Rat. Marco war ein Baby, bei dem man nicht wusste, ob er jemals sehen oder hören, geschweige denn schlucken konnte, wobei sich das Stillen unmöglich machte. Zudem wurde er mit einer Sonde ernährt. Nach einem Gespräch vereinbarten beide, dass das Sondieren von Marco alle zwei Stunden kontrolliert werden sollte, da er bereits in der Klinik alle zwei Stunden durch die Sonde genährt wurde. Bei Unruhe, (bereits kleinste Signale wie Zuckungen) oder jeglicher Reaktion sollte die Mutter wachsam sein und dem Kind Nahrung zuführen.

Die Mutter, die anfangs sehr besorgt war und an ihrem richtigen Handeln zweifelte, lernte mit der Zeit, den Jungen nicht mehr als „reaktionslosen Fleischklumpen“ zu betrachten und dies war ein wichtiger Faktor, der ihm das Überleben gesichert hatte. Ihr Sohn wurde zum „aktiven“ Menschen. Mit all ihren Taten (Reaktionen auf seine Zuckungen), entwickelte sich eine Art grundlegende Dialogstruktur, in der Marco eingetreten ist. Darüber hinaus glaubte die Mutter mit der Zeit Vorlieben bei Marco zu entdecken, da er stets anders reagierte.

Marco ist nach 9 Monaten gestorben, ständig kam Magensaft hoch und auch in die Lungen, weswegen er an seiner siebten Lungenentzündung starb. Wie alle anderen Menschen war er da, er hat gelebt, hat eine Beziehung aufgebaut und ist gestorben. Wenn wir nicht auf Funktionen schauen, hat dieser Mensch alles erlebt/belebt, was jeder von uns auch tut: Jeder Mensch wird Teil von sozialen Zusammenhängen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vergleichen Sie ,Person-Sein‘ (Singer) mit dem im Lehrbrief vorgestellten ,Mensch-Sein‘ unter dem Aspekt der Exklusion und der Inklusion.: Es wird der utilitaristische Personenbegriff von Peter Singer kritisiert und dem Konzept des Menschseins gegenübergestellt, das auf Kultur, sozialem Austausch und der Bedingungslosigkeit menschlicher Begegnung basiert.

II. Warum kann man sagen, dass die menschlichen Möglichkeiten in JEDEM Fall vorhanden sind und welche sind das?: Anhand des Fallbeispiels von Marco wird verdeutlicht, dass auch bei schwersten Beeinträchtigungen durch soziale Interaktion und Dialogstrukturen ein vollwertiges menschliches Leben und ein Teilnehmen an sozialen Zusammenhängen möglich ist.

III. Benennen und erläutern Sie die Ihnen wesentlichen Aspekte inklusiver Didaktik.: Dieses Kapitel fordert eine grundlegende Änderung der Allgemeinen Pädagogik weg von Selektion und Homogenisierung hin zur Kooperation aller Schüler an einem gemeinsamen Gegenstand bei gleichzeitiger innerer Differenzierung.

IV. Warum bleiben die speziellen Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Inklusion sichtbar ohne exkludierend zu wirken?: Hier wird argumentiert, dass Inklusion nicht das „Unsichtbar-machen“ von Beeinträchtigungen erfordert, sondern die Kompetenz, diese im Rahmen einer Allgemeinen Pädagogik als Teil der menschlichen Vielfalt zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Exklusion, Allgemeine Pädagogik, Peter Singer, Person-Sein, Mensch-Sein, sonderpädagogischer Förderbedarf, Dialogstruktur, Teilhabe, soziale Interaktion, Menschenbild, didaktisches Fundamentum, Heterogenität, Ressourcen, Bewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen und ethischen Grundlagen der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen im Bildungswesen und in der Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von utilitaristischen Menschenbildern, die anthropologischen Bedingungen menschlicher Teilhabe sowie die didaktische Umgestaltung von Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, warum eine „Allgemeine Pädagogik ohne Rest“ notwendig ist, um allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen, statt sie in Regelschulen und Sonderschulen zu exkludieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit pädagogischen und philosophischen Konzepten (u.a. Feuser, Rödler, Luhmann, Singer) sowie auf interpretative Fallanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Spannungsfeld zwischen defizitorientierter Sonderpädagogik und inklusiven Ansätzen, kritisiert aktuelle Schulstrukturen und erläutert die Bedeutung sozialer Kommunikation für die Identitätsbildung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Inklusion, Kultur, Teilhabe, Menschenbild und Gemeinsamer Gegenstand charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die „Allgemeine Pädagogik“ vom traditionellen Modell?

Während die traditionelle Pädagogik auf Selektion und Homogenität setzt, fokussiert die Allgemeine Pädagogik auf Kooperation und Heterogenität, wobei die innere Differenzierung im Vordergrund steht.

Welche Rolle spielt die „Geschichte von Marco“ in der Argumentation?

Die Geschichte dient als Beleg dafür, dass menschliche Möglichkeiten nicht an kognitive Funktionen oder „Person-Eigenschaften“ gebunden sind, sondern aus gelingenden sozialen Beziehungen erwachsen.

Ist sonderpädagogisches Wissen im inklusiven Unterricht noch relevant?

Ja, laut Feuser bleibt dieses Wissen wichtig, muss jedoch in eine Allgemeine Pädagogik integriert werden, um unter schwierigen Bedingungen professionell beraten und unterstützen zu können.

Warum wird das „Unsichtbar-machen“ von Behinderungen kritisiert?

Das Unsichtbarmachen wird als Ausdruck eines illusionären Individualismus bewertet, der die Eigenart der Menschen leugnet und die pädagogische Verantwortung der Lehrperson schwächt statt zu stärken.

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Résumé des informations

Titre
Inklusion, Exklusion und Inklusive Didaktik. Eine Untersuchung des 'Person-Seins' und 'Mensch-Seins'
Auteur
Jelena Stanoev (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
13
N° de catalogue
V1359988
ISBN (PDF)
9783346882516
ISBN (Livre)
9783346882523
Langue
allemand
mots-clé
inklusion exklusion untersuchung person-seins mensch-seins Petersinger Inklusivedidaktik Würde
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jelena Stanoev (Auteur), 2023, Inklusion, Exklusion und Inklusive Didaktik. Eine Untersuchung des 'Person-Seins' und 'Mensch-Seins', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1359988
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Extrait de  13  pages
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