Im Laufe dieser Arbeit über interkulturelle Mediation wird zwischen den allgemeinen Grundlagen der Mediation und den spezifischen der interkulturellen Mediation differenziert. Dazu erfolgt eine präzise Einführung in die Mediation um Unterschiede bzw. spezifische Ergänzungen und Besonderheiten der interkulturellen Mediation klar herausarbeiten zu können.
Diese Arbeit wird eingeleitet mit dem Thema der (interkulturellen) Konflikte, denn diese bilden die Vorrausetzung für eine Konfliktbearbeitung in Form von Mediation.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Interkultureller Konflikt
3 Mediation
3.1 Mediation
3.1.1 Ziele
3.2 Mediator
3.2.1 Kompetenzen
3.2.2 Handlungsmaxime
3.3 Ablauf und Phasen
3.4 Methoden
4. Interkulturelle Mediation
4.1 Interkulturelle Mediation
4.1.1 Ansätze
4.1.2 Ziele
4.2 Der interkulturelle Mediator
4.2.1 Interkulturelle Kompetenzen
4.3 Ablauf
4.3.1 Das polychrome Modell
4.3.2 Das Phasenmodell
4.4 Methoden
4.5 Probleme
4.6 Kritik
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Grundlagen der Mediation und deren spezifische Anwendung im interkulturellen Kontext. Ziel ist es, die Unterschiede und Besonderheiten der interkulturellen Mediation herauszuarbeiten, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie kulturelle Differenzen die Konfliktbearbeitung beeinflussen und welche Anforderungen dies an den Mediator stellt.
- Allgemeine Grundlagen der Mediation und des Mediationsprozesses
- Ursachen und Ebenen interkultureller Konflikte
- Spezifische Anforderungen und Kompetenzen für interkulturelle Mediatoren
- Methoden der Konfliktbearbeitung (u.a. Facilitation, non-direktive und direktive Mediation)
- Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit westlicher Mediationstechniken
Auszug aus dem Buch
3.1 Mediation
Mediation (médiation ‹franz.›: Schlichtung, Vermittlung) bedeutet auf konstruktive Art und Weise Konflikte zu deeskalieren und zu bearbeiten. Als eine überwiegend informelle und außergerichtliche Art der Konfliktbearbeitung bedient sie sich der gewaltfreien, konstruktiven Kommunikation und zielt auf gegenseitiges Verstehen der Konfliktparteien ab. Somit kann Mediation als „Vermittlung im Konflikt“ bezeichnet werden.
Daraus ergibt sich die Rolle des Mediators als Vermittler. Er ermöglicht den Streitparteien ihren Standpunkt (Meinungen, Gefühle, Befindlichkeiten) zu äußern, fördert den Dialog zwischen den Streitparteien, bedient sich diverser Gesprächstechniken und fasst Gesagtes zusammen, ermutigt die Parteien zum gegenseitigen Verständnis, verbessert das Beziehungsklima und begleitet den Prozess der Konflikttransformation. (vgl. Dulabaum 2001, S.8f.)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Ziel der Arbeit dar, die allgemeinen Grundlagen der Mediation von der spezifischen interkulturellen Mediation abzugrenzen.
2 Interkultureller Konflikt: Dieses Kapitel definiert verschiedene Konflikttypen und analysiert die Hauptursachen für Konflikte, insbesondere im Hinblick auf kulturelle Unterschiede.
3 Mediation: Hier werden die allgemeinen Prinzipien, Ziele, die Rolle des Mediators sowie der typische Phasenablauf einer Mediation beschrieben.
4. Interkulturelle Mediation: Dieses Hauptkapitel widmet sich der Anwendung von Mediation im interkulturellen Raum, beleuchtet Ansätze, Rollenprofile, Modelle und die spezifische Methodik sowie Kritikpunkte.
5. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit reflektiert, insbesondere die Feststellung, dass interkulturelle Mediation noch Forschungsbedarf bezüglich der universellen Anwendbarkeit westlicher Techniken aufweist.
Schlüsselwörter
Mediation, Interkulturelle Mediation, Konfliktbearbeitung, Mediator, Kultur, Konflikttransformation, Kommunikation, Kompetenzen, Interkulturelle Kompetenz, Sprachbarrieren, Ethnozentrismus, Perspektivwechsel, Reframing, Gewaltfreie Kommunikation, Konfliktursachen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und die praktischen Anforderungen der Mediation, speziell im interkulturellen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören allgemeine Mediationstechniken, die Analyse interkultureller Konfliktursachen, das Profil des interkulturellen Mediators sowie die Kritik an bestehenden Modellen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Differenzierung zwischen allgemeiner und interkultureller Mediation sowie die Herausarbeitung der Besonderheiten bei der Bearbeitung kulturell bedingter Konflikte.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Ansätze der Konfliktforschung und Mediatorenausbildung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des allgemeinen Mediationsprozesses und die spezifischen Herausforderungen und Anpassungen, die bei interkulturellen Konflikten notwendig sind.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Mediation, interkulturelle Kompetenz, Konflikttransformation, Kultur als Strategie und Kommunikationstechniken wie Reframing.
Welche Rolle spielt das "innere Team" in der Mediation?
Das "innere Team" nach Schulz von Thun wird als hilfreiches Konzept genannt, um Konflikte zwischen Parteien als Zusammenstoß verschiedener innerer Teammitglieder zu verstehen und Lösungsstrategien abzuleiten.
Warum ist die Sprache als Problem in der interkulturellen Mediation eingestuft?
Die Sprache gilt als essentiell für die Artikulation. Sprachbarrieren, die Notwendigkeit von Dolmetschern oder die Verwendung einer Drittsprache können zu Missverständnissen und Informationsverlusten führen.
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- Diplom-Kommunikationspsychologin Alexandra Mietusch (Author), 2005, Interkulturelle Mediation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136014