Die vorliegende Arbeit soll die wiederkehrenden Aspekte der sakralen Ideologie der Tetrarchie und häufigen Motive der medialen Präsentation erarbeiten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, inwieweit die Erfahrungen der Reichskrise des dritten Jahrhunderts n. Chr. diese Motive beeinflussten, beziehungsweise notwendig machten. Nach einer Übersicht des Forschungsstandes über die Tetrarchie werden die Quellen antiker Autoren zur Vierkaiserherrschaft vorgestellt. Es folgt eine Übersicht über die Ereignisse und Krisen des dritten Jahrhunderts.
Anschließend wird die sakrale Ideologie inklusive der dynastischen Politik Diokletians und das sogenannte Leistungsprinzip umrissen. Kapitel 4 widmet sich der Beschreibung der repräsentativen Medien der Tetrarchie. Neben archäologischen Quellen wie dem Galeriusbogen in Thessaloniki und den Tetrarchengruppen von Venedig und Rom werden numismatische Fundstücke beschrieben. Außerdem folgt eine Beschreibung der Panegyrici Latini, die als offizielle Lobreden einen Einblick in die sakrale und repräsentative Außendarstellung der Tetrarchen bieten. Es wird die Frage erörtert, inwieweit die Politik vorhergegangener Herrscher als Beispiel für das System der Tetrarchie Pate stand.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Forschungsstand
- Quellenlage
- Die Ereignisse und Krisen des dritten Jahrhunderts
- Die sakrale Ideologie inklusive der dynastischen Politik Diokletians und das sogenannte Leistungsprinzip
- Die repräsentativen Medien der Tetrarchie
- Die Tetrarchie im Vergleich zu anderen Mehrherrschaftssystemen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, die wiederkehrenden Aspekte der sakralen Ideologie der Tetrarchie und häufigen Motive der medialen Präsentation zu erarbeiten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, inwieweit die Erfahrungen der Reichskrise des dritten Jahrhunderts n. Chr. diese Motive beeinflussten, beziehungsweise notwendig machten.
- Analyse der sakralen Ideologie der Tetrarchie
- Untersuchung der medialen Repräsentation der Tetrarchie
- Bedeutung der Reichskrise des dritten Jahrhunderts für die tetrarchische Herrschaft
- Vergleich der Tetrarchie mit anderen Mehrherrschaftssystemen
- Relevanz der Tetrarchie für die Entwicklung des spätantiken Kaisertums
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung bietet einen Überblick über den Forschungsstand zur Tetrarchie und die wichtigsten Quellen. Kapitel 2 beleuchtet die Ereignisse und Krisen des dritten Jahrhunderts, die den Hintergrund für die Tetrarchie bilden. In Kapitel 3 wird die sakrale Ideologie der Tetrarchie, inklusive der dynastischen Politik Diokletians und des Leistungsprinzips, näher betrachtet. Kapitel 4 widmet sich den repräsentativen Medien der Tetrarchie, wie z. B. den Panegyrici Latini, Münzen und bildlichen Darstellungen.
Schlüsselwörter
Tetrarchie, Diokletian, Herrschaftslegitimation, Repräsentation, sakrale Ideologie, Reichskrise, drittes Jahrhundert, Panegyrici Latini, Galeriusbogen, Tetrarchengruppen, Münzen, Leistungsprinzip, dynastische Politik.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Tetrarchie Diokletians?
Die Tetrarchie war ein System der Vierkaiserherrschaft, bei dem zwei Seniorkaiser (Augusti) und zwei Juniorkaiser (Caesares) das Römische Reich gemeinsam regierten.
Warum wurde die Tetrarchie eingeführt?
Sie war eine Reaktion auf die Reichskrise des dritten Jahrhunderts, um die Verwaltung zu stabilisieren und die Verteidigung der Reichsgrenzen effizienter zu gestalten.
Was bedeutet „sakrale Ideologie“ in diesem Kontext?
Diokletian legitimierte seine Herrschaft durch eine enge Bindung an die Götter (z.B. Jupiter und Herkules), um die kaiserliche Autorität religiös zu erhöhen.
Welche medialen Mittel nutzten die Tetrarchen zur Selbstdarstellung?
Genutzt wurden Münzbilder, Monumente wie der Galeriusbogen, Statuengruppen (z.B. in Venedig) und offizielle Lobreden (Panegyrici Latini).
Was ist das Leistungsprinzip der Tetrarchie?
Anstelle rein dynastischer Erbfolge sollte die Auswahl der Caesaren auf deren militärischer und administrativer Leistung basieren, um qualifizierte Nachfolger zu sichern.
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- Patrick Stahl (Author), 2014, Die Elemente der Herrschaftslegitimation und Repräsentation Diokletians, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1360547