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Der Einfluss der Europäisierung auf die öffentliche Verwaltung in Deutschland

Titel: Der Einfluss der Europäisierung auf die öffentliche Verwaltung in Deutschland

Studienarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Organisation und Verwaltung - Öffentliche Verwaltung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Europäisierung für die Kommunen in Deutschland hat. Dabei wird der Fokus auf die Kommunen, als unterste Ebene im politischen System in der Europäischen Union, gesetzt. Neben der Bedeutung der Europäisierung sollen ebenfalls positive wie negative Auswirkungen des europäischen Integrationsprozesses auf die kommunale Ebene aufgezeigt werden.

Um die Fragestellung zu klären, folgt die Arbeit der anschließend dargestellten Struktur: Es werden zunächst der Europäisierungsbegriff definiert und die Europäisierung als methodisches Konzept beleuchtet. In Kapitel 3 erfolgt ein Blick auf die kommunale Ebene, die im Grundgesetz verankerte Selbstverwaltungsgarantie und der Versuch der wachsenden Einbindung der Kommunen in die Europapolitik. Im Anschluss wird auf drei ausgewählte Politikfelder eingegangen, bei denen die europäische Rechtsetzung den Handlungsrahmen der Kommunen im Wesentlichen mitbestimmt, bevor am Ende ein Fazit gezogen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Europäisierung

2.1 Ebenen der Europäisierung

2.2 Vektoren der Europäisierung

3 Die kommunale Ebene im europäischen Kontext

3.1 Das kommunale Selbstverwaltungsrecht und seine Schranken

3.2 Zur Stellung der Kommunen in der Europäischen Union

4 Folgen der Europäisierung auf kommunaler Ebene

4.1 Öffentliches Auftragswesen

4.2 Umweltpolitik

4.3 Kommunale Wirtschaftsförderung und EU-Beihilferecht

5 Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht, welche Rolle die Europäisierung für die öffentliche Verwaltung auf kommunaler Ebene in Deutschland spielt. Dabei wird analysiert, wie der europäische Integrationsprozess den Handlungsspielraum der Kommunen determiniert und welche Auswirkungen dies auf politischer sowie administrativer Ebene hat.

  • Grundlagen und Definition des Europäisierungsbegriffs
  • Stellung der Kommunen im europäischen Mehrebenensystem
  • Rechtliche Schranken kommunaler Selbstverwaltung durch EU-Vorgaben
  • Einfluss der EU auf das öffentliche Auftragswesen
  • Umweltpolitische Anforderungen und deren lokale Umsetzung
  • Kommunale Wirtschaftsförderung im Spannungsfeld des EU-Beihilferechts

Auszug aus dem Buch

3.1 Das kommunale Selbstverwaltungsrecht und seine Schranken

Deutschlands Kommunen haben eine bedeutungsvolle Stellung inne: Die im Grundgesetz verankerte Selbstverwaltungsgarantie ermöglicht die gemeindlichen Aufgaben in eigener Zuständigkeit wahrzunehmen (Sabathil 2006: 10). Kernbereiche dieser kommunalen Selbstverwaltung sind unter anderem die Finanz-, Organisations-, Planungs- und die Satzungshoheit. Im Rahmen der Ausgestaltung dieser Kompetenzen beeinflussen die Kommunen den Lebensraum ihrer Bürger. Doch welche Rolle spielt die kommunale Selbstverwaltung auf der europäischen Ebene? Die Mitgliedsstaaten haben schließlich bereitwillig umfänglich nationale Kompetenzen an die Europäische Union abgegeben, verknüpft mit der Pflicht europäische Rechtsvorschriften umzusetzen.

Die Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung werden durch mehrere Schranken erkennbar, „einerseits durch die Einbindung in den deutschen Föderalismus und andererseits durch die Einbindung in das europäische Mehrebenensystem sowie in europäische Mehrebenengesetze“ (Reiners 2019: 4). Letztere Punkte werden durch europäische Rechtsvorschriften sichtbar. Es gibt zwei Kategorien von europäischen Vorgaben: das Primärrecht, also die von den Mitgliedstaaten unterzeichneten und ratifizierten Verträge und Sekundärrecht, also von der EU erlassene Richtlinien, Verordnungen Beschlüsse, Empfehlungen und Stellungnahmen (Europäische Kommission (o. J.)).

Das nachfolgende Kapitel soll einen Überblick über die fortschreitende Einbindung der Rolle der Kommunen und des kommunalen Selbstverwaltungsrechts in der Europäischen Union geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Europäisierung und deren Bedeutung für die deutsche Kommunalebene ein, wobei das Spannungsfeld zwischen nationaler Selbstverwaltung und europäischer Rechtssetzung aufgezeigt wird.

2 Europäisierung: Das Kapitel definiert den Europäisierungsbegriff nach Claudio Radaelli und erläutert die verschiedenen Dimensionen sowie Wege der politischen Einflussnahme innerhalb der EU.

3 Die kommunale Ebene im europäischen Kontext: Hier wird die Rolle der Kommunen im europäischen Mehrebenensystem beleuchtet, einschließlich der historisch gewachsenen Einbindung in EU-Entscheidungsprozesse.

3.1 Das kommunale Selbstverwaltungsrecht und seine Schranken: Dieser Abschnitt analysiert, wie europäische Rechtsvorgaben das im Grundgesetz verankerte Selbstverwaltungsrecht der Kommunen inhaltlich einschränken.

3.2 Zur Stellung der Kommunen in der Europäischen Union: Das Kapitel bietet einen historischen Rückblick auf die Kompetenzübertragungen der EU und die Institutionalisierung kommunaler Interessenvertretung.

4 Folgen der Europäisierung auf kommunaler Ebene: In diesem Kapitel werden die praktischen Auswirkungen der EU-Regelungen in exemplarisch ausgewählten Politikbereichen dargestellt.

4.1 Öffentliches Auftragswesen: Die Untersuchung zeigt den Einfluss der EU-Vergaberichtlinien auf kommunale Ausschreibungsprozesse und deren verwaltungstechnische Herausforderungen.

4.2 Umweltpolitik: Dieses Kapitel erläutert, wie durch EU-Umweltrichtlinien, wie die Wasserrahmenrichtlinie, verbindliche Standards für kommunale Planung und Verwaltung gesetzt werden.

4.3 Kommunale Wirtschaftsförderung und EU-Beihilferecht: Es wird dargestellt, wie EU-Beihilferegelungen die kommunale Wirtschaftsförderung einschränken und eine sorgfältige Prüfung der Tatbestandsvoraussetzungen notwendig machen.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine erfolgreiche Europäisierung kommunaler Politik eine wechselseitige Integration und einen partnerschaftlichen Dialog zwischen den Ebenen erfordert.

Schlüsselwörter

Europäisierung, EU-Recht, Kommunale Selbstverwaltung, Mehrebenensystem, Öffentliches Auftragswesen, Umweltpolitik, EU-Beihilferecht, Subsidiaritätsprinzip, Daseinsvorsorge, Verwaltungsaufwand, Europäische Kommission, Kommunalpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Europäisierung auf die kommunale Ebene in Deutschland und untersucht, wie EU-Rechtssätze den Handlungsrahmen der kommunalen Selbstverwaltung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf drei Hauptbereiche: das öffentliche Auftragswesen, die Umweltpolitik sowie die kommunale Wirtschaftsförderung im Hinblick auf das EU-Beihilferecht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, welch bedeutende Rolle die Europäisierung für deutsche Kommunen spielt und ob die europäische Integration eher als Bereicherung oder als Belastung für die lokale Verwaltungsebene wahrgenommen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die Europäisierungsforschung als methodisches Konzept, um die Auswirkungen von "top-down"-Prozessen (EU-Vorgaben) auf nationale Verwaltungsstrukturen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit den Begriffen der Europäisierung und eine praktische Analyse spezifischer Politikfelder, in denen die EU direkte und indirekte Vorgaben für die Kommunen macht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Europäisierung, kommunale Selbstverwaltung, Vergaberecht, Beihilferecht sowie das europäische Mehrebenensystem.

Wie belastet das europäische Vergaberecht die kommunale Verwaltungspraxis?

Besonders für kleinere Kommunen entstehen durch die europarechtlichen Schwellenwerte und die damit verbundenen, komplexen Vergabeverfahren hohe Kosten und ein immenser Verwaltungsaufwand.

Welche Bedeutung hat das Subsidiaritätsprinzip im Kontext der Arbeit?

Das Subsidiaritätsprinzip soll sicherstellen, dass Aufgaben auf der Ebene erfüllt werden, die am nächsten an den Bürgern ist, was theoretisch einen Schutz der kommunalen Kompetenzen bewirken soll, jedoch in der Praxis durch EU-Rechtsakte oft tangiert wird.

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Details

Titel
Der Einfluss der Europäisierung auf die öffentliche Verwaltung in Deutschland
Hochschule
Universität Kassel  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Entwicklung der Verwaltungsorganisation
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1360735
ISBN (PDF)
9783346880482
ISBN (Buch)
9783346880499
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europäisierung Kommune öffentliche Verwaltung kommunale Ebene Europapolitik Selbstverwaltungsgarantie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Der Einfluss der Europäisierung auf die öffentliche Verwaltung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1360735
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Leseprobe aus  18  Seiten
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