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Interessengruppen in Deutschland und den USA: Wohlfahrtseffekte und Möglichkeiten für ihre Verbesserung

Title: Interessengruppen in Deutschland und den USA: Wohlfahrtseffekte und Möglichkeiten für ihre Verbesserung

Diploma Thesis , 2009 , 57 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Carsten Dethlefs (Author)

Business economics - Economic Policy
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In dieser Arbeit werden die Wirkungsmechanismen von Interessengruppen in Deutschland und den USA beschrieben und vor den Umweltvariablen politische Rahmenbedingungen, Medienumfeld und Wahlsystem diskutiert und miteinander verglichen. Darauf aufbauend werden an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasste Reformvorschläge zur gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtssteigerung diskutiert und normativ empfohlen. Hier-bei handelt es sich um Reformen in den Bereichen politische Struktur und Abläufe, Bildung/Aufklärung und Medienlandschaft. Sowohl in Deutschland als auch in den USA wird eine verstärkte Aufklärungsarbeit über das politische System und die Besitzverhältnisse im Mediensektor angemahnt, wo-bei die Aufklärung im überwiegend privatwirtschaftlich organisierten Mediensektor in den USA eine größere Rolle spielen dürfte. Insbesondere für Deutschland werden strengere Maßstäbe für das politische Personal empfohlen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien und Mechanismen der Interessengruppen in Demokratien

2.1 Rent seeking

2.2 Vorgehensweisen bei der Durchsetzung von Interessen

2.2.1 Stimmentausch

2.2.2 Selektive Informationsabgabe

2.2.3 Partielle Unsichtbarkeit

2.2.4 Vorschicken schwacher Mitglieder

2.3 Ökonomische Theorie der Interessengruppen nach Mancur Lloyd Olson

2.3.1 Darstellung der Denkweise von Mancur Lloyd Olson

2.3.2 Wohlfahrtseffekte im Denken Olsons

2.3.3 Kritische Würdigung

2.4 Garry S. Becker

2.4.1 Darstellung von Beckers Gedanken

2.4.2 Die Rolle der Wohlfahrtseffekte bei Becker

2.4.3 Kritische Würdigung

2.5 Abschließende vergleichende Diskussion der Theorien von Mancur Lloyd Olson und Gary S. Becker

3. Erläuterung der ausgewählten Determinanten des kollektiven Handelns in den USA und Deutschland

3.1 Deutschland

3.1.1 Demokratieverständnis

3.1.2 Wahlsystem

3.1.3 Medienumfeld

3.2 USA

3.2.1 Demokratieverständnis

3.2.2 Wahlsystem

3.2.3 Medienumfeld

3.3 Vergleich zwischen den betrachteten Systemen

4. Mögliche Reformmaßnahmen zur Wohlfahrtsmaximierung in Demokratien am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und den USA

4.1 In Deutschland

4.1.1 Vorschläge zur Reform der politischen Abläufe und Strukturen zur gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtsmaximierung in Deutschland

4.1.2 Reformen zur Wohlfahrtsmaximierung durch Aufklärung und Bildung

4.1.3 Reformvorschläge für den Medienbereich

4.2 In den USA

4.2.1 Vorschläge zur Reform der politischen Abläufe und Strukturen zur gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtsmaximierung in den USA

4.2.2 Reformen im Bereich der Bildung

4.2.3 Reformen im Bereich der Medien

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Wirkungsmechanismen von Interessengruppen in Deutschland und den USA unter Berücksichtigung politischer Rahmenbedingungen, Mediensysteme und Wahlsysteme. Das primäre Ziel besteht darin, Wohlfahrtseffekte zu bewerten und konkrete Reformvorschläge zur Steigerung der gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrt abzuleiten.

  • Vergleichende Analyse von Theorien zum kollektiven Handeln (Olson und Becker).
  • Untersuchung der institutionellen Rahmenbedingungen für Lobbyismus in beiden Ländern.
  • Einfluss von Mediensystemen auf die politische Meinungsbildung und den Einfluss von Interessengruppen.
  • Entwicklung von Reformansätzen zur Förderung von Transparenz, Bildung und politischer Integrität.

Auszug aus dem Buch

2.1 Rent seeking

Als das übergeordnete Verhalten zur Interessensdurchsetzung wird hier das Rent seeking zur Erläuterung der folgenden Überlegungen vorangestellt (vgl. Tullock 1967: 228-232). Unter Rent seeking wird der Umstand verstanden, dass Interessengruppen oder mächtige Einzelpersonen knappe Ressourcen einsetzen, um Druck auf den politischen Sektor auszuüben und diesen zu seinen eigenen Gunsten zu beeinflussen (vgl. Jarrre 2005: 345).

Das Rent seeking führt volkswirtschaftlich zu einer Ressourcenverschwendung, da Energien produktiven Zwecken nicht mehr zur Verfügung stehen, sondern lediglich für Rent-Seeking-Zwecke verwendet werden. Zudem erfolgt durch das Rent Seeking eine Verzerrung von Anreizen, da zur Finanzierung der Staatsausgaben Steuern erhöht werden oder nicht mehr produktive Wirtschaftszweige durch Subventionen am Leben gehalten werden wie beispielsweise die Bergbau-Industrie in Deutschland über viele Jahre. Hieraus können in einigen schweren Fällen Strukturinflexibilitäten und Unreformierbarkeiten von Gesellschaften resultieren (vgl. beispielsweise Daxhammer 1995: 77).

Olson spricht in diesem Zusammenhang von einer „Unregierbarkeit“ (Olson 1982: 9) von Ländern, in denen Interessengruppen einen zu großen Einfluss ausüben. So kann die Angst der Politik vor der Abstrafung durch den Wähler bei Wahlen zu einer Unterlassung objektiv notwendiger Reformmaßnahmen führen. Ein aktuelles Beispiel sind Rentenreformen bei einer wachsenden Gruppe von alten Menschen, die bei Wahlen zunehmend an Gewicht gewinnt. Dieses würde dann eine Erhöhung der negativen Wohlfahrtseffekte bedeuten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des wachsenden Einflusses von Interessengruppen auf die Politik ein und definiert den Rahmen der vergleichenden Analyse zwischen Deutschland und den USA.

2. Theorien und Mechanismen der Interessengruppen in Demokratien: In diesem Kapitel werden grundlegende Mechanismen wie Rent Seeking und die ökonomischen Theorien von Mancur Olson und Gary S. Becker gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.

3. Erläuterung der ausgewählten Determinanten des kollektiven Handelns in den USA und Deutschland: Hier werden die spezifischen politischen, gesellschaftlichen und medialen Rahmenbedingungen in Deutschland und den USA untersucht, die das Handeln von Interessengruppen beeinflussen.

4. Mögliche Reformmaßnahmen zur Wohlfahrtsmaximierung in Demokratien am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und den USA: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen werden gezielte Reformansätze für politische Strukturen, Bildung und Medienlandschaft erarbeitet.

5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Notwendigkeit von Reformen, um die politische Einflussnahme von Interessengruppen zugunsten des Gemeinwohls zu steuern.

Schlüsselwörter

Interessengruppen, Lobbies, Rent Seeking, Wohlfahrtseffekte, Politische Reformen, Demokratieverständnis, Wahlsystem, Medienlandschaft, Kollektives Handeln, Politische Bildung, Transparenz, Mancur Olson, Gary S. Becker, Systemstabilisierung, Interessenkonflikte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Interessengruppen auf die politische Gestaltung und die gesellschaftliche Wohlfahrt in Deutschland und den USA.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die ökonomischen Theorien des Lobbyismus, die Analyse von politischen und medialen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung von Reformmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Lobbies zu analysieren und normativ Reformen zu empfehlen, die zu einer Steigerung der gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrt führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende ökonomische Analyse, die auf der Gegenüberstellung prominenter Theorien und der Auswertung länderspezifischer politischer und medialer Gegebenheiten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Lobby-Mechanismen, eine Untersuchung der politischen Determinanten (Demokratie, Wahlen, Medien) und einen praxisorientierten Reformteil.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rent Seeking, Interessengruppen, politisches Handeln, Wohlfahrtsmaximierung und Medienökonomie charakterisiert.

Warum spielt die Medienlandschaft eine so wichtige Rolle in der Arbeit?

Die Medien fungieren als Schnittstelle für Informationsvermittlung und Manipulation, wodurch sie maßgeblich darüber entscheiden, wie Interessengruppen politischen Druck ausüben und Wähler beeinflussen.

Welche Unterschiede werden zwischen Deutschland und den USA hervorgehoben?

Während Deutschland durch ein Verhältniswahlrecht und ein duales Mediensystem geprägt ist, weisen die USA ein Mehrheitswahlrecht, eine stärkere Medienorientierung und eine ausgeprägtere Lobbying-Praxis im Wahlkampf auf.

Welche Reformmaßnahmen schlägt der Autor vor?

Der Autor schlägt u.a. striktere Transparenzregeln, eine verstärkte Medienkompetenz in Schulen, längere Legislaturperioden sowie ein Berufsverbot für Politiker nach ihrer Amtszeit vor, um die Unabhängigkeit zu stärken.

Welche Bedeutung haben die Theorien von Mancur Olson und Gary S. Becker?

Ihre Theorien bilden das theoretische Fundament, um sowohl die negativen Folgen von Verteilungskoalitionen (Olson) als auch die potenziell wettbewerbsfördernde Dynamik zwischen Lobbies (Becker) zu begreifen.

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Details

Title
Interessengruppen in Deutschland und den USA: Wohlfahrtseffekte und Möglichkeiten für ihre Verbesserung
College
University of Hagen
Grade
2,0
Author
Carsten Dethlefs (Author)
Publication Year
2009
Pages
57
Catalog Number
V136092
ISBN (eBook)
9783640435401
ISBN (Book)
9783640435098
Language
German
Tags
Interessengruppen Deutschland Wohlfahrtseffekte Möglichkeiten Verbesserung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carsten Dethlefs (Author), 2009, Interessengruppen in Deutschland und den USA: Wohlfahrtseffekte und Möglichkeiten für ihre Verbesserung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136092
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