Umweltethik. Die Beziehung zwischen Mensch und Klima als Herausforderung des Jahrhunderts


Hausarbeit, 2009

17 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Treibhauseffekt und globale Erwarmung
1. Unterschied natiirlicher und anthropogener Treibhauseffekt
2. Ursachen des ansteigenden Treibhauseffekts
3. Folgen des Treibhauseffekts

III. Klimawandel
1. Ursachen des Klimawandels
2. Folgen des Klimawandels

IV. Ethische Gesichtspunkte des Klimawandels
1. Handlungsgrundsatze
2. Handlungsoptionen

V. Klimaschutz mit Kyoto — Protokoll

VI. Forderungen und Vorschlage fiir eine „heile Welt"
1. Hauptforderungen der Klimaallianz
2. Forderungen an die Gemeinschaft und das Individuum
3. In welche Richtung weist das ethische Urteil?

VII. Fazit

VIII. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Umweltethik umfasst sehr viele Themengebiete und lasst genOgend Freiraum, ein passendes Thema fur eine Hausarbeit zu finden. Ausschlaggebend kir mein Thema war die wohl bekannteste Internetplattform fOr Studenten, das „Studi VZ". Dort ist man in der Lage, verschiedenen Gruppen beizutreten, um den Mitgliedern seine personlichen Meinungen und Haltungen zu demonstrieren. Dabei fiel mir eine Gruppe besonders ins Auge „Fans der Erderwarmung — Palmen fOr Deutschland". Ob sich die Gruppenmitglieder wirklich Ober den Klimawandel bewusst sind?

Das animierte mich dazu, „Mensch und Klima" ins Visier zu nehmen und zum Gegenstand meiner Hausarbeit zu machen.

Der Satz „Der Mensch bendtigt die Natur, aber die Natur bentitigt den Menschen nicht" gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es liegt an den Menschen, alles in ihrer Kraft Stehende zu tun. um der Nachwelt einen belebbaren Planeten zu hinterlassen. Die natOrliche Umwelt stellt unsere Lebensgrundlage dar. Drei der vier Lebenselemente, d. h. Elemente, die kir jegliches Leben unabdingbar sind, namlich Erde, Luft und Wasser, sind heute in extremer Gefahr. Diese Gefahrdung wird hauptsachlich durch den Menschen verursacht.

Sterbende Baume, verpestete Luft und ungenieflbares Wasser sind oftmals der hohe Preis, der fOr die Annehmlichkeiten unserer Zivilisation bezahlt werden muss. lnzwischen gefahrdet der Mensch seine Umwelt in globalen Dimensionen, und damit auch den Fortbestand seiner eigenen Existenz. So muss immer Offer die Frage gestellt werden, ob all das, was im Namen von Fortschritt und Wohlstand geschieht, im wirklichen Interesse der Menschen liegt.

Die Belastung unserer Atmosphare fOhrt zu zwei unterschiedlich dimensionierten Folgewirkungen: Einerseits kommt es durch die Abgabe von Schadstoffen in die Luft zu einer unmittelbaren Qualitatsminderung der Luft. Andererseits fOhren einige der abgegebenen Schadstoffe Ober chemische Reaktionen zu einer Veranderung der Zusammensetzung von Teilen der Atmosphare (sauere Regen), der ganzen Atmosphare (Ozonloch) und des globalen Klimas (Treibhauseffekt). Vor allem der Schadstoffgehalt in Verdichtungsraumen mit hoher Konzentration an Industrie, Verkehr und BevOlkerung Oberschreitet oft das kir den Menschen und seine Umwelt zulassige Mall.

Unser Planet befindet sich am Scheideweg, es deutet einiges auf sehr grofle Veranderungen auf der Erde hin. Die globale Erwarmung ist noch nicht aufler Kontrolle geraten, noch nicht, doch um uns herum haufen sich die Warnsignale.

Der Klimawandel ist die Herausforderung des Jahrhunderts.

Was kOnnen wir gegen die globale Erwarmung tun, was passiert, wenn wir nichts tun. Die Temperaturen steigen und mit jedem Grad wird die Lage ernster.

Die Vorstellung, die Erde erwarmt sich weiter, wo wird der nachste Supersturm zuschlagen oder die nachste versengende Hitzewelle, wo wird die nachste Katastrophe geschehen, welche Ausmarle wird das mit sich bringen?

lnzwischen sind sich die Experten weltweit darOber einig, das sich unser Planet in den letzten Jahren um fast ein ganzes Grad erwarmt hat. Die Aufzeichnung der Daten beschaftigt viele Forscher, zu Wasser auf tausenden Schiffen, zu Lande in zigtausend Wetterstationen und aus der Luft mit Hilfe von Satelliten. Wissenschaftler werten die Daten mit Hilfe modernster Computermodelle aus, ihre Vorhersagen sind alarmierend. Innerhalb von 40 Jahren kOnnten die Gletscher des Himalajas, Wasserquelle von Millionen von Menschen, einfach verschwunden sein. Innerhalb von nur 50 Jahren kOnnte das Abschmelzen des GrOnlandeises unumkehrbar sein. Gegen Ende des 21. Jahrhunderts kOnnte sich das Amazonasgebiet, die Heimat etwa eines Viertels aller Tiere und Pflanzenarten auf der Erde in eine trockene Savanne verwandelt haben. Und im Laufe eines Jahrhunderts ist ein Temperaturanstieg von bis zu 6°C denkbar, mit verheerenden Folgen. Jedes Grad mehr fOhrt in eine vollig andere Zukunft.

Globale Erwarmung bedeutet nicht nur einen steten Anstieg der Durchschnittstemperatur, das gesamte Okosystem wird auf den Kopf gestellt.

Welche Konsequenzen drohen bei jedem weiteren Grad der Erwarmung. Von den Auswirkungen kann man sich nur schwer ein Bild machen.

6°C Unterschied von einem Tag auf den nachsten sind normale Wetterschwankungen.

Wenn es morgen 6°C warmer ist, trage ich Shorts, 6°C weniger, das ist der Unterschied der globalen Durchschnittstemperatur zwischen heute und der letzten Eiszeit vor 18000 Jahren, als eine AbkOhlung von nur 6°C zu einer Eiszeit gefOhrt hat. Bei einer Erwarmung von 6°C wOrden die ersten Veranderungen weit oberhalb der Erdoberflache beginnen.

II. Treibhauseffekt und globale Erwarmung

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Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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(Quelle: Rahmsdtorf, Stefan 2006, S.32 Abb. 2.1.)

Der Grund fOr den befOrchteten Temperaturanstieg als Folge des steigenden CO2 - Gehalts der Atmosphare liegt im so genannten Treibhauseffekt, der hier kurz erlautert wird.

Die Atmosphare ist eine Pufferzone zwischen Erdoberflache und Weltall. Ein kleiner Teil besteht aus Treibhausgasen, ein Gemisch aus Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid, Methan, Stickoxiden und Ozon. Sie hullen den Planeten ein und halten gerade soviel der Sonnenergie, die von der Erde reflektiert wird fest. dass Temperaturen entstehen, die Leben ermOglichen.

Nimmt die Menge dieser Gase zu, wird auch mehr Sonnenenergie auf der Erde eingefangen, und das beeinflusst unser Klima grundlegend.

Mit dem steigenden Energieverbrauch haben innerhalb der vergangenen 250 Jahre auch die Emissionen von Treibhausgas stark zugenommen. Kohlenstoffdioxid ist der unsichtbare Preis den wir zahlen. All die Annehmlichkeiten des modernen Lebens benbtigen Energie, deren Produktion CO2 frei setzt.

1. Unterschied naturlicher und anthropogener Treibhauseffekt

Die Grundlage fur Leben auf der Erde ist der natOrliche Treibhauseffekt. Dieser verhindert, class die eingestrahlte und lebensnotwenige Sonnenenergie abgestrahlt werden kann. Ursache IV den Treibhauseffekt ist die Atmosphare. Ohne Treibhauskuppel ware es auf der Erde im Durchschnitt 33° C kalter.

Der kOnstliche Treibhauseffekt entsteht durch die standig steigende Industrialisierung der Menschheit.

„Gewisse yam Menschen verursachte Gase, die in der Luft nur in Spuren vorkommen, reichern sich seit Jahrzehnten in der Atmosphare an, allem voran das Kohlendioxid, ein Stoff, der beim verbrennen von Kohle, 01 und Gas entsteht. Dadurch wird die Luft Ober unseren Kapfen immer dicker, mit einer physikalisch zwangslaufigen Folge: Die Strahlen der Sonne, die ungehindert von diesen Gasen durch die Atmosphare der Erde dringen und die Oberflache des Planeten so wohltuend erwarmen, bleiben, wenn sie als Warmestrahlen entweichen wollen, unter einem Schirm von SpurengasmolekOlen wie in einem Glashaus gefangen. Je mehr davon in der Atmosphare schweben, desto warmer wird es auf der Erde. Das ist ein Naturgesetz."(zit. Grai31, Hat-ft-nut 1990, S. 13)

ErhOhte Kohlenstoffdioxidkonzentrationen in der Atmosphare haben bewirkt, dass die Temperaturen in den letzten 100 Jahren gestiegen sind. Diese Wirkungskette wird heute als anthropogene Klimaanderung bezeichnet.

2. Ursachen des ansteigenden Treibhauseffekts

Die Hauptursachen liegen im Handeln der BevOlkerung. Wir verursachen durch unsere Aktivitaten eine Erhbhung der Konzentration bereits vorhandener Gase und erzeugen zudem Gase, die naturlicherweise nicht vorkommen und auf den Treibhauseffekt Auswirkungen zeigen. Diese entstehen durch Verbrennung fossiler Energietrager wie Kohle und Erdbl. FCKW und CO2 sind Treibhausgase, die vom Menschen erzeugt werden.

Durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen erzeugen wir jahrlich 18,3 Milliarden Tonnen 002. Hinzu kommt die Obertriebene Abholzung der Regenwalder, was dem Treibhauseffekt mit jahrlich ca. 9 Milliarden CO2 entgegenwirkt. Treibmittel in SprOhdosen, KOhlflOssigkeit in KOhlschranken und Klimaanlagen, ebenso

Verbrennungsvorgange bewirken, dass vermehrt Stickoxide und FCKW freigesetzt werden. So wird unsere Ozonschicht zerstert.

3. Folgen des Treibhauseffekts

Die Folge des anthropogenen Treibhauseffektes sind einmal die globale Erwarmung und die Destabilisierung des Klimas. Eine globale TemperaturerhOhung kOnnte zu vermehrten StOrmen- und Flutkatastrophen fUhren, durch das Abschmelzen der Eismassen in den Polarregionen kannte der Meeresspiegel ansteigen und Teile der Erdoberflache Oberfluten. Es kOnnten Veranderungen in den Klimazonen auftreten, fruchtbare Regionen wurden sich in unfruchtbare Durreregionen verwandeln. Normalerweise befindet sich die Erde im energetischen Gleichgewicht, wenn sie genauso viel Energie ins Weltall abgibt, wie sie von der Sonne empfangt. Derzeit ist das nicht der Fall. Menschengemachte Treibhausgase sorgen kir eine erhOhte Reflektion von Sonnenlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Spektrum 2005, S. 37 Abb. 1)

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Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Umweltethik. Die Beziehung zwischen Mensch und Klima als Herausforderung des Jahrhunderts
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V136105
ISBN (eBook)
9783640449422
ISBN (Buch)
9783640449286
Dateigröße
3540 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltethik, Beziehung, Mensch, Klima, Herausforderung, Jahrhunderts
Arbeit zitieren
Katja Römhild (Autor), 2009, Umweltethik. Die Beziehung zwischen Mensch und Klima als Herausforderung des Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136105

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