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Systemische Methoden in der stationären Kinder und Jugendhilfe

Können die systemischen Ansätze als eine Chance zur Erweiterung der Kompetenzen des Sozialpädagogen gesehen werden?

Title: Systemische Methoden in der stationären Kinder und Jugendhilfe

Bachelor Thesis , 2009 , 116 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Markus Weißschnur (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Darstellung des praktischen Nutzens systemischer Erziehungsmethoden für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe. Dieser Nutzen erweitert, laut der Forschungshypothese, die Kompetenz des Sozialpädagogen in diesem Arbeitsfeld. Die hier aufgeführten Theorien werden in diesem Zusammenhang erklärt. Umsetzbarkeit und Nutzen einzelner Methoden aus der systemischen Praxis stehen im Vordergrund.

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Inhaltsverzeichnis

1. Motivation und Fragestellung der Bachelorarbeit

1.1 Motivation

1.2 Fragestellung

1.3 Abgrenzung und Aufbau

2. Wissenschaftliche Annäherung an die Funktion Sozialer Arbeit durch das Verständnis der Systemtheorie von Niklas Luhmann

2.1 Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Systemtheorie

2.2 Die Systemtheorie von Niklas Luhmann

2.2.1 Ursprung

2.2.2 Luhmanns Theorie verschiedener sozialer Systeme

2.2.3 Luhmanns Erklärung zu den Funktionssystemen

2.3 Abgrenzung des sozialen Hilfesystems zum Erziehungssystem

2.4 Zusammenfassung

3. Entwicklung und Zielsetzung der Sozialen Arbeit

3.1 Von der Sozialen Arbeit zur Sozialarbeitswissenschaft

3.2 Leitlinien für die heutige Soziale Arbeit

3.2.1 Auswirkungen und Anforderungen der „neuen“ Dienstleistungsorientierung am Beispiel der gesetzlichen „Leistungsvereinbarung“ in der Heimerziehung

3.3 Funktion der Sozialen Arbeit auf der Makro- Meso- und Mikroebene: Versuch einer Aufgabenbestimmung

3.4 Zusammenfassung

4. Heimerziehung

4.1 Kinder- und Jugendhilfe

4.2 Gesetzliche Vorlagen : „Hilfen zur Erziehung“ (§§ 27ff. SGB VIII)

4.3 Hilfeplanverfahren § 36ff. SGB VIII

4.4 Konzepte in der Heimerziehung

4.5 Aufgabe des Sozialpädagogen im Heim

4.6 Zusammenfassung

5. Stationäre Kinder- und Jugendhilfe: Notwendige Kompetenzen

5.1 Begriffsbestimmungen für das Verständnis der Aufgaben eines Sozialarbeiters in der Kinder- und Jugendhilfe

5.1.1 Erziehung

5.1.2 Sozialisation und Erziehung

5.1.3 Die derzeitige „systemische Erziehung“

5.1.4 Die Lebensweltorientierung bei den Vertretern der systemischen Sozialen Arbeit

5.2 Kompetenzen des Sozialpädagogen

5.2.1 Definition

5.2.2 Pädagogisches Handeln und die für die Soziale Arbeit benötigten Grundformen

5.3 Das erwünschte Engagement des Sozialpädagogen bei der Bewältigung seiner Aufgaben

5.4 Zusammenfassung

6. Therapeutische Anwendung der systemischen Sozialarbeit

6.1 Wissenschaftliches Fundament für die systemische Soziale Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

6.1.1 Bedeutung des Konstruktivismus

6.1.2 Die Einflüsse wichtiger konstruktivistischer Denker auf die systemische Praxis

6.2 Einfließen des systemischen Ansatzes in die Soziale Arbeit

6.2.1 Ursprünge systemischer Therapie

6.2.2 Unterschiedliche Handhabung systemischer Sozialarbeit

6.2.3 Unterschied zwischen systemischer und nicht systemsicher Sozialen Arbeit aus der Sicht eines Sozialpädagogen

6.2.4 Notwendige Einstellung des Sozialpädagogen bei der praktischen Umsetzung der systemischen Sozialarbeit

6.2.5 Eine Auswahl verschiedener systemischer Methoden für das Praxisfeld der stationären Kinder- und Jugendhilfe

6.3 Kompetenzen eines systemischen Sozialpädagogen

6.4 Zusammenfassung

7. Systemische Arbeit in der Wohngruppe

7.1 Primäres Ziel der systemischen Heimerziehung

7.2 Schwierigkeiten und Chancen bei der Umsetzung systemischer Methoden in der derzeitigen Heimerziehung

7.3 Rollenkonflikt eines systemischen Sozialarbeiters

7.4 Umsetzung von stationärer Heimerziehung auf der Grundlage der Berufskompetenz eines systemisch arbeitenden Sozialpädagogen am Beispiel eines Falles

7.5. Zusammenfassung

8. Forschungsteil: fragebogengeleitete Interviews zur Anwendung systemischer Methoden

8.1 Begründung des Zugangs

8.2 Forschungsmethodisches Vorgehen

8.3 Datenerhebung:

8.3.1 Frageleitfaden

8.4 Auswahl der interviewten Fachkräfte

8.5 Durchführung der Interviews

8.6 Auswertung der Daten

8.6.1 Bewertung der Ergebnisse

9. Eigene Gedanken

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz systemischer Ansätze für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe, um die Berufskompetenz von Sozialpädagogen in diesem Feld zu erweitern. Es wird erforscht, ob systemische Methoden dazu beitragen, den Herausforderungen des modernen Dienstleistungssektors und der pädagogischen Arbeit in Wohngruppen besser gerecht zu werden, wobei insbesondere die Sichtweise der Fachkräfte durch Experteninterviews im Zentrum steht.

  • Systemtheorie nach Niklas Luhmann als Referenzrahmen
  • Berufskompetenzen und professionelle Identität von Sozialpädagogen
  • Umsetzung systemischer Methoden in der Heimerziehung
  • Analyse von Fallbeispielen in der Wohngruppenarbeit
  • Empirische Untersuchung mittels leitfadengestützter Interviews

Auszug aus dem Buch

1.1 Motivation

„SozialarbeiterInnen sind sich häufig ihrer Fähigkeiten und Stärken, ihrer Leistungen und ihrer eigenen Beiträge selbst nicht bewusst“ (Herwig-Lempp 2007: 36). Als Sozialpädagogikstudent der Dualen Hochschule Heidenheim fand ich diese These bestätigt, wenn es darum ging das theoretisch Erlernte in die Praxis umzusetzen. Oftmals führte diese Erfahrung „des nicht bewusst seins“ aus meiner Einschätzung heraus zu einer geminderten Berufskompetenz. „Wir werden etwa mit den Grenzen unserer Möglichkeiten des Steuerns und Beeinflussens konfrontiert und können sehen, daß die von uns so präzis sauber rational und rationell erarbeiteten Handlungen, Pläne und Regeln mit ihren Gegenteilen, den Diffusionen, dem Schmutz, dem Abfall, der Irrationalität untrennbar verbunden zu sein scheinen“ (Kleve 1996: 31). Im schlimmsten Fall sind Sozialarbeiter daraufhin „wütend, ärgern sich, regen sich auf, verzweifeln – und resignieren“ (Herwig-Lempp 2009: 67). Aus dieser Ohnmacht heraus „kommen SozialarbeiterInnen in der Regel nicht so leicht auf die Idee, dass auch sie selbst Widerstand leisten können, dass es sich auch für sie lohnen könnte, gegen Grenzen, die ihnen von der Politik gesetzt werden, vorzugehen (Herwig-Lempp 2009: 69).

Ich machte die Erfahrung durch meine mir angeeigneten Kompetenzen, Erklärungen des Scheiterns zu finden, um mich der eigenen Frustration nicht ausgeliefert zu fühlen. Es gab mir das Gefühl, „bemächtigt“ worden zu sein. Nun lässt sich die Frage stellen warum das denn so wichtig ist? Ich teile die Meinung von Prof. Dr. Johannes Herwig-Lempp, dass erst durch das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen, dem Klient wiederum genügend Vertrauen entgegengebracht werden kann, um Unterstützung erfahrbar zu machen. „Dies ist die Macht der Sozialarbeiter: Sie können sich vorstellen, dass Veränderung überhaupt möglich ist“ (Herwig-Lempp 2007: 37f.). Die Vorstellung alleine reicht jedoch nicht aus. Sie muss von der Berufskompetenz des Sozialpädagogen getragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motivation und Fragestellung der Bachelorarbeit: Erläutert die persönliche Motivation des Verfassers und stellt die Hypothese auf, dass systemische Ansätze die Berufskompetenz von Sozialpädagogen erweitern können.

2. Wissenschaftliche Annäherung an die Funktion Sozialer Arbeit durch das Verständnis der Systemtheorie von Niklas Luhmann: Analysiert die theoretischen Grundlagen der Systemtheorie und deren Anwendung sowie Abgrenzung zum Erziehungssystem.

3. Entwicklung und Zielsetzung der Sozialen Arbeit: Beschreibt den historischen Wandel der Sozialen Arbeit hin zum modernen Dienstleistungsverständnis und die ökonomischen Herausforderungen.

4. Heimerziehung: Untersucht die rechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen der stationären Heimerziehung und die Rolle des Sozialpädagogen darin.

5. Stationäre Kinder- und Jugendhilfe: Notwendige Kompetenzen: Definiert zentrale Begriffe und notwendige Kompetenzen für das pädagogische Handeln und die Arbeit in der Wohngruppe.

6. Therapeutische Anwendung der systemischen Sozialarbeit: Beleuchtet das konstruktivistische Fundament und verschiedene systemische Methoden für das Praxisfeld.

7. Systemische Arbeit in der Wohngruppe: Diskutiert die praktischen Schwierigkeiten und Chancen beim Einsatz systemischer Methoden im Alltag einer Wohngruppe.

8. Forschungsteil: fragebogengeleitete Interviews zur Anwendung systemischer Methoden: Dokumentiert das methodische Vorgehen und die Ergebnisse der Experteninterviews zur Anwendung systemischer Ansätze.

9. Eigene Gedanken: Reflektiert kritisch über das Studium, die Rolle der Systemtheorie und die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit für das Berufsfeld.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Heimerziehung, Sozialpädagogik, Konstruktivismus, Berufskompetenz, systemische Beratung, Lebensweltorientierung, Empowerment, Hilfeplan, Wohngruppe, Autopoiesis, Handlungskompetenz, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Nutzen systemischer Methoden in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, um die Berufskompetenz von Sozialpädagogen zu erweitern und den täglichen Herausforderungen in Wohngruppen professionell zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Systemtheorie nach Niklas Luhmann, die historische und aktuelle Entwicklung der Sozialen Arbeit, die rechtlichen Grundlagen der Heimerziehung sowie die Anwendung konkreter systemischer Methoden in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob systemische Ansätze als Chance zur Erweiterung der Kompetenzen von Sozialpädagogen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Forschung verwendet?

Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf leitfadengestützten Experteninterviews mit drei Fachkräften aus dem stationären Bereich basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Systemtheorie, Pädagogik), die Darstellung des Praxisfeldes Heimerziehung, die Einführung systemischer Methoden sowie einen empirischen Forschungsteil zur Anwendung dieser Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Systemtheorie, Sozialpädagogik, Heimerziehung, Konstruktivismus, Berufskompetenz, Lebensweltorientierung und systemisches Handeln.

Wie unterscheidet sich systemisches Arbeiten in der Heimerziehung von konventionellen Ansätzen?

Systemisches Arbeiten verlagert den Fokus von der Defizitorientierung und Vergangenheitsanalyse hin zur Ressourcenorientierung, Zukunftsgestaltung und der aktiven Einbeziehung des gesamten sozialen Kontextes der Jugendlichen.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion für den systemischen Sozialpädagogen?

Selbstreflexion ist eine Basiskompetenz, die es dem Sozialpädagogen ermöglicht, seine eigene Identität und Rolle zu klären, Distanz und Nähe zu steuern und authentisch als Medium im therapeutischen Prozess zu fungieren.

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Details

Title
Systemische Methoden in der stationären Kinder und Jugendhilfe
Subtitle
Können die systemischen Ansätze als eine Chance zur Erweiterung der Kompetenzen des Sozialpädagogen gesehen werden?
College
Heidenheim University of Cooperative Education
Grade
1,9
Author
Markus Weißschnur (Author)
Publication Year
2009
Pages
116
Catalog Number
V136121
ISBN (eBook)
9783640921454
ISBN (Book)
9783640921706
Language
German
Tags
systemische methoden kinder jugendhilfe können ansätze chance erweiterung kompetenzen sozialpädagogen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Weißschnur (Author), 2009, Systemische Methoden in der stationären Kinder und Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136121
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