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Careleaver. Eine unbewältigte Herausforderung für die Jugendhilfe

Titel: Careleaver. Eine unbewältigte Herausforderung für die Jugendhilfe

Bachelorarbeit , 2023 , 43 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Niklas Platzk (Autor:in)

Soziale Arbeit - Kinder- und Jugendhilfe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werden besonders die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein Übergangsmanagement thematisiert. Zusätzlich werden auch verschiedene Herausforderungen von CareleaverInnen aufgegriffen, um zu verdeutlichen,
dass junge Menschen mit Verlassen der Hilfen zur Erziehung eine fortlaufende Unterstützung benötigen. Abschließend werden einige bisherige Übergangsmodelle und Konzepte veranschaulicht, um beispielhaft zu verdeutlichen, wie ein Übergangsmanagement funktionieren kann. Es soll in dieser Arbeit verdeutlicht werden, dass CareleaverInnen mit dem Auszug aus den stationären Jugendhilfeeinrichtungen dennoch einen Anspruch und einen Bedarf für weiterführende Unterstützung haben und dass eben dieser von den öffentlichen und freien Trägern der Hilfen zur Erziehung anerkannt und unterstützt werden muss.

CareleaverInnen stellen für die Jugendhilfe grundsätzlich keine konkrete Herausforderung mehr dar, da der Hilfebedarf in der Regel so weit erfüllt wurde, dass ein selbstständiges Leben ansteht. Für viele CareleaverInnen bedeutet das eigenständige Leben jedoch häufig Komplikationen und Herausforderungen, auf die sie nicht ausreichend vorbereitet waren. Da CareleaverInnen ehemalige junge Menschen aus der Jugendhilfe sind, stellt sich die Frage, inwieweit die Übergänge aus der Jugendhilfe ausgestaltet sind und inwieweit ein Übergabemanagement für CareleaverInnen relevant ist.

Übergänge sind für alle Menschen ein Teil des Lebens. Besonders die Gestaltung dieser Übergänge kann in verschiedenen Situationen über weitere Verläufe des Lebens oder auch das Reflektieren der Vergangenheit entscheiden. Ein umfangreiches Übergangsmanagement kann somit Abhilfe schaffen und Entwicklungsprozesse der jungen Menschen und werdenden
CareleaverInnen unterstützen. Übergänge gestalten sich für die meisten Menschen als Herausforderung, jedoch haben die meisten Menschen ein unterstützendes Hilfenetzwerk, auf das sie sich verlassen können, wenn es zu herausfordernden Situationen kommt. Dieses Hilfenetzwerk haben junge Menschen aus der stationären Jugendhilfe und somit auch CareleaverInnen häufig nicht und sind somit vermehrt auf sich gestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1. KJSG

2.2. Ombudschaft

3. Leaving Care – Wer sind CareleaverInnen

4. Komplikationen und Herausforderungen für CareleaverInnen

4.1. Fehlende Bezugspersonen nach Hilfeende

4.2. Fehlende Übergänge (Übergangsgestaltung)

4.3. Finanzen und Karriere

4.4. Gesundheit

4.5. Gesellschaftliches Stigma

4.6. Fortlaufende Unterstützung

4.7. Herausforderung als Beeinträchtigung der Entwicklung

4.8. Herausforderungen für junge Menschen nach §35a SGB VIII

5. Gesetzliche Grundlagen für ein Übergangsmanagement

5.1. SGB VIII in Bezug auf CareleaverInnen

5.2. KJSG in Bezug auf CareleaverInnen

6. Übergangsmanagement

6.1. In der Jugendhilfe

6.2. Vorbereitung des Übergangs

7. Anforderungen an die Jugendhilfe für ein Übergangsmanagement

7.1. Gesetzliche Anforderungen / Ansprüche

7.2. Relevanz für pädagogische Fachkräfte / professionelle Haltung

8. Übergangsmodelle und aktuelle fortlaufende Unterstützung

8.1. Hildesheimer Übergangsmodell

8.2. Übergangskonzept Kreis Lippe

8.3. The Careleaver Association

8.4. Alternative Unterstützung (Lotse, personal Advisor, etc.)

8.5. Careleaver Netzwerke / Selbsthilfe

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Übergang von jungen Menschen aus der stationären Jugendhilfe in ein eigenverantwortliches Leben. Ziel ist es, die Notwendigkeit eines strukturierten Übergangsmanagements aufzuzeigen, um Entwicklungsrückschritte zu minimieren und eine nachhaltige Unterstützung dieser ehemaligen Hilfeberechtigten sicherzustellen.

  • Aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen (SGB VIII, KJSG)
  • Herausforderungen für Careleaver (Finanzen, Stigma, Gesundheit)
  • Bedeutung eines strukturierten Übergangsmanagements
  • Analyse bestehender Unterstützungsmodelle (z. B. Hildesheimer Übergangsmodell)
  • Rolle pädagogischer Fachkräfte und Vernetzung

Auszug aus dem Buch

4. Komplikationen und Herausforderungen für CareleaverInnen

Für CareleaverInnen gibt es verschiedene Herausforderungen, denen sie sich in ihrer Eigenständigkeit stellen müssen. Wie bereits beschrieben leben die jungen Menschen häufig in verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen wie Wohngruppen oder auch bei Pflegeeltern. Diese Menschen erhalten intensive Betreuung, Unterstützung in den verschiedenen Lebenslagen und erhalten die Chance ihre Persönlichkeitsentwicklung fortzuführen. Besonders durch die verlängerte Jugendphase verzögert sich die Selbstständigkeit von jungen Menschen, wodurch immer weniger Menschen bereits mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres das Elternhaus verlassen. Im Schnitt verlassen junge Menschen das Elternhaus mit rund 23 – 25 Jahren und erhalten auch im Anschluss weiterhin Unterstützung durch die Familie. Für junge Menschen in der Jugendhilfe bedeutet der 18. Geburtstag jedoch eine große Veränderung, da sie nun als volljährige Menschen deutlich mehr Verantwortung für sich übernehmen müssen. Besonders drastisch ist hierbei die Situation von Pflegekindern, da die Unterstützung durch die Pflegeeltern mit dem 18. Geburtstag offiziell endet. Diese und weitere Herausforderungen werden in den folgenden Abschnitten weiter ausgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Problemlage beim Übergang aus der Jugendhilfe in das eigenverantwortliche Leben und die Relevanz eines Übergangsmanagements.

2. Begriffsdefinition: Definiert zentrale Begriffe wie das KJSG und die Ombudschaft im Kontext der Jugendhilfe.

3. Leaving Care – Wer sind CareleaverInnen: Analysiert den Begriff Careleaver und beleuchtet die prekäre Situation beim Verlassen stationärer Hilfen.

4. Komplikationen und Herausforderungen für CareleaverInnen: Detaillierte Darstellung spezifischer Problemfelder wie fehlende Bezugspersonen, finanzielle Nöte, Stigmatisierung und gesundheitliche Aspekte.

5. Gesetzliche Grundlagen für ein Übergangsmanagement: Erläutert die relevanten Gesetzesanpassungen im SGB VIII und KJSG für junge Volljährige.

6. Übergangsmanagement: Definiert Übergangsmanagement als strukturierte Planung und Vorbereitung des Austritts aus der Jugendhilfe.

7. Anforderungen an die Jugendhilfe für ein Übergangsmanagement: Diskutiert rechtliche Ansprüche auf Teilhabe sowie die notwendige professionelle Haltung pädagogischer Fachkräfte.

8. Übergangsmodelle und aktuelle fortlaufende Unterstützung: Veranschaulicht konkrete Konzepte zur Übergangsbegleitung, wie das Hildesheimer Modell oder die Arbeit von Fachorganisationen.

9. Fazit: Fasst zusammen, dass trotz gesetzlicher Verbesserungen weiterhin ein Bedarf an koordinierten Übergangskonzepten besteht, um jungen Menschen einen gelingenden Start in das selbstständige Leben zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Careleaver, Jugendhilfe, Übergangsmanagement, SGB VIII, KJSG, Leaving Care, Selbstständigkeit, stationäre Erziehungshilfe, Hilfen zur Erziehung, junge Volljährige, Übergang, Unterstützungsnetzwerk, Entwicklung, Lebensplanung, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen, mit denen Careleaver nach dem Verlassen von stationären Jugendhilfeeinrichtungen konfrontiert sind, und plädiert für ein strukturiertes Übergangsmanagement.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind gesetzliche Rahmenbedingungen nach KJSG, finanzielle und soziale Hürden beim Übergang sowie verschiedene Konzepte der Übergangsbegleitung und professionelle Anforderungen an Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Careleaver nach dem Ende der stationären Hilfe weiterhin Unterstützung benötigen und dass ein verbindliches Übergangsmanagement notwendig ist, um negative Entwicklungsverläufe zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller gesetzlicher Bestimmungen, Fachstudien und der Untersuchung existierender Übergangsmodelle in der Jugendhilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Herausforderungen (Stigma, Finanzen, Gesundheit), die gesetzlichen Grundlagen (SGB VIII/KJSG) sowie die Vorstellung verschiedener Übergangsmodelle und alternativer Unterstützungsansätze wie Personal Advisoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Careleaver, Übergangsmanagement, Jugendhilfe, Leaving Care, SGB VIII und die Unterstützung von jungen Volljährigen.

Welche Rolle spielt das KJSG für die Careleaver?

Das KJSG hat die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert, indem es unter anderem die sogenannte „Coming Back Option“ einführte und die Nachbetreuung nach dem Hilfeende stärker in den Fokus rückte.

Was unterscheidet den Personal Advisor von einem gesetzlichen Betreuer?

Während ein gesetzlicher Betreuer durch ein Gericht für spezifische rechtliche Aufgaben bestellt wird, fungiert der Personal Advisor als beratende, unterstützende Vertrauensperson bei der Lebensplanung, ohne gesetzliche Vertretungsmacht.

Was versteht man unter dem Hildesheimer Übergangsmodell?

Es ist ein erprobtes Übergangskonzept, das auf Partizipation und einer rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit basiert, um junge Menschen strukturiert beim Übergang in das selbstständige Leben zu begleiten.

Warum sind soziale Netzwerke für Careleaver besonders wichtig?

Da Careleaver beim Auszug aus der Jugendhilfe oft abrupt den Kontakt zu Bezugspersonen verlieren, sind soziale Netzwerke essenziell, um Isolation zu vermeiden und professionelle sowie emotionale Unterstützung zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Careleaver. Eine unbewältigte Herausforderung für die Jugendhilfe
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Note
1,7
Autor
Bachelor of Arts Niklas Platzk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
43
Katalognummer
V1361259
ISBN (eBook)
9783346881274
ISBN (Buch)
9783346881281
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Care Leaver Careleaver Übergang Übergangsmanagement Jugendhilfe Jugend Leaving Care
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Niklas Platzk (Autor:in), 2023, Careleaver. Eine unbewältigte Herausforderung für die Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361259
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Leseprobe aus  43  Seiten
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