Ziel dieser Arbeit ist es, den Europäischen Emissionshandel systematisch zu analysieren und Möglichkeiten für seine Verbesserung aufzuzeigen. Die Arbeit soll demonstrieren, dass der Europäische Emissionshandel ein kosteneffizientes und wirksames Instrument gegen den Klimawandel ist, welches bereits zu einer Reduktion von Treibhausgasemissionen in der EU beigetragen hat. Es wird jedoch auch hervorgehoben, dass der Emissionshandel in seiner aktuellen Form nicht ausreicht, um die Klimaziele der EU zu erreichen. Daher stellt sich die Frage, wie man ihn verbessern kann, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Die Analyse erfolgt anhand von Leitfragen, die sich aus naturwissenschaftlichen, umwelt-ökonomischen und klimapolitischen Aspekten des Emissionshandels ableiten. Zuerst stellt sich die Frage, ob ein europäischer Emissionshandel überhaupt notwendig ist. Im ersten Kapitel werden daher die Problematik des Klimawandels und seiner Folgen erklärt. Im zweiten Kapitel wird beantwortet, welche Rolle die Umweltökonomie beim Thema Klimawandel spielt und warum sie Marktversagen verursacht. Im dritten Kapitel wird die Eigenschaft des Klimawandels als öffentliches Gut analysiert und erklärt, warum der Staat beim Klimaschutz eingreifen muss. Aus der Notwendigkeit staatlichen Eingreifens ergibt sich die Frage, wie er dies tun sollte. In diesem Zusammenhang werden in Kapitel 4 die europäische Klimaschutzpolitik und ihre Ziele aufgezeigt. In Kapitel 5 werden die Maßnahmen und Instrumente, die dem Staat zur Verfügung stehen, dargestellt, und es wird erklärt, wie der Emissionshandel funktioniert. Anhand von Kriterien wie der ökonomischen Effizienz und der ökologischen Treffsicherheit wird beantwortet, ob der Europäische Emissionshandel als Instrument gegen den Klimawandel geeignet ist. Im Kapitel 6 wird die Entwicklung und der aktuelle Stand des Europäischen Emissionshandels aufgezeigt. Weiterhin stellt sich neben der grundsätzlichen Eignung als klimapolitisches Instrument die Frage, welchen Einfluss der Emissionshandel tatsächlich auf die Emissionen in der EU hatte. Im Kapitel 7 wird schließlich beantwortet, wie man den Emissionshandel verbessern könnte. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse der Analyse und die Antworten auf die Leitfragen vorgestellt und daraus Schlussfolgerungen für die Klimaschutzpolitik abgeleitet.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis...
- Abbildungsverzeichnis.
- Gender Erklärung
- 1 Einleitung zum Thema.....
- 2 Der Klimawandel
- 3 Grundlagen der Umweltökonomie..
- 3.1 Die Sichtweise der Umweltökonomie auf den Klimawandel....
- 3.2 Marktversagen durch negative externe Effekte.
- 3.3 Lösungen für externe Effekte.
- 4 Klima als globales öffentliches Gut...
- 4.1 Einteilung von Gütern.......
- 4.2 Wie öffentliche Güter zu Marktversagen führen
- 5 Klimaschutzpolitik..
- 5.1 Prinzipien der Umweltpolitik.
- 5.2 Entwicklung und Ziele der Klimaschutzpolitik......
- 5.3 Bewertung der Auswirkung von Klimaschutzpolitik .
- 6 Maßnahmen und Instrumente der Klimaschutzpolitik....
- 6.1 Bewertungskriterien von Klimaschutzinstrumenten.......
- 6.2 Arten von Klimaschutzinstrumenten
- 6.3 Der Emissionshandel
- 6.4 Bewertung des europäischen Emissionshandels..
- 7 Der Europäische Emissionshandel............
- 7.1 Etablierung eines Emissionshandelssystems in der EU
- 7.2 Die vier Handelsperioden des EU ETS .....
- 7.3 Einfluss des EU ETS auf die Emissionsentwicklung der EU.
- 8 Verbesserungsmöglichkeiten des EU-ETS
- 8.1 Einführung eines CO2-Mindestpreises für Emissionsrechte.
- 8.2 Ausweitung des EU-ETS....
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Europäischen Emissionshandel (EU ETS) und seine Verbesserungsmöglichkeiten. Die Analyse zielt darauf ab, das System in seiner Funktionsweise und Wirksamkeit zu beleuchten, um anschließend konkrete Vorschläge zur Optimierung des EU ETS zu entwickeln.
- Der Klimawandel als Herausforderung und die Rolle der Umweltökonomie
- Das Konzept des Emissionshandels als Instrument der Umweltpolitik
- Die Funktionsweise und die Entwicklung des EU ETS
- Kritikpunkte und Herausforderungen des EU ETS
- Mögliche Ansätze zur Verbesserung des EU ETS
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel liefert eine Einleitung zum Thema und erläutert die Relevanz des Klimawandels. Kapitel 2 behandelt die Grundlagen der Umweltökonomie, die Sichtweise auf den Klimawandel und die Entstehung von Marktversagen durch negative externe Effekte. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Klima als globales öffentliches Gut, der Einteilung von Gütern und den Folgen von Marktversagen im Zusammenhang mit öffentlichen Gütern. Kapitel 4 widmet sich der Klimaschutzpolitik, den Prinzipien der Umweltpolitik und den Zielen sowie der Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen. Kapitel 5 analysiert verschiedene Maßnahmen und Instrumente der Klimaschutzpolitik, wobei der Fokus auf dem Emissionshandel als zentrales Instrument liegt. In Kapitel 6 wird der Europäische Emissionshandel genauer betrachtet, die Etablierung des Systems, die Funktionsweise und die Auswirkungen auf die Emissionsentwicklung der EU werden beleuchtet. Abschließend werden in Kapitel 7 Verbesserungsmöglichkeiten für das EU ETS diskutiert, wie beispielsweise die Einführung eines CO2-Mindestpreises und die Ausweitung des Systems.
Schlüsselwörter
Europäischer Emissionshandel, Klimaschutz, Umweltökonomie, externe Effekte, Marktversagen, öffentliches Gut, CO2-Emissionen, Treibhausgase, EU ETS, Klimaziele, Nachhaltigkeit, CO2-Preis, Emissionsrechte, Verbesserungsmöglichkeiten
Häufig gestellte Fragen zum Europäischen Emissionshandel (EU ETS)
Was ist das Ziel des EU-Emissionshandels?
Das Ziel ist die kosteneffiziente Reduktion von Treibhausgasemissionen in der EU, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen und den Klimawandel zu begrenzen.
Wie funktioniert der Emissionshandel technisch?
Es basiert auf dem Prinzip "Cap and Trade": Der Staat legt eine Obergrenze (Cap) für Emissionen fest und gibt Zertifikate aus. Unternehmen können diese Zertifikate untereinander handeln (Trade).
Warum wird der Klimawandel als Marktversagen betrachtet?
In der Umweltökonomie gilt der Klimawandel als Folge negativer externer Effekte. Die Verursacher von CO2 tragen nicht die vollen Kosten ihrer Schäden, was staatliche Eingriffe notwendig macht.
Welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es für das EU ETS?
Diskutiert werden unter anderem die Einführung eines CO2-Mindestpreises, die Ausweitung des Systems auf weitere Sektoren (wie Verkehr und Wärme) und die schnellere Verknappung der Zertifikate.
Ist das EU ETS ein wirksames Instrument?
Ja, es gilt als ökonomisch effizient und ökologisch treffsicher, da es dort Emissionen einspart, wo es am günstigsten ist. Allerdings reicht es in seiner aktuellen Form allein noch nicht aus, um die Klimaneutralität zu erreichen.
- Quote paper
- Pablo Kruse (Author), 2023, Der Europäische Emissionshandel als Instrument gegen den Klimawandel. Aktueller Stand und Verbesserungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361263