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Sozialisation als Persönlichkeitsentwicklung. Zum Nutzen der Lerntheorie von Albert Bandura

Ansätze der sozial-kognitiven Lerntheorie

Title: Sozialisation als Persönlichkeitsentwicklung. Zum Nutzen der Lerntheorie von Albert Bandura

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Summary Excerpt Details

Der Prozess der Entwicklung vom hilflosen, abhängigen Kind zum selbstbestimmten, autonomen Erwachsenen mit einer individuellen Persönlichkeit, ist einer der bedeutendsten und bemerkenswertesten Vorgänge im menschlichen Leben. Im Laufe seiner Entwicklung lernt das Kind eine oder mehrere Sprachen, eine Vielfalt an Wissen und es sammelt viele Erfahrungen. Zeitgleich übernimmt es Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen, die sich teilweise auf moralische Standards beziehen.
Diesen Entwicklungsprozess nennt man Sozialisation. Sozialisation ist nach aktuellem
Forschungsstand zu verstehen als „der Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt.“ Wobei diese Erklärung nur ein Angebot ist, denn die einzig richtige Definition von dem Prozess Sozialisation existiert nicht.
Albert Bandura hat eine sozial-kognitive Lerntheorie entwickelt, die verdeutlicht, wie der Vorgang der Verhaltensübernahme bzw. -aneignung vor sich geht. Für diesen Prozess hat Bandura ein Konzept erarbeitet, das er Lernen am Modell nennt. Ein weiterer wichtiger Aspekt seiner Theorie ist das Konzept der Selbstwirksamkeit. Diese Arbeit soll sich folglich mit der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen beschäftigen, im Speziellen damit, wie Heranwachsende sich geeignete Verhaltensweisen anpassen und lernen sich in ihrer Umwelt zu behaupten. Im Folgenden soll herausgearbeitet werden, welcher Nutzen in der sozial-kognitiven Lerntheorie nach Albert Bandura für das Verständnis von Sozialisation liegt. Dazu wird zunächst der Begriff sozial-kognitive Lerntheorie erläutert und im Anschluss daran gezeigt, auf welche theoretischen Ansätze die sozial-kognitive Lerntheorie zurückführen ist. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird das Lernen am Modell vorgestellt und schließlich das Konzept der Selbstwirksamkeit und dessen Nutzen für die Sozialisation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die sozial-kognitive Lerntheorie

2.1 Ursprung

2.2 Lernen am Modell

2.2.1 Prozesse des Modellernens

2.3. Das Konzept der Selbstwirksamkeit (self-efficacy)

2.3.1 Quellen der Selbstwirksamkeitserwartung

2.3.2 Entwicklungsphasen und Anwendung von Selbstwirksamkeit

3. Fazit

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozial-kognitive Lerntheorie nach Albert Bandura und deren Bedeutung für das Verständnis der menschlichen Sozialisation. Dabei wird insbesondere analysiert, wie Individuen durch Beobachtungslernen und die Entwicklung von Selbstwirksamkeitserwartungen ihre Persönlichkeit formen und sich in ihrer sozialen Umwelt behaupten.

  • Sozialisation als aktiver Persönlichkeitsentwicklungsprozess
  • Grundlagen und Ursprünge der sozial-kognitiven Lerntheorie
  • Mechanismen des Lernens am Modell (Akquisition und Ausführung)
  • Bedeutung der Selbstwirksamkeit für Handlungsregulation und Wohlbefinden
  • Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Selbstwirksamkeit in verschiedenen Lebensstadien

Auszug aus dem Buch

Aufmerksamkeitsprozesse

Der Mensch kann nur am Modell, das heißt, aus einer Beobachtung lernen, wenn er auf die signifikantesten Verhaltensweisen eines Models achtet und sie exakt wahrnimmt. Die wichtigste Voraussetzung für das Modellernen ist, dass der Beobachter auf das Modell aufmerksam wird. Verschiedene Determinanten nehmen Einfluss auf die Aufmerksamkeitszuwendung. Je gewinnender die Eigenschaften (Attraktivität, Glaubwürdigkeit, Kompetenz) des Modells sind, desto wahrscheinlicher ist, dass der Beobachter das Modell auswählt. Diejenigen Modelle, denen es an attraktiven Charakterzügen fehlt, werden für gewöhnlich ignoriert oder abgelehnt.

Eine entscheidende Bedeutung kommt sicherlich dem sozialen Umgang zu. Bandura stellt fest, dass die Menschen, mit denen wir regelmäßig umgehen, weitgehend bestimmen, welche Verhaltenstypen wir regelmäßig beobachten und folglich am ehesten lernen können. Die Fähigkeit der Beobachter zur Informationsverarbeitung entscheidet darüber, wie viel Nutzen sie aus den beobachteten Erfahrungen ziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung definiert den Sozialisationsbegriff als Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und führt in die theoretischen Ansätze von Albert Bandura ein.

2. Die sozial-kognitive Lerntheorie: Das Kapitel erläutert die behavioristischen Wurzeln der Theorie, den reziproken Determinismus sowie die zentralen Konzepte des Modellernens und der Selbstwirksamkeit.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sozialisation ein bewusster, aktiver Lernprozess ist, bei dem der Mensch durch Selbstbeobachtung und Bewertung sein Verhalten eigenständig reguliert.

4. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Basistexte von Albert Bandura sowie ergänzende psychologische und sozialwissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Albert Bandura, sozial-kognitive Lerntheorie, Lernen am Modell, Selbstwirksamkeit, Self-Efficacy, Beobachtungslernen, Verhaltensänderung, reziproker Determinismus, Modellernen, Akquisition, Ausführung, Kompetenzerwartung, Sozialpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der sozial-kognitiven Lerntheorie von Albert Bandura und analysiert deren Nutzen für das Verständnis von Sozialisation als Persönlichkeitsentwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen das Lernen am Modell, die verschiedenen Prozesse der Verhaltensaneignung sowie das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll herausgearbeitet werden, welcher Nutzen in Banduras Theorie für das Verständnis der Sozialisation liegt und wie Heranwachsende lernen, sich in ihrer Umwelt zu behaupten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse der maßgeblichen sozialpsychologischen und pädagogischen Fachwerke basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursprünge der Theorie, die vier Teilprozesse des Modellernens (Aufmerksamkeit, Speicherung, Reproduktion, Motivation) sowie die Quellen und Entwicklungsphasen der Selbstwirksamkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Sozialisation, Selbstwirksamkeit, Modellernen, Persönlichkeitsentwicklung, kognitive Lerntheorie, Verhaltensregulation.

Wie definiert Bandura die Rolle des Menschen im Lernprozess?

Bandura betrachtet den Menschen nicht als bloßes Reaktionssubjekt, sondern als aktives, selbstorganisierendes und reflektierendes Wesen, das sein Verhalten durch kognitive Prozesse steuert.

Welche vier Quellen beeinflussen die Selbstwirksamkeitserwartung?

Die Selbstwirksamkeitserwartung wird durch eigene Erfolgserlebnisse, die Beobachtung von Modellen, soziale Unterstützung sowie die individuelle Bewertung von körperlichen Stressreaktionen beeinflusst.

Warum ist das Konzept der Selbstwirksamkeit für die Sozialisation wichtig?

Es beeinflusst, welche Ziele sich Individuen setzen, wie viel Anstrengung sie investieren und wie sie mit Misserfolgen und den Anforderungen ihrer Umwelt umgehen.

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Details

Title
Sozialisation als Persönlichkeitsentwicklung. Zum Nutzen der Lerntheorie von Albert Bandura
Subtitle
Ansätze der sozial-kognitiven Lerntheorie
College
University of Münster  (Soziologie)
Course
Sozialisationstheorien
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V136135
ISBN (eBook)
9783640440313
ISBN (Book)
9783640440368
Language
German
Tags
Sozialisation Persönlichkeitsentwicklung Lerntheorie Albert Bandura
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2008, Sozialisation als Persönlichkeitsentwicklung. Zum Nutzen der Lerntheorie von Albert Bandura, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136135
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