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Übersicht: Aktive und passive latente Steuern

Rechtsgrundlage, Behandlung, Buchungssätze und Fallbeispiele

Titel: Übersicht: Aktive und passive latente Steuern

Studienarbeit , 2023 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marvin Hoehne (Autor:in), Kathleen Oelschlägel (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit fasst alle Ausarbeitungen und Ergebnisse unseres Ausflugs in Steuerrecht, Bilanzierung und dem Abhalten einer Vorlesung zusammen und stellt die Grundlage dar, die wir uns gewünscht hätten.
Während des Studiums an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sahen wir uns mit der Aufgabe der Ausarbeitung einer Vorlesungseinheit bezüglich aktiver und passiver latenter Steuern konfrontiert. Im Verlauf der Recherchen wurde uns bewusst, dass dieses Thema sowohl in den frei zugänglichen Quellen als auch in den Literaturverzeichnissen des Universitätsnetzwerks wenig Würdigung fand und die Beschreibung einer praktischen Anwendung über Buchungssätze sowie Fallbeispiele nicht aufzufinden war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Begriffsklärung

2 Rechtsgrundlage

2.1 Anwendungsbefreiung

2.2 Geltungsbereich

2.3 Ausweisung

3 Charakteristika: Aktive und passive latente Steuern

3.1 Entstehung, Klassifizierung und Auswirkung

3.2 Behandlung

3.3 Verrechnung latenter Steuern

3.4 Internationale Würdigung

3.5 Kritische Betrachtung

4 Identifizierung und Berechnung

5 Buchungssätze

6 Fallbeispiele

6.1 Drohverlustrückstellung (aktive lat. St.)

6.2 Kurzfristige Wertminderung (aktive lat. St.)

6.3 Selbsterstellte immaterielle VG des AV (passive lat. St.)

6.4 Abschreibung von Goodwill (aktive lat. St.)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Anwendung aktiver und passiver latenter Steuern verständlich aufzuarbeiten, da hierzu in gängigen Quellen oft detaillierte Anleitungen, Buchungssätze und Fallbeispiele fehlten. Sie dient als fundierte Grundlage für das Verständnis und die bilanzielle Behandlung dieser Steuerlatenzen in der Unternehmenspraxis.

  • Rechtliche Grundlagen nach HGB und EStG
  • Differenzierung und Identifizierung aktiver und passiver latenter Steuern
  • Detaillierte Anleitungen zur Berechnung und buchhalterischen Erfassung
  • Praxisorientierte Fallbeispiele zu Rückstellungen, Wertminderungen und Goodwills

Auszug aus dem Buch

3 Charakteristika: Aktive und passive latente Steuern

Latente Steuern lassen sich je nach Ausprägung in aktive und passive latente Steuern unterscheiden. Je nach Art ergeben sich verschiedene Rechte und Pflichten sowie Auswirkungen. Allgemein entstehen latente Steuern durch (temporäre und quasipermanente) Unterschiede in handelsrechtlichen Wertansätzen und steuerlichen Wertansätzen bei der Bilanzierung.7

3.1 Entstehung, Klassifizierung und Auswirkung

Aus § 274 Abs. 1 HGB ergeben sich folgende Punkte, die Aufschluss über die Art der entstehenden latenten Steuer geben:

1. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen [...] und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz anzusetzen.

2. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden.8

Latente Steuern entstehen somit aus temporären Unterschieden in der Behandlung von Steuerrecht und Handelsrecht, die aber nach dem Prinzip des periodengerechten Erfolgsausweiseses und zur Erfassung von zukünftigen Steuereffekten ausgewiesen werden können bzw. müssen.9 Aus dem Gesetzestext wird zudem deutlich, dass sich bei entstehenden passiven latenten Steuern eine Passivierungspflicht ergibt, bei aktiven latenten Steuern ein Aktivierungswahlrecht. Warum dies der Fall ist, lässt sich aus der Natur des Handelsgesetzbuches, dem Gläubigerschutz und dem Maßgeblichkeitsgrundsatz schließen.10

So wirkt eine aktive latente Steuer als Vermögensgegenstand, der die Bilanz des Unternehmens verlängert. Die Position des Unternehmens wird demnach nach außen (für die Gläubiger) gestärkt. Die Ausweisung der besseren Vermögenslage ist optional. Im Gegensatz dazu wirkt eine passive latente Steuer als Verbindlichkeit gegenüber dem Fiskus (Finanzamt, Gemeinde) und wirkt mindernd auf den Jahresüberschuss. Die geschwächte Position des Unternehmens muss den Gläubigern unter allen Umständen offengelegt werden, die Ausweisung ist dahingehend verpflichtend

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffsklärung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff „latent“ in einem allgemeinen Kontext sowie dessen spezielle Bedeutung als Steuerlast oder Steuervorteil in der Bilanzierung.

2 Rechtsgrundlage: Hier werden die gesetzlichen Regelungen gemäß § 274 HGB dargestellt und die Ausnahmeregelungen für bestimmte Gesellschaftsgrößen gemäß § 274a HGB definiert.

3 Charakteristika: Aktive und passive latente Steuern: Das Kapitel beschreibt, wie durch Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern entstehen und welche rechtlichen Anforderungen an deren Ausweis, Behandlung und Verrechnung gestellt werden.

4 Identifizierung und Berechnung: Dieser Abschnitt bietet eine methodische Hilfestellung bei der Entscheidung, ob vorübergehende Differenzen zu aktiven oder passiven latenten Steuern führen und wie die konkrete Steuerlast berechnet wird.

5 Buchungssätze: Hier werden die buchhalterischen Vorgaben zur korrekten Erfassung von Zuführung und Auflösung latenter Steuern sowie deren buchtechnische Behandlung erläutert.

6 Fallbeispiele: Dieser umfangreiche Praxisteil illustriert anhand von vier konkreten Szenarien (Drohverlustrückstellungen, Wertminderungen, selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, Goodwill) die bilanzielle und buchhalterische Umsetzung.

Schlüsselwörter

latente Steuern, aktive latente Steuern, passive latente Steuern, Handelsbilanz, Steuerbilanz, HGB, EStG, Bilanzierung, Steueraufwand, Jahresabschluss, Rückstellungen, Wertminderung, Goodwill, Buchungssätze, Steuergestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die systematische Erfassung, Bewertung und buchhalterische Darstellung von aktiven und passiven latenten Steuern unter Berücksichtigung deutscher Rechnungslegungsvorschriften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Grundlage (§ 274 HGB), der Identifizierung von Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie der konkreten buchtechnischen Abbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine Lücke in der Literatur zu schließen, indem praktische Anwendungsbeispiele, Berechnungswege und Buchungssätze für latente Steuern bereitgestellt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (HGB, EStG) kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudienmethodik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Entstehung und Ausweis von Latenzen sowie einen detaillierten Praxisteil mit Fallbeispielen zu konkreten Geschäftsvorfällen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Latente Steuern, Bilanzierung, Handelsbilanz, Steuerbilanz, HGB, Goodwill-Abschreibung und Buchungspraxis.

Warum besteht laut dem Autor bei aktiven latenten Steuern nur ein Wahlrecht, bei passiven jedoch eine Pflicht?

Dies begründet sich im Handelsgesetzbuch durch das Prinzip des Gläubigerschutzes; eine passive Steuerlast mindert das Eigenkapital und muss daher verpflichtend ausgewiesen werden, um Gläubiger nicht über die finanzielle Situation zu täuschen.

Welche Rolle spielt die Differenz bei der Abschreibung von Goodwill?

Die unterschiedlichen Abschreibungszeiträume im HGB (5 Jahre) und EStG (15 Jahre) führen jedes Jahr zu Differenzen, die bei der Y-AG als aktive latente Steuer erfasst werden müssen.

Wie werden latente Steuern rechnerisch ermittelt?

Die zu versteuernde Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanzansätzen wird hierbei mit den addierten Sätzen der Gewerbesteuer und der Körperschaftssteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) multipliziert.

Gibt es bei der Verrechnung von latenten Steuern Beschränkungen?

Ja, laut HGB dürfen aktive und passive latente Steuern zwar in der Bilanz gegeneinander aufgerechnet werden, eine Saldierung in der Gewinn- und Verlustrechnung ist jedoch nicht zulässig.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Übersicht: Aktive und passive latente Steuern
Untertitel
Rechtsgrundlage, Behandlung, Buchungssätze und Fallbeispiele
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,0
Autoren
Marvin Hoehne (Autor:in), Kathleen Oelschlägel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
19
Katalognummer
V1361515
ISBN (PDF)
9783346881397
ISBN (Buch)
9783346881403
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Latente Steuern Zusammenfassung Unterrichtseinheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marvin Hoehne (Autor:in), Kathleen Oelschlägel (Autor:in), 2023, Übersicht: Aktive und passive latente Steuern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361515
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Leseprobe aus  19  Seiten
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