Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit latenten Steuern konzentriert sich häufig auf die unterschiedlichen methodischen Ansätze, wie das Temporary-Concept oder das Liability-Method-Konzept. Dabei spielen die Differenzen zwischen den bilanziellen Buchwerten und den steuerlichen Ansätzen eine entscheidende Rolle für die Ermittlung der aktiven oder passiven latenten Steuerpositionen. Ein wesentlicher Diskussionspunkt in der Forschung ist die Anwendung internationaler Standards wie der IAS 12 im Vergleich zu nationalen Regelwerken wie dem HGB, insbesondere im Hinblick auf die Komplexität bei der Konzernrechnungslegung und der Anwendung der Equity-Methode. Neben der rein technischen Ermittlung stehen auch die Auswirkungen regulatorischer Änderungen und makroökonomischer Schocks auf die Bewertung der Steuerpositionen im Fokus. Die Forschung untersucht, wie sich veränderte steuerliche Rahmenbedingungen oder unvorhersehbare wirtschaftliche Entwicklungen auf die Werthaltigkeit und die Bewertung der latenten Steueransprüche auswirken. Dies umfasst auch die Debatte um das Maßgeblichkeitsprinzip und dessen Einfluss auf die Konsistenz zwischen Handels- und Steuerbilanz. Entdecke diese und weitere wissenschaftliche Arbeiten zu latenten Steuern bei GRIN, verfügbar als PDF und eBook sowie viele als Print-on-Demand.